Archiv für Januar, 1970

kurz

Beethoven. Waldsteinsonate. fetzt.
Ein sinnlicher Genuss beim spielen vor allem des letzten Satzes.

endlich

Ich behaupte das ja immer wieder, auch wenn es mir in den meisten Fällen nur um das Fach Mathematik geht.
Aber was in diesem Artikel steht, bestätigt meine Einstellung, dass eine allfällige Mathematikschwäche bei Kindern ausschließlich den Eltern geschuldet ist. Das trifft aber offensichtlich für jedes Fach zu.
http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzbildung/schule_aktuell/451847_Jedes-Kind-ist-hochbegabt.html

Geburtstag

der 121. Und hier eine fantastische Einspielung, die man vermutlich in Deutschland wieder nicht abspielen wird dürfen.
Das dritte Klavierkonzert von Prokofiev gilt als das Schönste, obwohl man das vermutlich von jedem einzelnen sagen kann.

Doch dazu gibt es eine Anekdote. Mein Vater hatte mir einmal eben diese Behauptung erzählt. Und eines Tage hörte ich im Radio eine Übertragung des Konzerts. Ich kannte die Musik noch nicht, erkannte aber, dass sie ziemlich sicher von Prokofiev stammen müsste. Dass die Musik ein Klavierkonzert ist, ist wohl leicht zu erkennen. Also habe ich mir „ausgerechnet“, dass es das dritte sein müsste. Und es hat gestimmt.

Aber bei dieser Einspielung wird es wahrscheinlich heißen, dass es mir nur so gut gefällt weil die Pianistin Yuja Wang so sexy ist. In manchen Aufnahmewinkel scheint es ja, als ob sie unbekleidet spielen würde. Und sehr neckisch ist auch das Zurechtziehen des Minikleids nach dem ersten Satz, als der Dirigent sehr forschend zu ihr schaut.

Aber ich bewundere ihre Technik, die es nicht bei Technik bewenden lässt sondern eine unheimliche Musikalität erahnen lässt. Ich halte sie für eine geeignete Nachfolgerin für Martha Argerich. In einer gewissen Weise ist sie musikalisch sehr ähnlich.

Superlative der Kultur

Heute wurde im Fernsehen das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker in Schönbrunn übertragen. Es stand unter der Devise „Hommage an Claude Debussy“. Zur Aufführung gelangte unter anderem „La mer“.
Super Konzert, der Eintritt ist kostenlos, wir hätten es live erleben können. Im Fernsehen hat man eine bessere Perspektive. Es wurde auch Ballett getanzt.
Damit es wieder eine neuerliche Steigerung gibt, fand das Balett im Wasser statt, in einem der Brunnenbecken von Schönbrunn. Hat hübsch ausgesehen. War auch ein bisschen wet-look dabei. Die Haxen der Tänzerinnen waren lang und appetitlich. Bei der Eurovision haben wir ja noch versucht, mit dem Popo zu wackeln. Diesmal ging es ganz kultiviert zu.
Ich habe allerdings zum ersten Mal im Balett Handstände gesehen. Das ist natürlich geil, weil man dann die Haxen noch besser sieht.
Der Bundeskanzler und der Bundespräsident haben sich auch sichtlich gefreut.
Kultur, das ist Österreich. Und wenn wir es nicht mit dem Arsch schaffen, tänzeln halt die Nixen.
Was ich nicht verstehe: es gab dann noch den Tanz mit den sieben Schleiern aus Salome. Und da könnte man ganz programmatisch, ohne Regietheater vorgeben zu müssen, einen richtigen Striptease inszenieren. Das tät den Herrschaften doch auch gefallen oder? Aber da gab es nur die „reine Musik“.
Jedenfalls muss die Welt aufpassen: in der Kultur stecken wir noch lange nicht auf, selbst wenn unsere Gesäßakrobatik nicht goutiert wird.
Wir kommen mit dem Element Wasser daher. Und bekanntlich ist die chinesische Wasserfolter eine der stärksten Methoden überhaupt.
Nachtrag: vom rein Musikalischen her war das Konzert toll.

1E12 und die Wunderwelt

Die Wunderwelt war die Wissensquelle meiner Kindheit. (Neben meinem Vater) Bravo hat mich nicht mehr erreicht. In der Wunderwelt war Sex noch ausgeklammert, doch gab es eine Reihe anderer interessanter Informationen.
Darunter war auch die Billion, die Zahl mit einer 1 und 12 Nullen. Später lernte ich noch größere Zahlen, doch als Kind war die Billion das absolut Größte für mich. Und aus der Wunderwelt wusste ich, dass man von 1 bis zu einer Billion 26.000 Jahre zählen müsste, wenn man für jede Zahl nur eine Sekunde brauchen würde. (Was übrigens eine sehr vereinfachende und nicht durchzuführende Annahme darstellt.)
Wenn ich heute nachrechne, komme ich auf 31.000 Jahre, aber das ist unwesentlich. Interessanter erscheint mir viel mehr, dass man auch für 100 Milliarden (ein Zehntel einer Billion) noch immer 3000 Jahre brauchen würde, wollte man sie ganz schnell auszählen.
100.000.000.000 hat Spanien jetzt als Finanzierungsbedarf angemeldet. Das ist ja richtig billig im Vergleich mit den Griechen, denen man ja schon um 30% mehr zugesagt hat und teilweise gegeben hat. Dabei hätten sich die ursprünglich sogar mit 30.000.000.000 zufrieden gegeben, wenn da nicht eine obskure Wahl in Nordrhein-Westfalen die Hilfe so lange verzögert hätte.
ABER ICH VERSTEHE NICHT.
ICH VERSTEHE NICHTS MEHR.
Zwar gibt es so jedes zweite Jahr eine Horrormeldung, dass irgendein Banker 5.000.000.000 verzockt hätte. Aber das hätte dann in Spanien ja 20 Mal passieren müssen. Und keiner hat es mitbekommen?
Eine Immobilienblase ist geplatzt. Puff! So wie eine Kaugummiblase oder wie eine Seifenblase. Aber das ist nichts Neues. Das ist auch in Japan in den Neunzigerjahren passiert. Die haben es überlebt. Mit ein bisschen mehr an Einwohnern als Deutschland aufzuweisen hat. Ohne Zuschuss.
ABER ICH VERSTEHE JA ETWAS ANDERES NICHT.
50% Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen, 25% Arbeitslosigkeit „over all“. Ist Spanien ein zivilisiertes Land? Die Fussballvereine sind in Millionenhöhe verschuldet. Ich verstehe, dass Fussball notwendig ist, um die Menschen davon abzulenken, wie katastrophal es in ihrem Land zugeht. Aber Spanien ist doch ein zivilisiertes Land, oder war es das nur solange die Mauren dort waren.
Dabei ist Spanien gar nicht so hoch verschuldet. Die Spanier leiden noch unter 2008 und vielleicht auch unter dem Umstand, dass ein Spanier 3-4 Wohnungen gebraucht hat. Deswegen konnte die Immobilienblase so großes Unheil anrichten.
WAS ICH ABER ABSOLUT NICHT VERSTEHE:
Wieso geht niemand auf die Straße und demonstriert gegen die jeweiligen Finanzminister, die mit derartigen Zahlen so locker umgehen. Ich kann mich gar nicht mehr über unseren eigenen Ehemaligen aufregen. Die auf ihn hinzeigenden Verdachtsmomente bewegen sich ja im ein- bis maximal zweistelligen Millionenbereich. Das sind Peanuts. Jetzt schießen die Finanzminister so locker das Zehntausendfache bis Hundertausendfache in den Wind.
1927 hat man den Justizpalast wegen eines Fehlurteils abgefackelt. Heute zahlen wir höchstens noch ein paar Prozentpunkte mehr, damit die Finanz in ein neues überteuertes Domizil einziehen darf.
WAS ICH ABER VERSTEHE: Geld scheint nicht das Wichtigste zu sein. Außer man ist KEIN Rechtsanwalt und hat mit Stiftungen zu tun.
(Den letzten Satz verstehen vermutlich nur Österreicher.)

Der Sinn des Leberkäs

Der Sinn des Leberkäs
Ich wohl erkenn den Sinn des Leberkäs,
Wenn ich den Text von Keber les.
Denn Keber gerne nährte sich vom Kebab,
Der sich von andren Tieren her begab.
Natürlich ist das noch kein besonders hochwertiges Gedicht, doch Link und Inhalt sind consistent und so wird nach einiger Zeit jener Beitrag eine Korrektur erfahren müssen.

Generation Facebook

Da gibt es eine Generation davor, die zur Zeit in Facebook beschrieben wird. Die ohne Handys oder MP3. Und diese Generation stellt vermutlich auch einen großen Teil der Facebook-Teilnehmer dar.
Ich habe meine eigene Version verfasst. Bei Facebook gehöre ich einer Minderheit an. Aber lesen Sie selbst:

Ich wurde in den 50er Jahren geboren, wuchs in den 60er Jahren auf. Wir sind die letzte Generation, die noch den Wert einer Banane kennt, die erste, die nicht den Hunger nach den Krieg kennen gelernt hat. Wir sind die Letzten, die noch Singles gekauft haben (45 rpm) und wir waren die ersten, die mit kleinen Transistorradios herumliefen, damit wir Musik auch am Strand hören konnten. Wir hatten in der Regel kein Fernsehen. In der Schule hörten wir voll Andacht denjenigen zu, deren Eltern eines hatten und die daher den letzten Maigret oder Wallace gesehen hatten. Telefon war nicht selbstverständlich. Dafür spielten wir im Park und in der noch unverbauten Wildnis mitten in der Stadt. Wir konnten uns nicht einmal vorstellen, dass es je etwas wie Handys, Flachbildschirme, iPods oder Facebook geben könnte. Die Utopie unserer Zukunft blieb in Perry Rhodan-Romanen versteckt. Doch unsere Kindheit war noch von Träumen getragen, was wir einmal werden würden. Wir hatten unsere Traumberufe, in denen wir auch Arbeit bekommen würden. Die Schule war noch etwas Besonderes und die Quelle aller Information, die nicht von den Eltern kam. Nur eine Information kam von den Gleichaltrigen. Denn wie ein Busen aussehen würde, konnte man allenfalls in National Geographic nachsehen.
Aber das Beste an unserer Jugend war, dass unser eigener Status nicht davon geprägt war, ob wir Markenschuhe oder das neueste Handy hatten. Coolness hatte noch eine andere Bedeutung, manchmal einfach die, wie gut einer Fußball spielen konnte.
Wir waren eine Generation, für die Ausländer willkommen waren. Wir konnten uns noch in das Schicksal der ungarischen Flüchtlinge 1956 hineindenken.
Und ich glaube, dass wir glücklicher waren, als es die heutige Generation ist.

really funny

Mittlerweile ist es so, dass der Link auf einen meiner letzten Kommentare mich zwar an die Adresse des Kommentar bringt, mich aber gleichzeitig ausloggt.
Ich wende mich gar nicht mehr an Hilfe, weil ich es für einen Softwarefehler halte.
Und ich werde normalerweise dafür bezahlt, dass ich welche finde.

Mittlerweile ist es mir hier aber SCHEISSEGAL. Ich nehme es, wie es kommt.
EVERYTHING IS VERY, VERY STRANGE…

Wird eine gute Geschichte

.
In zehn Jahren werde ich einmal meinen Enkelkindern erzählen können: „Als ich noch gegen Kortschnoi Schach spielte…“
Er ist Seniorenweltmeister und hat mit seinen 81 Jahren noch eine Elo-Zahl von über 2500. Dreimal ist er Karpov in der Weltmeisterschaft unterlegen, wobei die Gerüchtebörse soweit ging, dass man um sein Leben fürchten hätte müssen, wäre er wirklich Weltmeister geworden.
Da er sich aus der Sowjetunion in die Schweiz abgesetzt hatte, galt er als echter Staatsfeind.
Es war eine interessante Erfahrung, an dem Spiel teil zu nehmen.

Der Assistent, der auch die Prüfung über meine Vorlesung betreut, hat eine Reihe von Bildern geschossen, von denen ich dieses ausgewählt habe, weil mir die Symmetrie des Kopf-Haltens so gut gefallen hat. Zu dem Zeitpunkt hatte ich durchaus noch das Gefühl, auf ein Remis hinspielen zu können.
Später habe ich ihn dann „verschont“:)

drei Studien

Studie 1:
Studie belegt „Frauen sind dümmer als Männer“ (Quelle auf Ansuchen der Zeitschrift nicht genannt)
Studie 2:
Studie belegt „Männer sind dümmer als Frauen“ (Quelle auf Ansuchen der Zeitschrift nicht genannt)
Studie 3:
Studie belegt „Journalisten sind gescheiter als Männer und Frauen“
Wie sich herausstellt, stehen Journalisten aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit intellektuell weit über Männern und Frauen. Da sie aufgrund vorangegangener Studien nicht wissen, an wen sie sich anpassen müssen, suchen sie immer das niedrigst mögliche Niveau, um es dann mit entsprechenden Schlagzeilen noch unterbieten zu können. Der wirtschaftliche Erfolg gibt ihnen recht. Die entsprechenden Blätter werden mit großer Andacht gelesen. Es wurden Fälle beobachtet, in denen sich der interessierte Blick eines Lesers von Liesing bis zum Südtirolerplatz (ca. 15 Minuten) an einem sechs-Zeilen-Artikel festfraß. Was immer es war, die Aussage wurde verinnerlicht.




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