deutsche Sprache
Modell habe ich ja schon einmal hinterfragt.
Ein paar neue Worte zur Übung:
Effizienz
Kontingenz
Konsistenz
Ich hätte gerne Antworten in der Form:
a) Eine (X) ist ein(e) Y, der (die, das) …
b) Eine (X) ist ein(e) Z Y. (Z … Eigenschaftswort, Z … Hauptwort)
Ich habe in der Schule noch gelernt, dass man Definitionen so auf baut. Anscheinend ist das heute nicht mehr der Fall.
Auf die Frage: was ist X? kommt eine Antwort:
„Äh, …. nun, … wenn man nuschel nuschel … oder?“
Ist das wirklich intellektuell angemessen für Menschen, die mehr als der sprichwörtliche Hilfsarbeiter verdienen oder von denen gesagt wird: „Du, du kennst dich doch mit Computern aus!“

Donnerstag, Januar 1, 1970 at 12:00 am
ich probiers einmal:
Die Effizienz beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzter Arbeitsleistung und aus dieser entstehendem Ergebnis; eine hohe Effizienz besteht in einem geringen Arbeitsaufwand gegenüber hohem Ergebniswert, niedere Effizienz bezeichnet das Gegenteil.
Die Kontingenz kann ich nicht genau definieren, weil sie in zu vielen verschiedenen Verwendungen und Zusammenhängen auftritt, also gewissermaßen sich selbst kontingent verhält 😉
Die Konsistenz beschreibt die innere Beschaffenheit eines Objektes (fest, flüssig, zäh, dumm…).
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leute die sich „mit computern auskennen“, sind nicht selten in der deutschen sprache eher schwach… weil sie in einem gutteil ihrer lebenszeit in englischer sprache (oder noch schlimmer: logischen begriffen) denken.
da kann – zugunsten der intellektualität – schon mal die deutsche sprache auf der strecke bleiben. schade ist es jedenfalls…
Donnerstag, Januar 1, 1970 at 12:00 am
in diesem fall hast du zunächst ein wort aus der allseits beliebten bullshitliste gewählt: effizienz. wirkt noch „besser“ mit steigerung.
kontingenz hingegen ist für mich – je länger ich drüber nachdenke (gefühlte drei sekunden) – noch mehr unwort. konsistenz lass ich gerade noch im sinne von beschaffenheit gelten;-)
Donnerstag, Januar 1, 1970 at 12:00 am
Lieber Steppenhund,
Effizienz ist eine Handlungsfähigkeit, mit der ich im Herbst ein paar wärmende Socken zu stricken anfange, und diese zügig fertig werden.
Kontingenz ist eine Bezeichnung für das zeitlich unvorhergesehene Zusammentreffen, dass bei kalten Füßen folglich im Kleiderschrank wärmende Socken zu finden sind, und diese auch passen. Das kann sowohl wahr als auch falsch sein.
Konstistenz ist eine angenehme Eingeschaft bei meinem Rechner, wenn ich täglich mein Mail-Fach öffne und erwartungsgemäß die vertraute Bildschirmoberfläche erscheint.
Konsistenz ist ein Fachwort der Lebensmittelindustrie, die damit die Beschaffenheit von Marillenmarmelade bezeichnet.
Konsistenz ist ein Fremdwort für Partner in Beziehungen, die sich von einem auf dem anderen Tag ihrer eigenen Liebsfähigkeit nicht sicher sind.
Zufriedenstellend?
Donnerstag, Januar 1, 1970 at 12:00 am
1) Effizienz bezeichnet das Verhältnis von aufgebrachter zu erhaltener, umgesetzter Arbeit (alternativ: Mühe, Ressourcen – um es nicht ganz physikalisch zu halten).
2) Kontingenz ist das zufällig Angetroffene (denn auch wenn es einen großen Ergebnisraum geben mag, eines der Ereignisse muss die Realität ja doch auswählen).
3) Konsistenz ist die Widerspruchsfreiheit von Axiomen, Weltbildern, Meinungen, die erhalten bleibt oder verletzt wird durch das Hinzufügen neuer Sätze.
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PS. Dieses Mal habe ich vorher die anderen Kommentare nicht gelesen. Bei der Modell-Erklärung war ich dann nämlich nachher nicht sicher, wie sehr das noch auf eigenen Gedanken beruhte (und hab den Kommentar mal lieber entfernt)… – Hier ist die zwei wahrscheinlich missglückt.
Donnerstag, Januar 1, 1970 at 12:00 am
Nach allem, was ich bisher gelesen habe, scheint mir Kontingenz ein Ereignis zu sein, von dem man zwar vorher nicht weiß, ob es eintreten wird oder nicht, mit dem man aber lieber rechnen sollte, da es im Falle seines Eintretens alle Pläne, die man gemacht haben mag, über den Haufen werfen würde.
Spontan denke ich dabei an die – hoffentlich vorhandenen – „Schlechtwetterklauseln“ in den Verträgen der Mitwirkenden einer Freiluft-Opernaufführung.
Insofern ist es auch erklärlich, daß der link, den Sie zur „Kontingenzplanung“ angegeben haben, mich zunächst ein Werbefilmchen für eine Versicherung sehen ließ… 🙂
Effizienz wurde ja schon wunderbar erklärt.
Konsistenz ebenso – hier möchte ich hinzufügen: es wäre wünschenswert, daß „Gedankengebäude“, die man zu hören oder lesen kriegt, so aufgebaut wären, daß die einzelnen Gedanken darin, wenn schon nicht mit der erlebten Wirklichkeit, so doch bittschön wenigstens mit den anderen Teilen des jeweiligen Gedankengebäudes übereinstimmen mögen… in welchem Falle ich von „Konsistenz“ sprechen würde.
Danke für die anregenden Fragen!