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Was bleibt übrig? Kochen.
Heute habe ich zwei Tage vor der Einladung „probegekocht“. Also so richtig kochen ist es nicht. Ich habe eine rohe rote Beete in dünne Scheiben zerteilt und in Olivenöl, Himbeeressig und tasmanischem Wildpfeffer eingelegt. Morgen in der Früh werde ich testen, ob der Carpaccio etwas geworden ist und was ich allenfalls noch nachwürzen muss.
Das ist ein richtiges Abenteuer.
čušpajz = wenn man es ausspricht, klingt es wie ein deutsches Wort: Zuspeise.
Man könnte auf Beilage tippen.
Ich habe gerade erfahren, dass man das Wort in Ungarn verwendet hat. Anscheinend kommt es noch aus derösterreichisch-ungarischen Monarchie.
Ich fand es auf einer Speisekarte in Novi Sad. Novi Sad ist eine Stadt an der Donau, nordwestlich von Belgrad.
Im Prinzip ist es wirklich eine Beilage, ein Gemüse, (Karotten und anderes) welches sich in einer einfachen Einbrennsauce befindet. Vielleicht ist aber vegetarischer Eintopf die korrekte Bezeichnung. Auch Kroatien kennt das Gericht in unterschiedlichsten Ausführungen. Die englische Übersetzung lautet stew.
Geschmeckt hat es sehr gut – als Beilage zu einem Schweinsmedaillon in Kirschensauce.
Vielleicht kennt das jemand meiner LeserInnen.
Die Serben im Restaurant und meine Kursteilnehmer konnten mir nicht auf Anhieb sagen, was es ist, obwohl dann schon allgemein auf Gemüse getippt wurde:)
Zuerst einmal ein Hinweis auf eine Website, die einige meiner LeserInnen schon kennen sollten.
Die Dame hinter dieser Website hat vor Jahren an einem kleinen Wettbewerb teilgenommen, dessen Resultate sich noch immer im Internet befinden. Aber die Adresse verrate ich nicht.
Am 7. August lade ich meine Nachbarn als Revanche für überlassene Konzertkarten ein. Es gibt etwas zu Futtern und außerdem ein kleines Konzert. Da ich seit Anfang Juli Mieter in der Einliegerwohnung habe, sind die auch eingeladen, damit einmal die Nachbarschaft „offiziell“ wird.
Jetzt haben sich noch zwei Damen aus Barcelona angesagt, von denen die eine an dem Tag Geburtstag hat und ihre Tochter weder Alkohol noch Fleisch zu sich nimmt. Ich habe sie ebenfalls dazu eingeladen, weil es der einzige Tag ist, wo sich unsere Anwesenheiten in Wien überschneiden.
So viel zur Vorgeschichte. Ich suche ein Rezept für eine vegetarische Vorspeise. Und dabei erinnere ich mich an den berühmten Wettbewerbsbeitrag von:
„der Hausherrin des nunmehrigen kulinarischen Salons“
Steinpilz-Crespelle
Also das wird es werden:)
Und hier jetzt noch das Bild des damaligen Verkostungessens und hernach das Rezept, welches – das war die Auflage des Wettbewerbs – gedichtet sein sollte.

Das Rezept:
Der Eier grad soviel, als du benötigst,
mit Milch und Mehl zusammen fein gemixt
– die Prise Salz auch nicht vergessen – soll dies
als Teig in einer heißen Pfanne ruh’n,
bis hauchdünn, goldgelb, kreisrund feine Fladen,
hier Palatschinken, da Crespell’ genannt,
in angemessen Zahl der Fülle harren,
die nun wie folgt gar köstlich wird bereit’:
Du weichest Trockenpilze aus dem Walde,
der Wiese auch, wie Morcheln, sorgsam ein,
vergesse nicht, das Wasser auszupressen,
denn dieses tut der Masse dann nicht gut.
Schalotten, Pilze, feinst gehackt, in Butter
gut angeschwitzt, mit Pfeffer, Salz verseh’n
soll’n rösten dann, bis die Aromen steigen,
mit Einweichwasser intensiv verstärkt.
Ist alle Flüssigkeit entwichen, lässt du
das Ganze, kühl gestellt, ein Weilchen ruhn.
Daraufhin sollst mit Eigelb, Mascarpone,
mit Salz und Kräutern in der Moulinette
das Pilzgemisch ganz fein zur Creme du mixen,
womit die Fülle auch schon fertig ist.
Ein Löffel voll auf jedes Palatschinkerl
schlägst du sie dann zu kleinen Päckchen ein,
mit Obers übergossen streust du hierauf
noch Parmesan darüber, lässt sie nun
auf kleinem Feuer zehn Minuten ziehen.
Das war’s. Ich wünsche guten Appetit!
[ConAlma]
(Der Eintrag stammt aus dem Jahr 2006.)
Vielleicht kauf ich mir jetzt doch noch eine Kupferpfanne:)
Was bleibt übrig? Kochen.
Heute habe ich zwei Tage vor der Einladung „probegekocht“. Also so richtig kochen ist es nicht. Ich habe eine rohe rote Beete in dünne Scheiben zerteilt und in Olivenöl, Himbeeressig und tasmanischem Wildpfeffer eingelegt. Morgen in der Früh werde ich testen, ob der Carpaccio etwas geworden ist und was ich allenfalls noch nachwürzen muss.
Das ist ein richtiges Abenteuer.
