Archive for the ‘Computer’ Category
Heute habe ich bei mir ziemlich merkwürdige Ausfälle, die zuerst einmal so aussehen, als ob meine Internet-Verbindung ganz langsam ist.
Nach und nach mehren sich aber die Indizien, dass andere Leute die gleichen Probleme haben. Bei twoday geht es jetzt wieder, Facebook war ziemlich matt am Abend. Und da kann ich feststellen, dass es an Facebook gelegen sein musste, weil ja auch die Mails, die direkt vom Server auf das Handy geschickt werden, nicht mehr rechtzeitig kamen.
Gut, dass das nicht gestern der Fall war. Denn da habe ich nur so die Megabyte downgeloaded. Und da ging es vergleichsweise wirklich schnell mit 4Mbit/sec.
–
Weiß wer Näheres?

Aus gegebenem Anlass einmal fotografiert, nachdem ich mich erinnern konnte, wo ich es zuvor kurz einmal gesehen hatte.
Baujahr 1984.
Beschreibung:
frei programmierbare Steuereinheit
128-IO-Leitungen
In einem Meßgerät waren 5 solche jeweils unterschiedlich programmierte CPUs enthalten, die miteinander kommunizierten.
Diese dienten zur Steuerung von:
Hochspannung
Messverstärker
Anzeige
Frontplatte-Bedienung
Autofokus-Ansteuerung
Lambdascan-Ansteuerung
Motortisch-Ansteuerung x,y
–
Im weiteren wurden folgende Analysefunktionen innerhalb der Master-CPU durchgeführt:
Chromosomenanalyse: C-Banding und G-Banding
Krebszellenidentifikation inklusive Objektisolierung
Fertilitätsanalyse
Forensik
Kohlefluoreszenz
–
Auswertung:
Statistik
Druckeransteuerung
Selbstkalibration des Messinstrumentes
–
Kosten des Messinstrumentes waren damals umgerechnet 30.000 € (ohne Inflationsberücksichtigung)
Die Entflechtung hat ein Freund durchgeführt. Der gesamte Entwurf inklusive der Elektronik des Steuergeräts waren zu 100% „meines“. Die optische Mess-Zusatzeinrichtung zum Mikroskop war zu 50% „meines“. Zeitdauer der Gesamtentwicklung 3 Jahre.
Verkauf in Österreich, UdSSR, China, Deutschland, um nur einige zu nennen.
Die CPU-Karte selbst wurde auch in anderen Geräten der Firma verwendet und ist vermutlich noch heute in einigen Laborgeräten aufzufinden.
Es handelte sich um den ersten Mikroprozessoreinsatz eines sehr, sehr traditionellen Unternehmens, für das bis dato auch Transistoren etwas unheimlich waren.
Für mich war es das dritte Mikroprozessorprojekt. Es war ein Erfolg für mich, der mich karrieremäßig weitergebracht hat, obwohl ich später ganz andere Wege gegangen bin.
Aber das war wirklich ein Baby, an dem ich Tag und Nacht entwickelt habe.
Preisfrage: in welcher Sprache waren die Programme programmiert?
[Nur für LeserInnen, die an Computerproblemen interessiert sind.]
Vor 15 Jahren bin ich in ein Computerthema hineingerutscht, dass nicht besonders attraktiv ausgesehen hat: Software Test. Ich habe allerdings erkannt, dass hier ein noch ein Gebiet vorhanden war, von dem weite Teile (die praktischen) unerforscht waren.
Ich habe mich damit beschäftigt und es hat meiner Karriere nicht geschadet.
Heute sehe ich mich kurz einmal im Internet um. Es geht um ein anderes Thema: um Anforderungen. Nächsten Dienstag gebe ich eine kurze Präsentation in Schweden und habe vor, etwas provokant zu agieren. Um hier aber auf Nummer sicher zu gehen, schaue ich erst einmal im Internet nach, was es auf dem Thema „Kurse, um Anforderungen schreiben zu können“ überhaupt gibt.
Also auf den ersten Blick finde ich nichts. (Ich weiß, dass IBM solche Kurse angeboten hat.)
Naja, wenn das so ist, brauchen wir uns über manche Schwächen der Software nicht zu wundern. Beispiele für schlechte Anforderungen habe ich in genügendem Ausmaß.
Jetzt muss ich nur mehr an meinem Text feilen, dass er ausreichend überzeugend wirkt. Vielleicht wiederholt sich ja die Geschichte.
Wer den vorletzten Beitrag gelesen hat, weiß, dass die Semantik ein für mich erkanntes Problem ist. Wie soll jemand einen Wunsch formulieren, wenn er noch nicht einmal die notwendigen Haupt- und Zeitwörter in der Bedeutung kennt, von der Wichtigkeit der Inhalte einmal ganz abgesehen.
Meine Freunde kennen mein Berufsumfeld und sie wissen auch, dass das Thema Test für mich einen sehr starken Stellenwert einnimmt.
Den ersten Teil einer Artikelreihe über Software Testing findet ihr dort. Er richtet sich an Menschen, die sich fragen, wie Software-Fehler überhaupt bis zum Anwender gelangen können. Und ich habe versucht, die Beispiele möglichst allgemein verständlich zu halten und den üblichen Fach-Jargon außen vorzulassen.
Für die, die es interessiert.
Für mich ist es ja ein Glücksfall, genau in die Zeit geboren zu sein, in der sich der Computer von den Anfängen der realen, allgemeinen Verwendung (sprich kommerziell und nicht militärisch) bis zum heutigen Stand entwickelt hat.
Die Entwicklung geht ähnlich wie bei Religionen (Fundamentalismus, Aufklärung, Rückkehr zum Fundamentalismus) von statten.
Begonnen hat es mit dem „closed shop“. Nur auserwählte „Gurus“ durften den Rechner „operieren“, d.h. betreiben. Zwischen Programmierern und der Maschine standen Lochkartenstapel oder sogenannte „dumme“ Terminals. Dumm bezog sich auf den Umstand, dass die Terminals nicht mehr als eine Schreibmaschine repräsentierten, die auf geheimnisvolle Weise mit einer großen Rechenanlage verbunden waren.
Was damals als groß galt, passt leistungsmäßig heute 100.000-fach in den gängigen Heimcomputer.
Dann begann die Aufklärung mit dem Comodore PET und bald darauf mit dem Vorläufer der heutigen Personal Computer, dem PC von IBM. 100-fach kopiert, oft mit besserer Qualität als IBM hineingesteckt hat, findet sich auch in den heutigen Rechnern, ob sie Desktop, Laptop oder sogar Handy sind, die gleiche Architektur. Kleine Abstriche muss man bei Apple machen, aber seit die nicht mehr den Power-Chip verwenden, reihen sie sich in die gleiche Schar ein.
Auf den heutigen Personal Computern kann man praktisch alles machen, was man sich nur ausdenken kann. Man ist von Anfang an dabei, ist in der Lage, das Betriebssystem zu ändern und zu tunen, falls man das will und kann.
Eine große Firma ist zugrunde gegangen, weil ihr Chef, Ken Olsen, gemeint hat, dass der Personal Computer keine Zukunft bei den Verbrauchern haben wird. Eine Träne sei hier still für den Untergang von Digital Equipment verdrückt, der Firma, die nach IBM die zweitgrößte war und außerdem die besten Rechner im „Midirechner“-Bereich dargestellt hat. Der Rolls-Royce und Ford zugleich unter den Prozessrechnern, mit denen ein Teil der technischen Revolution in den 70-erjahren erst begonnen hat.
–
Gestern lese ich von VDI, sowas wie virtual on demand infrastructure. Manche Laien kennen das schon seit einiger Zeit, wenn in ihrer Firma vom „Cytrix-Server“ gesprochen wird. Im Zeitalter des „Cloud“-Hypes geht es jetzt um Virtualisierung bzw. Auslagerung in großem Rahmen.
Daten werden nicht mehr beim Anwender gespeichert, sondern in der Wolke.
Programme werden nicht mehr beim Anwender gespeichert, sondern aus der Wolke geholt.
Rechenleistung wird nicht mehr im Computer des Anwenders erbracht, sondern in der Matrix. Hier ausnahmsweise keine Anführungszeichen, weil Matrix bereits durch die Filme mit einer Vorstellung verbunden sein sollte. Ein großes, rechnendes Ding, im Prinzip auch in der Wolke.
Infrastruktur wie Maus, Bildschirm, Tastatus bleiben zwar unverändert. Wir brauchen jetzt aber nur mehr ein „dummes“ Terminal mit Internet-Anschluss.
Back to the roots könnte man sagen.
Vernetzung ist angesagt. Ich selber glaube aber, dass die Zeit der Einzelkämpfer wieder kommen wird.
Nichts gegen vernetzte Rechenleistung, wie sie beim SETI-Programm genützt wird. Bit-Torrent ist zwar der Fluch der Unterhaltungsindustrie, doch wenige Menschen, die sich ihre neuestens Filme über Bit-Torrent herunterladen, werden es vermissen wollen.
Doch ich glaube, dass wir für die Vernetzung noch zu primitiv sind. Es wird den Pendelausschlag wieder auf die Seite der Hochleistungs-persönlich-Rechner geben, wo man noch ein bisschen Übersicht behält und keine „racing conditions“ als Gegner antrifft.
Überwachung, Wiki-Leaks, Twitter-Unterstützung für Revolutionen sind der Anfang einer Entwicklung, über die sich die meisten Menschen kein Bild machen können, wie es weitergehen soll.
–
Das Bild wird man bald in der Realität sehen. Vorstellen kann ich mir auch so einiges.
Aber es wird der Menschen bedürfen, die auch vollkommen isoliert noch einiges zustande bringen. Die besten Entwicklungen in der Computerei wurden interessanterweise von Einzelpersonen erbracht. Im Team und auch vernetzt, waren es immer einzelne Masterminds, die einen entscheidenden Durchbruch in einer Sache bewirkt haben.
Daran wird sich meiner Meinung nach auch in Zukunft nicht viel ändern.
Vor zwei Tagen schrieb ich dieses:
<a href=“http://steppenhund.twoday.net/stories/1022551463„Erster Sieg eines Programmes in Go über den Menschen“
Dass dieser Sieg so rasch wiederholt werden kann, hätte ich nicht angenommen.
Es ist anzunehmen, dass wir in Zukunft noch in weiterer Weise überrascht werden.
Einige Menschen meinen noch immer, dass der Computer nur das tut, wofür er VOM MENSCHEN programmiert wurde. An den Selbstlernfähigkeiten von Programmen kann mittlerweile aber kaum mehr gezweifelt werden.
Gibt es jemanden unter den Lesern, der „evernote“ verwendet?
Kennen Sie den Witz, in dem gefragt wird, woran man den Psychiater im Striptease-Lokal erkennt?
Er ist der einzige, der nicht auf die Bühne sondern ins Publikum schaut.
So ähnlich fühle ich mich auch. In installiere gerade Visual Studio 2010 Professional von Microsoft auf einer 64bit-Maschine. Ich tue das nicht, weil ich jetzt ein ganz tolles Programm für Windows programmieren will. Wenn ich programmiere, dann eher in Python unter einer eclipse-Umgebung.
(Doch eclipse helios (profan version 3.6) habe ich heute auch schon installiert und meine Anwendung auf einem neuen Rechner sehr schnell zum Laufen gebracht. Schneller und leichter als ich es erwartet hätte.)
Ich sehe es einfach als Verpflichtung an, mich auf neuestem Stand zu halten. Ich muss wissen, womit Programmierer heute arbeiten, mit welcher Unterstützung durch die Werkzeuge sie rechnen können.
–
Da fällt mir etwas ganz „Lustiges“ auf. In einer Installationssequenz von mehr als einem Gigabyte ist das erste installierte System das „Microsoft Application Error Reporting“-System.
Das ist logisch, denn alles danach könnte praktisch bereits damit abgehandelt werden. (Das stimmt so nicht ganz, den in Wirklichkeit werden auftretende Fehler während der Installation von einem bereits auf der Maschine existierendem Error Reporting System abgehandelt.)
Als Mensch, der beruflich vorrangig mit Fehlern in der IT zu tun hat, finde ich das amüsant. Ich finde darin aber auch einen erheblichen – und wir mir scheint positiven – Paradigmenwechsel.
Man ist sich bewusst, dass Fehler auf eine bestimmte Weise behandelt gehören. Je besser das geschieht, desto weniger Kosten entstehen bei ihrer Beseitigung.
–
Und offen gestanden, diese Riesenprogrammpakete sind zwar nicht fehlerfrei aber schon verdammt gut, wenn man ihren Umfang betrachtet. Man kann auch über Microsoft schimpfen, wenn man will. Die Entwicklungswerkzeuge sind sehr gut. Wie es allerdings auch das open source tool eclipse ist.
–
Und so erzähle ich den Studenten dann, wie es sich in der open source Welt anfühlt, wie in der DOT-NET-Welt, wie in der SAP-Welt, wie in der JBOSS oder TOMCAT-Welt – und wenn ich einen lieben Freund etwas näher im Zugriff hätte, könnte ich ihnen auch etwas über Programmentwicklung in ORACLE erzählen.
–
Programmieren ist heute genauso schwer wie vor 40 Jahren, obwohl man damals vielleicht nur auf 1000 Worte Code achten musste. Heute sind es hunderte von Megabyte oder zumindest mehr als 1 Megabyte.
Die Werkzeuge laufen der steigenden Komplexität nach.
–
Müssen die Programme aber unbedingt noch komplexer werden?
Nicht wirklich. Doch bis jetzt bin ich ohne Virtualisierung auf meinen Rechnern ausgekommen. Nachdem ich jetzt aber auf etwas zugreifen will, was ich vor 11 Jahren gemacht habe, stellt sich heraus, dass ich nicht darum herumkommen werde.
Windows 7 erlaubt nicht mehr die Installation von Visual Studio 6. Das brauche ich aber für Visual Basic 6.0.
Im Prinzip ist alles klar:
In den Foren sieht das so aus:
Q: How do I install visual Studio 6 in Windows 7
A: You cant.
ist nett. Aber natürlich geht es schon:
Q: Yeah, basically you install VirtualBox. Once you install Virtualbox, you install a different Operating system into the virtualbox. The virtualbox basically tricks the operating system into thinking it’s on a full machine (the virtualbox has a bios, etc). So basically, you install VirtualBox, then you install XP in a virtualbox window (so you have a windows 7 window… inside that window is XP). Then you can run „incompatible“ programs in XP in the window.
Also eine Art russische Matroschka.
Heute mache ich das nicht mehr.
Jetzt muss ich mir erst einmal eine VM beschaffen. Und vermutlich sollte ich mir noch etwas Information über die Installation einer vmware einziehen.
Brrrr! Und ich hatte gedacht, dass ich mir das ersparen könnte.
Gehört aber heute offensichtlich zum Rüstzeug eines Informatikers.
Da hilft mir wohl auch meine neue Festplatte mit USB3.0 nicht weiter.
Immer wenn etwas besonders gut läuft, kommt ein Rückschlag. Daher verschreie ich es nur ungern: doch mein Mitarbeiter in Serbien macht einen fantastischen Job.
Es ist schön zu sehen, wie er sich einsetzt und welche Geschicklichkeit er an den Tag legt, sowohl in Richtung Fachlichkeit als auch in Richtung fachliches Management. Er stellt beim Kunden eine richtige Autorität dar.
Ich sehe hier eine gute Nachfolge heranwachsen.
