Was ich mir wünsche

Bei Dr. Schein überrascht es oft, was er für ein geordnetes Archiv-System haben muss. Er kann sofort zu einem Kommentar einen bereits früher verfassten Kommentar oder auch ein Posting referenzieren. Naja, schließlich ist er ein Doktor.
Bei mir lief das früher im Hirn ab. Ich hatte ein extrem gutes Gedächtnis und das war auch ausreichend gut strukturiert.
Heute sieht das anders aus: der „incoming information stream“ ist gewaltig. Vieles interessiert mich. Manchmal denke ich mir, das merke ich mir automatisch, und stelle dann bereits zwei Tage später fest, dass ich mich nicht mehr an die Quelle erinnern kann.
Also was ich gerne hätte:
(Nicht alle Programme werden bekannt sein, aber darauf kommt es gar nicht an.)
Basis-Struktur über Mindmanager (Mind-Map)
Quer-Verbindungen über benannte Links (C-Map)
Sammlungseigenschaften über „Drucken-in“ (One-Note aus der Office-Suite)
Kurzerfassung über Begriffseingabe und Links (Kommando-zeile in Linux)
Ausgabemöglichkeit (wie in Wikipedia Book-Generator)
Verfügbarkeit (Input auch, wenn’s sein muss, übers Handy)

Ein paar Dinge werden mir noch einfallen.
Nicht funktional:
SIMPEL. Ich will keine Dokumentenverwaltung ala TYPO3 oder ein anderes Dokumentenmanagementsystem.
NICHT PROPRIETÄR: ich will keine Lotus-Notes_Datenbank mit Notwendigkeit einen LN-Server zu administrieren. (Obwohl man dort schon das meiste wirklich gut abbilden könnte.)
SCHNELL: ich will nicht länger als drei Sekunden warten
DATENBANK-kompatibel: bestimmte Inhalte sollten leicht in eine Datenbank überführbar sein.
Ich gehe davon aus, dass die Befüllung ausschließlich durch mich erfolgt. Es ist quasi die virtuelle Erweiterung meines Gehirns, welche die Gedächtnisfunktionen „enhancen“ soll.
Es ist zumindest hübsch, darüber nachzudenken!


  1. Ich habe das ganz pragmatisch gelöst und mir (im Intranet… das muß ja nicht die ganze Welt lesen können ;-)) ein Anti-Alzheimer-Blog (WordPress) angelegt, in das ich so nach und nach alle Oracle- und Mac-spezifischen „Problemchen“ und die dazu gefundenen Lösungen eintrage. Die Suche ist – Dank Volltextsuche über die DB – einfach grandios, und so finde ich wenigstens alles schnell wieder, wenn ich es nach Monaten oder gar Jahren wieder einmal brauche… denn alles, was wir da so im Einsatz haben (von der Dokumentensammlung auf den Netzwerk über Dokumentum, Confluence und was da sonst noch alles so herumfliegt) taugt meinem doch eigentlich recht einfachen Anspruch – eben alles wiederzufinden, und zwar schnell – in keinster Weise… Als Webserver „mißbrauche“ ich Oracle Fusion 11gR1 (gut, da laufen auch noch einige andere „Experimente“ meinerseits drauf…) auf Oracle Unbreakable Linux 5.

    Desweiteren denke ich gerade darüber nach, ein – natürlich ebenfalls internes – „FragHolger“ einzurichten (nach dem Vorbild von AskTom), denn viele Fragen beantworte ich doch auch immer wieder, also wären die in einem durchsuchbaren Repository auch bestens aufgehoben.

  2. Ihre Überraschung überrascht mich wiederum, lieber Steppenhund! Archiv-System, ausgerechnet ich…?
    Allerdings verfüge ich über eine recht gutes Erinnerungsvermögen an gefallene Worte:)

  3. So wurde auch „Ravelry“ erfunden und gegründet. Eine Frau wollte ihren Woll-Stash und die angefertigten Stücke verwalten. Es gab aber bis dahin kein passendes Programm hiefür, sodass aus der Not heraus Ravelry begründet wurde – ganz nach dem Motto: was ich mir wünsche 😉

    Heute ist Ravelry die größte, weltweite Strickcommunity – und aufgrund ihrer hervorragenden Funktionalität die beliebteste.

  4. klingt nach einer spannenden „aufgabe“




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