Archiv für Januar, 1970

Gegengewicht

Die Erneuerung der Kirche kommt für sie „nur aus dem Glauben“.
Das schreiben die Bischöfe in Österreich.
Da kommt auch vor:
Die Missbrauchskandale, die schwere Ärgernisse darstellen, haben die Glaubwürdigkeit der Kirche erschüttert
. … Andererseits haben wir Bischöfe seit über einem Jahr immer wieder deutlich gesagt, dass ein Aufruf zum Ungehorsam nicht unwidersprochen hingenommen werden kann. Bleibt es bei einer Art Pattsituation, in der sich dann nur mehr Beschuldigungen gegenseitig aufschaukeln?
Die Kirche ist oft auf einsamem Posten in unserer Gesellschaft, wenn sie Ehe und Familie beschützt und verteidigt.
Wenn wir im Glauben brennen, wird unsere Kirche wieder leuchten und wärmen und andere entzünden.

Die Skandale waren nicht so sehr die Missbräuche, sondern die Verleugnung derselben. Sündern kann man vergeben, aber der Kirche, an die ich glauben soll, nicht.
Und was das „Brennen“ angeht, kommen da bei mir fürchterliche Assoziationen hoch.
Ich schreibe das nur, damit auf twoday ein kleines Gegengewicht zur salbungsvollen Elsa-Laska-Romantik existiert.

Elsas Auszeichnung

In Anschluss an meinen vorigen Beitrag musste ich wieder einmal bei der bewussten Elsa hineinschauen, um folgende christliche Aufforderung zu lesen: TO HELL.
Tatsächlich, dort, wo sonst WAS VOM TAGE … steht, (für die Eingabe von Kommentaren) werde ich in die Hölle geschickt.
Vielleicht geht das anderen auch so, die dort schon gesperrt sind. Ich schmunzle und nehme das als Auszeichnung für „wahrgenommen werden“. In der letzten Zeit scheinen sich dort die polemischen Rundumschläge zu häufen.
In einem dürfte sie Recht haben: die Kirche hat 2000 Jahre überlebt und wird das noch einige Zeit tun.

Ganz putzig mutet hingegen ihre Sachkenntnis über orthodoxe Kirchen an, wenn sie schreibt, dass die Gläubigen durch Pussy Riot so verstört sind, dass sie in der entsprechenden Kirche nicht mehr beten können.
Nicht in Moskau, sondern in Belgrad, einer anderen Fraktion der orthodoxen Kirche, wurde für morgen eine Gay/Lesbian-Demo untersagt. (Was mir zugute kommt, weil ich morgen in der Stadt zu tun habe und nicht gerne in Revolten hineinkomme.) Jetzt ist es also so, das Orthodoxe die Homosexualität entsprechend ächten, verachten und auch dagegen offen Stellung beziehen.

Da ist die Katholische Kirche natürlich etwas weiter. Die bringt den kleinen Buben gerne bei, wie edel doch der Sex zwischen Mann und Mann sein kann, sofern nur der eine davon ein Priester ist.

Für Elsa ist das alles nicht so schlimm. Kleinigkeiten, die man hochköchelt, um der Kirche ans Bein zu pinkeln. Es stimmt, es ist nicht ein Verdienst der Katholischen Kirche allein. Mir wollte ein episkopälischer Priester an die Wäsche.
Doch die Bigotterie stinkt zum Himmel.
Was Elsa tut? Das Lied des Arbeitsgebers singen? Ist nicht so verkehrt, hat schon Walther von der Vogelweide gefunden. Die Art, wie sie es tut, grenzt aber langsam an die Usancen anderer Verdienstmöglichkeiten, die ich jetzt noch nicht beim Namen nenne.

Das ist (ich erlaube mir, hier eine Kopie zu zeigen) eine kleine Kontrollfrage, die den Vorteil hat, dass sie vergleichsweise leicht zu beantworten ist.


Der Gesamtquiz über das Thema macht mir da schon mehr zu schaffen. Da gibt es eine Frage dabei, wo ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass ich sie richtig lösen werde können.
Soviel zur Einfachheit multipler Auswahlfragen.

Eintausendneunhunderteinundsechzig

1961
[In Anlehnung an Wiederworte schreibe ich meine eigenen Bedeutungen für das Jahr 1961] hier nieder.
Als ich 1961 als Jahreszahl las, war mir klar, dass dies ein besonderes Jahr in meinem Leben gewesen war. Doch beim Nachrechnen von vorne – also von meiner Geburt weg – war es mir plötzlich nicht mehr so klar. Wann war ich nach Wien gekommen? 1956 oder 1957? Umgekehrt war es leichter zu rechnen. Ich habe 1969 maturiert, also bin ich 1968 in die achte Klasse gekommen. Zwangsläufig war dann 1961 das Jahr, in dem ich ins Gymnasium gekommen bin.
Und das ist wirklich das Jahr, das ich für bemerkenswert halte. Aus unterschiedlichen Gründen, von denen viele mit der Schule zu tun hatten. Eigentlich waren es sogar zwei Schulen. Das Gymnasium und die Musikschule, die ich in dem Jahr zu besuchen begann.
Wien war für mich 1961 keine schlechte Umgebung. Wir wohnten in fünf Minuten Entfernung vom Wertheimstein-Park, wo ich viel Zeit verbrachte. Am Fuße der „Hohen Warte“, war im Sommer auch das Freibad ein Daueraufenthaltsplatz. An den Wochenenden spazierten unsere Eltern mit uns Kindern im Wienerwald. Wir fuhren mit dem Autobus auf den Kahlenberg und spazierten dann gemütlich den Berg mit mehr oder weniger Umwegen herunter. Manchmal kamen wir durch Grinzing, manchmal durch Sievering, und es gab Zeiten, wo meine Mutter Schnitzeln mitgenommen hatte und wir gemeinsam dann bei einem Heurigen einkehrten, die damals noch lange nicht den Restaurant-Charakter von heute hatten. Es gab ausschließlich den selbstangebauten Wein oder einen Almdudler. Bier oder Coca-Cola hätte man vergebens bestellt.
Auf diesen Spaziergängen unterhielt sich mein Vater mit mir, während meine Mutter mit meiner Schwester sprach. Waren Freunde meiner Eltern mit, gesellte ich mich zu den „Herren“ und lauschte aufmerksam, was sie besprachen. Ich muss hinzufügen, dass mein Vater ein ausgezeichneter Unterhalter war. Belesen, mit Lebenserfahrung, leidenschaftlicher Musiker erzählte er unzählige Geschichten, die manchmal von seiner eigenen Wahrnehmung so stark geprägt waren, dass sie nicht unbedingt eine „objektive“ Wahrheit berichteten. Doch von Struktur und Spannung waren sie für mich ein Fundus an Wissen. Außerdem konnte ich meinen Vater fast alles fragen.
Es ist eine besondere Vergünstigung, wenn man in so einem Elternhaus aufwachsen kann. Dann wird auch die Schule zu einem Vergnügen. Schule war interessant. Als Schüler war ich gut genug, dass man mir meine Lebhaftigkeit und Tratscherei verzieh, weil man wusste, dass ich alles haargenau aufnahm. Obwohl ich also zu den besten zählte, war es für mich nicht selbstverständlich, ob ich die Aufnahmeprüfung ins Gymnasium schaffen würde. Da gab es so etwas wie eine gewisse Aufgeregtheit, denn das war eine „erste“ Prüfung, bei der es um etwas ging. Es wird nicht überraschen, dass die Prüfung letztlich sehr leicht ausfiel. Trotzdem haben damals nicht alle die Aufnahmsprüfung geschafft.
Wenn ich heute lese, dass die Gesamtschule so gut sein soll, weil die sozialen Kontakte nicht zerreißen würden, dann wohnen zwei Seelen in meiner Brust. Einerseits verstehe ich das Argument recht gut. Schließlich sind unsere eigenen Kinder in die Waldorfschule gegangen, wo in den ersten acht Jahren ja sogar der Klassenlehrer der gleiche bleiben soll. Andererseits kann ich mich an den Stolz und die Neugier erinnern, mit der ich den ersten Tag in die neue Schule ging. Es war aufregend. Neue Lehrer, die sich jede Stunde abwechselten, und das Gefühl, jetzt endlich in der „wirklichen“ Schule zu sein, wo man etwas lernen würde. Etwas Neues.
Meine Schule gab es noch gar nicht. Das bedeutet, dass es sie als Organisationsform und Institution gab, aber die Schule selbst nicht existierte. Nicht als Gebäude mit Schulklassen, ohne Hausmeister, ohne Turnsäle, ohne Adresse. Die Schule war zur Untermiete an verschiedenen anderen Schulen. Mein erstes Schuljahr verbrachte ich in der Krottenbachstraße, was eigentlich die Realschule war. (Realschule in Österreich entspricht nicht der Realschule in Deutschland, sondern ist nur ein bisschen weniger sprachorientiert als das Gymnasium.)
Erst einige Jahre später, wurde die Schule gebaut, in die ich ging. Sie war dann natürlich eine moderne Schule mit guten Räumen und Fussballplatz und hellen Korridoren. Sie war auch ein bisschen verschrieen, weil die Finanzierung dieser Schule möglicherweise durch Elternbeiträge gefördert wurde, welche nicht ganz freiwillig erbracht wurden. Trotzdem wurde dieser Schule kein Maturaskandal angehängt, obwohl man sie das „Samesianum“ nach dem Namen des Gründungsdirektors bespitznamte.
Es gibt vieles über dieses erste Schuljahr zu berichten. Was mir bis heute in Erinnerung geblieben ist, war die neugierige Frage: wer wird der Klassenvorstand sein. Die Freundin meiner Mutter hatte einen Sohn, der schon zwei Jahre in diese Schule ging. Als ich ihm sagte, wer mein Klassenvorstand war, meinte er „hart aber gerecht“. Damit konnte ich leben. Jenen Lehrer, man sagte damals aber Professor, habe ich die meiste Zeit sehr verehrt, ja vielleicht geliebt. Ich litt dann unter der ungerechten Behandlung, die er einem Mitschüler angedeihen ließ. In der Maturazeitung rächte ich mich dann mit einem Artikel, in dem ich dieses Fehlverhalten Revue passieren ließ, was das Verhältnis zwischen uns naturgemäß trübte. Leider ist er gestorben, bevor wir unsere Maturafeiern wieder zu feiern pflegten.
Vollkommen neu war der im Gymnasium gepflegte Brauch des Buchhandels. Die Schüler der höheren Klassen kamen mit ihren Schulbüchern, die sie verkauften. In der ersten Klasse musste man sich alles erst einmal erwerben. Auch meine Eltern sahen es gerne, dass sie nichts neu kaufen mussten. So war der „Antiquariatshandel“ in den ersten Schultagen noch gesellschaftlich höher angesehen, als hätte man die Bücher von der Schülerlade beziehen müssen. Ich glaube, dass damals meine Lust geweckt wurde, Bücher zu kaufen. Auch heute darf ich mich nicht in ein Antiquariat trauen. Ich komme nicht ohne Bücher um mindestens 100€ oder mindestens 10kg heraus. Es gibt einfach zu viel schöne Bücher.
Und die Schulbücher empfand ich als schön.
Ein hervorstechendes Erlebnis in meinem ersten Gymnasiumsjahr war der Umstand, dass ich fast von der Schule geflogen wäre. Die Begleitumstände waren etwas sonderbar. Wir hatten einen Deutschprofessor, dessen Stunden durch eine eigenartige Einteilung bestimmt waren. Mindestens dreißig Minuten bis manchmal bis zur ganzen Unterrichtsstunde gingen dafür auf, dass die ausgeteilten Strafen eingesammelt wurden. Dafür gab es einen Strafenaufschreiber, der Buch führen musste. Allfälliges Tratschen, Unaufmerksamkeit oder was auch immer wurde mit „zwei Seiten“, „Nacherzählung“, „eine Seite“ in trockenem Ton kommentiert. Hatte jemand seine Strafarbeit nicht gemacht, gab es einen Zinsaufschlag. Dadurch kam es zu einem regelrechten Handel mit dem Strafaufschreiber. „Geh, nimm mich erst am Schluss!“ Dann bestand die Chance, dass die Liste gar nicht erst ganz abgearbeitet werden konnte.
Irgendwann hatte es mich erwischt und faul wie ich war, hatte ich die Strafe nicht vorrätig. Zinsaufschlag. Beim zweiten oder dritten Versäumnis gab es dann die Unterschrift der Eltern zu erbringen. Nachdem ich zweimal erfolgreich, wie ich glaubte, die Unterschrift meines Vaters gefälscht hatte, gab es eine Vorladung. Mit dem Vater vor dem Direktor. Ich war zwar ein guter Schüler, doch der Direktor polterte herum und drohte, mich von der Schule entfernen zu lassen. Dass da ja nicht noch etwas passieren würde. In dem mittleren Trimester bekam ich eine Drei in Betragen, was so ziemlich die schlimmste Note diesbezüglich ist.
Jetzt kommt aber der Treppenwitz der Geschichte. In der sechsten Klasse erlitt jener Deutschprofessor einen Schlaganfall mitten in einer Unterrichtsstunde bei uns. Mit sechszehn Jahren waren wir aber verständig genug, rasch zu reagieren und er konnte zumindest unmittelbar noch aufgefangen werden. Als er dann ein Jahr später starb, erfuhren wir von unserem Klassenvorstand, dass wir seine Lieblingsklasse gewesen waren. Und ich sei sein Lieblingsschüler gewesen. Im Zuge des Fasthinauswurfs mutet das schon etwas sonderbar an.
Geschadet hat mir diese Geschichte nicht. Ich hatte zwar in der ersten Klasse Gymnasium keinen Vorzug. Den hatte ich dann allerdings in allen anderen Klassen bis zum 1.0-Maturaschnitt. Die Betragensnote blieb aber konstant auf zwei. Ich wurde auch nie als Streber apostrophiert. Kurz nach der Geschichte lernte ich aber meinen langjährig besten Schulfreund näher kennen und dieser hatte einen extrem guten Einfluss auf mich. Aus guter Bürgerfamilie stammend, besaß er eine elektrische Eisenbahn, (Märklin) dich mich magisch anzog. Außerdem nahm er Klavierstunden – in der Musikschule. Das war nun auch der Anlass, dass meine Eltern mich dort unterzubringen versuchten. Das war schließlich viel billiger als die einzel bezahlten Klavierstunden, bei einer Lehrerin, die mir sowieso nichts beibringen konnte. In der Musikschule lernte ich meinen Lehrer für die nächsten acht Jahre kennen, über den ich gesondert schreiben möchte. Hier möchte ich ihn nur als wundervollen Musiker, Musiktheoretiker, Musikliebhaber und Komponist einführen.
Zu Ende des Schuljahres 1961-1962 war ich etabliert. Die Unbillen des zweiten Trimesters waren überstanden. Ich hatte in meinem ersten Schülerkonzert gespielt. Und ich hatte einen folgenschweren Entschluss gefasst: ich würde kein Pianist werden. Als ich nämlich am Konservatorium auf einem echten Bösendorfer spielen durfte und nicht den Klang hervorbringen konnte, den ich sonst im Radio im Ohr hatte, schloss ich, dass ich nicht ausreichend begabt dafür war. Wenn ich nicht den Klang erzeugen konnte, den ich innerlich hörte, war das professionelle Klavierspiel nicht meine Berufung.
Als ich viel, viel später in meinem Leben mit Bösendorfer beruflich in Berührung kam, bekam ich Komplimente über meinen Anschlag. Trotzdem habe ich die Entscheidung, die ich damals traf, nie bereut.
Jetzt gibt es in meinem Umfeld ja viele Menschen, die auch ihm Jahr 1961 einiges Bemerkenswertes erlebt haben. So war meine Schwester als Austauschstudentin in Amerika und die Geschenke, die sie uns und mir nach Wien schickte, haben damals erstmalig etwas von amerikanischem „Kulturgut“ anklingen lassen. 1961 war das Jahr des J.F. Kennedy, der mir – obwohl sehr unpolitisch – Eindruck machte. Das Treffen zwischen Kennedy und Chrustschov machte mir großen Eindruck, auch wenn dieser vielleicht eher meine snobistische Ader förderte. Einmal wollte ich auch ins Imperial-Hotel. Ja, das habe ich viel später noch oft geschafft. Interviews mit Fritz Gulda wollte dieser am liebsten im Imperial_Cafe abgehalten haben. Und eine Bösendorfer-Verkaufskonferenz mit allen Händlern (ca. 160 weltweit) hielten wir im Imperial ab.
Und so schließe ich das Jahr 1961 mit einer quintessentiellen Zusammenfassung meines Innenlebens. Ich glaube, damals wurde meine Haltung geprägt: „ich will auch …“ Und seither versuche ich diese Haltung zu reduzieren. Es ist mir recht gut gelungen, weil ich heute sagen kann „ich habe einmal …“ Auf diese Weise bin ich jetzt mit so vielem zufrieden, dass mir Leute vorwerfen, dass ich zuwenig an die Zukunft denke. Für all die kann ich nur sagen, dass ich eine bestimmte Resignation schon früher hatte. Dann gab es wieder etwas, was mich beisterte, und das Hamsterrad fing sich von neuem an zu drehen.
Aber es ist schön, dankbar und zufrieden sein zu können.

Werbung in nicht eigener Sache

[Von mir gibt es derzeit nichts Neues zu berichten. Ich bin arbeitsmäßig leicht überlastet. D.h. selbst mir wird es momentan streckenweise zu viel.]
Aber auf die Veranstaltung meiner Tochter möchte ich doch hinweisen. Das letzte Mal geschah das ja relativ kurzfristig und auch diesmal wird der nächste Dienstag nicht unbedingt ein realisierbarer Zieltermin sein. Doch gibt es dafür jetzt zu berichten, dass sich die „Therapeutische Schreibwerkstatt“ gut eingeführt hat und bei den Teilnehmern allgemein Anklang findet.
Also hier ist der neuerliche Einladungstext:

Einladung zu, bzw. Erinnerung an unsere nächste:
Therapeutische Schreibwerkstatt
Sie findet am Di. den 23.10. statt, von 19:00-21:00 Uhr.
Wer hat ihn noch nicht? – Unser Folder ist endlich da! Ihr findet ihn
im Anhang und druckfrisch bei unserem nächsten Treffen!
Das Ziel unserer Kurse ist, sich schreibend selber besser kennen zu
lernen und Lösungsansätze zu erarbeiten, die wir auch im Alltag
umsetzen können.
Gemeinsam bringen wir unsere Fähigkeiten als Kunsttherapeutin (Silke)
und Business Coach (Natty) ein, um mit euch Spaß am
Schreiben und an Selbsterfahrung zu haben.
Die Therapeutische Schreibwerkstatt ist ein offener Kurs, der zwei Mal
im Monat stattfindet, jeweils am 2. und 4. Dienstag um 19:00-21:00.
Eine Einheit kostet pro Person 25 Euro.
Um einen tieferen Einblick in die reichhaltige Materie zu bieten und
auch, um sich die eigene Entwicklung deutlicher zu machen, empfehlen
wir den Besuch von mindestens drei Einheiten. Daher bieten wir bei
Buchung von drei Einheiten diese zum vergünstigten Preis von Euro 70
an. (Der mögliche Zeitrahmen zur Konsumierung der gebuchten Einheiten
beträgt 6 Monate).
Ort: Institut Inbale: 1120 Wien, Hohenbergstrasse 44/1/4 (erreichbar
öffentlich u.a. mit 8A ab Philadelphiabrücke bis Gatterhölzl oder 63A
ab Meidlinger Hauptstraße bis Gatterhölzl)
Wir bitten um Zusagen bis jeweils am Freitag vor dem Kurstermin.
Silke: 0680 5058329 oder Natalia: 0680 3232436
Wir freuen uns schon auf Euch!
liebe Grüße
Silke und Natalia

Mag. phil. Silke Schön, Kunsttherapeutin
Mag. iur. Natalia Hartmann, Business-Coach, Autorin, Künstlerin
Institut INBALE
Am Tivoli
Hohenbergstrasse 44/1/4
1120 Wien

Ersatzprogramm

Zur Zeit bin ich nicht sehr proliferativ. Oder sagen wir einmal so, ich habe so viel in beruflicher Hinsicht zu schreiben und zu studieren, dass ich wirklich ausgelaugt bin. (Dazu noch immer marode)
In einer Mail wollte ich aber ein musikalisches Beispiel bringen:

Als ich das abspielte, befiel mich die Vorstellung, dass „Heimwärts“ genau jene Melodie ist, die ich innerlich höre, wenn ich an Oberösterreich und meine Ferien dort vor langen, langen Jahren in Scharnstein denke. Ich kannte damals gar nichts von Grieg. Aber die Musik konnte ich innerlich schon irgendwie vorweg nehmen…

Was man so im Handy findet.

Eine kleine Ergänzung zu wvs*.
Jetzt muss man noch wissen, womit sich die ins Handy starrenden Personen beschäftigen:
Ein „Aiken, SC“ hat eine Aufgabe auf Facebook „geposted“. (For some fun: can anyone work this out? Answers inthe comment box please.)

6-1*0+2/2=?
Answer it

11.003 Leuten gefällt das, 110.289 kommentieren das, 3.447 teilen das, weil es ihnen so gut gefällt.
Gehen wir davon aus, dass mein Schulfreund es geteilt hat, um auf die Absurdität hinzuweisen.
Und gehen wir weiter davon aus, dass die restlichen 3.446 das aus dem gleichen Grund getan haben.
Ein kurzer Überblück über einen Teil der Kommentare lässt nämlich vermuten, dass mindestens 90% diese Rechenaufgaben nicht lösen können.
Also 100.000 sind nicht zu blöd, um ihre Dummheit auch noch öffentlich zuzugeben.
Es sind hauptsächlich englisch-sprachige Kommentare.
Aber in mir steigt unheimliche Wut auf. Jeden, der gegen PISA-Tests argumentiert, würde ich am liebsten persönlich eins ADF geben.
__
*) Es ist bekannt, dass ich nicht alles gut finde, was wvs schreibt. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht alles, was von ihm kommt, ablehne:)

Irren ist menschlich

sagte der Igel und kletterte beschämt von der Klobürste herunter. Die Katholische Kirche kennt die Wahrheit. Möglicherweise habe ich auch etwas in diesem Ausspruch missverstanden.
Man wirft ihr oft vor, bei Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen nicht nachhaltig genug vorgegangen zu sein.
Der Vorwurf ist ungerechtfertigt. Kindesmissbrauch wurde von ihr ganz öffentlich belohnt. So hat „Papst Johannes Paul II. den päpstlichen Ritterorden“ an einen Missbraucher verliehen, der zeit seines Lebens unbehelligt blieb. Siehe dort.
Man sieht da schon sehr deutlich, wie genau es die Kirche hier mit der Wahrheit oder der Wahrheitsfindung nimmt. Dass man ihm posthum den Adelstitel nicht mehr wegnehmen kann, ist schon ein Ding an sich. Aber hinsichtlich der Missbrauchsskandälchen fragt man sich, warum er nicht schon heilig gesprochen wurde, wenn er zu Lebzeiten im Vatikan so viel Anklang gefunden hat.

Unbelehrbar

Es sind solche Informationen, die mich früher noch etwas in Verzweiflung stürzen konnten. Sie könnten es jetzt auch noch, doch ich habe resigniert.
Anlässlich einer ORF-Meldung heute, rechnete ich nach und stellte fest, dass 1965 war, als die Amerikaner vier Atombomben über Spanien verloren und eine entsprechende Suchaktion starten mussten.
Jetzt hatte ich angenommen, dass der Film Der Tag, an dem die Fische kamen schon vorher gedreht wurde. Allerdings habe ich jetzt auf Wikipedia nachgelesen, dass er 1967 heraus kam. Der Regisseur Michael Cacyannis (berühmt durch Alexis Sorbas) hatte das Sujet auf eine – für mich – ganz tolle Weise verfilmt. Aber ich lese:
Doch geriet sein nächster Film, Der Tag, an dem die Fische kamen (The Day the Fish Came Out) von 1967 mit Tom Courtenay, zu einem künstlerischen und finanziellen Fiasko.
Eigentlich hätte der Film doch erfolgreich sein müssen. Vermutlich wusste und glaubte aber niemand, wie nahe der Film an der Realität war. Inklusive der Fischer und Ziegenhirten, die halt nicht in Spanien sondern in Griechenland filmmäßig platziert waren.
Ja, so ist das. Wahrscheinlich wurde das damals nicht besonders breitgetreten und die Leute konnten es sich wirklich nicht vorstellen. Umso netter finde ich es jetzt, wenn in New York der öffentliche Verkehr eingestellt wird, weil man vor dem Sturm Sandy Angst hat. Ich will nicht behaupten, dass die zunehmenden Stürme mit global warming und unserem Umgang mit der Natur zu tun haben. Das wäre unseriös, weil mir die wissenschaftlichen Grundlagen fehlen. Es aber so zu verneinen, wie es namhafte politische Vertreter der USA (speziell in Republikanerkreisen) tun, ist eher kriminell.
Die heutige Meldung hat mich aber doch sehr überrascht.

Was noch ein Glück ist

Manche LeserInnen werden sich denken, der Mann hat Probleme. Warum beschwert er sich, wenn er etwas gewonnen hat. Hat er denn das überhaupt das notwendig, das kann er sich selbst kaufen und eigentlich würden wir erwarten, dass er das bereits getan hat.

Vor vier (drei gestern war wieder einmal twoday down) Tagen habe ich ein tablet gewonnen. (Die meisten kennen das nur unter iPad, doch es gibt auch andere Erzeugnisse.) Der Umstand des Gewinnens war eher lustig. Denn ich glaube, ich war der Einzige, der überhaupt versucht hat, etwas zu gewinnen. Es ging darum, mit einem Telefonat zum Handy des Moderators durchzukommen. Alle anderen waren so richtig seriöse Geschäftsleute, die zwar alle ein Handy oder mehrere haben, sich aber von der Ankündigung, dass im Saal Telefonblocker eingeschaltet waren, abhalten ließen, es überhaupt zu versuchen. Als nach eineinhalb Stunden Panel-Diskussion der Preis verliehen werden sollte, läutete bei mir das Handy.
So weit so gut, ich gewannt ein Lenovo IdeaPad K1.
Es ist nicht das teuerste Gerät und schneidet in Vergleichstest unter ferner liefen der besseren Androids-Tablets ab, Aber prinzipiell ist es ok.

Ich habe schon geschrieben, dass ich mir kein iPad gekauft habe, obwohl es mein Chef auf Firmenkosten akzeptiert und sogar empfohlen hat. Meine Ablehnung gründet sich auf meiner Aussage: ich kann ja noch einen Computer bedienen.

Jetzt finde ich meine Aussage bestätigt. Das Gerät hat eine Bedienungsanleitung, gegen die eine Ikea-Zusammenbauanleitung ein dicker Wälzer ist. Der Rest ist „intuitiv“. Da ich die gleiche Bedienung vom Handy her kenne, ist das mit der Intuition auch relativ einfach.

Was mir abgeht, ist die rechte Maustaste.

Jetzt ist es gut, dass ich das gewonnen habe. No na net! Nein, ich meine, es ist gut, dass ich es als Österreicher gewonnen habe. Denn in Serbien kann ich mir da weder was vom Lenovo-AppMarket noch von Google-Play etwas herunterladen. Wird hier einfach nicht unterstützt. Nicht einmal einen Firefox-Browser kann ich mir installieren, nachdem der an sich sonst so gute und von mir geliebte Chrome unsere Firmensoftware nicht darstellen kann.

Was aber super funktioniert, ist meine Yahoo-Mail, youtube, kindle-Leser, auf dem ich auch meine Bücher, die ich für den Kindle heruntergeladen habe, verfügbar habe. Die Kamera ist nett, aber sehr matt in den Farben. Umso färbiger ist „Angry Birds“, ein Spiel, das sicher viele kennen, welches aber bis jetzt an mir vorbeigespielt wurde.
Für Spielen ist so ein Ding schon ganz schön gut.

Und es ist gut für Menschen, die mit Computern nichts zu tun haben wollen. Das erscheint mir plausibel. Insofern hat Jobs schon Recht gehabt und die Marktlücke gar nicht erst aufgerissen. Sie war da. Und ich stelle fest, dass ich nicht zu dieser Generation gehöre. Wenn ich am Computer sitze, möchte ich schreiben. (Mit dem Ding geht das auch, es gibt eine Docking-Tastatur, mit der zusammen das Ding fast wie ein Laptop aussieht.)
Ich will nicht auf den Schirm schauen, wo meine Finger Fettflecke hinterlassen. Doch natürlich könnte ich mir Filme ansehen. Das funktioniert gut, doch irgendwie gehe ich ja lieber ins Kino. (Mit Breitwand und Sensurround und vielleicht ein bisschen Knutschen mit der Begleiterin.)
Ja, Onanieren kann man mit dem Ding sicher auch recht gut. Pornos lassen sich ruckelfrei abspielen. Sind ja auch nur Filme.
Fazit:
Es ist ein Ding, mit dem man die Freizeit totschlagen kann. Und das scheint im Augenblick der eigentliche Bedarf zu sein.
Ich selbst werde das Ding sicher beruflich auch nützen können. Präsentationen schauen gar nicht so schlecht aus, und alles wirkt auf einmal wesentlicher einfacher.
Das kann nur gut sein fürs Geschäft.
Und natürlich gibt es jetzt zwei Kabel mehr in meiner Aktentasche. Der Rattenkönig hat neues Material gefunden.

Um das Geld würde man heute schon einen netten Laptop bekommen. Der wäre aber größer und man müsste ihn bedienen. Dieses Ding muss man nur spielen können…




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