Keine Frauen in der Musik

Die bei ConAlma aufgeworfene Frage hat heute bei mir zu einer spontanen Kausalitätsüberlegung in einem ganz anderen Bereich geführt. KittyKoma schreibt, dass Männer immer überrascht sind, wenn sie sich als Science-Fiction-interessiert outet. Anscheinend lesen viel weniger Frauen Science-Fiction als Männer.

Ich bringe nun diese beiden Themen zusammen. Vielleicht sind Frauen realitätsbezogener. Sie träumen nicht von der Zukunft. Vielmehr scheint es Trend zu sein, „das Leben im Jetzt“ zu verfraulichen.
Wenn man nun überlegt, dass die meisten klassischen, E- oder sonstwie etablierten Altmusiker erst nach ihrem Abkratzen berühmt wurden, könnte man schließen, dass Musik einen Traum des Komponisten erfüllt. Und es geht um Träume der Zukunft.

Sic.

Nachtrag: und keiner von denen, die erst später berühmt wurden, konnte sich vorstellen, dass ihn seine Mitmenschen einfach nicht verstehen konnten.


  1. Frauen träumen nicht von der Zukunft? Frauen leben mehr im Jetzt? Nein, lieber Steppenhund, das wohl kaum. Die ganze Aufmerksamkeit von uns Fauen ist doch ganz auf das Kommende, auf die Zukunft hin ausgerichtet: Wir wollen einen Mann, der uns Sicherheit verspricht, unseren Schmuck und unsere luxoriösen Kleider finanziert, ein prestigeträchtiges Auto in die Garage stellt und eine elegante, großzügige Wohnung erhält. Attraktiv, gscheit, angesehen, erfolgreich, weltmännisch, mit einem niemals endenden Geldfluss auf dem Konto ausgestattet, auf ewig topfit bis zum letzten Atemzug sein und mit einem unzerbrechlichen Herzen ausgestattet soller auch sein.

    Auch bei uns Frauen sind wir nicht auf das jetzt real zu Erlebende ausgerichtet, sondern auf das, was erst einmal kommen wird … eine schlankere Figur, schmalere Taille, prallere Brüste, faltenfreies Gesicht, einen durchtrainierten Körper, ästhetischere Knie, weißere Zähne, knackigeren Arsch, längere Fingernägel, weniger auffälligere Naseform, dünnere Oberschenkel, eine anderen Farbton im Haar, ewig jugendliches Aussehen, braunere Hautfarbe, neue Schuhe, häufigere Einladungen, geringere Ausgaben, spendierfreudigere Bekanntschaften, schwungvollere Kleider, teurere Mäntel, schönere Erlebnisse und häufigere Urlaube.
    😉
    das ist die Science Fiction von uns Frauen.

  2. ich pflege mittlerweile mein Vorurteil, daß Phantasy eher das frauengenre ist, weil es nonlinear und nonkausal sein darf, außerdem ist es dynastisch erzählt, generationen folgen nicht nur aufeinander sondern verstricken sich miteinander. jedes Wesen ist möglich.
    zukunftsliteratur als männliches Genre hat lineare Entwicklung zum Thema. sie ist technikorientiert. alles ist möglich, sofern es eine technische Lösung dafür gibt.

  3. Was „verfraulichen“ des Lebens betrifft, also damit hab ich Probleme, zumindest was die Begriffsbestimmung betrifft.

    Der Antrieb, ein Kind, ein Bild, Literatur oder Musik in die Welt zu setzen hat durchaus annähernd verwandte Motive (Bitte, Frauen, reduziert mich nicht auf die Aussage, Frauen sind dazu da, Kinder in die Welt zu setzen, Männer wollen dies mitunter ebenso, genauso wie Frauen Bilder malen etc.).

    Etwas von mir mitteilen, das ist Science-Fiction, weil es ist immer, so meine ich, in die Zukunft gerichtet, egal ob Musik, Bild, Literatur oder Kind.

    Nachtrag: Wie die Zeit mit einem/einer, und deren Hinterlassenschaft, umgeht kann sich sowieso niemand vorstellen, weil da ist sehr viel Zufall im Spiel.

    Ps.: Frida Kahlo, vor Jahren im Essl Museum, marginal beachtet, jetzt ein „must have“.




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