In Anschluss an meinen vorigen Beitrag musste ich wieder einmal bei der bewussten Elsa hineinschauen, um folgende christliche Aufforderung zu lesen: TO HELL.
Tatsächlich, dort, wo sonst WAS VOM TAGE … steht, (für die Eingabe von Kommentaren) werde ich in die Hölle geschickt.
Vielleicht geht das anderen auch so, die dort schon gesperrt sind. Ich schmunzle und nehme das als Auszeichnung für „wahrgenommen werden“. In der letzten Zeit scheinen sich dort die polemischen Rundumschläge zu häufen.
In einem dürfte sie Recht haben: die Kirche hat 2000 Jahre überlebt und wird das noch einige Zeit tun.
–
Ganz putzig mutet hingegen ihre Sachkenntnis über orthodoxe Kirchen an, wenn sie schreibt, dass die Gläubigen durch Pussy Riot so verstört sind, dass sie in der entsprechenden Kirche nicht mehr beten können.
Nicht in Moskau, sondern in Belgrad, einer anderen Fraktion der orthodoxen Kirche, wurde für morgen eine Gay/Lesbian-Demo untersagt. (Was mir zugute kommt, weil ich morgen in der Stadt zu tun habe und nicht gerne in Revolten hineinkomme.) Jetzt ist es also so, das Orthodoxe die Homosexualität entsprechend ächten, verachten und auch dagegen offen Stellung beziehen.
–
Da ist die Katholische Kirche natürlich etwas weiter. Die bringt den kleinen Buben gerne bei, wie edel doch der Sex zwischen Mann und Mann sein kann, sofern nur der eine davon ein Priester ist.
–
Für Elsa ist das alles nicht so schlimm. Kleinigkeiten, die man hochköchelt, um der Kirche ans Bein zu pinkeln. Es stimmt, es ist nicht ein Verdienst der Katholischen Kirche allein. Mir wollte ein episkopälischer Priester an die Wäsche.
Doch die Bigotterie stinkt zum Himmel.
Was Elsa tut? Das Lied des Arbeitsgebers singen? Ist nicht so verkehrt, hat schon Walther von der Vogelweide gefunden. Die Art, wie sie es tut, grenzt aber langsam an die Usancen anderer Verdienstmöglichkeiten, die ich jetzt noch nicht beim Namen nenne.
Das ist (ich erlaube mir, hier eine Kopie zu zeigen) eine kleine Kontrollfrage, die den Vorteil hat, dass sie vergleichsweise leicht zu beantworten ist.

Der Gesamtquiz über das Thema macht mir da schon mehr zu schaffen. Da gibt es eine Frage dabei, wo ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass ich sie richtig lösen werde können.
Soviel zur Einfachheit multipler Auswahlfragen.
[Von mir gibt es derzeit nichts Neues zu berichten. Ich bin arbeitsmäßig leicht überlastet. D.h. selbst mir wird es momentan streckenweise zu viel.]
Aber auf die Veranstaltung meiner Tochter möchte ich doch hinweisen. Das letzte Mal geschah das ja relativ kurzfristig und auch diesmal wird der nächste Dienstag nicht unbedingt ein realisierbarer Zieltermin sein. Doch gibt es dafür jetzt zu berichten, dass sich die „Therapeutische Schreibwerkstatt“ gut eingeführt hat und bei den Teilnehmern allgemein Anklang findet.
Also hier ist der neuerliche Einladungstext:
Einladung zu, bzw. Erinnerung an unsere nächste:
Therapeutische Schreibwerkstatt
Sie findet am Di. den 23.10. statt, von 19:00-21:00 Uhr.
Wer hat ihn noch nicht? – Unser Folder ist endlich da! Ihr findet ihn
im Anhang und druckfrisch bei unserem nächsten Treffen!
Das Ziel unserer Kurse ist, sich schreibend selber besser kennen zu
lernen und Lösungsansätze zu erarbeiten, die wir auch im Alltag
umsetzen können.
Gemeinsam bringen wir unsere Fähigkeiten als Kunsttherapeutin (Silke)
und Business Coach (Natty) ein, um mit euch Spaß am
Schreiben und an Selbsterfahrung zu haben.
Die Therapeutische Schreibwerkstatt ist ein offener Kurs, der zwei Mal
im Monat stattfindet, jeweils am 2. und 4. Dienstag um 19:00-21:00.
Eine Einheit kostet pro Person 25 Euro.
Um einen tieferen Einblick in die reichhaltige Materie zu bieten und
auch, um sich die eigene Entwicklung deutlicher zu machen, empfehlen
wir den Besuch von mindestens drei Einheiten. Daher bieten wir bei
Buchung von drei Einheiten diese zum vergünstigten Preis von Euro 70
an. (Der mögliche Zeitrahmen zur Konsumierung der gebuchten Einheiten
beträgt 6 Monate).
Ort: Institut Inbale: 1120 Wien, Hohenbergstrasse 44/1/4 (erreichbar
öffentlich u.a. mit 8A ab Philadelphiabrücke bis Gatterhölzl oder 63A
ab Meidlinger Hauptstraße bis Gatterhölzl)
Wir bitten um Zusagen bis jeweils am Freitag vor dem Kurstermin.
Silke: 0680 5058329 oder Natalia: 0680 3232436
Wir freuen uns schon auf Euch!
liebe Grüße
Silke und Natalia
—
Mag. phil. Silke Schön, Kunsttherapeutin
Mag. iur. Natalia Hartmann, Business-Coach, Autorin, Künstlerin
Institut INBALE
Am Tivoli
Hohenbergstrasse 44/1/4
1120 Wien
Zur Zeit bin ich nicht sehr proliferativ. Oder sagen wir einmal so, ich habe so viel in beruflicher Hinsicht zu schreiben und zu studieren, dass ich wirklich ausgelaugt bin. (Dazu noch immer marode)
In einer Mail wollte ich aber ein musikalisches Beispiel bringen:
Als ich das abspielte, befiel mich die Vorstellung, dass „Heimwärts“ genau jene Melodie ist, die ich innerlich höre, wenn ich an Oberösterreich und meine Ferien dort vor langen, langen Jahren in Scharnstein denke. Ich kannte damals gar nichts von Grieg. Aber die Musik konnte ich innerlich schon irgendwie vorweg nehmen…
Eine kleine Ergänzung zu wvs*.
Jetzt muss man noch wissen, womit sich die ins Handy starrenden Personen beschäftigen:
Ein „Aiken, SC“ hat eine Aufgabe auf Facebook „geposted“. (For some fun: can anyone work this out? Answers inthe comment box please.)
“
6-1*0+2/2=?
Answer it
“
11.003 Leuten gefällt das, 110.289 kommentieren das, 3.447 teilen das, weil es ihnen so gut gefällt.
Gehen wir davon aus, dass mein Schulfreund es geteilt hat, um auf die Absurdität hinzuweisen.
Und gehen wir weiter davon aus, dass die restlichen 3.446 das aus dem gleichen Grund getan haben.
Ein kurzer Überblück über einen Teil der Kommentare lässt nämlich vermuten, dass mindestens 90% diese Rechenaufgaben nicht lösen können.
Also 100.000 sind nicht zu blöd, um ihre Dummheit auch noch öffentlich zuzugeben.
Es sind hauptsächlich englisch-sprachige Kommentare.
Aber in mir steigt unheimliche Wut auf. Jeden, der gegen PISA-Tests argumentiert, würde ich am liebsten persönlich eins ADF geben.
__
*) Es ist bekannt, dass ich nicht alles gut finde, was wvs schreibt. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht alles, was von ihm kommt, ablehne:)
sagte der Igel und kletterte beschämt von der Klobürste herunter. Die Katholische Kirche kennt die Wahrheit. Möglicherweise habe ich auch etwas in diesem Ausspruch missverstanden.
Man wirft ihr oft vor, bei Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen nicht nachhaltig genug vorgegangen zu sein.
Der Vorwurf ist ungerechtfertigt. Kindesmissbrauch wurde von ihr ganz öffentlich belohnt. So hat „Papst Johannes Paul II. den päpstlichen Ritterorden“ an einen Missbraucher verliehen, der zeit seines Lebens unbehelligt blieb. Siehe dort.
Man sieht da schon sehr deutlich, wie genau es die Kirche hier mit der Wahrheit oder der Wahrheitsfindung nimmt. Dass man ihm posthum den Adelstitel nicht mehr wegnehmen kann, ist schon ein Ding an sich. Aber hinsichtlich der Missbrauchsskandälchen fragt man sich, warum er nicht schon heilig gesprochen wurde, wenn er zu Lebzeiten im Vatikan so viel Anklang gefunden hat.
Es sind solche Informationen, die mich früher noch etwas in Verzweiflung stürzen konnten. Sie könnten es jetzt auch noch, doch ich habe resigniert.
Anlässlich einer ORF-Meldung heute, rechnete ich nach und stellte fest, dass 1965 war, als die Amerikaner vier Atombomben über Spanien verloren und eine entsprechende Suchaktion starten mussten.
Jetzt hatte ich angenommen, dass der Film Der Tag, an dem die Fische kamen schon vorher gedreht wurde. Allerdings habe ich jetzt auf Wikipedia nachgelesen, dass er 1967 heraus kam. Der Regisseur Michael Cacyannis (berühmt durch Alexis Sorbas) hatte das Sujet auf eine – für mich – ganz tolle Weise verfilmt. Aber ich lese:
Doch geriet sein nächster Film, Der Tag, an dem die Fische kamen (The Day the Fish Came Out) von 1967 mit Tom Courtenay, zu einem künstlerischen und finanziellen Fiasko.
Eigentlich hätte der Film doch erfolgreich sein müssen. Vermutlich wusste und glaubte aber niemand, wie nahe der Film an der Realität war. Inklusive der Fischer und Ziegenhirten, die halt nicht in Spanien sondern in Griechenland filmmäßig platziert waren.
Ja, so ist das. Wahrscheinlich wurde das damals nicht besonders breitgetreten und die Leute konnten es sich wirklich nicht vorstellen. Umso netter finde ich es jetzt, wenn in New York der öffentliche Verkehr eingestellt wird, weil man vor dem Sturm Sandy Angst hat. Ich will nicht behaupten, dass die zunehmenden Stürme mit global warming und unserem Umgang mit der Natur zu tun haben. Das wäre unseriös, weil mir die wissenschaftlichen Grundlagen fehlen. Es aber so zu verneinen, wie es namhafte politische Vertreter der USA (speziell in Republikanerkreisen) tun, ist eher kriminell.
Die heutige Meldung hat mich aber doch sehr überrascht.
Manche LeserInnen werden sich denken, der Mann hat Probleme. Warum beschwert er sich, wenn er etwas gewonnen hat. Hat er denn das überhaupt das notwendig, das kann er sich selbst kaufen und eigentlich würden wir erwarten, dass er das bereits getan hat.
–
Vor vier (drei gestern war wieder einmal twoday down) Tagen habe ich ein tablet gewonnen. (Die meisten kennen das nur unter iPad, doch es gibt auch andere Erzeugnisse.) Der Umstand des Gewinnens war eher lustig. Denn ich glaube, ich war der Einzige, der überhaupt versucht hat, etwas zu gewinnen. Es ging darum, mit einem Telefonat zum Handy des Moderators durchzukommen. Alle anderen waren so richtig seriöse Geschäftsleute, die zwar alle ein Handy oder mehrere haben, sich aber von der Ankündigung, dass im Saal Telefonblocker eingeschaltet waren, abhalten ließen, es überhaupt zu versuchen. Als nach eineinhalb Stunden Panel-Diskussion der Preis verliehen werden sollte, läutete bei mir das Handy.
So weit so gut, ich gewannt ein Lenovo IdeaPad K1.
Es ist nicht das teuerste Gerät und schneidet in Vergleichstest unter ferner liefen der besseren Androids-Tablets ab, Aber prinzipiell ist es ok.
–
Ich habe schon geschrieben, dass ich mir kein iPad gekauft habe, obwohl es mein Chef auf Firmenkosten akzeptiert und sogar empfohlen hat. Meine Ablehnung gründet sich auf meiner Aussage: ich kann ja noch einen Computer bedienen.
–
Jetzt finde ich meine Aussage bestätigt. Das Gerät hat eine Bedienungsanleitung, gegen die eine Ikea-Zusammenbauanleitung ein dicker Wälzer ist. Der Rest ist „intuitiv“. Da ich die gleiche Bedienung vom Handy her kenne, ist das mit der Intuition auch relativ einfach.
–
Was mir abgeht, ist die rechte Maustaste.
–
Jetzt ist es gut, dass ich das gewonnen habe. No na net! Nein, ich meine, es ist gut, dass ich es als Österreicher gewonnen habe. Denn in Serbien kann ich mir da weder was vom Lenovo-AppMarket noch von Google-Play etwas herunterladen. Wird hier einfach nicht unterstützt. Nicht einmal einen Firefox-Browser kann ich mir installieren, nachdem der an sich sonst so gute und von mir geliebte Chrome unsere Firmensoftware nicht darstellen kann.
–
Was aber super funktioniert, ist meine Yahoo-Mail, youtube, kindle-Leser, auf dem ich auch meine Bücher, die ich für den Kindle heruntergeladen habe, verfügbar habe. Die Kamera ist nett, aber sehr matt in den Farben. Umso färbiger ist „Angry Birds“, ein Spiel, das sicher viele kennen, welches aber bis jetzt an mir vorbeigespielt wurde.
Für Spielen ist so ein Ding schon ganz schön gut.
–
Und es ist gut für Menschen, die mit Computern nichts zu tun haben wollen. Das erscheint mir plausibel. Insofern hat Jobs schon Recht gehabt und die Marktlücke gar nicht erst aufgerissen. Sie war da. Und ich stelle fest, dass ich nicht zu dieser Generation gehöre. Wenn ich am Computer sitze, möchte ich schreiben. (Mit dem Ding geht das auch, es gibt eine Docking-Tastatur, mit der zusammen das Ding fast wie ein Laptop aussieht.)
Ich will nicht auf den Schirm schauen, wo meine Finger Fettflecke hinterlassen. Doch natürlich könnte ich mir Filme ansehen. Das funktioniert gut, doch irgendwie gehe ich ja lieber ins Kino. (Mit Breitwand und Sensurround und vielleicht ein bisschen Knutschen mit der Begleiterin.)
Ja, Onanieren kann man mit dem Ding sicher auch recht gut. Pornos lassen sich ruckelfrei abspielen. Sind ja auch nur Filme.
Fazit:
Es ist ein Ding, mit dem man die Freizeit totschlagen kann. Und das scheint im Augenblick der eigentliche Bedarf zu sein.
Ich selbst werde das Ding sicher beruflich auch nützen können. Präsentationen schauen gar nicht so schlecht aus, und alles wirkt auf einmal wesentlicher einfacher.
Das kann nur gut sein fürs Geschäft.
Und natürlich gibt es jetzt zwei Kabel mehr in meiner Aktentasche. Der Rattenkönig hat neues Material gefunden.
–
Um das Geld würde man heute schon einen netten Laptop bekommen. Der wäre aber größer und man müsste ihn bedienen. Dieses Ding muss man nur spielen können…
Ich werde immer wieder einmal aufgefordert, auch von mir selbst, endlich einmal ein Buch fertig zu schreiben.
Jetzt gibt es Gründe, die dafür und welche, die dagegen sprechen.
Dagegen:
1) seriöserweise sollte ich ein Fachbuch schreiben (oder mehrere)
1a) damit verdient man nichts
1b) es ist sehr viel Arbeit (lt. Kollegen, die es schon gemacht haben, zwei Jahre, manche schreiben es allerdings auch in einem Monat)
1c) es gibt schon so viele Bücher
1d) ich könnte meinem eigenen Qualitätsanspruch nicht genügen.
1e) ich bin eigentlich faul.
2) ich würde gerne einen Roman schreiben. (Science-Fiction oder Entwicklungsroman)
2a) es gibt schon so viele Bücher
2b) ich weiß gar nicht, ob ich so schreiben kann, dass es von mehr als meinem Fan-Club überhaupt goutiert wird.
2c) es dauert sehr lange, weil es sehr viel Arbeit bedeutet.
2d) ich könnte nicht so gut schreiben, wie die Autoren, die ich bewundere.
2e) ich bin eigentlich faul.
Dafür:
1) Fachbuch
1a) Ich erzähle in Vorträgen und bei Schulungen so viel, bei dem ich meine, einen eigenen pädagogischen Stil zu entwickeln.
1b) Ich würde zu Konferenzen eingeladen werden und irgendwann als Keynote-Speaker auftreten. (Das würde mir gefallen:)
1c) In einer gewissen Weise bin ich in meinem Fachgebiet missionarisch unterwegs. Es wäre vernünftiger, die eigene „Bibel“ zu schreiben als immer nur korrigierend zu ergänzen.
2) Belletristik
2a) Ich habe mindestens sechs Romanszenarien im Kopf.
2b) Es wäre toll gewesen, wenn ich zwei der Szenarien geschrieben hätte, bevor sie Realität geworden sind.
2c) Ich würde wirklich gerne ein paar Ideen in die Köpfe der Menschen verpflanzen.
Der Grund, dass ich keine Zeit habe, zählt nicht. Für bestimmte Dinge muss man sich Zeit nehmen. Schließlich bringe ich ja auch Zeit für das Klavier Üben auf.
Mal sehen, ob sich meine Überlegungen in einem Jahr verändert haben werden…
Heute bin ich melancholisch.
Ich habe gerade eineinhalb Stunden Klavier gespielt. Zuerst eine Stunde geübt, dann so zum „Vergnügen“ _gespielt.
Zur Zeit übe ich diese Sonate.
Das ist eine wunderschöne Sonate, die ich aber nie so wirklich ernst genommen habe. Das lag daran, dass diese Sonate auf der B-Seite einer Langspielplatte mit Svatoslav Richter war. Auf der A-Seite war die Wanderer-Fantasie und die hörte ich ungefähr 20 mal öfter als die Sonate. Ich war außerdem verwöhnt vom epischen Charakter der letzten posthumen Sonaten. Und so kam mir diese Sonate sehr _verspielt ein einfach vor. Als ich sie in jungen Jahren einmal versuchte, war mir der letzte Satz zu anstrengend, um ihn zu üben. Und daher wurde es immer nur eine schlampige Hudelei. (Nebenbei bemerkt: ich habe mich an allen Sonaten versucht und bis auf eine Sonate und einige wenige Sonatensätze kann ich sie auch so halbwegs _spielen, manche besser als die anderen.)
Kürzlich habe ich diese Sonate wieder entdeckt und über sie _jetzt ernsthaft, was großes Vergnügen bereitet.
Nach dem Üben _spiele ich ein paar Sätze zum eigenen Vergnügen. Gleichzeitig überfällt mich eine gewisse Traurigkeit. Wer immer mir zuhört, wird nicht das hören, was ich zu mir selber sage, was ich gerne auch anderen sagen würde. Es ist eine sprachlose Sprache, diese Musik. Sehr konzis, sehr eindeutig. Trotzdem hört jeder etwas anderes und niemand hört das, was ich eigentlich _spiele. Früher habe ich das den Zuhörern angelastet und war ziemlich frustriert.
Die Frustration ist einer Resignation gewichen. Ich _spiele für mich und eine imaginäre Zuhörerschaft, der ich telepathische Fähigkeiten zuschreibe. In einer gewissen Weise öffnet Schubert für mich eine dritte Ausdrucksform in der Musik. Die deutsche Musik will „veredeln“ (in unmittelbarster Form bei Beethoven anzutreffen), die romanische Musik will erfreuen (Frankreich, Italien,…). Die beiden richten sich an den Menschen in seiner Lebenszeit. Schuberts Musik beschreibt eine Transzendenz, bei der jedes Stück einen Bezug auf etwas außerhalb unseres lebendigen Lebens hat. Man könnte hoffen, dass man diese Musik im Jenseits hört. Man könnte aber auch hoffen, dass diese Musik etwas darstellt, woran wir _jetzt gar nicht denken können, weil es etwas aussagt, das außerhalb unseres Vorstellungsvermögens liegt.
So erlebe ich beim _Spielen einer Schubertsonate eine Konzentration, bei der mein ganzes Ich in der Musik aufgeht. Nicht ich _spiele, sondern „es“ _spielt sich.
Trotzdem bin ich traurig, wenn ich feststellen kann, dass ich dieses Gefühl bei Menschen, die ich mag, nicht erzeugen kann. Heute denke ich, dass ich zu viel verlange. Ich versuche erst gar nicht _mehr, mir etwas vorzumachen.
Als ich aber das obige Musikbeispiel gesucht habe, ist mir folgender Youtube-Beitrag in die Hände gefallen.
Richter sagt darin, dass er nur für sich selbst _spielt. Wenn es ihm gefällt, gefällt es vielleicht auch den Zuhörern.
Wenn Richter das sagt, sollte ich es akzeptieren können.
http://www.youtube.com/watch?v=Q1iUdM5k5Hc
