Dumm gelaufen

Nun gibt es eine etwas freudlose Information. Nein, es geht nicht um den Brexit.
Es geht um diejenigen, die nicht zu meinem Konzert kommen konnten und sich darauf verlassen haben, dass ich es ins Netz stelle.
Heute habe ich das Video übernommen. Technisch ist es sehr gut, doch die Kamera ist gnadenlos. Ich entdecke spieltechnische Fehler, die ich zumindest vorläufig nicht ins Netz stellen werde.

Vielleicht sind meine Ansprüche zu hoch, aber wenn das so ist, dann ist es halt so. Einige Details werde ich hochladen.
Doch selbst beim Einführungstext habe ich mich zweimal versprochen und statt Chopin Schumann genannt. „Das geht nun gar nicht.“ würde man im Slang der heutigen Zeit sagen. Im Slang meiner Zeit sagt man gar nichts sondern zieht bescheiden den Schwanz ein.

Vielleicht kommen dann aber beim nächsten Konzert die, welche sich diesmal entschuldigt haben 🙂

12Fazit des heutigen Tages: es war ein wunderschöner Tag.
Es hat zwar mit einer kleinen Panne begonnen, weil ich noch um drei Uhr morgens einen Programmtext verfasst hatte, den ich dann nicht ausdrucken konnte, weil beide Drucker bei mir zu Hause nicht funktionierten.
Ich hatte aber sowieso angekündigt, dass ich begleitende Worte sprechen würde. Die waren dann für den ersten Teil zehn Minuten und für den zweiten Teil 5 Minuten. (Text im Kommentar) Die Einbegleitung wurde sehr gut aufgenommen und ebenfalls das Gespielte. Es hat mich natürlich besonders gefreut, dass der Schubert so gut angekommen ist. Während des ganzen Konzertes waren die Leute mucksmäuschenstill und konzentriert.
Die Rückmeldungen waren besonders erfreulich, weil sie nicht einfach „schön war’s“ waren.
Obwohl es ein privates „Event“ war, kamen doch 120 Verwandte und Freunde. Es wird auch einen Bericht in den lokalen Zeitschriften geben. Ist doch gar nicht so schlecht.
Das Wetter war nicht besonders, was sich beim Heurigen insofern auswirkte, als wir nicht im Garten sitzen konnte. Trotzdem war die allgemeine Laune großartig.
Es gab Spenden, die tatsächlich die Saalmiete abdecken. Mit ein bisschen PR kann ich solche Konzerte im Jahresrhythmus abhalten, wobei meine Intention ja in die Richtung geht, alle Beethoven-Sonaten aufzuführen.
Es gab einige sehr wohl begründete und verstehbare Absagen, sonst hätte ich wohl ein Zuhörerschaft von 150 Leuten gehabt. Das ist doch für „privat“ gar nicht so schlecht.

Also, LeserInnen, bleibt mir gewogen. Vielleicht habt ihr ja Gelegenheit, beim nächsten Konzert dabei zu sein. Ich werde es sicher ankündigen.

der innere Schweinehund

vor zwei Tagen habe ich mich wie ein Zehnjähriger gefühlt, der nach Ausreden sucht, um nicht in die Schule zu müssen.
Ich war nicht so weit mit meinem Üben gekommen, dass ich mich mit gutem Gewissen vor meinen Lehrer trauen wollte. Ich rief dann noch an, ob Pfingstmontag nicht ein Versehen in der Verabredung war. War es nicht und der Termin kam zustande.
Man könnte sagen, dass ich unter meinem Wert geschlagen wurde. Es war kein Problem, dass ich nicht auswendig spielen konnte. Aber streckenweise habe ich mich wie der erste Klavierspieler gefühlt. Fürchterliche Fehler und Versagen an Stellen, die gar nicht so schwer sind.
Wenigsten konnte ich unter Beweis stellen, dass ich schon geübt hatte. Die ganz schweren Stellen gingen vergleichsweise gut. Und ich bereue es nicht, dass die Stunde zustande gekommen ist. Am Ende der Stunde meinte er: „Heute haben wir sehr gut gearbeitet.“ Das stimmt: Ich hätte bereits nach zehn Minuten ihm das Geld für die Stunde in die Hand drücken können. Soviel Nützliches war bereits nach dieser kurzen Zeit gesagt worden. Es ist für den Laien zu technisch, aber es ging um eine schlechte Handdrehung, die es zu vermeiden gilt Und noch ein paar andere Details. Jedenfalls war es eine enorm lehrreiche Stunde.
Als wir zusammen im Aufzug hinunter fuhren, bekam ich mein Zuckerl: „Sie sind sehr musikalisch.“ Naja 🙂

Turandot

Eben habe ich die Zefirelli-Verfilmung einer Aufführung von Turandot in Verona gesehen. Nicht ganz bis zum Ende.

Ich mag Puccini.
Ich mag die Oper Turandot.
Ich mag Puccini.
Ich mag die Person Turandot überhaupt nicht.
Ich mag Puccini deswegen, weil er selbst auch die Turandot nicht mochte und deswegen die warmherzige Liu eingeführt hat, die sich für Kalaf sogar selbst ermordet, damit ihr nicht der Name entrissen werden kann.
Das Quasi-Happy-end mag ich gar nicht anschauen. Berio hat das Ende mit einer offenen Fragestellung stehen lassen. Da gibt es nicht den üblichen Märchenschluss. Das finde ich fein. Ich sehe nicht ein, warum Turandot am Ende noch „glücklich“ davon kommen sollte.

Aber rachsüchtig bin ich auch. Wenn das Betragen der Turandot so verständlich sein soll, dann möchte ich z.B. keine Türken mehr in Österreich haben. Dann beziehe ich mich auf etwas was vor 300 Jahren stattgefunden hat. Turandot lebt ihre Rache für etwas, was viel früher noch passiert ist. Und sie bekennt sich zu ihrer Rache. Eigentlich gehört sie entweder geköpft oder sie wird dem niedrigsten Sklaven vermählt, um sie endgültig zu demütigen.

Aber wie gesagt: ich mag die Oper.
Und ich mag Puccini.

Abnehmen

Funktioniert leider nicht immer. Nicht dann, wenn man dazwischen eine Futterwoche im Ausland eingeschaltet hatte. (Es waren zwar nur 4 Tage, aber die haben auch schon „gereicht“.)
Sauna and Wiegen hilft da auch nicht, das Resultat zu verschleiern.

Aber Klavier Üben kann zumindest die Sauna ersetzen. Eine Stunde Chopin Üben lässt mich einen gemessenen Liter entwässern. Zwei Stunden hatte ich schon einmal vermessen. Da bin ich danach um 1,5 kg leichter. Aber in der ersten Stunde geht 1 kg weg.

Natürlich hängt das auch davon ab, was man übt. Ich habe aber interessanterweise festgestellt, dass ich am Handgelenk abgenommen habe. Ich kann das am Saunaschlüssel und am Uhrarmband feststellen. Ganz verstehe ich es ja nicht. Und das Kilo habe ich sicher nicht dort herausgeschwitzt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass diese Abnahme ja dauerhaft ist 🙂

Langsam, langsam

ich über jetzt andere Seiten vom Chopin und bin erstaunt, wie viel ich bereits vergessen habe.
Mein Vater dürfte schon recht gehabt haben. Man muss Chopin jeden Tag spielen, damit man ihn richtig spielen kann. Ich hatte jetzt eine Pause von 5 Tagen. Bei Beethoven und Schubert macht mir das nichts aus. Aber beim Chopin geht es mir wie der Schnecke, die den Maibaum hinauf klettert. 3 cm am Tag hoch und 2 cm rutscht sie in der Nacht zurück.
Interessanter Nebeneffekt: meine Geläufigkeit nimmt zu, seit ich mir die Zeit nehme, schwierige Passagen genauer und länger zu üben. Was für eine Überraschung? 🙂 🙂

Sechs Sekunden

Ich über gerade die erste Chopin-Ballade, die hat eine Coda, die im Tempo mit „Presto con fuoco“ angegeben ist.Wie schnell ist das? Nun, Rubinstein spielt die Stelle in 26,5 Sekunden. Und zwar bei zwei verschiedenen Aufnahme ganz gleich. Horowitz braucht nur 24,5 Sekunden, aber die meisten namhaften Pianisten pendeln sich bei 26-27 Sekunden ein. Es ist interessant wie ähnlich im Tempo sie diese Stelle nehmen.
Da ich momentan diese Stelle auf Performance übe, habe ich mich einmal gestoppt. Für die rechte Hand allein benötige ich 32 Sekunden, wenn ich die Stelle so schnell es mir möglich ist spiele. Ich habe versucht das Tempo zu beschleunigen. Momentan ist das unmöglich, dabei bin ich da schon sehr schlampig. Wenn ich etwas genauer spiele, brauche ich 32 Sekunden. (Das klingt auch schon recht schnell und würde mir reichen.) Trotzdem frage ich mich, ob ich das Tempo der Top-Pianisten überhaupt erreichen kann.
Ich werde noch etwas auf Tempo üben.
Aber es ist unglaublich, wie klar die Stelle bei den Pianisten klingt.
Vermutlich ist es nur die Übung ! 🙂 🙂 🙂

Wer spielt Chopin richtig?

Jetzt habe ich mir einige Einspielungen angehört. Eigentlich ging es mir in erster Linie um das Tempo der Coda. Das wird von allen in einem Höllentemp gespielt. Momentan bin ich noch nicht einmal bei zwei Drittel der Geschwindigkeit.
Aber interessant war ein gewisser Vergleich, den ich mit dem Link dokumentiere. Es gibt auch einen anderen Link, der eine Meisterklasse mit Rubinstein zeigt, in der er eben diese Ballade kommentiert.
Ich würde meinem Vater recht geben, dass Rubinstein wirklich der Chopin-Interpret ist, der ihm am besten gerecht wird.
Im Vorspann des Videos sind zwei interessante Zitate zu lesen. Es lohnt sich, diese anzusehen und nicht gleich in die Musik zu springen.
Chopin von Arthur Rubinstein gespielt

the practice continues

Today, I started again to seriously work on the Chopin Ballade and on Borodin. Probably, I will not learn Borodin to play by heart. With Chopin there is no question.
I am currently starting in the backward direction. Last page first 🙂

Träume

Ich träume in der Regel recht nette stories. D.h. ich träume zusammenhängende Geschichten, die sich meistens um ein eine Begebenheit ranken.
Heute Nacht hatte ich eine Zusammensetzung von unterschiedlichsten Träumen, die sich dadurch auszeichneten, dass es um Reisen ging. Da kamen vor: USA, China, noch einmal USA, Italien und noch ein paar weitere Länder. Es spielten mit: mein amerikanischer Pflegevater, eine komische ältere Touristin, ein ehemaliger Kollege, der heute Vizerektor einer Uni ist, zwei bis drei Kolleginnen aus unterschiedlichen Firmen, zwei Ex-Chefs und, was besonders lustig war, zwei verschiedene Pässe. Mein Vater kam ganz zum Schluss auch noch vor, als es um die Erklärung des Passformulars ging.
Die Szenen waren durchaus nett.
Die erste Reise nach den USA war eine reine Besuchsreise bei meiner alten Pflegefamilie, die alle noch lebten. Es stellte sich heraus, dass mein Pflegevater mein Abreisedatum falsch gelesen hatte. Ich kontrollierte aber noch einmal mein Ticket und stellte fest, dass ich früher diese Kontrolle nicht gemacht hätte. Es stellte sich heraus, dass ich nicht erst „übermorgen“, sondern bereits heute in der Früh von New York abfliegen musste, was bedeutete, dass wir sofort mit dem Auto aufbrechen mussten.
In der zweiten Amerikareise gab es sight-seeing an einem hoch gelegenen Ort, mit dem man mit einer Zahnradbad hinauf fuhr. Von oben konnte man dann mit Hilfe von einfachen Bobs das ganze Terrain erkunden, wobei es manchmal wie in einer Hochschaubahn bergab ging, doch irgendwie landete man wieder oben.
Die Geschichte mit den Pässen war sehr lustig. Der Rektor-Kollege zeigte mir seinen neuen Pass, in dem sein neues Kind eingetragen war. Ich stellte fest, dass der Pass ohne biometrische Daten ausgestellt war, obwohl er neuesten Datums war. Darauf kontrollierte ich meinen Pass und stellte fest, dass bei mir ganze Romane hinten eingetragen waren, inklusive charakterlicher Beschreibung und möglicher Verhaltensstörungen, die ich mit achtzig Jahren entwickeln würde. Außerdem hatte ich auf dem ersten inneren Deckblatt die Kosten einer Reiseabrechnung skizziert. Es war mein Vater, der mich darauf hinwies, dass ich diesen Pass für eine Chinareise benötigt hatte. Da war es auch vorgeschrieben, dass die Reisekosten irgendwie vermerkt waren. Die Geschichten rund um meine Chefs (WK und DrR) lasse ich jetzt aus. Nein, eine davon ist auch nicht schlecht. Es gab eine Internet-Adresse, die bei Anwahl einen ganzen Film ablaufen ließ. Der Film war an das Leben der Person, die vor dem Computer saß, angepasst.
Ich bin während der letzten Nacht drei Mal aufgewacht, habe aber mein Bett nicht verlassen. Es ist trotzdem merkwürdig, dass ich mich noch an die einzelnen Traumepisoden erinnern kann.

Lustig, nicht? Übrigens kann ich keine Relation zu Dingen entdecken, die ich gestern erlebt oder erfahren habe.

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