Digitales Heroin

Nach den ersten dreißig Spielminuten sind zwei Dinge festzustellen: „SimCity“ hat sich seit dem ersten Teil 1989 stark weiterentwickelt und, wie eh und jeh sollte man vor jeder begonnenen Partie sicherstellen, dass man die nächsten 24 Stunden nichts anderes vor hat. Städte bauen macht auch heute noch süchtig.
Dieses Zitat stammt aus dem unten verlinkten Artikel des http://orf.at.
Diese Sucht habe ich in den Neunzigerjahren kennengelernt. Simcity war dabei allerdings weniger gefährlich als Civilization, bei dem ein Spiel ca. 60 Stunden gedauert hat, wenn man auf einen High-Score hingearbeitet hat. Obwohl man unter bestimmten Bedingungen das Spiel auch in einer halben Stunde gewinnen konnte – durch Auslöschung sämtlicher fremder Zivilisationen, war es für mich interessanter, den High-Score zu erforschen. Bei Civilization-II gab es einen Softwarefehler, der verhinderte, dass ein High-Score von 300% erreicht werden konnte. Kurz vorher nahm die Umweltverschschmutzung derartige Ausmaße an, dass man nur mehr mit Beseitigung beschäftigt war. Irgendwann fingen dann die Pole zu schmelzen an. Die globale Erwärmung trocknete einst fruchtbare Gebiete aus und die größten Städte fingen an zu verhungern.
Civilization habe ich noch in den späteren Generationen weiter verfolgt. Civ-V habe ich mir gekauft und einmal gespielt, dann war der Anreiz vorbei. Vergleichsweise langsamer, weil schöner, war die Übersicht nicht mehr so klar gegeben, obwohl das hexagonale Landmuster schon eine nette Neuerung war.
Am meisten stieß mich aber ab, dass ohne bestehende Online-Verbindung nicht mehr gespielt werden konnte. Ein Lizenzserver („Steam“) musste im Zugriff stehen. Wenn das allein nicht schon ein Hindernis darstellt, so war der Umstand, dass vom Steam-Server einmal Kundendaten gehackt wurden, recht abschreckend.
Im Standard ist nun die neueste Version von SimCity beschrieben-
http://derstandard.at/1343744915943/SimCity-Die-Staedtesimulation-realistischer-denn-je
Was mich überrascht und gleichzeitig erfreut hat, war die Ablehnung einiger Forenteilnehmer, welche den Online-Zwang des Spieles bekrittelten. Darüber hinaus habe ich das erste Mal den Ausdruck „pay2win“ gelesen. Der besagt ungefähr Folgendes: um sich im Spiel Vorteile zu verschaffen, kann man sich die virtuelle Währung einkaufen. Die ist sicher nicht so teuer, aber stellt für Spielsüchtige laufende Kosten dar, die sich beim Spielen anhäufen.
Ich würde sagen, jetzt hat endlich das Rauschgift seinen digitalen Einzug gefunden. Das bestimmte Spiele addiktives Verhalten auslösen, war mir nicht nur bekannt sondern ich habe es auch bereits als Verbesserungsmöglichkeit für interaktives Lernen gesehen. Die Form, die ich jetzt bei SimCity – nicht, dass das das erste Spiel mit diesem Modus wäre – gesehen habe, beleuchtet eine neue Form des organisierten Verbrechens. Cyberkriminalität spielt sich ja gewöhnlich auf anderen Schauplätzen ab. Doch analog zum normalen Glückspiel, welches für den Normalspieler ja nicht kriminell ist, sind die Hintergründe in den verschiedenen Glückspielzentren in der Regel im Bereich des organisierten Verbrechens anzusiedeln.
Nebenbemerkung:
In Österreich haben wir mit den Casinos Austria einen staatlich monopolisierten Glückspielbetriebe. Da kann man nicht unbedingt von Verbrechen sprechen. Ein bisschen schlechtes Gewissen haben sie ja schon, wenn sie gemeinsam mit Novomatic als Geldgeber für den Verein der Anonymen Spieler auftreten. Dagegen ist allerdings wirklich nichts zu sagen.
Die Casinos Austria sind aber auch einer der wesentlichen Geldgeber für das Olympische Komitee. Ihr oberster Boss war auch einmal mein oberster Boss, der es sich an der Spitze einer der größten Versicherungen stehend – noch „verbessert“ hat. In Österreich ist gerade einer der Spitzenfunktionäre des olympischen Komitees zu fünf Jahren Gefängnis (noch nicht rechtskräftig) verurteilt werden, weil er Millionen der Gelder, die für Sportförderung gedacht waren, unterschlagen hat. Als kleine Nebenspitze darf bemerkt werden, dass Österreich heuer keine einzige Medaille gemacht hat. (Was ich selbst nicht besonders schlimm finde, vierte und fünfte Plätze in Disziplinen, die fast nicht gefördert werden, sind fast mehr wert.)

Hesse oder …

der Triumph des Anton Bruckners über Hanslick
Ich lernte Marcel Reich-Ranitzky über einen seiner Auftritte im Fernsehen kennen. Er war mir von Anfang an unsympathisch. Ich wusste noch nicht über seine Ehrendoktorate, aber ich war nicht überrascht ihn als Literaturpapst tituliert zu sehen. So führte er sich ja auch auf. Seine Sprechweise irritierte mich und ärgerte mich. Es war immer der Unterton von „jetzt zeige ich es Euch.“ Als ich erfuhr, dass er für den Geheimdienst gearbeitet hatte, wertete ich das als Beweis für die Gemeinheit, die es auch auf der Seite der Unterdrückten geben kann. Aber MRR war damit für mich erledigt und im Prinzip egal. Er war der vorweggenommene Superstar des DSDS. Für ein Fernsehpublikum mag er Bedürfnisse befriedigt haben.
Er kommt sich selbst vermutlich sehr gut vor. Umso mehr muss es ihn wurmen, wenn bekannt wird, dass es um seine literarische Kritikfähigkeit gar nicht so gut bestellt ist. Er ist wie ein Gourmetkritiker, dem man ein Gericht von Bocuse hinstellt, welcher behauptet, dass es „nur“ Kartoffelpüree sei.
Und so wird man nach dem Tod von MRR nach gewisser Zeit nichts mehr von ihm wissen. Ob sich die von ihm protegierten Autoren später noch dankbar an ihn erinnern werden und ihm Kränze flechten werden, sehe ich gar nicht sehr als gesichert an.
Von Hanslick wissen heute nur mehr die Musiktheoretiker etwas. Seine Rolle in der Ablehnung Anton Bruckners kann belächelt werden. Oder man sagt, das Schwein hätte nur aus opportunistischen Gründen eine gewisse Machtposition missbraucht.
Bruckner-Symphonien werden heute noch gespielt. Nicht nur gespielt, sie werden zelebriert und es ist für jeden Dirigenten eine neue Herausforderung, sich der Aufgabe einer besonders guten Interpretation zu widmen.

In Kroatien habe ich mir um teures Geld den Spiegel gekauft, weil mich die Titelstory dazu animierte. Der Artikel hat mir gut gefallen und zwei Dinge sind mir dabei ins Auge gestochen. Einerseits wurde erwähnt, dass der Spiegel Hermann Hesse anno 1958 noch alles andere als ernst genommen hat. Es zeigt von einer gewissen Größe, wenn ein Blatt seine eigenen Irrtümer offen zugibt. Meistens wird das Archiv eher als Bestätigung verwendet, dass ein bestimmtes Medium das oder jenes eh schon immer behauptet hat.
Andererseits wird auf die Ablehnung Hesses durch MRR hingewiesen, die auch etwas näher behandelt wird. Im Gegensatz zum Spiegel hat MRR nichts dazu gelernt. Wenn man im Internet stöbert, findet man auch schon einmal einen Artikel wie jenen, (http://www.glanzundelend.de/Artikel/abc/h/volker-michels-hesse.htm) der noch genauer eine Ablehnung beschreibt, die mich zu folgender, nicht ganz unproblematischer Aussage hinreißen lässt. Dass MRR die Deutschen für das hasst, was sie ihm angetan haben, ist verständlich. Dass er umgekehrt „das Deutsche“ genauso hassen kann, dass er an der Ablehnung eines Autors selbst dann festhält, wenn dieser den Nobelpreis bekommen hat, scheint für mich auf der Hand zu liegen. Dass man ihn in Deutschland so hochleben lässt, scheint am typisch schlechten, deutschen Gewissen zu liegen. Ablehnen darf man ihn nicht, dann wäre man antisemitisch.

Es bleibt nur mehr festzustellen, dass ich MRR jegliches Verständnis von Hesses Büchern absprechen muss. Interessanterweise richtet sich MRRs Ablehnung ja auch gegen das Briefwerk Hesses, der einiges damit zu tun hatte, den Steppenwolf zu verteidigen. Der hatte eine ähnliche Wirkung auf die Jugend wie seinerseits „Das Leiden des jungen Werther“ gehabt. Dass man Hesse in der Jugend leichter zu verstehen glaubt, als in dem Alter, in dem die Protagonisten sich befinden, hat immer schon irritiert.
Als ich Hesse anfang der Siebzigerjahre las, gefiel er mir ausnehmend gut. (Mit „Unterm Rad“) konnte ich nicht so viel anfangen, bei den anderen Büchern empfand ich eine Parallele zu Bruckner, über den manche bösartig meinen, er hätte nur eine Symphonie geschrieben, diese aber neun Mal. Mit 20 Jahren dachte ich über Hesse dasselbe, ohne ihn dabei schlecht machen zu wollen. Hesse schreibt nur ein Buch, ob das Demian, Siddartha, Narziss und Goldmund, Steppenwolf oder Glasperlenspiel ist, das Thema bleibt gleich, es wird nur auf verschiedenen Stufen wiederholt. Die Auflösung der Dichotomie zwischen physischer und geistiger Existenz des Menschen wird in verschiedenen Beispielen dargestellt. Wenn ich heute in den Illustrierten beim Arzt den hundersten Vorschlag, wie man sein Leben verbessern könne, anschaue, denke ich nur, warum liest den keiner den Hesse.
Im Steppenwolf, verfeinert er die Dichotomie in tausend kleine Kristallsplitter. Das Einzige, was mir am Steppenwolf nie so gut gefallen hat, war seine Präferenz für Mozart, die alles daneben (außer dem Saxophon) minder bewertet hat. Brahms hat zuviele Noten, dasselbe gälte wohl auch für Bruckner, der aber namentlich nicht erwähnt wird.
Lange vor der Zeit des Internet, war ich in der virtuellen Welt mit dem Pseudonym Steppenwolf unterwegs. Es ergaben sich dadurch auch interessante Diskussionen mit Gesprächsteilnehmern aus aller Welt. Dass ich irgendwann zum Steppenhund wurde, war ein technischer Fehler einer Blogplattform, die meinen ursprünglichen Namen einfach registriert aber gleichzeitig verschluckt hatte. Steppenhund als domestizierte Form scheint heute auch wesentlich besser zu passen. Schließlich scheine ich mich jetzt auch recht sozialisiert zu verhalten.
Ich mag den Steppenwolf noch immer, obwohl ich im Glasperlenspiel die gelungenere Synthese oder zumindest Darstellung des „Problems“ sehe.
Doch heimlich dürsten wir …
Anmutig, geistig, arabeskenzart
Scheint unser Leben sich wie das von Feen
In sanften Tänzen um das Nichts zu drehen,
Dem wir geopfert Sein und Gegenwart.
Schönheit der Träume, holde Spielerei,
So hingehaucht, so reinlich abgestimmt,
Tief unter deiner heiteren Fläche glimmt
Sehnsucht nach Nacht, nach Blut, nach Barbarei.
Im Leeren dreht sich , ohne Zwang und Not,
Frei unser Leben, stets zum Spiel bereit,
Doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit,
Nach Zeugung und Geburt, nach Leid und Tod.

[Hermann Hesse „Das Glasperlenspiel“, Dezember 1932]
Möglicherweise steckt in diesem Gedicht unsere menschliche Beschränkung, „Weltfrieden zu erlangen“. Immer wieder treffe ich Menschen, die wirklich kämpfen wollen. Und anders ist es wohl nicht zu verstehen, wenn bestimmte Kampfsportarten bei den olympischen Spielen vertreten sind. (Ich denke da weniger an Judo als an Wasserball. Es tut weh, und es soll weh tun.) Wir wollen Blut sehen. Wir dürsten danach.
Doch wenn der so belesene MRR diese Zeilen als schwülstige Romantik abtut, so fragt es sich, wem er mit einer solchen Beurteilung ein schlechtes Bild ausstellt.
Mir kann er den Hesse jedenfalls nicht schlecht machen!

Das werden viele …

nicht wahr haben wollen.
Es klingt so, als wäre es Maschinenstürmerei. Doch ich stimme hundertprozentig zu. Und ich füge ein Analogbeispiel hinzu: wenn man eine Firma führt, gibt es eine Verteilung von Fremdkapital zu Eigenkapital. Wenn das Fremdkapital überwiegt, ist man anfälliger gegenüber wirtschaftlichen Störungen. Bei den Banken hat es sich gezeigt, dass die Finanzspekulation genau das zusätzlich fördert. (Hebelwirkungen bei den Optionen)
Im Text steht ein wesentlicher Satz: es ist notwendig, selbst ein Grundwissen zu haben, um die elektronisch angebotenen Informationen vorfiltern zu können. Wenn freiwillig auf dieses Vorwissen verzichtet wird, ist der Informationsgewinn aus dem Internet viel zu klein, weil einen die Menge an Information erschlägt.
Ich befürchte, dass wir aber tatsächlich einem Gesellschaftsmodell zustreben, welches im Film „Idiocracy“ beschrieben ist.
Der Artikel: hier.

La Boheme – Ratingagenturen

Habe gerade die Übertragung der Boheme aus Salzburg gesehen. Ausgezeichnete Darbietung. Das erste Mal, dass mich die Boheme gerührt hat, was nicht zuletzt auch am spielerischen Essemble rund um die Netrebko gelegen hat.
Nachtrag:
„an einer hohen Stelle reißt ihm ein Tönchen ab …“
Ich habe jetzt zwei Kritiken (Kurier, Standard) gelesen, die nicht besonders anerkennend mit der Aufführung umgegen.
Ist mir mittlerweile ziemlich scheißegal. Ich erkenne nur die Analogie zwischen KritikerInnen und Rating-Agenturen.

Wut

BonanzaMargot beklagt den Verlust von Wut. Ich bin natürlich nicht wütend, wenn ich die neuesten Nachrichten lese. Aber einen gewissen Zynismus kann ich nicht leugnen.
Die Atombombe haben sie, die ist notwendig. Aber Stromausfall haben sie auch für mehr als die doppelte Bevölkerung der Vereinigten Staaten. Und Inder nehmen meinen Berufskollegen die Arbeitsplätze weg.
Ich bin schadenfroh, dass dies auch Schäden für diejenigen Firmen bedeutet, die nach Indien outsourcen. Irgendwie super! Die Steuerung von Stromnetzen, die rechtzeitige Abschaltung von Teilnetzen, wenn irgendetwas schief geht und das kontrollierte Anfahren haben ebenfalls etwas mit Software zu tun.

Aber es wird noch größere „Katastrophen“ geben. Die Megalomanie schreit danach.
ORF-Artikel hier

Für einen Biertrinker

Amüsante Gedanken

Über das sich selbst zu wichtig nehmen:
ich bekenne, dass ich mich selbst zu wichtig nehme. Allerdings mittlerweile auf eine Art, die selbstironisierend funktioniert. Die Überzeugung, dass ich einmal weltberühmt sein werde, ist noch da, aber ich tue eigentlich nichts mehr dafür, damit sie wahr wird. Auch der Wunsch oder das Streben danach hat aufgehört. (Übrigens geniere ich mich nicht dafür. Kleist hat unter diesem Syndrom so sehr gelitten, dass er sich selbst umgebracht hat. Ich aber lebe noch:)

Früher habe ich von meinen Kommentaren Kopien gespeichert, um es einem allfälligen Biographen die Arbeit zu erleichtern. Das mache ich schon lange nicht mehr. Ich stelle fest, dass ich mich in manchen meiner Kommentare wiederhole. Sie sind nicht mehr, als die Niederschrift eines Gesprächs, von dem nur eine Seite gesehen wird.

Aber es amüsiert mich, – angesichts des nicht vorhandenen Datenschutzs – daran zu denken, wie einmal das Internet nach übrig gebliebenen Statements durchforstet werden würde, um irgendetwas über mich zu erfahren.
Dieses Amüsement erfreut mich und beruhigt mich auch. Die Zeit des Nachrennens ist vorbei. Viel gelassener lasse ich jetzt die Dinge auf mich zukommen. Leider sind meine literarischen Fähigkeiten nicht ausreichend, um ein Buch wie „Hundert Jahre Gelassenheit“ verfassen zu können.

1984

Wenn jemand die Auswirkungen amerikanischer Überheblichkeit (oder vielleicht auch Schuldbewusstsein) sehen will, möge er oder sie einmal Google-Maps aufsuchen und mit den Bewegungszeigern in Richtungen Serbien gehen.
In einer Vergrößerung, in der man noch Serbien in seiner Gesamtheit sehen kann, fehlt interessanterweise die Stadt Belgrad. Auch wenn man hineinzoomt, findet man Novisad, Subotica oder Nis, doch von Belgrad keine Spur. Vor allem nicht dort, wo man es beim Zusammenfluss von Donau und Sava vermuten würde.
Bei der nächsten Vergrößerung taucht auf einmal Zemun auf, was einmal der von Österreichern besetzte Teil Belgrads war. (So quasi das Döbling von Wien)
Erst bei weiterer Vergrößerung findet sich der Name Belgrad an der richtigen Stelle in einem sehr kleinen Font.
Jetzt ist Belgrad nicht nur die nach Einwohnern größte Stadt Serbiens, es ist auch die Hauptstadt.
Warum wird diese Stadt von Google so stiefmütterlich behandelt? Ich kann es mir nur so erklären, dass die Sieger die Geschichte schreiben und die Amerikaner vergessen wollen, dass sie Serbien mit radioaktiver Munition beschossen haben.
Es ist vielleicht ein kleines Thema. Aber ich habe gedacht, dass ich spinne, weil ich den Namen der Stadt nicht so vorfand, wie ich es bei anderen gleich großen Städten erlebe.
Gibt es da irgendeine rationelle Erklärung, die nicht ein absolut schlechtes Bild auf die Amerikaner wirft?

Gott

Das gehört eigentlich ins andere Blog, aber weil Geschichten moniert wurden, fange ich jetzt einmal hier ein. Achtung: nur für Verrückte zu lesen.
(1)
“Jetzt besteht nur mehr die Gefahr, dass ich zu früh sterbe!” dachte der seit einem Tag in Pension befindliche Fünfundsechziger, als er andächtig einen Schluck vom A’bunadh-Single-Malt verkostete und etwas andächtig auf seine letzte Erwerbung sah. Diese war etwas zwei Meter hoch, schwarz mit den üblichen Verzierungen durch Lämpchen und Schaltern versehen und hatte ihn seine gesamte Abfertigung gekostet. Er hätte auch noch länger gearbeitet, wenn es sich mit dem Anschaffungspreis nicht ausgegangen wäre. Doch jetzt war er in Besitz einer Maschine, wie sie sonst nur große Unternehmungen für ihre gesamte EDV verwendeten. Die Maschine war ein sogenanntes Mainframe, ein Großrechner, der in seiner handlichen Bauform gar nicht vermuten ließ, welche Rechenleistung in ihm steckte.
Alexander hatte sich etwas Ähnliches schon lange gewünscht. Er war aber recht froh, dass er bis heute gewartet hatte, denn nun war zu vermuten, dass er alles damit machen könnte, was er sich von Rechenmaschinen erwartete. Und die Rechenleistung war vielleicht eintausendmal größer, als sie das MIT in Boston im Jahr 2000 zur Verfügung hatte. Damals, oder etwas früher, verließ Phil Agre das MIT, nachdem er sich dort zwanzig Jahre mit Forschung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz beschäftigt hatte. „Was für ein Blödsinn?“ hatte er in einem Artikel geschrieben „Sich zu fragen, welcher Würfel vor oder hinter einem Zylinder steht. Man muss den Computer dazu bringen, die wirklich interessanten Fragen zu beantworten. Zum Beispiel, wer oder was Gott ist. Offensichtlich sind wir nicht imstande, diese Frage zu beantworten. Aber vielleicht kann das eine künstliche Intelligenz.“
Auf Alexander hatte dieser Artikel einen großen Eindruck gemacht. Er hatte ihm hundertprozentig zugestimmt, obwohl die Frage nach Gott ihn weniger beschäftigt hätte. Doch eine Sache war klar: es wurden in diesem Bereich der Forschung die falschen Fragen gestellt. Er selbst würde die richtigen Fragen stellen. Wenn er einmal Zeit hätte. Wenn er einmal die richtige Maschine hätte. Wenn …
Der Zeitpunkt war jetzt gekommen. Doch Alexander wusste, dass er seine Fragen noch lange nicht stellen konnte. Zuerst musste er dem Rechner Zeit zum Lernen geben. Er musste auch entscheiden, welche Sinnesorgane dem Rechner zur Verfügung stehen sollten. Hören war notwendig, damit er sich mit seinen Lehrpersonen unterhalten konnte. Sehen schien ursprünglich nicht so wichtig, weil die meisten optischen Eindrücke in Form von Dateien zugebracht werden konnten. Doch Alexander entschied sich auch für Augen, damit die unmittelbaren Reaktionen der Lehrpersonen erkannt und analysiert werden konnten. Für Riechen gab es keine wirkliche Begründung, allerdings waren die notwendigen Sensoren relativ leicht zu beschaffen und daher sollten sie eingebaut werden. Haptik und Geschmack wurden als ein Eingangskanal betrachtet. Dieses Problem musste erst gelöst werden. Wie kann man einer Maschine Lust bereiten? Rein rechentechnisch läuft das auf ein Optimierungsprogramm hinaus, welches als kleiner Dämon kontinuierlich in Betrieb gehalten wird. Aber welches Kriterium sollte als Optimierungsmerkmal herhalten? Alexander gab sich für die Festlegung dieses Verhaltens noch zwei Jahre Zeit. Er hatte dies von Anfang an eingeplant. Zu Beginn würde es ein einfacher Neugier-Modul sein. Die Neugier würde vom Informationsinhalt neuer erworbener Wissensgebiete gespeist werden. Das neue Wissen würde nach bestimmten Merkmalen wie Neuheit und Komplexität bewertet werden und das dabei entstehende Resultat würde den Statuswert des Neugier-Moduls erhöhen.
Alexander war bewusst, dass er dem Rechner eine Möglichkeit zur Rückkopplung geben musste. Wissenszuwachs musste nach aufzuwendendem Zeitaufwand gewichtet werden. Dafür setzte er den Ausdruck Wissensdichte ein. Diese Möglichkeit musste als Programm vorgesehen werden. Alexander war sicher, dass ab einer gewissen Stufe der Rechner selbst ein solches Programm erstellen können würde. Das wäre ein erster Schritt in Richtung künstlicher „Künstlicher Intelligenz“, den viele Menschen mit Bewusstsein verwechseln würden.
Noch war es nicht so weit. Noch lange nicht. Doch die sogenannte „road map“ hatte Alexander bereits auf eine lange Strecke vorausgedacht. Er durfte nur nicht zu früh sterben.
Seine Frau trat ins Zimmer.
(c) steppenhund 2012

Inspiriert

Ursprünglich hieß diese Geschichte Mitschrift einer Abenteuerreise war illustriert und ist bereits 9 Jahre alt. Ich stelle sie hier aufgrund einer Anregung bei triebfeder hinein.
Wenige Wochen nach dem Besuch in Anderswelt wurde ich von einem Bekannten zu einer kleineren Forschungstour mitgenommen, die nur einige Tage dauern sollte. Ziel der Wanderung, um eine solche handelte es sich eigentlich, war eine bisher unbekannte Höhle, die sich im Hochmoor befand. Eine Höhle im Hochmoor ist eigentlich nicht vorstellbar. Tatsächlich gab es sie aber, nur hätte man sie nie entdeckt, wenn nicht durch die Überschwemmungskatastrophen des vorigen Jahres einige Eingriffe in die Natur notwendig geworden waren. Diese Eingriffe, die Haus und Hof einiger entfernter Anrainer schützen sollten und normalerweise aus Naturschutzgründen nie hätten stattfinden dürfen, bewirkten, dass ein Teil des Hochmoors in der Dürre des heurigen Jahres ausgetrocknet war und die Sicht auf die obere Begrenzung eines Höhleneinganges frei ließ.
Dieses kleine Naturwunder zog die Aufmerksamkeit einiger Wissenschafter nach sich, die sich nicht einigen konnten, ob sie die Höhle untersuchen wollten oder nicht. Eine Untersuchung bedingte nämlich einen zusätzlichen Eingriff in die Naturlandschaft und galt daher unter den militanteren Naturschützern als absolutes Tabu.
Ungeachtet der Diskussionen gelang es aber einer kleineren Gruppe, ohne großes Aufsehen zu erregen, einen kleinen Holzzubringer zu der Höhle zu bauen. Da das Moor noch immer niedrig stand, konnte die Höhle ausgepumpt werden. Das ermöglichte weiterhin die Begehung.
Ein bisschen mulmig war mir schon dabei zumute. Als Kind hatte ich schreckliche Angst davor, mich einmal in einem Moor zu verirren und darin gefangen zu werden. Ich konnte mich noch gut an Erlebnisse im Schwarzsee bei Kitzbühel erinnern, der zwar ungefährlich war aber bereits dieses Gefühl des unentrinnbaren Einsinkens vermitteln konnte.
Höhlen zählen für mich auch gerade nicht zu den vertrauenerweckenden Unterkünften. Trotzdem ließ ich mich von meinem Bekannten überreden und begleitete ihn.
Als wir den Holzsteg verlassen hatten und bereits in der Höhle auf einem rutschigen Boden versuchten, feste Tritte zu finden, wurde der Strahl seiner Kopflaterne etwas nach oben gelenkt und wir sahen, dass sich hier ein moosähnlicher Bewuchs gebildet hatte, der ockerfarben melierte.
Der Bewuchs war ziemlich dicht und wirkte fast trocken. Irgendwie stimmte aber die Farbe nicht ganz zu den mir bis dato bekannten Flechten, die ich einmal am Grossglockner im dortigen Naturpaarmuseum gesehen hatte. Mein Bekannter, der sich in den natürlichen Dingen wesentlich besser auskennt, überraschte mich durch eine sehr zweifelnd erscheinende Handbewegung. Offensichtlich hatte er diese Pflanzenform auch noch nicht gesehen. Einerseits war es kein Wunder, da die ganze Höhle schon ein wenig unmöglich gewirkt hatte.
Wir sahen uns um, in dem wir unsere Köpfe zielstrebig herumkreisen ließen. Es muss ganz lustig ausgesehen haben, als wir mit kreisenden Köpfen da standen. Bewegen trauten wir uns sonst noch nicht, da die Lichtkegel nach oben gerichtet werden mussten und wir daher überhaupt nicht sahen, was unter uns oder vor uns lag. Es fiel uns eine gewisse Regelmäßigkeit des Musters auf. Nach ungefähr fünf Minuten hatten wir erkannt, dass das daran lag, dass eine bestimmte Anordnung der – sagen wir einmal – Flechten in regelmäßigen Abständen wiederkehrte.
Mit einer Kamera, die extrem lichtempfindlich war, gelang es meinem Bekannten, das Muster aufzunehmen. Ich bemerkte scherzhaft, dass ich in dem Muster zwei Personen ausnehmen könnte. Eine Stellung, ähnlich wie im Klimt’schen Kuss, wobei der Mann mit kurzen Beinen aber einem umso mächtigeren Geschlecht ausgerüstet sei. Mein Bekannter lachte und meinte, dass wir erst erforschen müssten, wer die wahren Künstler dieser Abbildung seien. Den Pflanzen würden wir es wohl beide nicht zutrauen.
Eine einfache Erklärung erschien uns die Möglichkeit, dass es auf den Höhlenfelsen einmal Zeichnungen gegeben hätten, welche als Untergrund für die Pflanzen einen selektiven Wuchs bewirkt hätten. Eine biologische Konservierung des natürlichen Museums. Mit dem Herunterkratzen einer kleinen Stelle konnten wir aber feststellen, dass die Gesteinsstruktur darunter keine Unregelmäßigkeiten oder Bearbeitungsnachweise aufwies.
Wir beschlossen, die Klärung der Angelegenheit solange aufzuschieben, bis wir aufgrund der Aufnahmen einige bildanalytische Hintergründe kennen würden, und machten uns auf den Weg, ins Innere der Höhle weiter vorzudringen.
Im weiteren Verlauf des Weges gab es keinen Bewuchs mehr. Doch wir konnten eine zunehmende Menge von runden Steinen ausmachen, die am Boden lagen und ungefähr so groß wie eine kleine Faust waren.
.
Sie waren nett anzusehen und ich steckte mir einen davon in die Tasche. Ich habe ein gewisses Faible für Steine und die Formen sprachen mich an.
Wir gingen weiter und kamen durch einen engen und niedrigen Durchlass in einen Thronsaal. Man kann das nicht anders nennen. Die Wände schienen ausgeschlagen zu sein. Einige Wände wirkten glatt poliert. In der Mitte des Raumes stand ein Thron aus Stein. Ebenfalls glatt poliert.
Auch hier gab es vereinzelt noch die grünen Steine, aber sie hatten ein etwas verzerrtes Muster, so als wären sie gequetscht worden.
Trotzdem wirkten sie im Muster verwandt und plötzlich erschien mir die Zeichnung auf den Steinen auch mit dem Flechtenbewuchs am Eingang verwandt.
Wir blieben einige Minuten andächtig stehen. Es gab sonst nichts zu untersuchen. Keine Ritzen, keine weiteren Durchgänge. Es gab nur einen Ausgang. Das war der, durch den wir hereingekommen waren.
Mein Bekannter schaute auf die Uhr und deutete mir, dass wir umkehren müssten. Die Pumpen müssten in wenigen Minuten ausgeschaltet werden und dann würde wieder Wasser in die Höhle dringen.
Wir machten uns also auf den Weg und gingen hinaus. Auf dem Rückweg befiel mich ein merkwürdiges Gefühl. Ich schien schwerer zu werden. Fast unmerklich schien ich Gewicht anzusammeln. Es dauerte eine Weile, bis ich erkannte, dass die Steine, die ich vorhin eingesteckt hatte, an Gewicht zugenommen hatten. Obwohl ich mir das nicht erklären konnte, beschloss ich, alle Steine bis auf einen in der Höhle zu lassen. Ich legte sie vorsichtig auf den Boden der Höhle in einer Anordnung, dass man sie zwar sehen konnte, aber nicht über sie stolpern musste, wenn man die Höhle erneut betrat. Es hatte mich eine gewisse Scheu vor den Steinen überkommen. Einerseits trennte ich mich ungern von ihnen. Andererseits wurden sie ziemlich schwer. Ich konnte es jetzt deutlich ausnehmen. Der eine Stein, der noch in meiner Tasche war, wog jetzt vielleicht bereits zwölf Kilogramm.
Er wurde warm. Ich bekam Angst. War das etwas radioaktives Material, was da in der Höhle gelagert war? Konnte das Strahlungswärme sein? Ich nahm den Stein aus meiner Tasche und wollte noch einen letzten Blick auf ihn werfen. Die Angelegenheit erschien mir plötzlich zu riskant.
Als ich den Stein betrachtete, und das war jetzt bereits im Freien, nicht mehr in der Höhle, erstaunte ich noch mehr. Er hatte sich verfärbt und zu leuchten begonnen.
Er schien wie von einem Bildhauer oder einem Juwelier bearbeitet. Es gab deutliche Verwitterungsspuren. Man konnte aber sehen, dass da eine ganz definierte Struktur auszumachen war. Die rote Farbe schien auf Eisen hinzudeuten. Das zarte Rosa hatte aber gar keinen mineralischen Anstrich. Vielleicht musste man den Stein anschleifen und konnte ihn dann als Halbedelstein behandeln.
Ich steckte den Stein trotz des Gewichts wieder in meine Tasche und begab mich auf den Weg über den Holzsteg aus dem Moor heraus.
Als ich festen Boden betrat, geschah etwas Sonderbares und Unerwartetes. Der Stein fiel aus meiner Hosentasche heraus. Ganz gegen die Gesetze der Schwerkraft schien er aus der Tasche heraushüpfen zu wollen. Als ich versuchte, den Aufprallpunkt festzustellen, konnte ich weder eine Delle im Boden noch den Stein selbst erkennen.
Er schien wie vom Erdboden verschluckt.
Man winkte mir, ich möge doch nachkommen. Man kannte den Grund für mein Trödeln nicht und hatte Angst, dass ich die zeitlichen Grenzen unseres Moorbesuchs aus den Augen verloren hatte.
Noch einmal schaute ich um mich und da sah ich ein Stück Holz liegen, welches wie einer der polierten Spazierstockknäufe wirkte.
Auch dieses Stück Holz wies eine Zeichnung auf, die mit den bereits bekannten Mustern verwandt schien.
Ich stutze. Das sah jetzt nicht mehr nach den verwandten Mustern aus. Diese Form und Ausprägung kannte ich. Das war – wenn man so sagen will – eine geschnitzte Möse. Unglaublich lebensecht wirkte sie in der Gestalt dieses Stück Holzes. Ich geriet ein bisschen in Trance. Sollte zwischen den Steinen, der Höhle und diesem Holzknauf ein Zusammenhang bestehen? Hatten die Muster in der Höhle mit dem gleichen Inhalt zu tun? Ich nahm mir vor, dies anhand der Fotografien noch zu untersuchen.
Am nächsten Tag spazierte ich allein über die Wiesen. Ich war nachdenklich, weil mich die Angelegenheit mit den Steinen und dem unsittlichen Knopf noch beschäftigte. Als ich gedankenverloren plötzlich aufblickte, erblickte ich eine Frauengestalt im Gras, die Übungen zu machen schien.
Ich fühlte mich ein bisschen verlegen, da sie ganz nackt war. Ihr schien das aber nichts auszumachen.
Sie lachte mir zu und fuhr fort, sich zu dehnen und zu strecken. Ich wurde mutiger und begann sie eingehend zu betrachten, was sie nicht zu stören schien. Als ich so frech wurde, dass ich direkt auf ihre Möse schaute, sah sie mich mutwillig, aber nicht spöttisch an und ihr Blick schien etwas zu fragen. Ich wusste plötzlich, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Jetzt und dem gestrigen Tag geben musste. Ich hatte eine ganz phantastische Vermutung. Hatte sie etwas mit der Höhle zu tun? Sie konnte offensichtlich Gedanken lesen, denn in genau dem Moment, als ich die Frage gedacht hatte, fing sie an zu sprechen: „Aber natürlich. Das hättest du doch längst bemerken können. Oder gibt es einen anderen Grund, warum du mir so unverhohlen auf meine Weiblichkeit geschaut hast.“ Ich schaute sie verständnislos an. Wahrscheinlich war auch mein Mund offen geblieben.
„Nun sieh doch genauer hin!“ Sie stellte sich vor mich hin und zog mit ihren schlanken Händen ihre Schamlippen etwas auseinander. „Ich muss dir ja noch danken, dass du mich zum Leben erweckt hast. Aber wahrscheinlich hast du gar nicht gewusst, was du gemacht hast, indem du mich mitgenommen hast.“ Eine Vermutung begann sich breit zu machen. Aber diese Vermutung stammte aus dem Reich der Feen und Märchen.
Diese Vermutung hatte keinen Anspruch auf Wirklichkeit oder Wahrheit. Ich brachte keinen Ton heraus.
„Nun sieh mal. Sieh mich genau an!“
Mit diesen Worten beugte sie sich noch ein bisschen zurück und ich konnte jetzt mitten in sie sehen.
„Du hast mich zum Leben erweckt.“ „Indem du mich mitgenommen hast, hast du den Mechanismus ausgelöst, der meine Lebensphase, wie sie Menschen verstehen, eingeleitet hat. Das Moor konserviert, aber es bedroht auch. Wir müssen versteinern, damit wir so lange überleben können, bis es lebenswürdige Umgebung gibt. Dazu müssen wir aber die Höhle verlassen können. Das kann aber nur so geschehen, indem einer uns mitnimmt und auch dann nicht fallen lässt, wenn wir schwerer und schwerer werden. Du hast doch den Übergang in die belebte Materie aus nächster Nähe sehen können. Holz lebt!“
– „Das ist einfach unglaublich. Soll ich das denn glauben? Was wirst du machen? Musst du essen? Trinken? Wovon wirst du leben? Was kannst du?“
Sie legte den Finger an den Mund.
„Ich werde – “ sie zögerte. „Ich werde – für dich da sein. Ich werde dir unendlichen Genuss schenken. Was ich dir anbiete ist ewige Feuchte. Bin ich dir zu feucht, kann ich trocken wie ein Stück Moos in der Mittagssonne werden. Bin ich dir zu viel, steckst du mich in deine Tasche.“
„Doch lass mich bei dir sein, denn ich liebe dich.“ Mit diesen Worten kam sie aus ihrer Lage zu mir hoch und küsste mich auf den Mund. Ich verstand, was sie mit ewiger Feuchte gemeint hatte.
„Niemals werde ich dich in die Tasche stecken.“
Juli 2003 (c) steppenhund

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