Archive for the ‘Schreiben’ Category

Standortbestimmung

Ich werde immer wieder einmal aufgefordert, auch von mir selbst, endlich einmal ein Buch fertig zu schreiben.
Jetzt gibt es Gründe, die dafür und welche, die dagegen sprechen.
Dagegen:
1) seriöserweise sollte ich ein Fachbuch schreiben (oder mehrere)
1a) damit verdient man nichts
1b) es ist sehr viel Arbeit (lt. Kollegen, die es schon gemacht haben, zwei Jahre, manche schreiben es allerdings auch in einem Monat)
1c) es gibt schon so viele Bücher
1d) ich könnte meinem eigenen Qualitätsanspruch nicht genügen.
1e) ich bin eigentlich faul.
2) ich würde gerne einen Roman schreiben. (Science-Fiction oder Entwicklungsroman)
2a) es gibt schon so viele Bücher
2b) ich weiß gar nicht, ob ich so schreiben kann, dass es von mehr als meinem Fan-Club überhaupt goutiert wird.
2c) es dauert sehr lange, weil es sehr viel Arbeit bedeutet.
2d) ich könnte nicht so gut schreiben, wie die Autoren, die ich bewundere.
2e) ich bin eigentlich faul.
Dafür:
1) Fachbuch
1a) Ich erzähle in Vorträgen und bei Schulungen so viel, bei dem ich meine, einen eigenen pädagogischen Stil zu entwickeln.
1b) Ich würde zu Konferenzen eingeladen werden und irgendwann als Keynote-Speaker auftreten. (Das würde mir gefallen:)
1c) In einer gewissen Weise bin ich in meinem Fachgebiet missionarisch unterwegs. Es wäre vernünftiger, die eigene „Bibel“ zu schreiben als immer nur korrigierend zu ergänzen.
2) Belletristik
2a) Ich habe mindestens sechs Romanszenarien im Kopf.
2b) Es wäre toll gewesen, wenn ich zwei der Szenarien geschrieben hätte, bevor sie Realität geworden sind.
2c) Ich würde wirklich gerne ein paar Ideen in die Köpfe der Menschen verpflanzen.
Der Grund, dass ich keine Zeit habe, zählt nicht. Für bestimmte Dinge muss man sich Zeit nehmen. Schließlich bringe ich ja auch Zeit für das Klavier Üben auf.
Mal sehen, ob sich meine Überlegungen in einem Jahr verändert haben werden…

Umzug

In Kürze wird dieses Blog keine neuen Artikel mehr aufweisen sondern sie werden unter Umzug zu finden sein.
Da ich die Aktion nicht konzertiert durchführen kann, (also innerhalb eines kurzen Zeitraums) werde ich einige Zeit parallel fahren, und den obigen Link jeweils angeben.
Einige der Features, die mich ursprünglich an Twoday begeistert haben, haben aufgrund der etwas laschen Maintenance der Plattform ihre Anziehungskraft verloren. Aus diesem Grund bin ich auch nicht bereit, etwas für einen größeren Datenraum zu bezahlen. Mir ist nicht um die 5 € schade, sondern ich will einfach keine Unterstützung leisten, wenn mit bestimmten Problemen nicht professionell umgegangen werden kann.
Ich glaube zwar, dass mir nicht alle Leser folgen werden, vor allem die nicht, die nur zufällig immer wieder auf dieses Blog stoßen, doch das Auswechseln eines Lesezeichens wird für die meisten kein technisches Problem darstellen:)

Aus 2041 /14

Beim Aussteigen aus dem Zug fiel Hartmut die Leere des Bahnhofs auf. Er war zwar keine Menschenmassen gewöhnt, aber es war klar ersichtlich, dass sich auf dem Gelände eines Bahnhofs mehr Menschen befinden müssten. Tatsächlich stiegen mit ihm zusammen nur weniger als zehn Personen aus, die sehr rasch von der Bildfläche verschwunden waren.
Dort, wo die Gleise endeten, befanden sich eine Reihe von Automaten. Ein Teil der Automaten bot Snacks an, der andere Teil bestand aus Auskunftsstationen, über die man erfahren konnte, wie man einen bestimmten Teil der Stadt erreichen konnte.
Hartmut war froh, dass er mit seiner Personalkarte auch die Snacks bezahlen konnte. Die Preise waren ziemlich klein, Hartmut vermutete, dass es sich eher um ein Überwachungssystem handelte. Sein Aufenthaltsort konnte auf diese Weise noch leichter überwacht werden.
Nachdem er einen Müsliriegel aufgeknabbert hatte, wandte er sich an einen Auskunftsautomaten. Als er sich dem Automaten näherte, sah er vier Gesichter auf dem Bildschirm aufscheinen. Das war durchaus die Regel bei öffentlichen Auskunftgebern, so konnte man sich Geschlecht und Hautfarbe der Berater aussuchen. Hartmut war allerdings sehr überrascht, als er in einem der Gesichter seinen Freund Peter erkannte. Selbstverständlich wählte er ihn an und es dauerte nicht einmal zehn Sekunden, bis das Gesicht einer Standverbindung Platz machte und ihn Peter begrüßte. „Servus Hartmut, was kann ich für dich tun.“ Sein Tonfall war nicht so locker und ungezwungen, wie es Hartmut von den persönlichen Zusammentreffen kannte. Peter klang – resigniert. „Eigentlich wollte ich ja nach dem Weg zum Josefstädter Bezirksmuseum fragen. Doch jetzt, wo ich dich hier antreffe, bin ich etwas perplex. Was machst denn Du hier als Auskunftsperson?“ Peter konnte ihm nicht sagen, dass dies ein vollkommen unüblicher Auftrag für ihn war. Die Menschen, für die er zuständig war, bekamen ihn nie zu Gesicht.
Hartmut war jedoch in Aufmerksamsstufe drei gerutscht. In eins war er zu dem Zeitpunkt geraten, als er den Job als öffentlicher Beamter begonnen hatte. Zwei hatte er nach seinem Gespräch mit Valerie erreicht.
Sein Interesse an Alt-Wien hatte ihn auf drei befördert, das bedeutete eine persönliche Überwachung ohne negative Voreinstellung. Das System wollte einfach wissen, was er in Wien wollte. Die Kenntnis über Überwachungsmethoden war mittlerweile so ausgereift, dass die Zusammenarbeit zwischen maschineller und persönlicher Überwachung effizienter verlief, wenn persönliche Überwachung durch Vertrauenspersonen der überwachten Person durchgeführt werden konnte.
Peter mit einer Vertrauensstufe von minus zehn war ein viel zu schweres Kaliber für einen Dreier-Hartmut. Es gab aber in dem näheren Bekanntenkreis von ihm nur Peter, der eine negative Vertrauensstufe aufwies.
Von all dem wusste Hartmut nichts. Personen mit Minusklassifizierung wussten Besseres, als diese irgend jemandem preiszugeben.
„Das gehört zu einem Teil meines Jobs. Jemand muss dich ja beraten. Findest Du es nicht besser, dass es jemand ist, den Du kennst?“
Hartmut schüttelte bejahend den Kopf. „Und Du hast alle die Informationen, nach denen Du gefragt wirst?“
„Es gibt Datenbanken, in denen ich nachfragen kann. Ich weiß sie zu bedienen. Aber diese Bedienung ist für nicht Spezialisten zu umständlich.“
Hartmut dachte nach, es leuchtete ihm ein. „Also gut, kannst Du mir helfen?“
„Wie gut ist denn deine Kondition? Traust Du dir zu, eine halbe Stunde mit einem Fahrrad zu fahren?“ – „Was wäre denn die Alternative?“ – „Die U-Bahnen werden rund um die Uhr betrieben. Du kannst mit der Line 3 bis zum ‚Volkstheater‘ fahren und dann in die Line 2 in Richtung ‚Seestadt‘ fahren. Eine Station und Du steigst beim ‚Rathaus‘ aus. Von dort, gehst Du dann gemäß dem Plan zum Museum.“ Der Automat brummte etwas, dabei schon sich eine Seite mit der Anweisung, wie man zum Museum spazieren könnte heraus.
Hartmut wollte die Gelegenheit nützen: „Eigentlich hat mich ja nur das Museum interessiert, aber wenn ich dich da schon dran habe: kannst Du mir Sehenswürdigkeiten empfehlen?“
Peters Gesichtsausdruck wurden noch resignierter: „Ganz Alt-Wien ist eine Sehenswürdigkeit. So wie alle anderen Alt-Städte. Es hängt ganz ab, was dich interessiert. Wie lange willst Du denn in Alt-Wien bleiben? Wirst Du übernachten wollen?“ – „Nun ich bin für Übernachtung ausgerüstet. Ich dachte, ich werde im Museum schlafen.“ – „Also pass auf! Mit deinem Einkommen kannst Du dir das einzige Restaurant und Hotel in Alt-Wien, welches durchgehend betrieben wird, schon leisten. Hinter der ‚Staatsoper‘ gibt es das Hotel ‚Sacher‘. Du kannst es vom Museum aus entweder zu Fuss oder mit U-Bahn erreichen.“ Der Automat brummte wieder, zwei Blätter schoben sich heraus. „Soll ich für dich reservieren?“ – „Das wäre sehr nett, wobei ich mich frage, woher Du weisst, dass ich mir das leisten kann.“ – Glaube mir, ich weiß es. Jeder kann es sich leisten, der in unserer Nachbarschaft wohnt. Ich reserviere einmal für zwei Nächte. Übrigens kannst Du dort auch sehr gut essen.“
Hartmut wunderte sich: „Wieso für zwei Nächte?“ – Nun nach dem ersten Tag, wirst Du viel länger bleiben wollen, nach dem zweiten Tag freust Du dich aufs Heimkommen. Es geht praktisch allen Besuchern so. Statistik kennst Du doch:)“
„Werde ich noch später Gelegenheit, dich etwas fragen zu können?“ – Wenn ich Dienst habe, immer. Info-Automaten findest Du überall. Sobald Du erkannt wirst, wirst Du mein Gesicht sehen.“
„Vielen Dank. Dann mache ich mich einmal auf den Weg.“ – „Viel Spass!“ Es klang aber nicht so, als ob Peter das so richtig ernst meinte. Der Bildschirm schaltete wieder auf eine neutrale Anzeige.
Hartmut fühlte, dass etwas nicht stimmte, aber er konnte sich kein Bild machen. Er hatte keine Ahnung, wodurch die resignierte Haltung von Peter verursacht war.
Als er die Bahnsteigebene verließ, fiel ihm die Beschilderung auf. Sie schien für Vierjährige gemacht zu sein. Es war ein Kinderspiel, den Weg zur U-Bahn zu finden. Als er die Rolltreppe betrat, konnte er die Anzeige sehen, die den nächsten Zug in zwei Minuten ankündigte. Am unteren Ende der Rolltreppe angekommen konnte er bereits das Rauschen eines einfahrenden Zuges hören.
Er selbst war der einige Wartende auf dem Bahnsteig, der hereinkommende Zug war leer. Er stieg zu, der Zug fuhr an. Eine mechanische Ansage verkündete, dass der nächste Halt ‚Volkstheater‘ sein würde. Als er dort ausstieg fand er eine ebenso klare Beschilderung, die ihn zur Line zwei wies. Das gleiche Verfahren wie am Westbahnhof wiederholte sich hier. Die Linie wurde in zwei Minuten angekündigt, die einfahrende Garnitur war leer.
Als Hartmut wieder die Oberfläche erreichte, konnte er das ‚Rathaus‘ von hinten sehen. Die Orientierung nach ausgedrucktem Plan war eindeutig festgelegt. Die Sonne schien, es war aber durch einen kleinen Wind nicht gar zu heiß. Es schien ein netter Spaziergang zu werden.
Während des gesamten Spaziergangs sah er gerade mal zwei Menschen, die auf ihren Fahrrädern unterwegs waren. Sie beachteten ihn nicht, jedenfalls grüßten sie ihn nicht. Hartmut hätte sich gerne mit ihnen unterhalten, aber sie schienen fast zu flüchten.
Als Hartmut beim Museum angekommen war, fiel ihm endlich auf, was er schon die ganze Zeit beobachten konnte: die Stadt oder der Teil, den er gesehen hatte, war blink blank geputzt. Die Straßenkehrer mussten zehn Minuten vor ihm am Werk gewesen sein. Allerdings konnte er keine sehen. Dafür gab es eine Erklärung. Die Straßenkehrer waren kleine Roboter, welche die Reinigungsarbeiten durchführten. Diese Roboter verwendeten eine Tarnung, wenn sie nicht arbeiteten. Die Tarnung war je nach Ort verschieden und bestand in Abdeckblechen, die sich so harmonisch in die Architektur eingliederten, dass man glauben konnte, es handelte sich um beabsichtigte Verzierungen.
Erst viel später konnte Hartmut die Tarnungen mit freiem Auge ausmachen. Hinter der offenen Eingangstür zum Museum konnte Hartmut eine Anzeige sehen: „Wir begrüßen heute Herrn Hartmut als 3.776.432ten Besucher.“ Daneben gab es einen Informationsautomaten im üblichen Design.
Hartmut beschloss, sich einmal das Museum anzusehen. Er wusste nicht, wie offen er den Wunsch aussprechen könnte, auch den Keller und Lagerraum des Museums sehen zu wollen.
Im ersten Stock gab es in den Gängen eine Bildergalerie. Die aufgehängten Bilder waren mit „aus der Biedermeierzeit“ beschrieben. Interessante Kleidungen, merkwürdige Personenzusammenstellung. Hartmut machte sich klar, dass es um Darstellungen ging, die über 200 Jahre alt waren. Dann kam er in einen Raum, der mit Vitrinen vollgestellt waren. In den Vitrinen gab es – Bücher! Da waren mehr Bücher enthalten, als Hartmut in den letzten zwanzig Jahren gesehen hatte. Er versuchte eine Vitrine zu öffnen. Eine Stimme machte ihn darauf aufmerksam, dass die Artefakte geschützt werden müsste. Er könnte sich die Bücher virtuell am Info-Automaten ansehen.
Er merkte sich einen Titel: „1848“. Im Raum gab es einen Infoautomaten. Er gab 1848 Buch ein und bekam den Titel ‚1848‘ und den Verfasser des Buches genannt, der auch am Buchrücken aufschien.
Als Hartmut das virtuelle Buch aufschlagen wollte, sah er eine Meldung: „Dies ist eine klassifizierte Information, bitte warten Sie ein paar Minuten.“
Nach ein paar Minuten meldete sich der Infoautomat wieder. Nun war Hartmut sehr überrascht.

2041 Kapitel

Kurzbeschreibung, spielt im Jahr / in den Jahren, Link
Etwas stimmt nicht 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316/main
Wie sieht es denn aus 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-2
Peter hat eine Waffe, ein interessantes Angebot 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-3/main
Epilog 2081
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-4/main
Der Drachenkopf 2041
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-5/main
UNA und das Projekt 291040 2031
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-6/main
Wie schmuggelt man ein Programm 2031
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-7/main
Das Ender der Kriege 2041
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-8/main
Beginn und Ende einer Suche 2033
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-9/main
Der Drachenkopf wird größer, ein nicht stattgefundes Attentat 2080 / 2041
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-10/main
Auch Südamerika verhält sich sonderbar 2080 / 2041
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-11/main
Der Verlust eines interessanten Berufs 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-12/main
Die Reise nach Alt-Wien beginnt 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/aus-2014-13/main
Ankuft und Besuch eines Museums, 1984 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-14
Kontakt im Hotel Sacher 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-15
Veronika klärt auf – Lebensgefahr 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-16
Der Untergrund 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-17
Die Rückkehr ins normale Leben und eine erstaunliche Entwicklung
2080 / 2043 http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-18
Wei Liu lernt seinen Nachfolger kennen 2043
http://steppenhund.twoday.net/stories/752348316-19
Eine große Überraschung 2080
http://steppenhund.twoday.net/stories/931538502

Werbung in nicht eigener Sache

[Von mir gibt es derzeit nichts Neues zu berichten. Ich bin arbeitsmäßig leicht überlastet. D.h. selbst mir wird es momentan streckenweise zu viel.]
Aber auf die Veranstaltung meiner Tochter möchte ich doch hinweisen. Das letzte Mal geschah das ja relativ kurzfristig und auch diesmal wird der nächste Dienstag nicht unbedingt ein realisierbarer Zieltermin sein. Doch gibt es dafür jetzt zu berichten, dass sich die „Therapeutische Schreibwerkstatt“ gut eingeführt hat und bei den Teilnehmern allgemein Anklang findet.
Also hier ist der neuerliche Einladungstext:

Einladung zu, bzw. Erinnerung an unsere nächste:
Therapeutische Schreibwerkstatt
Sie findet am Di. den 23.10. statt, von 19:00-21:00 Uhr.
Wer hat ihn noch nicht? – Unser Folder ist endlich da! Ihr findet ihn
im Anhang und druckfrisch bei unserem nächsten Treffen!
Das Ziel unserer Kurse ist, sich schreibend selber besser kennen zu
lernen und Lösungsansätze zu erarbeiten, die wir auch im Alltag
umsetzen können.
Gemeinsam bringen wir unsere Fähigkeiten als Kunsttherapeutin (Silke)
und Business Coach (Natty) ein, um mit euch Spaß am
Schreiben und an Selbsterfahrung zu haben.
Die Therapeutische Schreibwerkstatt ist ein offener Kurs, der zwei Mal
im Monat stattfindet, jeweils am 2. und 4. Dienstag um 19:00-21:00.
Eine Einheit kostet pro Person 25 Euro.
Um einen tieferen Einblick in die reichhaltige Materie zu bieten und
auch, um sich die eigene Entwicklung deutlicher zu machen, empfehlen
wir den Besuch von mindestens drei Einheiten. Daher bieten wir bei
Buchung von drei Einheiten diese zum vergünstigten Preis von Euro 70
an. (Der mögliche Zeitrahmen zur Konsumierung der gebuchten Einheiten
beträgt 6 Monate).
Ort: Institut Inbale: 1120 Wien, Hohenbergstrasse 44/1/4 (erreichbar
öffentlich u.a. mit 8A ab Philadelphiabrücke bis Gatterhölzl oder 63A
ab Meidlinger Hauptstraße bis Gatterhölzl)
Wir bitten um Zusagen bis jeweils am Freitag vor dem Kurstermin.
Silke: 0680 5058329 oder Natalia: 0680 3232436
Wir freuen uns schon auf Euch!
liebe Grüße
Silke und Natalia

Mag. phil. Silke Schön, Kunsttherapeutin
Mag. iur. Natalia Hartmann, Business-Coach, Autorin, Künstlerin
Institut INBALE
Am Tivoli
Hohenbergstrasse 44/1/4
1120 Wien

unvollständige Erzählung

Offensichtlich fange ich an, mich zu erholen. Langsam fliegen mir wieder neue Vorstellungen zu.
Zweite Erde
(der Titel müsste geändert werden, den gibt es nämlich schon)
Skizze zu einer Geschichte


Es gibt eine berühmte kleine Kirche (inspiriert durch Kotor), in der sich unbeschreibliche Kunstwerke befinden sollen. Man muss zu Fuss hinauf, wobei man ca. einen Kilometer durch einen ziemlich steilen Tunnel gehen muss. Der ist beleuchtet, doch der Aufstieg ist sehr beschwerlich.
Oben gibt es Führungen, wobei interessanterweise die Führerin zuerst um die Kirche herumführt, da sich auch auf der Außenseite eindrucksvolle Skulpturen und Mosaike befinden. Eine Gruppe mit der Erzähler geht aber ohne Führung gleich in die Kirche, wo sich an den Wänden eine merkwürdige Variation der Passionsgeschichte befindet. Die Bilder zeigen alle unterschiedliche Geschehnisse aus der Geschichte der Menschheit, wobei das Leid im Vordergrund steht. Die Bilder haben eine besondere Eigenschaft. Sie verändern sich in Slow-Motion, wie wenn man einen Film Bild für Bild ablaufen sähe.
Die einzelnen Stationen führen historisch geordnet in die heutige Zeit. Syrien, Ukraine und eine Szene aus Tibet stellen die letzten Stationen dar. Als sich die Gruppe vor der letzten Station befindet, sieht der Erzähler, wie seine Begleiter nach und nach „aufgelöst“ werden. Sie verschwinden. Er flüchtet zur Tür und kann gerade noch die Kriche verlassen, während die Führerin mit dem Rest der Gruppe in die Kirche eintritt.
Sie bemerkt sein Entkommen und spricht etwas in ein Funkgerät. (Dieser Teil der Geschichte wird erst später fortgesetzt, die Flucht des Erzählers und seine Recherchen und seine Wiederkehr in die Kirche.)
Er kommt vorläufig zuhause an und versucht diejenigen zu erreichen, die er selbst persönlich in der Gruppe gekannt hat. Es stellt sich heraus, dass er niemand erreichen kann. Als er bei den Telefongesellschaften anruft, erfährt er, dass niemand von denen einen Anschluss gehabt hat.
Er geht zum Arbeitsplatz eines Bekannten, der dort aber vollkommen unbekannt erscheint.
Weitere Versuche ergeben, dass niemand von denen, mit denen er in der Kirche war, je gelebt zu haben, scheint.

Er hat eine schwere Krise und lässt sich in eine Klinik für Geisteskranke einweisen. Er weiss, dass ihm niemand die Existenz seiner Freunde glaubt, bzw. glauben kann, denn es gibt keine Spuren von ihnen. Er kommt daher zu der Überzeugung, dass er halluziniert. Da er sich selbst sehr vernünftig aufführt, kann er seinen behandelnden Arzt seinen Verdacht auf Halluzination so glaubhaft schildern, dass er entsprechend behandelt wird. Allerdings kann der Arzt aufgrund einiger Tests feststellen, dass es keine Halluzinationen sein dürften. Daher entlässt er den Patienten mit dem Hinweis, sich selbst nichts daraus zu machen aber die Geschichten für sich zu behalten.

Er kehrt in sein normales Leben zurück, verwendet aber einige Energie darauf, die Besuche in die Kirche zu untersuchen. Es gelingt ihm, einige Personalien festzustellen. Er stellt fest, dass die Daten dieser Personen ungefährt zwei Stunden nach Abmarsch in den Tunnel verblassen. Nicht alle Daten gleichzeitig. Doch im Zeitraum von einer Viertelstunde sind alle Daten, die er vorher festgestellt hat verschwunden. Notizen, die er sich gemacht hat, verblassen nach ungefähr einem halben Tag.
Er fotografiert seine Notizen, doch selbst die Fotos verschwinden.
Er sucht sich Zeugen, die das Verschwinden der Notizen bemerken, doch dieselben finden eine ganze Reihe von Gründen, warum die Bilder verschwinden und wundern sich nicht.

Eines Tages legt er sich zum Schlafen nieder und wacht in einer fremden Umgebung auf. Ein anderer Raum, fensterlos, – nicht abgeschlossen. Er verlässt ihn, um die Umgebung zu erkunden. Als er über Treppen hinuntergeht, erreicht er eine Tür, die ins Freie führt. Er sieht eine Stadt mit lockerem Aufbau ohne Hochhäuser und mediterranem Anstrich. Es gibt Straßen, doch keine Autos oder andere maschinell betriebenen Fahrzeuge. Er weiß nicht, wo er hin soll. So macht er sich auf den Weg in die Richtung, in der er das Zentrum vermutet. Als er aus dem Haus kam, hatte er niemanden anderen sehen können. Nach ein paar Straßenkreuzungen, sieht er die eine oder andere Person, die ihn aber nicht zu bemerken scheinen.
Nach einiger Zeit bemerkt er jedoch, dass ihm jemand zu folgen scheint. Er kennt die Person. Es ist die Führerin, die damals beim ersten Kirchenbesuch, die Menschen herumgeführt hat.
P.S. Diese Geschichte hat nichts mit dem Buch zu tun, dass ich zu schreiben gedenke.

aus 2041-13

Die Geschichte nimmt Fahrt auf.
Hartmut war überrascht. Peter hatte ihn gerade gefragt, wieso er nach Alt-Wien wolle. Woher wusste er das? Hartmut beschloss vorsichtig zu sein. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass in diesen Städten niemand mehr wohnt. Das ist doch wertvoller Wohnraum. Ich habe ja sonst nichts zu tun. Vielleicht fällt mir etwas aus, was man nützen kann. Vielleicht gibt es auch Leute hier, die lieber in einer Stadt wohnen.“ Peter nickte bedächtig. „Ich wundere mich nur über deine Energie. So ein Trip kann anstrengend werden. Die Bahn führt nur bis zu den alten Bahnhöfen, den Rest wirst Du zu Fuss machen müssen.“ – „Und wie sieht es mit Fahrrädern aus? Die hat man doch früher bekommen.“ Peter meinte nur: „Keine Ahnung, ich war ja noch nicht dort. Aber die müssten ja schon alle verrostet sein. Aber Du wirst es erforschen.“
Hartmut wollte noch eines wissen: „Woher weißt Du überhaupt davon? Ich habe dir das doch noch nicht erzählt, wollte ich gerade heute machen.“ Peter lächelte nachsichtig: „Habe ich im Büro erfahren. Du bist dort das Tagesgespräch. Es kommt nicht oft vor, dass jemand in eine alte Stadt will, es sei denn für einen Abenteuerurlaub. Aber so schätze ich dich nicht ein.“ Hartmut beschloss, nicht näher darauf einzugehen.
Es dauerte ein paar Tage, bis er auf seinem Bildschirm eine Mitteilung bekam. „Hier sind ihre Codes, die sie für den Besuch von Alt-Wien benötigen werden.“ Es fiel auf, dass hier nicht das Wort Genehmigung aufschien. Es wäre überhaupt zu erkennen gewesen, – wenn man darauf geachtet hätte – dass Worte wie Verbote oder Genehmigungen nie mehr verwendet wurden. Es gab „wir raten Ihnen ab!“ oder eine Mitteilung wie die vorliegende. Zu den Codes gab es noch Angaben. „Zu verwenden beim Verlassen ihres Hauses.“, „Reiseverbindung Center-3 Alt-Wien“, „Reiseverbindung Alt-Wien Center-3“. Das war ja schön. Er würde wieder nach Hause kommen. Ohne jeden nachhaltigen Grund wertete er den dritten Code als eine Art Versicherung. Er würde nicht zu denen gehören, über die sich die Nachbarn manchmal wunderten, weil sie verschwunden waren.
Was sollte er mitnehmen? Jetzt wo es nicht nur den Wunsch gab sondern eine konkrete Reisevorbereitung getroffen werden musste, gab es plötzlich eine Reihe von Fragen. Er versuchte etwas über den Computer herauszubekommen. Das war richtig, es gab komplette Reisebeschreibungen mit Listen, was mitzunehmen wäre. Die Listen enthielten unter anderem: Mineralwasser zwei Liter pro Reisetag, Schlafsack, Notproviant, Münzen für Automate, Taschenlampen. Es wurde abgeraten größere Geldbeträge mitzunehmen allerdings darauf hingewiesen, dass jeder Einkauf nur bar bezahlt werden konnte. Die Kleidung sollte warm und praktisch sein. Man würde entweder auf dem Hauptbahnhof oder auf dem kleineren Westbahnhof ankommen. Beide waren vom Zentrum ungefähr gleich weit entfernt. Die Distanz Westbahnhof – Hauptkathedrale war mit 35 Minuten angegeben. Das betraf die Fussstrecke. Dazu gab es noch eine Warnung: Vorsicht beim Umgang mit Leuten, die vorgeben, die Stadt zu kennen. Es gab Gruppenarrangements, doch Hartmut wollte ja auf eigene Faust forschen. Er war schon fast soweit, das Unternehmen aufzugeben, dann erinnerte er sich an Valeries Worte: Wissen Sie, ich werde in einem Jahr sterben.
Wer sollte denn ihm etwas tun? Es gab keine Verbrechen mehr, zumindest konnte er sich an kein einziges erinnern. Der Mensch starb an Krankheiten, bei einem Verkehrsunfall und weil er gerade im Einzugsbereich einer Naturkatastrophe war. Er verscheuchte die Gedanken, die ihm Angst eingeflößt hatten und plante am kommenden Sonntag zu starten. Wieso es gerade ein Sonntag sein sollte, hätte er nicht sagen können. Es fühlte sich irgendwie richtig an.
Er benötigte eine halbe Stunde bis Center-3. Der Zug nach Alt-Wien fuhr in einer Stunde, Ankunftsbahnhof Wien-Westbahnhof. Der Zug war halb leer. In seinem Abteil war ein Mann um die vierzig, in einen sportlichen Anzug gekleidet mit einer Tasche, die man früher als Pilotenkoffer bezeichnet hätte. Es war unüblich, mit Leuten, die man nicht kannte, ein Gespräch anzufangen. Doch die ganze Reise war unüblich. „Entschuldigen Sie, dass ich frage. Fahren Sie auch das erste Mal nach Alt-Wien?“ – Hartmut war überrascht, wie freundlich der andere antwortete.
„Wenn Sie auch sagen, kann ich daraus schließen, dass es für Sie das erste Mal ist. Ich fahre regelmäßig. Die Stadt erhält sich zwar selbst, doch ab und zu kommt es zu Problemen, mit denen die Maschinen überfordert sind. Ich bin defacto der ‚Stadt-Besorger‘.“ Er lächelte: „Und warum fahren Sie nach Alt-Wien?“ Hartmut traute sich nicht zu sagen, um Recherchen durchzuführen. „Man hat mir gesagt, dass es eine einzigartige Erfahrung sein soll, eine Stadt von früher zu sehen.“ – „Ja. Alt-Wien hat einen großen Reiz. Wussten Sie, dass diese Stadt als die lebenswerteste auf der ganzen Welt klassifiziert wurde?“ – „Nein, wo steht das?“ – „Es wird von Stadtbesorger zu Stadtbesorger überliefert. Ich bin der vierte amtliche Stadtbesorger, seit die Stadt leer steht.“
Das war eine gute Gelegenheit, um zu fragen: „Und wissen Sie auch, warum die Stadt jetzt leer steht, wenn sie so beliebt war?“ Der Mann war nicht verlegen: „Schauen Sie, wo die Leute jetzt wohnen. Bessere Infrastruktur, neue Wohnungen und nur in den Innenstädten gibt es den Anspruch auf Grundgehalt. Das hat viele aus der Stadt getrieben, besonders die Armen. Und die Reichen wollten sowieso lieber am Land ein Anwesen haben. Wenn nichts los ist, wandern die Geschäfte ab. Es hat nicht einmal eine Generation gedauert und die Stadt war leer.“ – „Wann war denn das?“ – „Nun, es muss um 2055 gewesen sein.“
Hartmut dachte nach: „Und bei den anderen Alt-Städten war es genauso?“ – „Ganz genauso. Nur in Südamerika und in China hat es länger gedauert. Dort hat man die bestehenden Alt-Städte in Innenstädte umgebaut. Bezirk für Bezirk.“
„Gibt es denn überhaupt noch jemanden, der in Alt-Wien wohnt.“ – „Ja gibt es, aber Sie werden sie nicht zu Gesicht bekommen. Sehr scheu. Sie vermeiden jeden Kontakt mit Leuten wie Ihnen. Und Innenstädtler kommen sowieso nicht her.“
„Wir sind übrigens gleich da. Hütteldorf. Jetzt kommt Penzing und dann heißt es aussteigen.“ –
„Werde ich Sie noch einmal sehen.“ – „Das ist unwahrscheinlich. Außer Sie machen eines meiner Maschinchen kaputt und warten solange, bis ich komme es zu reparieren. Aber ich gebe Ihnen meine ID, Sie können nach mir an jedem Terminal fragen.“
Der Zug hatte angehalten. „Auf Wiedersehen, viel Spass bei der Entdeckungsreise!“
„Auf Wiedersehen“ Hartmut fand die Abschiedsworte sonderbar. Sie hatten etwas spöttisch geklungen. Vielleicht hatte er sich das aber nur eingebildet.

Aus 2014/20

Die Inhalte der früheren Teile finden sich dort.
Es waren zwei Monate vergangen, in denen sich nichts Außergewöhnliches ereignet hatte. Hartmut hatte seine Erlebnisse in Alt-Wien etwas verdrängt. Er kümmerte sich um den Garten – gemeinsam mit seiner 20 Jahre jüngeren Frau und unternahm wenig außerhalb des Hauses und Garten.
Da trat eine unerwartete Veränderung ein, welche noch große Folgen haben sollte. Von einer seiner letzten Reisen war Peter nicht zurückgekommen. Im Allgemeinen war er nicht länger als vier Tage fortgeblieben, jetzt aber waren es schon zwei Wochen. Hartmut machte sich keine übermäßigen Sorgen, denn seit dem letzten Kontakt über den Infoautomaten in Alt-Wien hatte er Peter nur ganz selten von der Ferne gesehen und sich nicht mehr direkt mit ihm unterhalten.
Hartmut war allerdings sehr überrascht, als er ins Haus trat und seine Frau Tränen in den Augen hatte. „Peter is tot. Mit einem Flugzeug abgestürzt.“ Peter, der Nachbar, war auch der Bruder von Hartmuts Frau. Sie hatte offensichtlich eine Verständigung erhalten. Hartmut dachte in diesem Augenblick nicht daran, dass Flugzeugabstürze fast immer gesteuert waren. Vor allem waren in einem Flugzeug ja viele Passagiere und daher musste man den Absturz nicht gerade mit Peter in Verbindung bringen.
Marina hatte allerdings noch mehr Informationen. Sie bedeutete Hartmut, ihr in den Garten zu folgen. Dort saßen sie nun auf einer Gartenbank, in die Buchstaben eingeritzt waren. xyzzy. „Sie haben ihn entdeckt. Er hätte mehr über dich preisgeben sollen, als er tat. Es wäre besser gewesen, wenn er nicht verschwiegen hätte, dass Du dich mit Veronika getroffen hast.“ Hartmuts Gesicht war ein einziges Fragezeichen. Vorerst konnte er keine Verbindung der Buchstaben mit Peter herstellen. Er erinnerte sich nicht einmal an die Dinge, die ihm Veronika zuletzt mitgeteilt hatte. „Es ist sehr schwer, für das System zu arbeiten und gleichzeitig dagegen zu agieren.“
„Kannst Du mir bitte erklären, was Du meinst?“ Hartmut war ziemlich ratlos. „Sagen dir denn die Buchstaben gar nichts?“ Plötzlich ging Hartmut ein Licht auf. „Sie sagen mir schon etwas, aber was haben sie auf unser Gartenbank verloren?“
„Die Buchstaben sind der Code für eine Kontaktaufnahme. Die hätte im Bedarfsfall durch mich erfolgen sollen.“ Hartmut schaute seine Frau verblüfft an. Die attraktive, aber bis jetzt intellektuell unauffällige Hausfrau sollte eine Frau aus dem Untergrund sein. Und wie weit war da Peter involviert. Er musste nicht fragen. „Peter hätte natürlich auch Kontakt aufnehmen können, doch er musste viel vorsichtiger sein. Denn schließlich war er in das System komplett eingegliedert. Es ist klar, dass das System seine Mitarbeiter überwacht. Er hatte auch eine sehr hohe Einstufung. Die hat ihn aber nicht davor bewahrt, entdeckt zu werden. Vielleicht gab es einen anderen Grund für die Entdeckung. Aber es scheint mir so, dass sie aufmerksam geworden sind, weil er über dich nichts preisgegeben hat.“
Hartmut schüttelte den Kopf. „Aber was hätte er den preisgeben sollen?“ – „Einfach den Umstand, dass Du in der Barawitzkagasse 10 warst. Schließlich hast Du ja erlebt, wie schnell ihr von dort verschwinden musstet.“ Hartmut war noch ungläubig. „Aber wieso weißt denn dann Du davon?“ – „Peter hat es mir erzählt. Vor mir brauchte er keine Geheimnisse haben. Aber er hat nicht geahnt, dass sie so schnell handeln würden. Sonst hätte er sich ja in den Untergrund flüchten können. Ein klare Fehleinschätzung.“
Obwohl Hartmut schon vermuten konnte, was „schnell handeln“ heißt, fragte er nach: „Und Du meinst, dass sie ihn umbringen wollten?“
Marinas Gesicht wurde ganz grau. „Natürlich. Es ist ihre Arbeitsweise. Steigt ein Risiko über eine gewisse Grenze, werden die betroffenen Personen eliminiert. Sie konnten Peter ja nicht anweisen, sich selbst umzubringen.“
„Was bedeutet denn das schon wieder?“
Marina erklärte es ihm. Sie beziehungsweise das System bevorzugten sehr selektive Exekutionen. Die waren ohne Mithilfe möglich, wenn beispielsweise ein Fahrer allein in einem Auto sass. Andernfalls benötigte man Attentäter. Die Attentäter wurden mit allem versorgt, was sie benötigten. Interessanterweise kam es bei den betroffenen Opfern nie zu einer Verfolgung der Täter. Die Attentäter wurden sorgfältig ausgesucht und auf Loyalität und benötigte Kaltblütigkeit getestet. „Peter war ein major executor. Er war für die besonderen Fälle zuständig. Er wurde in Südamerika eingesetzt, vor allem in den Drogenkreisen. Keine ungefährliche Arbeit, aber er war einer der Besten. Wahrscheinlich hat er gedacht, dass sie seine Verdienste anrechnen würden.“ Sie machte eine Pause. „Im Übrigen habe ich dir das nie erzählt und Du weißt auch nichts über den Beruf von Peter. Würdest Du dich verraten, blüht dir und mir das gleiche Schicksal. Deswegen reden wir auch nicht im Haus drüber. Es ist anzunehmen, dass alles überwacht wird.“
Hartmut fühlte, wie er den Boden unter den Füßen verlor. Hatte er einen Schlaganfall oder war es nur eine vorübergehende Schwäche?

Umzug

In Kürze wird dieses Blog keine neuen Artikel mehr aufweisen sondern sie werden unter Umzug zu finden sein.
Da ich die Aktion nicht konzertiert durchführen kann, (also innerhalb eines kurzen Zeitraums) werde ich einige Zeit parallel fahren, und den obigen Link jeweils angeben.
Einige der Features, die mich ursprünglich an Twoday begeistert haben, haben aufgrund der etwas laschen Maintenance der Plattform ihre Anziehungskraft verloren. Aus diesem Grund bin ich auch nicht bereit, etwas für einen größeren Datenraum zu bezahlen. Mir ist nicht um die 5 € schade, sondern ich will einfach keine Unterstützung leisten, wenn mit bestimmten Problemen nicht professionell umgegangen werden kann.
Ich glaube zwar, dass mir nicht alle Leser folgen werden, vor allem die nicht, die nur zufällig immer wieder auf dieses Blog stoßen, doch das Auswechseln eines Lesezeichens wird für die meisten kein technisches Problem darstellen:)

# 11

Mein Gott, ich habe heute wieder einen Schädel. Das darf ja nicht wahr sein. Was war denn da gestern eigentlich los? Das Lokal war ja wirklich super. Das gibt es wohl auch nicht so häufig, einen kleinen Laden in Leipzig (Absintheria), der so große Wirkung erzeugt. Das letzte Mal, zu Silvester 2010, war das anders. Nette Unterhaltung, Mords Spass und die Verkostung von vielleicht drei, maximal vier hochprozentige Absinthen.
Und heute ist es nicht auszuhalten. Dabei war das gar kein Absinth gestern, sondern Martini und Cinzano. Na gut, der Ausgangsstoff ist derselbe: Thujon, ein Öl was in Artemisia absinthium vorkommt. Also doch Absinth, oder?
Eigentlich sollte dann ja auch im Martini Absinthin vorhanden sein. Von der Appetitanregung habe ich nichts bemerkt, das mit der Verdauungsförderung scheint hin zu hauen. Sch….Wermut, im wahrsten Sinne des Wortes. Goethe hätte wahrscheinlich noch Schwermuth geschrieben. Aber ich sage gleich eines: umbringen werde ich mich deswegen nicht. Wichtig ist nur, dass ich den Schmerz loswerde. Naja, mit 600mg Ibuprofen wird es schon werden.
Aber eines weiß ich: das nächste Mal trinke ich nur mehr Absinth, nicht das schwache Zeug, das man dann erst recht in zu großen Mengen runterschüttet. Erinnert mich an ein Besäufnis in Krasnodar, wo die Bar nur mehr Amaretto zur Verfügung hatte. Das war am nächsten Morgen auch kein Kinderspiel. Aber von Schwermut war nichts zu merken.
Na gut, richtig schwermütig wird man auch vom Sch…Wermut nicht. Vor allem, wenn so nette Mädels dabei waren.
Das hier ist mein Beitrag zum Projekt *.txt auf neonwilderness. Es geht um das 11. Wort.




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