Archive for the ‘Politik’ Category

Fragestellungen

Jetzt beginne ich mir langsam Fragen zu stellen:
Was ist schlimmer?
Kinderpornografie oder Wiki-Leaks?
Der türkische Botschafter oder ein Verfassungsbruch?

kann beliebig fortgesetzt werden.
Schocktiefsttemparaturen [Anm. -2 Grad] oder globale Erwärmung?
Ich orte da den Ausbruch eines weltweiten Krieges, der über Wirtschaft und Desinformation von teilweise unbekannten Parteien geführt wird.
Der Stil der Propaganda und die Vorgehensweise erinnern man sehr stark an Goebbels. Ich kann mir vorstellen, dass der gerne mit den Hilfsmitteln der heutigen Zeit agiert hätte.
persönliche Meinung:
Die meisten Fragen werden mit der Zeit irrelevant. Doch die Klimafrage wird sich verschärfen. Unsere Enkelkinder werden einmal nicht fragen: „Wieso habt ihr Hitler nicht gestoppt, wieso habt ihr bei der Judenverfolgung die Augen zugemacht?“ sondern sie werden fragen:
„Warum habt ihr sie unsere Erde zerstören lassen?“

Zeitungspapier

Wie man aus manchen meiner Einträge entnehmen konnte, bin ich mit dem Standard nicht wirklich mehr zufrieden und ich denke daran, das Abonnement abzubestellen. Gelegentlich scherze ich und meine, dass ich ihn nur wegen der Schachseite im Album beziehe, die ich Samstags beim Frühstück genieße. (Ich kann sonst alles online lesen und in der Firma liegt er auch auf.)
Heute beim Frühstück bin in allerdings über folgenden Artikel gestoßen, der mir großes Vergnügen bereitet hat:
http://derstandard.at/1277338803865/Salzburger-Festspiele-Ein-Objekt-Jedermanns
Es geht nicht um einen Buhlen, der seiner Lust ungehinderten Lauf verschafft. Nein. Die Mutter Jedermanns beklagt es. Es geht um den Unruhefaktor „lediger Mann“ . Das immerhin ist wirklich mittelalterliche Katholizität. Der lange Weg der Zivilisierung des Mannes erfolgte über die Monogamisierung und deren Verrechtlichung in den kirchlichen Ehegesetzen. Das beschreibt auch den langen Weg der Zivilisierung in den europäischen Kapitalismus. Die Versammlung des Vermögens auf rechtlich anerkannte Erben von einer jeweils einzigen Frau und der Ausschluss der Priester aus einer solchen Erbmöglichkeit durch das Zölibat.
Es geht im Artikel mehr um die Buhlschaft als um den Jedermann. Aber der obige Abschnitt hat mich wirklich schmunzeln lassen. Ich empfinde auch den Hype um Jedermann als Salzburg-typisch, warum ich Salzburg Stadt mitsamt seinen Festspielen ja gerne an Bayern abtreten würde.
Ich mag Hugo von Hofmannsthal. In einer gewissen Weise ist der Jedermann auch eine geniale Schöpfung. Ein Dichter der folgenden Zeilen
Die Sonne sinkt den lebenleeren Tagen
Und sinkt der Stadt vergoldend und gewaltig,
So wie sie sank der Zeit, die viel zu sagen
Und viel zu schenken hatte, vielgestaltig.
Und Schatten scheint die goldne Luft zu tragen
Versunkener Tage, blaß und zartgestaltig,
Und alle Stunden, die vorübergleiten,
Verhüllt ein Hauch verklärter Möglichkeiten.

versucht sich erfolgreichst an der Löwingerbühne und gründet eine Institution, die vielleicht nur mehr vom Klatschen zum Radetzkymarsch* anlässlich des Neujahrskonzert übertroffen wird.
Das ist beste Handswerkskunst des Theaterautors.
Vor Marlene Streerowitz, die den Artikel geschrieben hat, ziehe ich meinen Hut.


Beim Waldbühnenkonzert in Berlin klatschen die Leute auch begeistert bei der Berliner Luft mit, die mittlerweile zum Militärmarsch mutiert ist. Allerdings stammt das Original von der Operette Frau Luna von Paul Lincke, die noch gar nichts Militärisches an sich hat.

Deppen in der Regierung

Im vorigen Beitrag erwähnte ich in den Kommentaren, dass offensichtlich nur Deppen die richtige Sprache sprechen, um vom mehrheitlich aus Deppen bestehenden Volk gewählt zu werden.

In Österreich soll jetzt das Budget verfassungswidrig erst nach dem Abhalten der Wiener Landtagswahl abgehalten werden. Es ist mir scheißegal, was da für Ausreden vorgehalten werden. „Die Situation ist so schwierig!“
Wenn demokratisch gewählte Regierungsvertreter sich derart über die Verfassung hinweg setzen, dürfen sie sich auch nicht beschweren, wenn auch die Kärntner Landesregierung Sprüche des obersten Gerichtshof ignoriert.

Für mich bedeutet es, dass Kanzler und Vizekanzler gleichermaßen an Vertrauen verlieren und als unfähige Parteiapparatschniks bezeichnet werden wollen.
Schon traurig!

Was machen die dann, wenn’s wirklich ernst wird?

ohnmächtig

Vielleicht täten sie sich’s ja wünschen,
Aber wollen haben sie nicht gekonnt.
(Über ein Land, welches demographisch aussterben wird. Die gescheiten Leute gehen ins Ausland, die Dummen und Unfähigen bleiben im Land. Dann gibt es noch die, welche zu alt sind, um sich noch selbst verpflanzen zu wollen. Die junge Politik ist hilflos und richtet mehr Schaden als Nutzen an.)

Glücksspielverbot

Momentan laufen die Befürworter der einarmigen Banditen gerade Sturm gegen die Einschränkungen, die von den Ländern oder vom Bund 2019 erlassen werden.
Verbote bringen ja bekanntlicherweise nichts.
Ich hätte eine andere Lösung:
Ähnlich wie bei Bankomaten werden an den Glücksspielautomaten Kameras angebracht, welche ein Portraitfoto der SpielerInnen aufnehmen.
Werden die Kameras verklebt, so haftet der Lokalbesitzer. Der Apparat wird eingezogen und es gibt eine Geldstrafe.
Im weiteren werden die aufgenommenen Bilder in einer Kartei festgehalten. Diese Kartei steht den Auszahlungsstellen von Familienbeihilfe, Ausgleichszulage und Arbeitslosengeld zur Verfügung.
Hier wird nur mehr ausgezahlt, wenn die Person nicht in der Kartei enthalten ist. Als Ausweichlösung werden die Beträge an Familienangehörige ausgezahlt und zwar solange bis kein neuer Karteieintrag für ein Jahr erscheint.
Gleichzeitig werden die betroffenen Familien auf Gewalttätigkeit in der Familie besonders aufmerksam beobachtet. (Frauen, Kinder)

MIch regt es ja ziemlich auf, wenn das Rauchverbot mittlerweile so penetrant zur Schau gestellt wird wie beispielsweise in einem Hotel am Flughafen Mailands. Auf jedem Schloss zu den Zimmern prangt ein Rauchverbotszeichen – eingraviert in Messing.

Wenn das Rauchen schon so schlimm ist, so ist es das Glückspiel noch viel mehr.
Eine ähnliche Möglichkeit bieten ja die Spielkasinos, bei denen sich Spieler freiwillig sperren lassen können. Aber der einarmige Bandit ums Eck verschlingt das Abendessen der Kinder ab dem 20. eines jeden Monats.
Aber Lauda hat ja nichts zu verschenken. Der trägt sein Novomatic-Kapperl mit Stolz.

Gescheite Beiträge

Rund um die Pseudodiskussion über Genies bin ich jetzt auf ein echtes gestoßen. Der entsprechende Mann ist aber in Vergessenheit geraten, obwohl sogar John Maynard Keynes von seinen Gedanken begeistert war:
Es empfiehlt sich diesen Artikel bis zum Schluss zu lesen.

Skandale

und Skandälchen…
Das es Interessensgruppen gibt, die an Skylink (dem Flughafenausbau) nichts Gutes finden wollen, ist nichts Außergewöhnliches. Schließlich gibt es bei solchen Projekten immer welche, die nicht zum Zug gekommen sind. Und die ätzen dann nachträglich. (Tatsächlich könnte ich als unmittelbar betroffener Zeitzeuge etwas über die Ausschreibungen – oder zumindest eine – erzählen, doch das Thema ist abgehakt.) Dass die Baukosten stark angestiegen sind, hängt wohl mit der Praxis zusammen, dass nur der Billigste den Zuschlag bekommt. Dass man um den angebotenen Preis nicht liefern kann, ist kein Problem, weil bereits bei der Vergabe klar gemacht wird, dass spätere Erhöhungen einfach vom Kunden toleriert werden, sofern der „richtige“ Anbieter gewonnen hat.
Das alles ist nicht mehr der Rede wert. Was ist 1 Milliarde € gegen 42 Milliarden €, die gerade ein Nebenprodukt von derzeit laufenden Prozessen sind – betreffend Hypo Alpe Adria.
Nun gibt es selbst beim besten Projekt kleinere Unstimmigkeiten. Nichts kann perfekt sein.
Was mich allerdings an den Rand der Weißglut treibt, sind die Dementis.
http://noe.orf.at/news/stories/2541268
Die Beanstandungen von zu wenigen Toiletten haben schon einmal einen Architekten zum Selbstmord getrieben. Doch das war vor 100 Jahren. Das wird heute auch gar nicht mehr verlangt.
Das aber der zuletzt stattgefundene Ausfall des Türsicherungssystems anlässlich eines Stromausfalls laut heutigem Bericht auf den Ausfall einer Tür reduziert-dementiert wurde, ist eine solche Frechheit, dass man sich fragt, wie für blöd einen die Leute halten.

Aber ich habe eine andere Beanstandung zu vermelden, eine bei der ich sicher die Zustimmung vieler Menschen habe, die davon betroffen sind:
es geht um den Ankunftsbereich, in den man kommt, wenn man Gepäckausgabe und Zoll passiert hat. Dieser Ankunftsbereich ist nicht in einer Form gestaltet, die die Aufnahme der erwartenden Menschen bewältigt. Stattdessen erstrecken sich die Menschenmassen mit den Schildern „Hr. XY von Firma Z“ noch kilometerweit in Richtung Ausgang. An denen muss der nicht Abgeholte auch vorbei. Ich gebe zu, die Kilometer sind übertrieben, es sind vielleicht nur 20 Meter. Aber die fehlende Berücksichtigung einer größeren Empfangshalle, wie sie ja ursprünglich existiert hat, lässt nur einen Schluss zu: Die Architekten waren Scheisse. Ohne Wenn und Aber. Es gibt ein Prinzip: form follows function. Dies wurde hier eindeutig verletzt.
Und das passt so gut zu dem gesamten Ausbau „Skylink“, dass man sich eigentlich gar nicht mehr aufregen dürfte. Das ist der architekturgewordene Beweis österreichischer Vetternwirtschaft, Packelei und korrupter Abwicklung.
In zwanzig Jahren wird es vielleicht einen Untersuchungsausschuss geben, bei dem sich dann die Beteiligten alle nicht mehr erinnern können, was damals war. Und in dieser Form von Untersuchungsausschüssen sind wir ja Weltmeister.

Skandale

und Skandälchen…
Das es Interessensgruppen gibt, die an Skylink (dem Flughafenausbau) nichts Gutes finden wollen, ist nichts Außergewöhnliches. Schließlich gibt es bei solchen Projekten immer welche, die nicht zum Zug gekommen sind. Und die ätzen dann nachträglich. (Tatsächlich könnte ich als unmittelbar betroffener Zeitzeuge etwas über die Ausschreibungen – oder zumindest eine – erzählen, doch das Thema ist abgehakt.) Dass die Baukosten stark angestiegen sind, hängt wohl mit der Praxis zusammen, dass nur der Billigste den Zuschlag bekommt. Dass man um den angebotenen Preis nicht liefern kann, ist kein Problem, weil bereits bei der Vergabe klar gemacht wird, dass spätere Erhöhungen einfach vom Kunden toleriert werden, sofern der „richtige“ Anbieter gewonnen hat.
Das alles ist nicht mehr der Rede wert. Was ist 1 Milliarde € gegen 42 Milliarden €, die gerade ein Nebenprodukt von derzeit laufenden Prozessen sind – betreffend Hypo Alpe Adria.
Nun gibt es selbst beim besten Projekt kleinere Unstimmigkeiten. Nichts kann perfekt sein.
Was mich allerdings an den Rand der Weißglut treibt, sind die Dementis.
http://noe.orf.at/news/stories/2541268
Die Beanstandungen von zu wenigen Toiletten haben schon einmal einen Architekten zum Selbstmord getrieben. Doch das war vor 100 Jahren. Das wird heute auch gar nicht mehr verlangt.
Das aber der zuletzt stattgefundene Ausfall des Türsicherungssystems anlässlich eines Stromausfalls laut heutigem Bericht auf den Ausfall einer Tür reduziert-dementiert wurde, ist eine solche Frechheit, dass man sich fragt, wie für blöd einen die Leute halten.

Aber ich habe eine andere Beanstandung zu vermelden, eine bei der ich sicher die Zustimmung vieler Menschen habe, die davon betroffen sind:
es geht um den Ankunftsbereich, in den man kommt, wenn man Gepäckausgabe und Zoll passiert hat. Dieser Ankunftsbereich ist nicht in einer Form gestaltet, die die Aufnahme der erwartenden Menschen bewältigt. Stattdessen erstrecken sich die Menschenmassen mit den Schildern „Hr. XY von Firma Z“ noch kilometerweit in Richtung Ausgang. An denen muss der nicht Abgeholte auch vorbei. Ich gebe zu, die Kilometer sind übertrieben, es sind vielleicht nur 20 Meter. Aber die fehlende Berücksichtigung einer größeren Empfangshalle, wie sie ja ursprünglich existiert hat, lässt nur einen Schluss zu: Die Architekten waren Scheisse. Ohne Wenn und Aber. Es gibt ein Prinzip: form follows function. Dies wurde hier eindeutig verletzt.
Und das passt so gut zu dem gesamten Ausbau „Skylink“, dass man sich eigentlich gar nicht mehr aufregen dürfte. Das ist der architekturgewordene Beweis österreichischer Vetternwirtschaft, Packelei und korrupter Abwicklung.
In zwanzig Jahren wird es vielleicht einen Untersuchungsausschuss geben, bei dem sich dann die Beteiligten alle nicht mehr erinnern können, was damals war. Und in dieser Form von Untersuchungsausschüssen sind wir ja Weltmeister.

Rekordtief

bei den Schwarzen.
JA, DAS GÖNNE ICH DER SCHOTTERMITZI!

Was man darf

Vielleicht darf man als Botschafter nicht schlecht über das Gastland sprechen. Es ist ja auch sprichwörtlich, dass Diplomatie die hohe Kunst der Lüge ist.
Also ich fand die Aussagen des türkischen Botschafters über Österreich recht erfrischend. Und auch nicht falsch.
Eigentlich hat er nur einen Irrtum begangen. Er hat sich als echter Freund gesehen und daher angenommen, dass er auch einmal Klartext sprechen darf.
Aber weder betrachten die Österreicher die Türken als Freund, noch lassen sie sich etwas von einem sagen. Sie lassen sich nämlich von niemandem was sagen.
Weil schließlich SIND WIR WELTMEISTER!

Nicht nur beim Rennautobau sondern vor allem beim
Verdrängen.




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