Archive for the ‘Leben’ Category
Diese sehr schöne Weisheit aus dem Chinesischen, die ich im Rahmen meiner Beschäftigung mit dem Go-Spiel gelernt habe, kann ich ummünzen: jeder Höhepunkt kann noch übertroffen werden.
Heute hat es beim Zahnarzt so richtig weh getan.
Anscheinend hängt das mit meinem Metabolismus zusammen, der das Anästhetikum sehr rasch abbaut. Und so habe ich die Fitzelei am Zahnfleisch doch mehr als vorhergesagt mitbekommen.
Zweieinhalb Stunden.
Heute wurden die Abdrucke fürs Labor gemacht. Also schön langsam bin ich froh, dass sich die Arbeit dem Ende zuneigt. Aber mittlerweile hoffe ich nicht mehr, dass es nur Kleinigkeiten sind. Dreimal werde ich wohl noch leiden müssen.
Jetzt hab ich mir jedenfalls 600mg Ibuprofen verordnet und betäube mich zusätzlich mit Ballantines. Ich ziehe zwar Single Malt vor, aber ich muss nehmen, was ich kriege.
Ich habe auch schöne Fotos gemacht. Aber die erspare ich euch lieber:)
Ich beschwere mich ja nicht über Arbeit. Manchmal suche ich sie sogar.
Aber es fällt mir auf, dass es mir immer leichter fällt zu prokrastinieren.
Wenn ich dann endlich anfange, etwas zu tun, habe ich Spass, bin neugierig, entdecke, wundere mich, was es alles zu entdecken gibt und frage mich zuletzt, warum ich nicht schon früher angefangen habe.
Aber da hat sich mittlerweile ein echtes Verhaltensmuster eingraviert. Es muss doch möglich sein, etwas zu tun, wenn man nicht unter Druck agiert.
Es bedeutet Arbeit und relativ wenig Geld, aber ich mache das gerne. Wird unter das Kapitel Image-Werbung verbucht.
Nächstes Seminar
Immerhin ist es schon eine Fortsetzung des ersten Seminars an der Akademie der Wissenschaften und der Kunst in Belgrad.
Heute nach zwei Wochen Arbeit im neuen Projekt explizit vom Auftraggeber gelobt.
Bei der Geburtstagsfeier eines alten Schulfreundes eine Beethoven-Sonate gespielt und großes Lob eingeheimst.
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Manchmal tut es ganz gut, eine positive Rückmeldung zu erfahren, die man nicht selbst manipuliert hat:)
Allerdings lege ich mich momentan wirklich sehr ins Zeug, weil mir das Unterrichten so viel Spass macht.
Kollege nömix hat ja schon ein ähnliches Zitat gebracht. Dieses aus anderer Quelle:
„Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar.“
[Unterrichtsblätter für die Bundesheerverwaltung]
Und weil es so gut dazupasst:
„Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet.“
[Kommentar zum Bundesreisekostengesetz]
Da gibt es eine Generation davor, die zur Zeit in Facebook beschrieben wird. Die ohne Handys oder MP3. Und diese Generation stellt vermutlich auch einen großen Teil der Facebook-Teilnehmer dar.
Ich habe meine eigene Version verfasst. Bei Facebook gehöre ich einer Minderheit an. Aber lesen Sie selbst:
Ich wurde in den 50er Jahren geboren, wuchs in den 60er Jahren auf. Wir sind die letzte Generation, die noch den Wert einer Banane kennt, die erste, die nicht den Hunger nach den Krieg kennen gelernt hat. Wir sind die Letzten, die noch Singles gekauft haben (45 rpm) und wir waren die ersten, die mit kleinen Transistorradios herumliefen, damit wir Musik auch am Strand hören konnten. Wir hatten in der Regel kein Fernsehen. In der Schule hörten wir voll Andacht denjenigen zu, deren Eltern eines hatten und die daher den letzten Maigret oder Wallace gesehen hatten. Telefon war nicht selbstverständlich. Dafür spielten wir im Park und in der noch unverbauten Wildnis mitten in der Stadt. Wir konnten uns nicht einmal vorstellen, dass es je etwas wie Handys, Flachbildschirme, iPods oder Facebook geben könnte. Die Utopie unserer Zukunft blieb in Perry Rhodan-Romanen versteckt. Doch unsere Kindheit war noch von Träumen getragen, was wir einmal werden würden. Wir hatten unsere Traumberufe, in denen wir auch Arbeit bekommen würden. Die Schule war noch etwas Besonderes und die Quelle aller Information, die nicht von den Eltern kam. Nur eine Information kam von den Gleichaltrigen. Denn wie ein Busen aussehen würde, konnte man allenfalls in National Geographic nachsehen.
Aber das Beste an unserer Jugend war, dass unser eigener Status nicht davon geprägt war, ob wir Markenschuhe oder das neueste Handy hatten. Coolness hatte noch eine andere Bedeutung, manchmal einfach die, wie gut einer Fußball spielen konnte.
Wir waren eine Generation, für die Ausländer willkommen waren. Wir konnten uns noch in das Schicksal der ungarischen Flüchtlinge 1956 hineindenken.
Und ich glaube, dass wir glücklicher waren, als es die heutige Generation ist.
Zeitpunkt: Heute, nicht all zu spät (Beginn 20:00 bis 21:00)
Ort: irgendein sehr gutes Lokal Nähe Stadtzentrum (haben ja nicht alle offen)
Die Einladung richtet sich sowohl an Damen wie an Herren, geistreiche Unterhaltung wird angestrebt.
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Hintergrund: ich muss entweder heute noch in die Stadt oder morgen vor dem Flughafen. Da würde ich lieber das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
Anmerkung: Anreise muss selbst organisiert werden, ich bin öffentlich unterwegs.
Mal sehen, wer spontan ist:)))
So! Greenbay Packers haben gewonnen.
Freut mich.
War spannend.
Und den Roethlesberger mag ich eh nicht.
Also alles bestens.
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Und endlich habe ich den Begriff Abknieen verstanden. Den verwenden die Kommentatoren nämlich ohne ihn zu erklären.
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Und dass Spieler mit bestimmten Nummern nicht in die Passline dürfen, habe ich auch erst heute gelernt.
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Hat Spass gemacht.
Gute Nacht!
Naja, zuerst begleite ich noch meine Tochter nach Serbien zum Zahnarzt – und dann geht es an das Buch. Höchste Zeit!
Ich erzähle ja manchmal, dass ich meine Arbeit auch dann getan hätte, wenn ich nicht damit Geld verdiente.
Heute hat sich so etwas Ähnliches zugetragen.
Ich gab eine Probevorlesung in Belgrad. An der Akademie der Wissenschaften, mathematisches Institut. Es sollte ein Appetitanreger für ein zweitägiges Seminar in genau einem Monat sein.
Das Publikum war hochkarätig und durch ein paar Mathematik PhD-Studenten aufgefettet.
Der Vortrag verlief sehr gut – im Sinne dessen, dass die Zuhörer ziemlich aufmerksam waren.
Ich war überrascht, als ich nach dem Vortrag etwas unterschreiben musste. Sozialversicherung in etwas.
Und dann bekam ich ein Honorar. Für serbische Verhältnisse sogar durchaus ein angemessenes. Aber es war nicht ausgemacht worden, also kam es echt überraschend. Für mich war es eigentlich besonders, an diesem Ort vorzutragen.


Es ist gut, den genauen Wert der Erdbeschleunigung zu kennen.
P.S. Das Honorar hat in andere Währung umgerechnet ungefähr 33 Krügeln Bier entsprochen, oder was ich bevorzuge in etwa 5 Flaschen eines sehr angenehmen montenegrinischen Markenweins entsprochen.
