Archive for the ‘Leben’ Category

EINLADUNG Fortsetzung

Vor einigen Tagen sprach ich eine spontane Einladung aus und ich kann mir vorstellen, dass sich manche LeserInnen darüber nur wundern können.
Was glaubt er denn, was er ist? Sollen alle springen, weil ihm plötzlich fad ist? Hat er keine Freunde, die er in solchen Fällen anrufen kann? Irgendwie ist das schon etwas eigenartig, solche Einladungen derart kurzfristig anzusagen.
Nun, ich bin an dem Abend nicht mehr in die Stadt gefahren, weil ich den Trubel rund um den Life-Ball scheute. Dass ich den Umweg am nächsten Tag in Kauf nahm, belastete weder meine Geldbörse noch die der Firma. Und ja, ich habe Freunde, die ich kurzfristigst anrufen kann. Die sind aber mitunter selbst auf Urlaub. Und ja, ich bin verheiratet. Allerdings hat sich Frau Columbo gerade zu dem Zeitpunkt fertig gemacht, den Nachtzug nach Wien zu besteigen. Das Taxi, das sie von der U-Bahn abholte, war dasselbe, mit dem ich anschließend in die Stadt und zum Flughafen fuhr.
Wir gaben uns sprichwörtlich die Klinke in die Hand.
Jetzt kommt die Kehrseite der Geschichte:
Heute ruft mich unsere Sekretärin aus Wien an, um mir mitzuteilen, dass meine Gesprächspartner, ein Geschäftsführer in Vorarlberg, zwei Tage vor dem bereits seit Monaten anberaumten Gesprächstermin abgesagt hat, absagen musste. Meine eigene Reiseplanung hatte ich darauf abgestimmt und sogar eine Kurzreise nach Belgrad in Kauf genommen, weil heute und morgen unbedingt Anwesenheit in Belgrad notwendig waren.
Ok, es ist hier noch sehr viel zu tun, weil der Mai und der Juni extrem wichtig sind, um noch ein paar Sachen vor der Urlaubszeit zu erledigen. Daher entschied ich ebenso spontan, dass ich morgen nicht zurück nach Wien fahren würde sondern statt dessen jetzt bis zum 7. Juni hier in Belgrad bleibe. Ich muss mir halt die Noten zum Klavierüben noch einmal kaufen, denn zwei Wochen übungslos kann ich jetzt nicht bleiben.
Aber wenn ich andere Menschen so kurzfristig einlade, geschieht das in dem Bewusstsein, dass ich sowieso nie sehr lange im Voraus planen kann. Nicht in meinem derzeitigen Berufssetting. Ich beklage mich nicht. Ich habe diesen Zustand freiwillig akzeptiert und es macht auch irgendwie einen höllischen Spass.
Ich lebe.
Ja, Museen könnte ich jetzt auch besuchen. Vielleicht am Wochenende das Tito-Museum.
P.S. Meine Frau hatte ich noch angerufen, dass ich länger in Belgrad bleibe. Seit sie in Pension ist, sehen wir uns seltener als bisher. Ihr Kommentar: „das ist ok, ich bin ja eh da.“ bezieht sich weniger darauf, dass sie mich sowieso nicht sehen will, sondern darauf, dass unser Hund versorgt ist.
So ändern sich die Prioritäten im Leben…
Nachtrag: und eine ganz tolle Nachricht zum Schluss. Mathematura und Abschlussnote ist eine 2. Bei jemandem, der Mathematik hasst:)))

Eitelkeit

Ich kann es nicht verhehlen, ich bin eitel. Da ich das aber als aber einen unschönen Charakterzug halte, versuche ich es durch ins Lächerliche zu ziehen.
Aber manchmal wird sie auch auf eine solche Weise befriedigt, dass ich eine gewisse Befriedigung nicht verhehlen kann.
Gestern gab es eine berufliche Besprechung mit einem Professor, der auch mit der Regierung zu tun hat, ein freundlicher Mensch mit sehr interessanter Geschichte.
Wir waren im Restaurant, in dem ich ab und zu den Pausenfüller spiele. Da er auch mit dem SANU (Serbische Akademie der Wissenschaften) verbandelt ist, wo ich einen Abend lang EDV und Klavierspiel kombiniere, habe ich die erste Beethoven-Sonate gespielt.
Ich habe ihn noch selten derart beeindruckt gesehen. Meine fachliche Qualifikation kennt er. Wie er sagte, hatte er sich durchaus gutes Klavierspiel erwartet, aber das wäre ja professionell gewesen.
Jetzt bin ich mir selbst gegenüber ehrlich genug, dass es „noch nicht“ professionell war. Doch es war schon sehr hübsch zu bemerken, dass ich ihn echt überraschen konnte.
Heute habe ich schon erfahren, dass er mit einem möglichen Geschäftspartner Kontakt aufgenommen hat und anscheinend versuchen wird, uns zu pushen.
So mag ich es …

Feeling good

Jetzt schaue ich dem dritten Abend in Sofia entgegen. Ich fühle mich gut, mehr noch, ich genieße diese Dienstreise.
Sie ist unterschiedlich zu den Dienstreisen, bei denen ich auf einer Konferenz rede. Sie ist unterschiedlich zu den Dienstreisen nach Belgrad, bei denen ich von einer Heimat in die andere reise. Ja Belgrad ist so etwas wie ein zweites Zuhause geworden. Ich fahre nur mit dem Aktenkoffer nach Belgrad, weil ich dort alles Notwendige vorfinde.
Doch hier musste ich einen Koffer auspacken und mich auf eine kurze Zeit im Hotel einstellen. Sehr nettes Hotel. Vier Sterne und alles verfügbar, was man braucht. Es hat keine Sauna, was der einzige Abstrich an Komfort ist. Doch ist es nur zwei Straßenbahnstationen von der Firma entfernt, bei der ich meine Schulungen halte.
Jetzt genieße ich gerade eine kleine Pause, während meine „Schüler“ arbeiten.
Nachher bin wieder ich dran, muss korrigieren, ergänzen und Schwerpunkte setzen. Aber ich fühle mich gut, weil wir heute mit einer praktischen Arbeit anfangen, die später zu ihren Routine-Jobs gehören wird. Ich fühle mich gut, weil ich sehen kann, dass sie gerne arbeiten.
Sie lachen und machen Scherze und strengen sich sehr an. Ich habe einen Ausbildungsplan, der schon einmal sehr gut funktioniert hat (damals vor 2,5 Jahren in Serbien) und er scheint jetzt ebenfalls gut zu funktionieren. Er beinhaltet kleine Geschichten aus meiner Berufserfahrung. Und heute gab es einen Artikel über 10 alte Technologien, die heute nicht mehr bekannt sind. Ich mag es, wenn ich den Leuten ein Gesamtbild vermitteln kann. Ich versuche ihnen, ihre Arbeit schmackhaft zu machen. Ich glaube, dass es mir teilweise schon gelungen ist.
Wie gesagt, ich fühle mich gut.
Nicht zu vergessen: es ist relativ kalt, aber die Sonne scheint hier in Sofia.

WIR

Oder „mi“ in der Originalsprache. Das ist ein dystopischer Roman von Jewgenij Samjatin, der in der Regel in der Troika mit „Brave New World“ und „1984“ genannt wird.

Wir bewegen uns noch immer in die Richtung, die uns einmal im Zentrum der geschilderten Welten finden wird.
Das „Wir“ ist ja am gewaltigsten in der Bild-Überschrift „Wir sind Papst“ strapaziert worden.
In ORF-online gibt es eine Bildüberschrift (Verlinken sinnlos, weil die Bilder wieder verschwinden) mit dem Insert:
„Wir sind Planei“
In Anlehnung an einen Werbespruch „Ich bin doch nicht blöd“ können wir schlussfolgern, dass „ich“ nicht blöd bin, als Miglied einer angesprochenen Gruppe sehr wohl: „Wir sind blöd!“
Also „wir sind Schnee“, „wir sind Chaos“, „wir sind sexistisch“ … das passt alles.
Scheiße, und ich habe einmal gedacht, dass ich anders bin.

Wird eine gute Geschichte

.
In zehn Jahren werde ich einmal meinen Enkelkindern erzählen können: „Als ich noch gegen Kortschnoi Schach spielte…“
Er ist Seniorenweltmeister und hat mit seinen 81 Jahren noch eine Elo-Zahl von über 2500. Dreimal ist er Karpov in der Weltmeisterschaft unterlegen, wobei die Gerüchtebörse soweit ging, dass man um sein Leben fürchten hätte müssen, wäre er wirklich Weltmeister geworden.
Da er sich aus der Sowjetunion in die Schweiz abgesetzt hatte, galt er als echter Staatsfeind.
Es war eine interessante Erfahrung, an dem Spiel teil zu nehmen.

Der Assistent, der auch die Prüfung über meine Vorlesung betreut, hat eine Reihe von Bildern geschossen, von denen ich dieses ausgewählt habe, weil mir die Symmetrie des Kopf-Haltens so gut gefallen hat. Zu dem Zeitpunkt hatte ich durchaus noch das Gefühl, auf ein Remis hinspielen zu können.
Später habe ich ihn dann „verschont“:)

EINLADUNG Fortsetzung

Vor einigen Tagen sprach ich eine spontane Einladung aus und ich kann mir vorstellen, dass sich manche LeserInnen darüber nur wundern können.
Was glaubt er denn, was er ist? Sollen alle springen, weil ihm plötzlich fad ist? Hat er keine Freunde, die er in solchen Fällen anrufen kann? Irgendwie ist das schon etwas eigenartig, solche Einladungen derart kurzfristig anzusagen.
Nun, ich bin an dem Abend nicht mehr in die Stadt gefahren, weil ich den Trubel rund um den Life-Ball scheute. Dass ich den Umweg am nächsten Tag in Kauf nahm, belastete weder meine Geldbörse noch die der Firma. Und ja, ich habe Freunde, die ich kurzfristigst anrufen kann. Die sind aber mitunter selbst auf Urlaub. Und ja, ich bin verheiratet. Allerdings hat sich Frau Columbo gerade zu dem Zeitpunkt fertig gemacht, den Nachtzug nach Wien zu besteigen. Das Taxi, das sie von der U-Bahn abholte, war dasselbe, mit dem ich anschließend in die Stadt und zum Flughafen fuhr.
Wir gaben uns sprichwörtlich die Klinke in die Hand.
Jetzt kommt die Kehrseite der Geschichte:
Heute ruft mich unsere Sekretärin aus Wien an, um mir mitzuteilen, dass meine Gesprächspartner, ein Geschäftsführer in Vorarlberg, zwei Tage vor dem bereits seit Monaten anberaumten Gesprächstermin abgesagt hat, absagen musste. Meine eigene Reiseplanung hatte ich darauf abgestimmt und sogar eine Kurzreise nach Belgrad in Kauf genommen, weil heute und morgen unbedingt Anwesenheit in Belgrad notwendig waren.
Ok, es ist hier noch sehr viel zu tun, weil der Mai und der Juni extrem wichtig sind, um noch ein paar Sachen vor der Urlaubszeit zu erledigen. Daher entschied ich ebenso spontan, dass ich morgen nicht zurück nach Wien fahren würde sondern statt dessen jetzt bis zum 7. Juni hier in Belgrad bleibe. Ich muss mir halt die Noten zum Klavierüben noch einmal kaufen, denn zwei Wochen übungslos kann ich jetzt nicht bleiben.
Aber wenn ich andere Menschen so kurzfristig einlade, geschieht das in dem Bewusstsein, dass ich sowieso nie sehr lange im Voraus planen kann. Nicht in meinem derzeitigen Berufssetting. Ich beklage mich nicht. Ich habe diesen Zustand freiwillig akzeptiert und es macht auch irgendwie einen höllischen Spass.
Ich lebe.
Ja, Museen könnte ich jetzt auch besuchen. Vielleicht am Wochenende das Tito-Museum.
P.S. Meine Frau hatte ich noch angerufen, dass ich länger in Belgrad bleibe. Seit sie in Pension ist, sehen wir uns seltener als bisher. Ihr Kommentar: „das ist ok, ich bin ja eh da.“ bezieht sich weniger darauf, dass sie mich sowieso nicht sehen will, sondern darauf, dass unser Hund versorgt ist.
So ändern sich die Prioritäten im Leben…
Nachtrag: und eine ganz tolle Nachricht zum Schluss. Mathematura und Abschlussnote ist eine 2. Bei jemandem, der Mathematik hasst:)))

Tote Hose

Dass ich jetzt schon auf drei Einträge hintereinander keinen Kommentar bekomme, ist sehr betrüblich aber verständlich, weil ich zu abgehoben schreibe.
Wenn ich allerdings feststelle, dass anderswo auch nur 1 oder 2 statt 18 oder 25 Kommentare zu vermelden sind, kann ich nur schließen, dass auf twoday Tote Hose herrscht.
Ich weiß ja die Gründe, warum das so ist, aber dass sich diese Gründe gleich so augenscheinlich zeigen? 🙂
Nachtrag, weil den Link ja wohl die wenigsten anschauen werden:
Auszug aus dem Manifest:

    Die Beteiligten und ihre Zusammenarbeit sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge.
    Lauffähige Software hat Vorrang vor umfassender Dokumention.
    Die Zusammenarbeit mit den Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlungen.
    Anforderungsänderungen gehen vor sturer Verfolgung eines Plans.

Haushaltsplan

Für die Bank hatte ich einen Haushaltsplan erstellt, um meine kurzfristig notwendige Überziehung zu rechtfertigen. Mittlerweile sind die Zahlungen aber eingegangen und alles was ich jetzt im Minus bin, muss ich entsprechen disponieren.
Daher habe ich heute eine kleine Kontrolle über das erste Halbjahr durchgeführt. Die Zahlungen waren schon enorm und meine Abfertigung ist auf „wundersame“ Weise aufgebraucht.
Allerdings sollten sich die Finanzen ausgehen, bis jetzt ist alles im Rahmen geblieben. Es ist halt nur so, dass ich nicht jederzeit zur Bank gehen kann, um nach Geld zu fragen. Als Pensionist hat man einen kleineren Rahmen.
Früher habe ich solche Rechnungen nicht angestellt. Wenn ich zu viel ausgegeben habe, habe ich halt noch irgendetwas mehr gearbeitet. Irgendwie ist es sich ja bis heute immer ausgegangen. Aber es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn man weiß, dass man mit einer bestimmten Summe auskommen muss.
Viele Menschen kennen das mit sehr viel kleineren Beträgen. Beschweren darf ich mich keineswegs. Ich darf halt nun nicht mehr mehr ausgeben, als ich bekomme.
Sollte doch normal sein, oder 🙂

von facebook zum blog

Normalerweise leite ich meine besseren Beitrag nach facebook weiter. Heute ist es umgekehrt. Ich habe auf facebook eine Geschichte gefunden, die ich hier teilen möchte. Und ich denke dabei speziell auch an Momoseven.
Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen „Hundebabys zu verkaufen“. Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: „Für wie viel verkaufen sie die Babys?“ Der Besitzer meinte „zwischen 30 und 50 Euro“. Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus. „Ich habe 2,37 Euro, kann ich mir sie anschauen?“
Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäftes hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, sichtlich weit hinter den Anderen. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte, „was fehlt diesem kleinen Hund?“ Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines Lebens humpeln. Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte, „den kleinen Hund möchte ich kaufen!“
Der Mann antwortete, „nein, den kleinen Hund möchtest Du nicht kaufen. Wenn Du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn Dir.“ Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: „Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert, wie die anderen Hunde, und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Euro, und 50 Cent jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe.“ Der Mann entgegnete, „Du musst diesen Hund wirklich nicht bezahlen, mein Sohn. Er wird niemals rennen, hüpfen und spielen können, wie die anderen kleinen Hunde.“
Der Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf, und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Er sah zu dem Mann hinauf und sagte, „na ja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat.“
Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte, „Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser kleinen Hundebabys einen Besitzer wie Dich haben wird.“
(Autor leider unbekannt)
Auf facebook findet sich noch eine kleine Erklärung zu der Geschichte. Ich glaube, die braucht es bei den Lesern meines Blogs nicht. Die Erklärung finden sie selber.

Eine Billion Dollar

Aus http://orf.at [online]

US-Regierung beerdigt Traum von Billion-Dollar-Münze
Aus der Traum, wenn es denn wirklich jemals ernst zu nehmen war: Die US-Regierung hat gestern erklärt, dass keine Platinmünze im Wert von einer Billion Dollar geprägt wird, um die Nation aus ihrer prekären Finanzlage zu befreien.
Die Idee, mit dieser Münze sozusagen einen Gegenwert zu den US-Schulden zu schaffen und damit einen drohenden Showdown im Kongress um eine Erhöhung des Schuldenlimits zu vermeiden, geistert seit Wochen durch die US-Medien – wenn auch zumeist augenzwinkernd.
Die US-Schuldenobergrenze liegt derzeit bei 16,4 Billionen Dollar. Sie wurde zum Jahresende erreicht, und die USA sind nur noch deshalb weiter zahlungsfähig, weil Haushaltsumschichtungen etwas Luft verschafften. Republikaner im Kongress haben bereits angekündigt, dass sie ihre Zustimmung zur Anhebung des Limits mit massiven Sparforderungen verbinden wollen – damit droht neuer Zündstoff im Kongress.
Trick mit „Jumbomünze“
Und so tauchte denn die Idee auf, es mit einem Münztrick zu versuchen. Denn zwar ist es Regierung und Notenbankern in den USA untersagt, in unbegrenzter Menge Scheine zu drucken. Aber bei Platinmünzen – die gemeinhin etwa zu besonderen Gedenktagen geprägt werden – gebe es keine solche Beschränkung. Wenn also jetzt eine solche „Jumbomünze“ geschaffen würde – dann wäre erst einmal Ruhe an der Schuldenfront, da ein Gegenwert geschaffen wäre, der die Bilanz buchhalterisch ausgleichen würde.
„Weder das Finanzministerium noch die Notenbank glauben, dass das Gesetz zur Produktion von Platinmünzen zwecks Umgehung einer Anhebung des Schuldenlimits angewendet werden kann oder angewendet werde sollte“, zitierten das „Wall Street Journal“ und andere Medien einen Sprecher des Finanzministeriums, Anthony Coley. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, pflichtete demnach in einer Erklärung bei. Es sei die Aufgabe des Kongresses zu handeln, das heißt, dafür zu sorgen, dass die USA ihre Rechnungen weiter bezahlen könnten.

Ich kann das nicht verstehen. Edelmetallmünzen repräsentieren in der Regel den Wert des Edelmetalls plus einen Sammleraufschlag.
Um eine Billiondollarmünze zu erzeugen, nehme ich an, dass der Metallwert nur ein Hundertstel betragen muss. (Die restlichen 99% sind Sammlerwert – good will)
Dann muss aber eine solche Münze noch immer circa 300 Tonnen oder 300.000 kg wiegen. Damit hätte sie Ausmaße von ungefähr 14 Kubikmeter. Als runde Münze hätte sie dann Abmessungen von 2,8 Meter im Durchmesser und eine Höhe von 1,4 m.
Passt irgendwie nicht ganz in die Geldbörse.
Wenn man aber außer Acht lässt, dass die Münze wirklich einen Wert haben soll, dann kann man sie genauso wie einen Euro fertigen. Den symbolischen Wert, der sonst auf eine Banknote gedruckt wird, wird halt in sehr kleinen Buchstaben graviert sein müssen.
Das ganze scheint wirklich eine US-amerikanische, urbane Legende zu sein.
Berechnungsgrundlagen:
heute gegoogleter Platin-Wert: 34.771,03 US$ / kg
Spezifische Dichte: 21.45 g / cm³
Anmerkung: wenn die „münze“ nur in Fort-Knox liegen soll und den tatsächlichen Wert repräsentieren soll, wird das ein Würfel von mehr als 10 Meter Kantenlänge. Nur so zur Vorstellung einmal.




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