Archive for the ‘Leben’ Category

Referenz

Moskau-Geschichte:
nur für spezifische Adressaten

Bedient

– oder alt und senil …
Ich bin es gewohnt, bei jeder Reise etwas zu vergessen. Manchmal ist es ein Kamm, dann eine Sonnenbrille, eigentlich nie etwas, was ich unbedingt benötige.
Einmal hatte ich sogar meinen Laptop zuhause vergessen und dann am Flughafen entschieden, dass es auch ohne gehen müsse. Das tat es auch. Ich kann von überall und mit jedem Computer arbeiten. Mittlerweile sogar mit einem – ähem – Aplle-ipad air.

Doch heute musste ich wirklich an mir zweifeln. Als ich auf der Bank war und den Kontostand abfragen wollte, fand ich meine Bankomat-Karte nicht. (Dass ich telebanking nicht nütze, hängt mit meinem Beruf zusammen. Ich bin nicht übermäßig paranoid aber von berufs wegen mit den Missbrauchsmöglichkeiten zu stark vertraut. Ich soll sie ja auffinden.)
Da ich auch meine Mastercard nicht fand, hatte ich sofort eine recht plausible Erklärung zur Hand. Während meiner Reise nach Rom hatte ich die beiden Karten, die für mich die wichtigsten Geldträger sind, speziell verstaut. Und jetzt musste ich die Vermutung hegen, dass ich sie in Belgrad gelassen hatte, dort wo sie gut versteckt waren.
Das wäre an sich kein Unglück. Ich konnte mir nur nicht vorstellen, dass ich die Karten nicht wieder an die üblichen Orte verstaut hatte. Als ich mit dem Fahrrad von der Bank nach Hause hier in Brunn zurück fuhr, kam es mir immer unplausibler vor. Immerhin hatte ich in Belgrad noch einmal mit der Mastercard gezahlt.

Tatsächlich fand ich dann in meinem Portemonnaie noch ein zusätzliches Einschubfach, in dem die beiden Karten aufbewahrt waren. Also Alarm zurück.
Unangenehm bleibt lediglich ein Gefühl zurück, dass ich doch relativ lange gebraucht habe, um den Hergang während der letzten drei Tage zu rekonstruieren.

Fazit: mein leichtes Leben ist vorbei. Ich muss mich an genaue Abläufe halten und langsamer agieren. So wie halt jeder andere auch. Nur bedeutet das eine Veränderung meiner Persönlichkeit. Ich war spontan, schnell, entscheidungsfreudig. – Und jetzt soll ich immer erst vorher nachdenken?

Nicht der Gärtner, …

– sprich der Lokführer – ist schuld.
Bei allen Berichten über das spanische Zugsunglück lese ich das an der Stelle des Zugunglücks das ältere ASFA-System eingesetzt ist, aber die Hochgeschwindigkeitsstrecke mit ERTMS ausgestattet ist.
ERTMS ist eine Zugbeeinflussung, die den Zug abbremsen kann, auch wenn der Lokführer einen Herzinfarkt oder sonstigen Ausfall erlitten hat.
Nur muss dieser Abbremsvorgang schon lange (4km) vor der Schnittstelle der beiden Systeme einsetzen. Wenn der Lokführer selbst nicht schon abbremst, muss das Sicherungssystem der Hochgeschwindigkeitsstrecke entsprechend eingreifen.
Jetzt kann man sich fragen, warum bisher nichts passiert ist. Die Lokführer haben eben aus Gewohnheit selber gebremst, weil das vermutlich schon von den Streckensignalen her vorgegeben ist. Möglicherweise hat sich der Lokführer des Unglückszug sogar darauf verlassen, dass der Zug wohl so schnell fahren darf, wenn das Sicherungssystem nicht eingreift. Dass er dann beim Tunnelausgang über die hohe Geschwindigkeit erschreckt war, glaube ich ihm. Da wird ihm die Tragweite seines Irrtums bewusst geworden sein.
Persönlich glaube ich aber, dass es ein Software- oder Spezifikationsfehler im Sicherungssystem ist. Oder auch die Konfiguration hat nicht gestimmt. Wenn das Überwachungssystem einen Endpunkt hat, muss das System so eingestellt sein, dass an dieser Stelle der Zug nicht schneller als einen vorgegeben Wert fährt. Im vorliegenden Fall wäre der 80km/h. Es muss daher eine Bremsrampe schon viel früher den Zug abbremsen.
Ist das je getestet worden?
Abgesehen von technischem Versagen müsste der Lokführer das System übersteuert haben. Das glaube ich nun doch nicht, dass das ein erfahrener Lokführer tun würde, selbst wenn er einem Alonso nacheiferte.
Vermutlich trifft ihn eine Teilschuld. Aber wenn das Sicherungssystem zugelassen hat, dass der Zug ohne Warnung im Tunnel noch 200km/h fahren durfte, dann sind wohl noch andere schuld.

Wenn sich das herausstellen sollte, (obwohl ich nicht glaube, dass eine derartige Bestätigung an die Öffentlichkeit gelangen würde) wäre es eine wunderbare Bereicherung meiner Katastrophensammlung, die zuletzt Heathrow Terminal 5 und Fukushima beinhaltet. Menschliche Hybris und Entscheidungsträger, die von Technik nichts verstehen, lassen es zu, dass kritische Systeme ungetestet bleiben.
Die Moral von der Geschichte: getestet wird nur, wenn es ums Geld geht. Bei Menschenleben ist der Test nicht so wichtig.
Eine der Quellen, aus der ich meine „Weisheit“ beziehe. Andere schreiben genauso.
http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/lokfuehrer-verhaftet-1.18123731

Muße

Bei Testsiegerin gibt einen Thread über die Muße.
Gestern habe ich einen alten Eintrag von mir wieder eingestellt, nachdem ich Berichte über die Bachmannwettbewerbstexte gelesen hatte.
Nachträglich fällt mir auf, dass es einen Querverweis zur Muße zu geben scheint. Es kommt der Satz vor, dass von den 52 Jahren, wo nichts passiert ist, nicht die Rede ist, sondern von den 32 Jahren danach, wo etwas passieren hätte sollen. Was das ist, verrate ich hier nicht.
Es reicht zu wissen aus, dass etwas passieren hätte sollen. Aber das was passieren sollte, konnte nur aus der Muße heraus geschehen. Sind wir nur im Alltagsgeschehen getrieben und können uns aus den umgebenden Zwängen nicht befreien, so können wir nicht das aus uns herausholen, was in uns steckt. So ähnlich wird es ja auch im „Zeit“-Artikel erwähnt, der von Katiza im angesprochenen Thread referenziert wird.
Die hier verlinkte Musik ist recht gut geeignet, um sich davon anregen zu lassen. Gefällig, aber keineswegs einfach, wird sie sich den Zuhörenden immer mehr erschließen, je mehr sie sich damit befassen. Teile davon kann ich durchaus als das Wasser sehen, in dem mehr steckt als wir in der Flasche erkennen können.
Gestern habe ich mich wieder einmal mit 18 Litern Knjaz Milos eingedeckt, ein Mineralwasser, das mir sehr gut zu bekommen scheint.

Weihnachtsfreude

Um zehn klingelte das Telefon. Ganz ernst kam Frau Columbo zu mir. Ein Enkel hatte gestern hoch gefiebert, es schien so, als könnten er und seine Mutter nicht an der heutigen Bescherung teilnehmen.
Wo er sich doch so gefreut hatte.
Die Schwägerin sah kein Problem wegen Ansteckungsgefahr. Die übliche Grippe hatten ihre drei schon absolviert. Um 12 kam dann die Aussage, es kommen doch alle. Temperatur nur mehr bei 37 Grad. Und er hat sich ja so gefreut.

Das Mittagessen verlief unheimlich stressfrei und wie am Schnürchen. Vorher waren sowohl Frau Columbo wie auch ich etwas übernachtig, aber wir ließen keine schlechte Stimmung aufkommen. Ich sowieso nicht und ich konnte meine Gelassenheit dann auch weiter vermitteln. Die Gans, die Kartoffelknödel, das Gemüse wurde alles zeitgerecht fertig. Unseren Mittagstisch kennt man ja schon.
Doch als Abschlussfoto gibt es schon zumindest die fertige Gans:)
Die Bescherung, die ausnahmsweise schon bei Tageslicht stattfand, war von einem ruhigen Gesang einbegleitet. Ein Schwiegersohn hatte die Texte und die Erwachsenen sangen ganz klar mit. Mir kam es vor, dass wir mehr sangen als sonst.
Stille Nacht gab es heute nicht, aber zum Abschluss „es wird scho glei dumpa“ (ein Liebling von mir) und die „Putzigagerlen“, zu der es eine kileine Familienanekdote aus meiner Kindheit gibt.
Das sieht dann ungefähr so aus:
Damit aber alle fünf aufscheinen, noch ein weiteres Bildchen:
Was sich die fünf ansehen konnten, würde ich bildmäßig als der Fenstergucker titulieren:
Dieses Weihnachten war irgendwie anders. Es ist schwer zu erklären, dass es einfach ruhiger war, obwohl genauso viel getan wurde wie sonst.
Obwohl ich selbst auch sehr liebevolle Geschenke bekam, war für mich das größte Geschenk, dass es allen geschmeckt hat – scheinbar über die Erwartungshaltungen hinaus. Es war auch genug da, und manche nahmen sich noch einmal nach, die das sonst nie tun würden;)

Aber ich bin sehr müde. Ich habe schon ein Stündchen geschlafen. Aber ich bin noch immer müde. Es ist ein bisschen die Müdigkeit einer Angst. Die Angst, dass schwerere Tage kommen werden. Die Traurigkeit eines Menschen, der sich nur mehr schwer vorstellen kann, dass wir nicht bald bezahlen werden müssen. Wir werden dafür bezahlen, dass wir das Gut des Friedens nicht mehr so hoch bewerten, wie es das in den Sechzigerjahren der Fall war.

nicht zusammenhängend

Das Buch wird 10 Tage ruhen, außer ich schreibe heute noch etwas.

Zwei merkwürdige Ereignisse:
1) Es ist ja ein schlimmes Zeichen, wenn man nur mehr körperliche Wehwehs zu berichten hat. Manchmal sind es aber geradezu Nichtigkeiten, die einen über die körperliche Befindlichkeit nachdenken lassen.
Seit Beginn der Woche hatte ich am Morgen – nachdem ich eine halbe Stunde am Computer gesessen hatte – Nasenbluten. Dieses war nach kurzer Zeit vorbei und ich versuchte noch heraus zu bekommen, was die Anlassfaktoren waren.
Heute beim Frühstück fing es plötzlich wieder an und war mit den herkömmlichen Mitteln nicht zu stillen. Ein Vampir hätte seine Freude gehabt. Ich wäre ja noch selber zur HNO gefahren, aber meine Frau hatte schon die Rettung gerufen. Da gab es keine Beschwerde wegen Wehleidigkeit, anscheinend gibt es solche Transporte öfter. In Wien auf der HNO wurde das Gefäß, dass laut Arzt doch sehr weit offen war, verödet. In einer halben Stunde war alles erledigt und nach weiteren 20 Minuten war ich zuhause. Eine Kleinigkeit. Ich war froh, es ansehen zu lassen, weil ich morgen im Flugzeug sitze.
Und heute war praktisch meine ganze Kleidung inklusive Hose mit Blutflecken gesprenkelt..
Mit der Krankenschwester habe ich noch gescherzt, dass es ein schöner Tod wäre, einfach über Nasenbluten zu verbluten. Es tut absolut nicht weh. Ein netter, sympathischer Arzt namens Schröckenfuchs klärte mich über oberösterreichische Namen auf und ich sehe das Ganze einmal als interessantes Erlebnis an.
Bis auf die Blutpatzerei. Ich stelle mir vor, wie es im Krieg aussieht, wenn so etwas nicht einmal im Ansatz nach Behandlung aussieht. Da sind wichtigere Dinge zu behandeln. Aber das Gefühl, sich selber zu versauen, ist trotzdem unangenehm.
Fazit: ich kann heute nicht mehr in die Sauna gehen. Mit dieser katastrophalen Beschränkung muss ich jetzt leben.
2) Ich empfinde großes Mitleid mit einem Blogger, der in seinem Blog Erfahrungsberichte mit dem Computer beschreibt und darüber jammert, dass er bestimmte Begriffe nicht versteht. Ich kommentiere mit einer Erklärung, worauf ich feststelle, dass der Kommentar gelöscht ist und weitere Kommentarfunktionen unterdrückt sind.
Jetzt weiß ich zwar, dass man bei Frauen, die einem etwas vorjammern, nur mitleidig „aha“, „ja“, „das ist schlimm“ äußern darf, aber ja keine Stellungnahme zum Problem abgeben darf. In der IT ist das aber in der Regel anders. Wenn einer schreibt, das er etwas nicht versteht oder kann, finden sich immer welche, die eine Lösung vorschlagen. Auf die Weise funktioniert Open Source. Und auf diese Weise können sich Techniker untereinander unterhalten, ohne gegenseitig an Image zu verlieren.
Ich stelle fest, dass es bei dem betreffenden Blogger um etwas anderes gehen muss.
Es gibt allerdings andere Blogger, die freimütig über ihre Schwierigkeiten schreiben, bei denen ich es bewundere, mit welcher Offenheit sie mit den Schwierigkeiten umgehen. Wie sich aus den Kommentaren heraus finden lässt, sind diese auch „gutes“ Beispiel mit hilfreichen Texten, an denen andere, die sich nicht so outen mögen, profitieren. Insoferne möchte ich hier deprifrei erwähnen, zu dessen achtjährigen Blog-Durchhalten ich herzlichst gratuliere.

Statusbericht

Nachdem ich jetzt so etwas wie eine Generaluntersuchung hinter mir habe, weiß ich, dass ich es selbst in der Hand habe, ob es mir gut geht oder nicht. Das Abnehmen ist nicht so sehr wegen der Kniegelenke sondern mehr wegen des Blutdrucks notwendig.
Jetzt hat der Professor in Serbien auf eine andere Medikation umgestellt und selbst nach 2 Tagen kann ich sagen, dass diese besser wirkt – und anscheinend wesentlich schonender ist.
Er hat auch gemeint, dass die ursprüngliche Medikation für meinen Metabolismus nicht indiziert ist, was meiner serbischen Freundin, die keine Ärztinnen anerkennt, Gelegenheit gegeben hat, auf meine Internistin in Wien zu schimpfen. (Leider muss ich ihr in diesem Fall recht geben, obwohl ich sonst die Frauen im Ärzteberuf sehr schätze.)
Meine Hausärztin, die ich noch immer schätze, ( 😉 ) hat mich gefragt, warum ich die Untersuchungen alle in Serbien gemacht habe. Meine Antwort hat auch sie überzeugt. Zwar zahle ich für eine Untersuchung ca. 50 € und dann kommen noch die Laborbefunde dazu, dafür nehmen sich die Ärzte aber die Zeit und untersuchen mich ziemlich den ganzen Körper umfassend, selbst wenn es nur einen lokalen Punkt des Interesses gibt. Die Untersuchungen dauern ungefähr eine Stunde. Welcher Kassenarzt kann sich in Wien die Zeit dafür nehmen. In Wirklichkeit sind diese untersuchenden Ärzte (Primarärzte, Medizinprofessoren) unterbezahlt, wenn ich meinen eigenen Stundensatz vergleiche, den meine Firma für mich bezahlt.

So wie es jetzt aussieht, könnte ich meinen 65. Geburtstag durchaus unbeschadet erleben. (Meine Laborbefunde sind in allen Bereichen, auch dort wo ich es nicht erwartet habe, sehr gut. Bis auf zwei kleine Ausnahmen immer in der Mitte zwischen den zwei Grenzwerten. Die Ausnahmen sind begründbar und daher verständlich. So habe ich aber z.B. ausgezeichnete Cholesterin und Triglyzeride-Werte, auch PSA, wovor ich eher Angst hatte, liegt ganz nahe am Minimum.)
Wer möchte, könnte sich also ohne weiters den 25. oder 26. 6. 2016 (sic) vormerken. An diesem Wochenende werde ich meinen nächsten Konzertabend geben. Wie es aussieht, in einem größeren Saal.
Das klingt jetzt ein bisschen vermessen. Und ich bin mir des Sprichworts wohl bewusst: wenn Gott lachen will, lässt er den Menschen einen Plan machen.
Doch andererseits frage ich unsere Bewerber ja immer, wo sie sich in 5 Jahren gerne sehen würden. Bei den Bewerbern haben die, welche hier ein Ziel nennen können, eindeutig die besseren Chancen.
Und wenn ich auf drei Jahre voraus „plane“, sollte man das so wie eine geplante Ausbildung sehen. Da kann sich noch einiges ändern. Doch es doch wenigstens eine Linie, oder?

Alles gilt bis auf Widerruf:)
Ich empfinde es als „Glück“, wie ich heute dastehe. Obwohl für mich das Wort Zufriedenheit wesentlich mehr aussagt. Mit der Welt kann ich nur so zufrieden sein, wie es Candide bei Voltaire ist. „Die beste aller möglichen Welten“. Die Betonung liegt auf dem „möglichen“. Aber da gerate ich in einen anderen Beitrag.
Gerade angesichts der traurigen Nachrichten, die hier vor kurzen Nachrufe veranlasst haben, kann ich nur ein Gefühl als ehrlich empfunden schildern:
Dankbarkeit.

Eine Billion Dollar

Aus http://orf.at [online]

US-Regierung beerdigt Traum von Billion-Dollar-Münze
Aus der Traum, wenn es denn wirklich jemals ernst zu nehmen war: Die US-Regierung hat gestern erklärt, dass keine Platinmünze im Wert von einer Billion Dollar geprägt wird, um die Nation aus ihrer prekären Finanzlage zu befreien.
Die Idee, mit dieser Münze sozusagen einen Gegenwert zu den US-Schulden zu schaffen und damit einen drohenden Showdown im Kongress um eine Erhöhung des Schuldenlimits zu vermeiden, geistert seit Wochen durch die US-Medien – wenn auch zumeist augenzwinkernd.
Die US-Schuldenobergrenze liegt derzeit bei 16,4 Billionen Dollar. Sie wurde zum Jahresende erreicht, und die USA sind nur noch deshalb weiter zahlungsfähig, weil Haushaltsumschichtungen etwas Luft verschafften. Republikaner im Kongress haben bereits angekündigt, dass sie ihre Zustimmung zur Anhebung des Limits mit massiven Sparforderungen verbinden wollen – damit droht neuer Zündstoff im Kongress.
Trick mit „Jumbomünze“
Und so tauchte denn die Idee auf, es mit einem Münztrick zu versuchen. Denn zwar ist es Regierung und Notenbankern in den USA untersagt, in unbegrenzter Menge Scheine zu drucken. Aber bei Platinmünzen – die gemeinhin etwa zu besonderen Gedenktagen geprägt werden – gebe es keine solche Beschränkung. Wenn also jetzt eine solche „Jumbomünze“ geschaffen würde – dann wäre erst einmal Ruhe an der Schuldenfront, da ein Gegenwert geschaffen wäre, der die Bilanz buchhalterisch ausgleichen würde.
„Weder das Finanzministerium noch die Notenbank glauben, dass das Gesetz zur Produktion von Platinmünzen zwecks Umgehung einer Anhebung des Schuldenlimits angewendet werden kann oder angewendet werde sollte“, zitierten das „Wall Street Journal“ und andere Medien einen Sprecher des Finanzministeriums, Anthony Coley. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, pflichtete demnach in einer Erklärung bei. Es sei die Aufgabe des Kongresses zu handeln, das heißt, dafür zu sorgen, dass die USA ihre Rechnungen weiter bezahlen könnten.

Ich kann das nicht verstehen. Edelmetallmünzen repräsentieren in der Regel den Wert des Edelmetalls plus einen Sammleraufschlag.
Um eine Billiondollarmünze zu erzeugen, nehme ich an, dass der Metallwert nur ein Hundertstel betragen muss. (Die restlichen 99% sind Sammlerwert – good will)
Dann muss aber eine solche Münze noch immer circa 300 Tonnen oder 300.000 kg wiegen. Damit hätte sie Ausmaße von ungefähr 14 Kubikmeter. Als runde Münze hätte sie dann Abmessungen von 2,8 Meter im Durchmesser und eine Höhe von 1,4 m.
Passt irgendwie nicht ganz in die Geldbörse.
Wenn man aber außer Acht lässt, dass die Münze wirklich einen Wert haben soll, dann kann man sie genauso wie einen Euro fertigen. Den symbolischen Wert, der sonst auf eine Banknote gedruckt wird, wird halt in sehr kleinen Buchstaben graviert sein müssen.
Das ganze scheint wirklich eine US-amerikanische, urbane Legende zu sein.
Berechnungsgrundlagen:
heute gegoogleter Platin-Wert: 34.771,03 US$ / kg
Spezifische Dichte: 21.45 g / cm³
Anmerkung: wenn die „münze“ nur in Fort-Knox liegen soll und den tatsächlichen Wert repräsentieren soll, wird das ein Würfel von mehr als 10 Meter Kantenlänge. Nur so zur Vorstellung einmal.

Experience

An Interesting Experience
Recently I have discovered how difficult it is for me to remember names and recall events that have been stored only recently. It is well known that the long term memory is much more efficient for old people.
Now, I have found a new pleasure with remarkable side effects. When I zap through youtube I am normally looking for music entries especially concerning interpretations of classical music, especially piano music. However, in the side bar I find recommendations for other videos like comments on interesting chess games or cab rides of certain railway trips.
I have watched those earlier and I am quite sad, that the cooperation between Google and the Russian Railway Corporation does not show the 6,5 days videos of a complete trip with the Transsiberian journey from Moscow to Vladivostok.
But there are many others and while I am looking for high speed trips or special beautiful landscape sceneries (like e.g. Jungfraujoch in Switzerland) I have found a short trip of 30 minutes that does not seem so exciting. It is a trip from the railway station „Franz-Josefsbahnhof“ to Tulln a small town about 30 km away from Vienna. It is not a fast train but it has its merits as half of the time the tracks are squeezed between the street and the river Danube. The squeeze is a result because the last little hills of the Alps that form part of the Vienna Forests in the west of Vienna reach until the river Danube.
When you follow the video you will see Leopoldsberg with the edge called „Nase“ (nose) leading down to the beach of the Danube. There would be a lot to write about the „Franz-Josefsbahn“, the railway of the emperor Franz-Josef, but that would be a different story. It is sufficient to know that nowadays only a few trains will go past Tulln although earlier this was a main connection the „Kronländer“, as Moravia, Bohemia and Galitsia (in Poland) were called. It was not the only route, there was the Nordbahn („north“), Nordwestbahn, Ostbahn that were all having connection to the North.
But I started to talk about memories. When I looked at this video I was experiences history within 30 minutes of watching. It was less because the last section between St. Andrä-Wördern and Tulln is not really very exciting, straight, no mountains, no river.
The tour starts at Franz-Joserfsbahnhof. This station is nowadays hardly recognizable as a railway station. There is a big modern building on top of 6 or 8 tracks and when you step on the station platform it is dark like in an underground station there are two or three trains lingering on the tracks and they make the impression of being in retirement. Everything is quiet a little bit depressing.
When the train starts the first station is Spittelau. Spittelau is not sexy at all unless you consider a remote heating station with a high chimney as sexy. It looks better than you would expect it because the chimney has been ornamented by the famous Austrian artist Hundertwasser. In sunlight it radiates and mirrors the sun beams because of some golden surface. But the station is important because you can change from two different subways (U4 and U6) to the train. Even the next very close station has a link to the subway U4.
While the tracks from the beginning to Spittelau are rather depressing, tracks, cables and some advertisement boards you can watch even from the frog’s perspective, the tracks from Spittelau to Heiligenstadt, the next station, are barely better. One has to know that this region was industrialized and the real nice part of the 19th district in Vienna, Döbling, is blocked out of sight by the tracks of the former „Stadtbahn“ a sort of very old predecessor of our current subway system. On the other side of this „wall“ is the „Heiligenstädterstrasse“, one of the very long streets in Vienna, encompassing the train tracks until Klosterneuburg, about which I will tell later.
But in the Heiligenstädterstrasse was the flat of my grand parents who were originally coming from a town close to Ostrawa in Moravia. When I was around six years I came to Vienna and was living in a side street that crossed Heiligenstädterstrasse. It was possible to reach the flat of my grand parents by 7 minutes walking. The flats in this house that does not exist in its original form anymore could be considered substandard. One little kitchen and one sleeping room. But my grand parents were not so poor, they had two flats which were connected. So there was kitchen, sleeping room, living room and a room for storage of differents goods and also food. Toilet and running water was shared with other people in the house and there were constant quarrels who was responsible for cleaning and ensuring that the water would not freeze in winter.
It still was appearing very comfortable to me.
When I wrote about the tracks of the Stadtbahn I should have mentioned that there was a park next to the Heiligenstädterstraße. Actually there was an elevation of about 20 meter where the rest of the district was continued with villas of the borgeois. Most of the park was also much higher and when I looked from the park to the North, I would not be able to see the tracks of the railway but behind the tracks of the Stadtbahn I could see the „Donaukanal“ a side arm of the Danube and the 20.district that formed half of the island between Donaukanal and Danube. I felt elated when I could see all of this „landscape“ and I considered it then and even now as romantic.
Returning to my trip the next station on the route is Heiligenstadt. Heiligenstadt is a very important place. In Heiligenstadt was the end station of G and WD, the two major Vienna „fast“ mass transportation means. (Stadtbahn) G stood for „Gürtel“ (belt) and WD stood for „Wiental-Donaukanal“. WD was the longest implementation of the Stadtbahn. The route connected Heiligenstadt that could be considered almost the Northern end of Vienna, (not completely as there were more Northern parts across the Danube) and the utmost Western end of Vienna, already in the Vienna Forests. The end station is called „Hütteldorf“. It was once a major railway station of the „Westbahn“ where the fastest trains coming from Paris, Switzerland and Germany were having a stop so people could change to the WD-Stadtbahn, that brought them to almost any part of the city.
The next stations Kahlenbergerdorf, Klosterneuburg Weidling, Klosterneuburg Kierling, Unterkritzendorf, Kritzendorf, Greifenstein etc. (I forgot Höflein that also came in somewhere) are heavy with memories which I have to add at some later time.
However it is necessary that in this section you can see side arms of the Danube, the Danube itself and all the little houses that were kept by people as sort of holiday resorts. The specialty of those houses was their construction. They all rest on wooden piles in order to cope with floods of the Danube.
Klosterneuburg bears special memories as relatives of mine were living there. But that should be part of another story. For now, I have spent more time in writing this than in watching the video. Maybe, I should watch it again.
Epilog: maybe one can complain about the technical gadgets of todays society. But personally I get a lot of satisfaction by watching contents that I would not be able to experience otherwise. And I don’t have to be personally present in the driving cab in order to enjoy the trip. (Although that is a special pleasure which I once had when travelling from Linz to Vienna 🙂 )
The trip

Managerkrankheit

Momentan bin ich krank. Und ich beschließe, ab morgen wieder gesund zu sein. Fast eine Woche laboriere ich jetzt an Ohr, Nase, Müdigkeit, vielleicht war es eine fieberlose Grippe, die anscheinend momentan auch in Saison ist.
Doch in Wirklichkeit scheint es sich um eine Managerkrankheit zu handeln. Letzte Woche habe ich mir selbst ein Lob ausgesprochen und eine Arbeit zufrieden als vorläufig beendet erklärt und damit fing der Schwächeanfall an. Ungefähr 16 Stunden habe ich jetzt jeden Tag geschlafen. Möglicherweise hatte ich doch Fieber. Ich kenne mich soweit, dass ich auf erhöhte Temperatur schließen kann, wenn sich meine Träume in Schleifen bewegen.
Vor zwei Tagen versuchte ich im Traum eine preisgünstige und schnelle Verbindung von Cannes nach Wien zu finden. Und zwar mir der Eisenbahn. Irgendwann beschloss ich, dass die letzte Strecke Zürich-Wien mit dem Railjet zu erledigen war. Wie komme ich von Cannes nach Zürich. Entweder entlang der Küste nach Genua, von dort nach Mailand und weiter nach Zürich. Aber besser wäre es vermutlich von Cannes nordwestlich in Richtung Genf zu zielen. Ich weiß nicht, wie ich auf Cannes gekommen bin. Eigentlich hatte ich vermutlich Nizza gemeint. Wenn ich fieberfrei bin, wache ich normalerweise auf, schaue geschwind im Internet nach und schlafe beruhigt weiter.
Aber was mich schon beunruhigt hat, war mein absolutes Desinteresse. Ein paar Mails habe ich beantwortet, pro Tag habe ich eine Stunde Klavier geübt, das war es. Weder Einträge auf twoday, noch die Nachrichten – nicht sehr überraschend – haben mich interessiert. Appetit eher durch Abwesenheit auffallend. Eigentlich habe ich nur ans Gesundwerden gedacht, weil am Samstag die nächste Dienstreise ansteht. Und da werde ich wohl wieder fit sein, wie es bei Managern so üblich ist.
Als Workaholic kann ich mich ja nicht mehr wirklich bezeichnen.
300 volle Arbeitstage habe ich noch. Und ich bin verwundert, denn so habe ich nie in meinem Leben gerechnet, nicht einmal während der Bundesheerzeit.

Und mein Beruf geht mir auf die Nerven. Nein, nicht der Beruf, sondern das, was ich darüber in Zeitschriften und in den Nachrichten lese. Die Elektronik und die Informatik gehen in die falsche Richtung. Und da stoße ich mich noch nicht einmal an der NSA. Ich lese Fachzeitschriften und denke mir: da steht nur mehr Sch… drin. Und man darf mir glauben, es liegt nicht daran, dass ich die Inhalte nicht verstehe.




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