Archiv für Dezember, 2015

Pension Praxisbericht

Es ist ja bekannt, dass Pensionisten keine Zeit haben. Quasi-Pensionisten haben noch weniger.
Trotzdem ist es für mich erstaunlich, dass diese Weihnachten folgende Fakten gegeben sind:
1) Alle Weihnachtsgeschenke, für die ich verantwortlich bin, sind gekauft und bereits verpackt – obwohl sie erst am 25. fällig sind, wenn alle Verwandten bei uns zu Besuch kommen.
2) Die Menüs für morgen und übermorgen sind zutatenmäßig geplant und bereits gekauft. Das Fleisch für die Suppe am 25. kommt allerdings erst morgen früh an und wird von Frau Steppenhund geholt.
3) Die Zeitplanung fürs Kochen steht fest – sogar ohne Microsoft Project.
Post Skriptum:
TODO:
morgen: Vorspeise für die Feier bei meinem Sohn. (Tomatenquadrate)
Forelle nach Art des Steppenhundes für mittags zu Hause
Vorbereitung Rindssuppe für den 25.
übermorgen: Schweinsbraten nach Art des Steppenhundes
Weißkraut mit Speck in Weißwein
Erdäpfelknödel (das Rotkraut hat meine Frau heute schon gemacht)
Irgendeine Einlage, vermutlich Grießknödel für die Suppe
Personen: morgen mittags 3 Erwachsene
morgen abends (die Vorspeise) zwei Backbleche
übermorgen: keine Ahnung zwischen 13 und 18 Personen

EXIT – TOT – AUS

Naja, nicht so ganz.
Man kann den gestrigen Tag inklusive der Firmenweihnachtsfeier als letzten Arbeitstag ansehen. Da habe ich auch tatsächlich etwas gearbeitet.
Und ich wurde angesprochen: die Schulungen machst Du aber schon noch. Ja, die werde ich schon machen-
Ansonsten gab es eine Verabschiedung und eine Abschiedsrede meinerseits.
Um 4:30 p.m. kam ich nach Hause und war nicht einmal besonders besoffen.

Frei werde ich erst sein, wenn ich zuhause meinen Schreibtisch aufgeräumt habe – inklusive aller Papiere, die sich in einem Umkreis von 5 Metern befinden. Das wird noch eine Weile dauern.

Also jetzt fängt das Pensionistenleben an: mit ein paar Korrekturen während der ersten sechs Monate. Das bedeutet z.B. in 6 Tagen für 18 Personen kochen, bzw. Schweinsbraten machen.

Schon ziemlich geil!!!

Zwischenbilanz

a) ich muss noch 13 Kg abnehmen – also noch 5 bis Ende Jänner und 8 bis Ende April. Das sollte zu schaffen sein.
b) Ich kann schon zeitmäßig fast das gesamte Programm „derpacken“. Heute Schubert geübt. Jetzt in der Nacht das ganze Programm durchgespielt ausser der Chopin-Ballade und dem ersten Satz vom Schubert. D.h. von 95 Minuten 28 Minuten ausgelassen. Das bedeutet: konditionell schaffe ich jetzt 2/3. Ich hätte aber noch etwas Reserve gehabt. Ich glaube, dass ich zu Neujahr das gesamte Programm durchspielen kann.
Ein Viertel davon kann ich jetzt auswendig. Aber langsam fällt mir auch das Auswendiglernen leichter. Oder teilweise auch schwerer-

Andere trainieren für einen Marathon. Für mich wird das Konzert mein Marathon sein. Immerhin bestätigt sogar meine Frau, dass alles schon viel besser klingt 🙂
Und für Freunde, die im Juni keine Zeit haben werden, habe ich auch schon vor 2 Wochen das ganze Programm durchgespielt. Allerdings war ich da etwas angesäuselt. Die Qualität war lange nicht das, was ich mir heute attestieren kann.

Indirekt

Ich hatte letzte Woche einen Gästin bei uns, der ich unseren Biolieferanten im Nachbardorf zeigte. Ich war überrascht, als ich erfuhr, dass meine Frau die Zubereitung meiner Rindsbackerln so gelobt hatte. Das ist für sie sehr untypisch, dass sie so „extrovertiert“ agiert 🙂
Aber die waren schon so gut, dass ich sie wieder für Gäste machen werde.
Allerdings ist das Auslösen der Sehnen ein Schwerstunternehmen.

Heute ist Feiertag und ich habe heute nur eine Stunde Klavier geübt – bis jetzt. Doch wenn ich eine Bilanz ziehe, habe ich für vier Seiten Klaviermusik (Schubert) mindestens 14 Stunden üben müssen, um sie auswendig zu können. Das ist an sich nicht bemerkenswert, doch eher erstaunlich, wenn man bedenkt, dass ich diese Sonate seit 50 Jahren spiele. Aber halt immer nach Noten.
Immerhin könnte ich jetzt die Noten auch aufschreiben, also war es kein mechanisches Auswendiglernen unter Zuhilfenahme des motorischen Gedächtnisses.
Interessant ist allerdings, wie auf einmal Stellen schwer werden, über die ich mir nie spezielle Gedanken machen musste.

Vielleicht hätte ich mir aber schon Gedanken machen sollen.

Ich werde mir jetzt langsam einen Zeitplan machen müssen, bis wann ich was auswendig spielen können möchte.

Ich glaube, dass meine Ansprüche gestiegen sind.




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