Kindermund
Gestern und heute sind zwei Enkelkinder bei uns. Meine Frau bittet mich, ihnen das „Vampirspiel“ zu erklären. Die Erklärung hat es in sich. Ich lese nach und entdecke, dass das Spiel für Kinder ab 10 ist.
Aber wir spielen es und der Jüngste, er ist 5 gewinnt. Und auch sonst haben die zwei keine Schwierigkeiten sind mit all den Schicksalskarten, Glückskarten und Ketchupflaschen zurecht zu finden.
Ich biete ihnen an, dass sie das Spiel mit nach Hause nehmen, weil es ihnen gut gefallen hat.
„Nein, das geht nicht!“
– „Warum nicht?“
„Unser Spielzeugschrank ist so voll, dass wir nichts mehr einräumen können. Wir müssten etwas anderes auspacken.“
Das verstehe ich, aber es kommt noch ein Nachschlag:
„Und die Eltern verstehen das Spiel vielleicht nicht.“
–
Anmerkung: beide Eltern sind Vollakademiker und ich würde zumindest meiner Tochter unterstellen, dass sie weiß, wie es zu spielen ist. Alle meine Kinder haben sehr viele Gesellschaftsspiele gespielt
ABER UNSERE ELTERN VERSTEHEN DAS SPIEL VIELLEICHT NICHT!
Nachtrag: ein paar Stunden später.
Ich habe mit meiner Tochter gesprochen. Sie hat dieses Spiel gespielt! 🙂

Sonntag, Dezember 15, 2013 at 12:11 pm
Ich würde eher meinen,
dieser Satz heißt übersetzt:
„Ich spiel das Spiel lieber mit Oma und Opa !“
Ist doch eine schöne Sache…
LG
Lost
Sonntag, Dezember 15, 2013 at 2:13 pm
Die „heutigen“ Kinder sind Kinder der Technik. Ich kann es auch bei meinen Enkelkindern beobachten. Bevor die „Alten“ die Gebrauchsanweisung durchgelesen haben, sind die Kinder mit
dem Spiel längst fertig:-)
Sonntag, Dezember 15, 2013 at 4:18 pm
Dem letzten Satz kann ich nur zustimmen, haben wir doch auch eben ein Großelternwochenende hinter uns, allerdings mit einem vergleichsweise Winzling.
Unsere Tochter und ihr Partner sind wunderbare Eltern, aber Großeltern sind etwas anderes. Hat mit „Verstehen“ einer Sache von irgendeiner Seite natürlich nicht wirklich etwas zu tun, weil Großeltern haben ja jetzt auch nicht irgendwelche geheimen Fähigkeiten, allerdings, schon ziemlich früh erlangen wir Sonderstatus, quasi „das Andere“, und das ist ganz gut so.
Die Regale daheim ausräumen ist Alltag, die Regale bei den Großeltern, mit all den Steinen, Schwemmhölzern, Muscheln und Schnecken, das ist halt nur da, wie auch die anderen Spiele.
Kinder brauchen den Unterschied.
Die Wortwahl die dieses Bedürfnis zum Ausdruck bringt, die tät ich nicht überbewerten.
Dienstag, Dezember 17, 2013 at 10:41 am
*kichernd*
in Erinnerung an ein ähnliches Erlebnis mit dem Opa meiner Nichten vor einer Woche… nur mit einem Unterschied: Meine Schwägerin saß daneben und hörte, was da aus Kindermund sprach, worauf es ihr erstmal die Sprache verschlug 😉 –
insofern dachte ich beim Lesen spontan daran und auch dasselbe wie das, was auch Lost.in.thought. schrieb.
Mit fröhlichem Advents[piel]-Gruß
Teresa 🙂
Mittwoch, Dezember 18, 2013 at 12:55 pm
schön, in einer runde zu sein, in der eltern und großeltern noch mit den kindern resp. enkelkindern spielen …
leider hat es davon immer weniger … ein computer ist weitaus bequemer …
Mittwoch, Dezember 18, 2013 at 2:27 pm
„nicht verstehen“ kannn auch „nicht mögen“ bedeuten.