Der neue Papst

Ich hege Sorge um diesen Papst. Ohne über ihn mehr zu wissen, als die momentanen Zeitungsartikel schreiben, sehe ich ihn in einem kurzen Videoausschnitt, in dem er über seine Namenswahl spricht.

Meine folgenden Ausführungen sind unter Berücksichtigung folgender persönlicher Hintergründe zu lesen. Ich bin (noch) Katholik. Das „noch“ beinhaltet weiterführende Themen. Ich verteidige die Kirche manchmal und greife sie gleichzeitig an. Ich habe unheimlich achtbare und gescheite Priester getroffen, und ich verabscheue bestimmte Machtgruppen im Vatikan. Ich könnte nicht sagen, ob die Welt ohne die Katholische Kirche besser oder schlechter wäre. Ich stelle fest, dass konvertierte Katholiken genauso wie Taliban von mir angesehen werden. Beispiele ihrer Äußerungen finden sich auch hier auf twoday.

Den neuen Papst mag ich. Zuerst einmal wegen seiner Namenswahl. Ich verstehe eigentlich nicht, wieso es noch Franziskus I heißen kann. Er ist der erste Papst, vor dem ich nach Johannes XXIII wirklich Achtung habe und einen religiösen Anspruch entdecken kann. Es ist verständlich, dass ein Papst aus Polen mehr politisch eingestellt ist und auch ein ehemaliger Vorsitzender der congregatio fidei bestimmte Ausrichtungen haben muss.
Es ist erschreckend, bereits wenige Tage danach zu hören, welche Intrigen gegen ihn gesponnen werden. Ich mag es, dass er nicht aus Europa ist. Er wird sicher die „armen“ Länder besser berücksichtigen können. Ich werde es akzeptieren, wenn er in punkto Sexualmoral keine Neuerungen einführen wird. Es gibt genügend andere Probleme zu lösen. Rom ist nicht in einem Tag erbaut worden. Ich vertraue ihm, dass er etwas verändern können wird. Zum Guten.
Ich bin gespannt, ob meine Einschätzungen zutreffen werden. Aber jedenfalls wünsche ich ihm alles Gute.


  1. A pro pos Papst:

    Der Papst ist gestorben und kommt in den Himmel.
    Der Papst steht nun vor dem Himmelstor
    und Petrus kommt auf ihn zu.
    Petrus fragt: „Wer bist du?“
    darauf der Papst: „Ich bin der Papst“,
    Petrus: „hä?“,
    Papst: „Ich bin der Vertreter Gottes auf Erden;
    Führer der Katholiken…“
    Darauf sagt Petrus: „Wart mal, ich muss meinen Boss fragen.
    Petrus geht zu Gott und erzählt ihm,
    dass einer vor dem Himmelstor stehe und sagt,
    dass er der Papst sei und Führer der Katholiken.
    Darauf Gott: „Wie, was? Jesus komm mal her!“
    Jesus kommt zu Gott und Gott fragt Jesus,
    ob er einen Papst kenne.
    Jesus überlegt und sagt: „Wartet mal ich gehe mal schauen.“ Jesus geht zum Papst am Himmelstor.
    Nach 10 Minuten kommt Jesus lauthals lachend und grölend zurück.
    Petrus und Gott: „Was ist los Jesus?“
    darauf Jesus: „Wisst ihr noch, den Fischerverrein den ich vor 2000 Jahren gegründet habe?
    Den gibt’s immer noch…“

  2. Avatar von Unbekannt HARFIM

    Ich halte den neuen Papst doch eher für einen Joker in dem Pokerspiel, dass die Katholiken betreiben, um sich ihre Kundschaft zu erhalten.
    Da macht sich so ein sympathischer Kerl ganz gut, anstatt diesen verschlagenen Burschen davor 🙂
    Aber deshalb wird sich der Verein nicht in seinem Wesen ändern.

  3. „Den neuen Papst mag ich. Zuerst einmal wegen seiner Namenswahl…“

    Ich auch, obwohl ich kaum etwas über ihn weiß. Wir werden sehen, ob er so ist, wie ich vermute.

  4. Es tut mir leid, dass ich als sogenannter Querschläger hier die päpstliche Ruhe störe…..aber wenn ich „habemus papam“ höre….fällt mir immer nur dies ein :-/.

    http://www.youtube.com/watch?v=-lCRlfVk7oA

  5. …..ein Event ist eben ein Ereignis ;-), das sich natürlich jeder Pressemensch nicht entgehen läßt. Immerhin ist es mir fast gelungen die Papstwahl auszublenden, bis auf den einen Abend, wo eben in der Tageschau darüber berichtet wurde. Für mich gibt es deutlich wichtigere Themen. Allerdings verdienen sich die Bunten Medien ihre Tantiemen eben mit Brot und (Zirkus-) Spielen, und werden doch immer gern vom Gros konsumiert. So erfährt das Volk eine unterhaltsame Ablenkung vom Wesentlichen ;-)))

  6. Als Nichtmehrkatholik steht es mir nicht an, Urteil über den neuen Papst zu fällen, geht es mich doch nur minder etwas an, halt geradeso wie wenn ein Staatspräsident irgend eines Landes neu gewählt wird.
    Österreich bestimmt sich als katholisch, und ich bin Österreicher, also geht´s mich marginal doch etwas an.

    Skepsis steht da im Vordergrund.
    Franziskus wär als Programm sehr wünschenswert, wiewohl, mir fehlt der Glaube.
    Der Papst hat zu Zeiten einer Militätjunta in seinem Land mutmaßlich zwei seiner Mitbrüder an die staatliche Obrigkeit ausgeliefert, was bislang nicht bestritten wird.
    Das Oberhaupt einer maßgeblichen Glaubensrichtung sollte dies nicht in seiner Vita vorzuweisen, oder zumindest Stellung dazu bezogen haben.
    So stellt sich für mich Franziskus als willfähriger Erfüllungsgehilfe dar, nicht als selbständiger Erneuerer.
    Wir werden sehen.
    Schüller als Pabst wär mir recht, allerdings, wie gesagt, ist nicht meine Interessensgemeinschaft.

  7. ich glaube auch, dass die namenswahl des papstes programm ist. aber in seinen überzeugungen ist er doch konservativ, so dass es ernsthafte veränderungen nicht geben wird. ich finde ihn sympatisch (auch diese kategorie ist wichtig ) und wünsche ihm glück auf seinem weg.

  8. Avatar von Unbekannt Sunnilein

    Der Neue Ich bin keiner Kirche mehr angehörig, war aber mit einem evang. Pfarrer verheiratet. Es muss mir also über Kirche, diese oder jede andere, niemand etwas sagen.
    Trotzdem verfolgte ich die Papstwahl, eher als eine Art Theaterstück als eben im Vordergrund religiöse Rituale zu sehen.
    Ich finde ihn, Franziskus I., von seiner menschlichen Ausstrahlung her sehr sympathisch. Seien es sein völlig unkonventionelles „Guten Abend!“ und andere Kleinigkeiten, die mir auffielen. In diesem Zusammenhang könnte ich ihn mir als interessanten Gesprächspartner vorstellen, nicht unbedingt zur Sexualmoral, aber schließlich gibt es auf unserer Erde noch andere Themen. Ich wünsche ihm, dass Widersacher, Neider, Missgünstige und Günstlinge, die es alle da gibt, wo Macht ist oder vermeintliche, nichts anhaben können. Luft zum Leben, nicht nur der kranken Lunge wegen.Alles andere wird sich zeigen.




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