Archiv für Oktober 19th, 2011
Ich träume von Eisenbahnreisen. Die Transsibirische, die Verbindung zwischen Paris und London durch den Tunnel, die Panoramareisen in der Schweiz. Ich male mir die Reisen aus, schaue auch gelegentlich in den Fahrplänen nach und habe mich auch schon nach den Preisen erkundigt.
Die transsibirische Eisenbahn führt von Moskau nach Peking oder auch umgekehrt. Die chinesische Eisenbahn habe ich schon genossen, Peking Wuhan, achtzehn Stunden. Die russische Eisenbahn habe ich ebenfalls genossen, Leningrad Moskau. Das war romantisch und abenteuerlich. Muss ich mir da wirklich die weiteren zehn Tage dazwischen geben?
Ich war in London in der Waterloo-Station. Dort blieben die Eurostar-Züge vor meinen Blicken verborgen. Innerhalb eines Monats hatte ich am Gare-du-Nord einen Anschluss und sah einen gelben Eurostar. Vor mir, groß, bedeutsam, mit Aura. Und war der vielleicht sagenhaft schmutzig!
Durch die Schweiz bin ich vor einem Monat gefahren. Nicht Panorama. Aber ein bisschen etwas von der Vorfreude ist weg.
Das Ausmalen der Reise, das Planen, das Gustieren ist großartig, denn es bedeutet Träumen, Träumen von der Reise. Und können Träume nicht großartiger sein als alles andere, was wir so erleben.
(c) Steppenhund
(zur Übersetzung ins Französische freigegeben)
