Archiv für März, 2011

Andere Gedanken

Um auf andere Gedanken zu kommen…
Wann soll man über Primeln schreiben?
Nun ich versuche nach Val-du-Seran zu flüchten. (ungefähr 60 km von Genf entfernt) Das ist ungefähr dort: http://fr.wikipedia.org/wiki/Ruffieu
Ich habe mich einfach als Klavierspieler für eine Kammermusikwoche im September beworben. Ich scheine gute Chancen zu haben.
Und das Programm wäre das folgende:

Also manchmal befolge ich auch die Wünsche meiner Leser…

IT und Katastrophe

Eine Überschrift findet sich in http://ORF.AT unter der Rubrik IT:
HP setzt auf Cloud-Computing und Tablets

Ich übersetze das einmal so:
HP setzt auf (radioaktive) Wolken und schützt mit Jod-Tabletten.

Mathematik für AKWs

… und Journalisten und …
In der Laudatin zu einem Buch Taschners sagt Daniel Kehlmann, dass die meisten großen Mathematiker Platoniker sind, sie setzen die Mathematik nur dann als sinnvoll an, wenn sie zu realen Gegebenheiten in Bezug zu bringen ist.
Im Gegensatz dazu stehen die Logizisten, die sich seit Cantor mit Größenordnungen von mehreren Unendlichkeiten auseinandersetzen. Die Logizisten werden – so scheint es mir – von den Platonikern als versponnen oder verrückt gehalten.

Schnitt!
Die Abkürzung DAU kennen jetzt schon recht viele. Dümmster anzunehmender User.
Die Abkürzung GAU hat leider wieder ziemlich Aktualität gewonnen. Größter anzunehmender Unfall.
Wenn in einem Reaktor eine Kernschmelze eintritt, so spricht man von einem größten anzunehmenden Unfall.
Wie bezeichnet man es aber, wenn gleich in drei Reaktoren eine Kernschmelze eintritt. Vielleicht ururgrößter anzunehmender Unfall.

Oder ist es einfach deppertste Blödheit und Raffgier, dass man vier Kraftwerke so nebeneinanderbaut, dass ein Risikofaktor gleich vier Mal zur Auswirklung kommen kann.
Es ist das, was ich meine, wenn ich behaupte, dass man sichere Atomkraftwerke bauen könnte. Man könnte auch das Risiko eines GAUs auf ein vertretbares Maß an Fallout zurückschrauben, wenn man sich nicht einbildete, das nichts mehr unter Exajoules Profit bringt.

Aber im Prinzip will ich mit diesem Artikel nur auf die Sinnlosigkeit journalistischer Superlative und auf die Beschränktheit von Platonikern hinweisen. Und mögen sie noch so viel für die Verbreitung der Mathematik tun.

Raunzen auf hohem Niveau

Diesen Spruch, den ich von einem Freund, (ursprünglich Bloggerfreund) gelernt habe, verwende ich sehr gerne.
Wenn ich jetzt über Bauchschmerzen und Kopfschmerzen klage, fühle ich mich natürlich urkrank. Vor allem jeder Husten tut ziemlich weh.
Doch die Sch….ei hat sich beruhigt, ebenso die Ko…ei. Die letztere spüre ich nur beim Husten, weil da offensichtlich alles beleidigt ist.

Um ehrlich zu sein, fühle ich mich trotzdem ziemlich gut dabei. Ähnliche Beschwerden werden anfänglich der Strahlenkrankheit zugeschrieben. Allerdings hat man dann nicht die Hoffnung, dass sich alles von selbst beruhigen wird.
Wenn Japans Premierminister sagt, dass es die schlimmste Situation für Japan seit dem zweiten Weltkrieg ist, kann ich das gut nachvollziehen. Jetzt höre ich, dass außerdem noch ein Vulkanausbruch droht.
Die Japaner erleben jetzt ein Szenario, welches sich überall auf der Welt abspielen kann. Naturkatastrophen, die über das Ausmaß des Vorstellbaren hinausgehen.
Falsch. Ich kann mir das schon vorstellen. Ich neige ja eher zum Kassandratum, wonach es nichts gibt, was es nicht geben kann.
In D und Ö haben wir 66 Jahre keinen Krieg mehr gehabt.
Wir wollen und können uns nicht vorstellen, dass wir in die gleiche Situation der Japaner kommen könnten.
Wir reden nur davon, dass die Vorgänge in Japan uns nicht betreffen werden. (Wirtschaftlich ist das schon ein Blödsinn.) Kein Mensch garantiert uns, dass wir nicht mit einer Naturkatastrophe beaufschlagt werden, die und auf ähnliche Weise beeinträchtigt.
Es gibt viele Katastrophenfilme, die letztlich alle gut ausgehen. Wäre ein Film, der japanische Zustände beschreibt, ein Blockbuster geworden?
Wahrscheinlich hätte die Lobby der Energieerzeuger gegen die Aufführungsrechte gekämpft.
Ich bin gespannt, was wir in Europa aus der Situation lernen werden.
Ich befürchte: NICHTS.

Raunzen auf hohem Niveau. Man kann aus diesem Beitrag ablesen, dass es mir schon eine Spur besser gehen muss.

Diät

An meinem Essen kann es nicht liegen. Alle anderen haben es gut vertragen. Ich vermute fast, dass ich eine Salmonellenvergiftung vom Freitag (Brötchen mit Ei) aufgerissen habe.
Aber vier Liter in einer Nacht zu entwässern, schafft man sonst nur mit sehr brutalen Diäten.
Aber ich könnte auf den Nutzeffekt verzichten.
***
Und komischerweise mag ich seit einer Woche keinen Rotwein mehr. Ich verstehe das nicht ganz. Den Grund muss ich noch herausfinden.
Aber weniger Saufen ist vermutlich durchaus der Gewichtsabnahme förderlich.
Es würde bedeuten, dass ich überhaupt keinen Alkohol mehr trinke.
Solche Phasen hatte ich schon früher. Die erstreckten sich dann über zwei bis vier Jahre.
Also prinzipiell hätte ich nichts dagegen einzuwenden:)

Für meine Fans II

Liebe Leute, noch immer kein Musik-Video, obwohl ich jetzt manche Sachen vermutlich schon mit gutem Gewissen einspielen könnte.

Nein, ich habe ja noch einen Nebenberuf. Und der ist Schweinsbratenhersteller.
Es war nett, den zu machen. Am Vortag, mit genügend Zeit. Insgesamt war er sechs Stunden auf 80 Grad im Backrohr. Tieftemperatur.
Sauce mit Honig, Cognac, Dijon-Senf, Salz, Pfeffer und Creme Fraiche.
Und den Verwandten hat’s geschmeckt. Manche von denen, die nie nachnehmen, haben eine zweite Portion vertilgt:)

Läuft unter der Devise:
Hansi kann zwar nicht kochen aber lesen ….. Rezepte! gd&r

Für meine Fans

Mir tun die Japaner leid. Gegen Erdbeben sind sie ganz gut geschützt. Mit der Gefahr des Atoms kennen sie sich auch aus. Aber Tsunamis gab es 1971 noch nicht in der Anzahl, dass sie als echte Bedrohung gesehen wurden. Ich glaube, die sind inzwischen häufiger geworden.
Da wird noch einiges erst später publik werden.
Aber die Berichterstattung hat sich schon deswegen geändert, weil heute youtube-Videos und Internet-Berichte nicht mehr staatlich unterdrückt werden können.
Was mich nur aufregt, sind die Interviews mit Experten. Egal, ob sie für oder gegen Atomkraft sind. Ich kann die widerlichen, schleimigen Interviews schon nicht mehr hören.
Alle Fragen, die gestellt werden, konnte man auch in den vergangenen 25 Jahren stellen. Alle Antworten sind so, wie man sie auch in den vergangenen 25 Jahren hören hätte können.
Der Unfall wird jetzt wieder politisch ausgeschlachtet. Ich oute mich einmal: ich bin nicht gegen Atomkraftwerke. Ich bin nur gegen die Atomkraftwerke, die von irgendwelchen schmierigen, bestechlichen Politikern im Auftrag von geldgeilen Konzernen genehmigt werden.
Ich bin der Meinung, dass man „sichere“ Atomkraftwerke bauen könnte, die auch im Katastrophenfall beherrscht werden können, wenn nicht jedesmal ein neuer Gigantomanierekord aufgestellt werden müsste.
Aber ich plädiere für die Todesstrafe für jeden Politiker, der sich in Deutschland hinstellt und sagt, dass Atomkraft sicher ist. Die gehören in ein Flugzeug verfrachtet und eine Woche lang zur Begutachtung in Fukushima einquartiert.
Und nachher dürfen sie seligst dahin verrotten. Am besten mit Brandreden für die Atomnutzung, wenn man beobachten kann, wie sich während der Rede in ihrem Gesicht die Haut abschält.


Den gleichen Text habe ich als Kommentar bei Carpe Diem gepostet, doch ich dachte, ich möchte ihn doch eingenständig plaziert wissen.

Eigenschaft

Betreibe ich Sport?
(Aktive Sportlichkeit ist eine der Eigenschaften, die in einer Traumprinzenbeschreibung als notwendig erachtet wird.)

Die Antwort ist einmal NEIN.
Ich sollte auch noch mehr Bewegung machen, als ich zur Zeit mache. Das wird sich aber automatisch einpendeln.
Meine Kondition muss ich allerdings aufbauen – und da geht es auch um körperliche Kondition.
Ich stelle fest, dass ich bis jetzt von meinem Konzertprogramm nur eine Stunde durchhalte. Danach bin ich zu müde, um mich ausreichend konzentrieren zu können und auch die Beherrschung der Pfoten lässt nach.
Also übe ich jetzt unter anderem auch auf Kondition. Bis Juni wird das schon gehen. Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich früher fünf Stunden in einem spielen konnte, dann merke ich schon, wie alt ich werde.
Es ist aber auch so, dass manche Sachen echt anstrengend zum Spielen sind. Das z.B.

Ist das nicht geil? 🙂 Muss man also schon noch im Alter spielen können:)
Ich habe die Bilder einer Aussstellung im Alter von 10 Jahren einmal von Shura Tscherkassky gehört und sie haben mir solchen Eindruck gemacht, dass ich sie unbedingt einmal spielen können musste. Und gefreut habe ich mich, wenn meine Tochter mich gefragt hat: „Wann spielst Du denn die Bilder wieder einmal?“

Kleinkunst

kann ziemlich groß sein.
Manchmal geniere ich mich, wenn ich etwas sehe, was es schon lange gibt und ich „erst jetzt“ draufkomme.
Und eine Freundin hat mir schon im Jänner gesagt, sie will da mit mir einmal hingehen, doch Terminschwierigkeiten lassen erst den März als möglichen Termin zu.
Also das Stück wird noch bis in den Mai aufgeführt. Wer mir nur irgendwie vertraut, sollte einfach meiner Empfehlung folgen und so rasch wie möglich hinschauen. Auf der homepage ist vermerkt, welche Vorstellung schon ausverkauft sind.
Man stelle sich vor:
ein voll besetztes Kaffeehaus mit Ausrichtung der Stühle letztlich auf eine kleine Bühne. Was heißt Bühne? Sogar eine Drehbühne. Volle Beleuchtungsriege am Plafond.
Ein Stück, welches in etwa elf Akteure aufweist. Ein Klassiker, Bert Brechts Dreigroschenoper auf Dreigroschenballade umgetextet, neu komponiert. Bühne, Regie, Bedienung im Lokal, alle Akteure, Drehbuch, Komposition, Kostüme, etc., etc. alles von genau zwei Personen geleistet. Allein schon der blitzschnelle Rollenwechsel von Mama zur Tochter und zurück ringt Bewunderung ab. Im Stück selbst kleine adhoc-Berücksichtigungen des Publikums und ein bisschen Kabarett-Einschlag durch Einbeziehung zeitpolitischer Anspielungen.
Das Ganze ein bisschen links ausgerichtet, was aber im Sinne des Stückes punktgenau ausgearbeitet wird. Schmunzeln und Lachen, manchmal etwas gequältes Lachen, nicht wegen der Aufführung sondern weil manche Inhalte so zielgerecht den Finger auf die Wunde legen.
Ein Mackie der Messer, der die Berechtigung der klassischen Glühlampe verteidigt, als gelte es die Bewegung der Erde um die Sonne zu bestätigen.
Sowas habt Ihr noch nicht gesehen. Sowas müsst Ihr euch anschauen.
Ihr wisst noch nicht was?
Es geht um die Klettenheimers.
Alles weitere könnt Ihr dort nachlesen.


Mir persönlich gefallen ja auch die musikalischen Passagen sehr gut, welcher von der Klettenheimerin stammen. Aber dass die beiden, während sie spielen, auch noch fernsteuertechnisch die Beleuchtung und die begleitenden Filmzuspielen kontrollieren, sieht schon fast nach Magie aus.

Qualität

Beethoven hat nicht nur „gute Musik“ geschrieben. Manche seiner Werke sind fürchterlich. Doch die kennt man nicht, weil sie nicht zum heutigen Konzertrepertoire gehören.
Eine Zwitterrolle spielt hier das Stück „Für Elise“. Viele kennen es, es ist „gute Musik“, doch wird es aufgrund der vermutlichen, technischen Leichtigkeit als Probestück für angehende Klavierspieler herangezogen. Diese können, ohne dass sie etwas dafür können, das Stück derart verhunzen, dass es fast unerträglich wird, es später noch zu hören.
In der unten stehenden Aufnahme, setzt auch die große Begeisterung hörbar ein, als das Werk der Zugabe erkannt wird.

Warum ich jetzt aber darauf komme, ist durch die Warteschleife eines sehr großen Unternehmens begründet, die dieses Werk als Wartemusik bereitstellt.
Die Aufnahme wäre musikalisch in Ordnung ist aber technisch derart verklirrt, dass es eine Schande für ein Unternehmen ist, welches bei PR-Aktionen keinen Euro scheut, um perfekt dazustehen. An meinem Telefon scheint es nicht zu liegen, weil ich bei einer anderen Firma ein Schubert-Impromptu höre, welches durchaus in annehmbarer Qualität bei mir ankommt.

Soviel zum Qualitätsbegriff.

Um aber den geneigten Lesern und Leserinnen nahe zu bringen, um welches Stück es geht, sei hier eine Einspielung referenziert, die ich wirklich für ausgesprochen toll, sowohl musikalisch als auch technisch halte. Da höre ich mir die Einspielung auch durchaus wiederholt an, selbst wenn ich das Werk sonst nicht mehr hören kann.




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