Ablaufdatum

In BHZ ist zu lesen:
Die Liebe hat ein Ablaufdatum
Unter diesem Titel berichtet das BHZ über eine Studie britischer Wissenschaftler.
Wenn man über Ehen liest, die nach wenigen Wochen bereits wieder geschieden werden, stellt sich die Frage, wieso sich jemand so irren konnte.
Britische Wissenschaftler haben jetzt die Antwort gefunden: es ist der Abnützungseffekt von Pheromonen. Es geht nicht um unverschlossene Zahnpastatuben oder das Liegenlassen der Unterwäsche sondern ist es ein Pheromonschock, der ähnlich wie der totale Drogenentzug bei einem Junkie wirkt.
Ob sich ein Paar findet und sich dann auch binden will, hängt in erster Linie von den Pheromonen ab. Das sind im Unterbewusstsein wahrgenommene Duftstoffe, die sexuelle Bereitschaft vermitteln und damit die stärkste Anziehungskraft auf die betroffenen Personen darstellen.
Das gilt zumindest für zwei Drittel der Menschen so. (69,57%) Die Wirkung dieser Pheromene hält in der Regel zwei Jahre an, die Abnahme erfolgt stetig und spätestens nach 6 Jahren ist die Wirkung nicht mehr feststellbar. Aus diesem Grund wird auch vom „verflixten siebenten Jahr“ gesprochen.
Nun gibt es, wie die Wissenschaftler herausgefunden haben, beeinflussende Faktoren, welche diesen Verlauf drastisch ändern können. Die diesbezüglichen Studien erfolgten über einen Zeitraum von 35 Jahren.
Der eine heißt Überlagerung. Der eine Partner geht fremd und stößt auf eine Person, deren Pheromone sich deutlich unterscheiden. Die Wissenschaftler übersetzen die Beschaffenheit mit ein paar Grundbegriffen wie z.B. Farben. Ist der Mann mit einer Frau mit „roten“ Pheromenen verheiratet und betrügt sie mit einer Frau mit „grünen“ Pheromenen, so entsteht ein Nachhall. Wenn er das nächste Mal mit seiner Frau zusammen ist, so empfindet er sie als „braun“ und das mag er z.B. gar nicht. Ganz im Gegenteil, es kann zur Abstoßung kommen.
Jetzt muss es nicht unbedingt das Fremdgehen sein, welches diesen Effekt bewirkt. In Aufzügen, in der U-Bahn, im Gedränge kommen sich die Menschen so nahe, dass sie auch ohne unmittelbaren Kontakt den Einwirkungen fremder Menschen ausgeliefert sind.
In Interviews mit Pärchen jeden Alters haben die Wissenschaftler festgestellt, dass es auch Ausreißer gibt. Manche der Befragten gaben an, dass sie auch noch nach 20 Jahren scharf wie Lumpi auf ihren Partner oder Partnerin wären. (siehe Kasten)
Hier tappt die Wissenschaft noch etwas im Dunklen. Manche Untersuchungen zielten auf die Ernährungsgewohnheiten, andere nahmen das sexuelle Verhalten der Personen zum Gegenstand.
Es besteht die Vermutung, dass Fremdgehen eine durchaus erhaltende Wirkung erzeugt, wenn die zusätzlichen Partner aus der gleichen „Farbfamilie“ stammen. Ein Unterschied zweier Rottöne wird als zusätzlicher Kick wahrgenommen, der sowohl dem externen Partner wie dem eigenen zugute kommt.
Prof. Cornelius Huxley beschreibt eine andere These. Auch der Hautkontakt stimuliert und verändert die Pheromenzusammensetzung vorteilhaft, wenn es sich um hautverträgliche Typen handelt. Die Hautverträglichkeit wird wiederum an Temperatur, Rauhheit, Chemie der Epidermis festgemacht, Eigenschaften, die teilweise auch ernährungsabhängig ist.
Nicht zuletzt konnte festgestellt werden, dass die Frequenz des Geschlechtsverkehrs eher positiv zu Buche schlägt. Die Abnützung ist größer bei 2 mal pro Woche (Luther’sches Geheimrezept) als bei 2 mal im Tag. Die Begründung dafür konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Keine der ursprünglichen Vermutungen konnte bewiesen werden.

[Quelle: aphha]


  1. „Abnützung“ im letzten Absatz finde ich eine aparte Beschreibung. 2 mal pro Woche nutzt die Pheromone ab, 2 mal am Tag dann eher die Mechanik? Es gilt, dass immer ein wenig Verlust dabei ist.

    Aber wie schreibt schon Herr nömix? Jede Studie nutzt lediglich dem Auftraggeber. (Wobei ich gegen 2 mal täglich momentan nur einzuwenden habe, dass die entsprechende Partnerin 6 Flugstunden entfernt weilt)

  2. vermutlich ist längst das entsprechende kochbuch in der mache…
    🙂

  3. Toll, dass wir Europäer anno 2011 keine anderen Probleme haben.

  4. pheromone, die gibts ein bericht aus der praxis, gepostet aus einem cafe im villacher atrio;
    als meine damalige gefährtin unser kind geboren hatte war ich kurz danach beim billa um windeln zu kaufen, da begegnete ich einem weiblichen wesen, unsere blicke trafen sich und ich wurde fast wahnsinnig dabei, mußte mich zwingen einen anderen weg zu nehmen um aus ihrer aura zu kommen, das war wie magnetisch, diese anziehung, und das in dieser lage auch noch.
    ich habs geschafft, sah sie nie wieder, puhhh…..

  5. Na klasse. Kein “ wir haben uns auseinandergelebt“ oder ein “ wir haben herausgefunden, wir passen nicht zueinander“. Ab jetzt heißt es „Meine Liebe, deine Pheromone sind ranzig“.

  6. Haben wir denn eine Chance?
    Ich mein, wenn du zweimal am Tag Geschlechtsverkehr haben sollst mit ihr, all die Jahre hindurch, ähm, schon rein orginatorisch geht das kaum.
    (Meingott, damals als Quantität noch vor Qualität ging, lieb.)

    Bar jeglicher statistischer Untermauerung wage ich zu behaupten, dass, wenn du ihr täglich das Frühstück bereitest, ein paar Blümchen ab und an, Zuhören sowieso, desweiteren die neuen Schuhe bewundern (Garderobe detto), etc., also dann könnte man´s durchaus auch ohne hohen Pheromonspiegel schaffen.

    Ich hoffe doch, eine kleine Chance haben wir,!

  7. Pheromone sind tröstlich, wenn wir nicht glauben können, nicht glauben wollen, dass die Liebe einfach endet…

    Die alte Sehnsucht nach Ewigkeit….




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