das emanzipierte Wesen

Unter modernen Frauen hat sich eine Gruppe etabliert, die quasi stolz darauf sind, Hexenkünste zu besitzen. Es geht hier nicht um Flüche und Verwünschungen sondern um den Besitz von alten fraulichen Weisheiten, die halt nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die meisten der Weisheiten beziehen sich auf Heilkräfte und die Zutaten für entsprechende Behandlungen.
Männliche Hexer sind darunter nur sehr spärlich vertreten.
Eine Ausnahme stellt hier auf einem vollkommen anderen Gebiet Dr. Dolittle dar. Die Gabe, mit Tieren sprechen zu können, wäre schon etwas ganz besonderes und sicher nicht sinnlos, wenn man bedenkt, dass eine Studie ergeben hat, dass ein Border Collie es auf ein Wortverständnis von über 1200 Wörtern gebracht hat, die er sogar in Kategorien einteilen kann. Etwas, was vielen Menschen schon nicht mehr möglich ist, wie ich immer wieder schmerzhaft feststellen muss.
Ich selbst habe jetzt erkannt, dass ich eine andere Hexenkunst beherrsche. Ich kann Musik verstehen. Sprich, ich kann bestimmte Idiome der Musik zuordnen. Einen Teil davon kann man auf der Musikakademie lernen. Doch bestimmte Inhalte gelten auch dort als zu esoterisch und man geht naserümpfend über sie hinweg.
Und obwohl ich weiß, dass es andere Gründe gibt, warum es so wenig Komponistinnen und eigentlich auch Solistinnen im Vergleich zum männlichen Anteil gibt, behaupte ich nun einmal frech, dass es sich hier um die männlichen Aspekte der Hexenkunst handelt. Und da ist der Mann das emanzipierte Wesen.


  1. Meine ‚Hexen‘-Kunst besteht unter anderem darin genau zu wissen welches Gelenk gerade ein Geräusch abgibt…vielleicht sollte ich mal bei wetten dass….grübel…wobei der Vorführungseffekt leider nicht zwangsläufig zu provozieren ist….;-))))). Nun ja jeder der im ‚knackigen‘ Alter ist, weiß wovon ich rede.

  2. Na da freut man sich doch, nicht in Rumänien zu leben, wo erst jüngst eine Hexensteuer eingeführt wurde, und mindest ebenso, dass die Scheiterhaufen nicht mehr so das Landschaftsbild prägen wie ehedem.

    Eine Gabe als Hexerei zu orten, fände ich allerdings sowieso fragwürdig.
    Musik so zu begreifen wie es, nicht zuletzt hier durchaus nachvollziehbar beschrieben wird, bleibt mir offensichtlich versagt (hab ich doch schon Probleme mit Schumann und Schubert), weil meine Sprache ehe die der Bilder ist, allerdings weit jenseits der Hexerei.

    Was auffällt, sowohl in der Musik, wie auch in der Bildnerei ist der Frauenanteil eher gering, und ich glaube nicht, dass da heute noch großangelegte Unterdrückungsmechanismen angewendet werden.

    Der Schluß liegt nahe, dass es doch Unterschiede gendermäßiger Natur geben könnte, was ich auch gar nicht für so verwerflich halte.

    Ja, ich versteige mich sogar zu der Behauptung, auch der Mann hat einen Sinn, und nicht nur in der Hexerei.




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