Archiv für Januar, 1970
1) http://www.youtube.com/watch?v=NNx6hh-cCa8
oder
2) http://www.youtube.com/watch?v=06tQpVtlQMo
Ich kann da eine Präferenz äußern.
Ist das Ölunglück im Golf von Mexico wirklich schlimm?
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Ich behaupte einmal: NEIN.
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Ich begründe dies mit dem Schimmelbrief, mit dem die Zuständigen von Deepwater Joint Investigation auf Vorschläge antworten.
„If you would like to submit a suggestion, it can be submitted via the Deepwater Response Web site at http://www.deepwaterhorizonresponse.com or by calling 281-366-5511.
Once a formal suggestion has been filed, BP technical personnel will carefully evaluate each and every one for technical feasibility and proof of application. If the engineering group finds the suggestion feasible, the person submiting the suggestion will be contacted if and when their support is needed.
Since this effort began, thousands of suggestions have been submitted and each one is being reviewed meticulously – that takes time and patience.
Bottom-line: suggestings are being taken, are welcomed, and appreciated.
Thank you.
Für Nicht-englischsprachige folgt eine Übersetzung:
„Bla, bla“
Diese Antwort hat ein Professor aus Wien mit einem möglicherweise „nicht möglichen“ Vorschlag bekommen. Allerdings bekam der CERN auf sein Schreiben, die gleiche Antwort. Es ist eine Standard-Antwort.
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Ich will hier nicht auf den Lösungsvorschlag eingehen. er findet sich im Internet. Meine erste Reaktion war: das wird nicht gehen, doch sollte es funktionieren, wird es nicht ohne die Mitarbeit des CERN geschehen, da die im Bereich Tieftemperatur die größte Erfahrung haben.
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Aber die Art der Bürokratie, die hier an der Oberfläche sichtbar wird, zeigt mir, dass es „noch kein großes Problem ist“. Es gibt noch keinen Notstand.
Und die Amis sind vermutlich auch viel zu stolz um Hilfe von außen anzunehmen.
Nehm‘ ich einmal an.
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THANK YOU.
Mir etwas zu schenken ist mittlerweile schwer geworden, aber die richtig guten Freunde schaffen es doch immer wieder.
Wenn sich der Auszug eines Vorworts so liest:
…
Even Sir Stanley Unwin refused to publish it until his best author, Bertrand Russell told him he must.
This crucial recommendation was not achieved without intrigue, and required me (not unwillingly) to sleep with one of Russsell’s granddaughters, who asked me in the morning,
„What exactly do you want from Bertie?“
„To endorse what he said about the book when he first read it in typescript,“ I told her.
„He never will“ she exclaimed. „You’ll have to twist his arm, you’ll have to blackmail him. How can I help?“
…
[Preface to the fifth English edition to Laws of Form by George Spencer-Brown, p vii]
könnte man doch auf eine vergnügliche Fortsetzung hoffen.
Als kleines Anschauungsbeispiel stelle ich hier die Seiten 42 und 43 herein (Ich hoffe ich werde der angedrohten criminal prosecution entgehen.)
Es kommen hier die Begriffe completeness, theorem und proof vor. Man könnte daher auf einen mathematischen Inhalt schließen.
Sonst wird man sich mit den Zahlen ziemlich schwer tun. Sie sind entweder Indizes oder Referenzen auf einzelne Zeilen. Die halberten Quadrate sind marks of distinction.
Und laut Titelseite enthält das Buch den allerersten Beweis der Riemann-Hypothese. Leider setzen meine eigenen Verständnisschwierigkeiten bereits auf der Seite 3 ein:))
Am Montag hatte ich die Gelegenheit, einen Vortrag von Dr. Auma Obama (Schwester von Barrack Obama) anzuhören. Überraschenderweise war ich auch nachher zum Dinner mit eingeladen und konnte mich ein wenig mit ihr unterhalten. (Das Event war von CARE veranstaltet worden.)
Der Inhalt ihres Vortrags war über ihre Arbeit in Kenya, wo sie vor allem jungen Mädchen hilft, ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Sie macht das über Sport, hat aber unter anderem es auch geschafft, mehrere Organisationen in ihren Zielen unter einen Hut zu bringen.
Sie hat auf deutsch gesprochen. (Sie hat in Deutschland promoviert.)
Ihr freier Vortrag war ausgezeichnet, nicht überzogen und trotzdem bekam man die Dringlichkeit ziemlich mit. Es ging auch weniger um den Spendenaufruf an sich, (der besteht natürlich implizit, wenn man über die Zustände unterrichtet wird) sondern die Überzeugung lag darin, dass man auch dann etwas ändern kann, wenn man es nur in kleinem Rahmen schafft, aber peu a peu die Bewusstseinslage verstärkt.
Ich habe sie später gefragt, ob sie Menschen kennt, die mit einer ähnlichen Einstellung in Deutschland operieren.
Der Anlass meiner Frage war folgender:
Es scheint mir so, dass in Deutschland das Problem herrscht, dass die junge Generation (in der Masse) kein Selbstwertgefühl mehr entwickeln kann. Das Fehlen von Arbeitsaussichten, Hartz-IV-Karriere bei den Eltern und die Aufklärung im Fernsehen, dass man nur dann etwas ist, wenn man entweder Top-Model ist oder einen Porsche fährt, kann einen schon entmutigen.
Ihre Antwort war sehr interessant.
Sie erzählte mir, dass sie eine ähnliche Arbeit in England durchgeführt hätte. Meine Begründung hinsichtlich Deutschland konnte sie sehr gut verstehen. Ich denke, sie teilt meine Ansicht. In England gibt es dasselbe Problem. Und dann sagte sie: in England bin ich gescheitert. Im weiteren Gespräch stimmten wir überein, dass der Grund für das Scheitern vermutlich daran liegt, dass es uns in Europa noch „zu gut“ geht.
Es könnte sein, dass sich hier ein Missstand zu einer echten Gefahr auswächst.
Das war ein ziemlich interessanter Abend, in dem ich auch andere Informationen über CARE erfuhr. Es war aber ein Erlebnis, diese Frau kennen zu lernen.
Morgen kommt ein neuer Kühlschrank. Es könnte sein, dass er zu groß ist.
Aber irgendwie wird es schon gehen.
Die Logistik wird lustig.
Es wird läuten.
Alter Eisschrank wird blitzartig ausgeräumt.
Leute bringen das Gerät herein. (Wiegt ca. 100 kg mit Verpackung)
Leute werden gebeten, den alten Kühlschrank aus der Nische herauszuschieben. (Der wird entsorgt)
Fußboden und Randstreifen wird geputzt.
Währenddessen packen die Leute den Kühlschrank aus und schlagen die Türen von rechts nach links um.
Boden ist sauber.
Kühlschrank wird, soweit es geht, in die neue Nische hineingeschoben.
Wir werden feststellen, dass er irgendwo ansteht.
Es gibt zwei alternative Stellweisen.
Die Leute können schon derweil den alten Kühlschrank einpacken.
Der Kühlschrank wird angeschlossen.
Die Sachen werden wieder eingeräumt.
(Die Tiefkühlware überwintert einige Zeit bei meinem Sohn, der erst übermorgen wieder zurückkommt.)
Der Kühlschrank wird bezahlt.
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Fazit:
Die Küche ist extrem „aufgewertet“.
es gibt einen Liebherr weniger und einen LG mehr.
So wird er aussehen.

Nicht schlecht für einen, der nicht plant. Oder? :
Es ist leicht zu sehen, dass jetzt im Sommer weniger geschrieben und auch weniger gelesen wird. Ich muss zur Zeit auch relativ viel beruflich schreiben. Daher fällt mir für das Blog nichts Gescheites mehr ein.
Aber den folgenden Artikel habe ich recht interessant gefunden
http://derstandard.at/1277339143961/Stadt—Digital—Smart
Natürlich ist er sehr IBM-bezogen, selbst wenn es sich um das iPad handelt.
Die enthaltenen Gedanken sind deswegen nicht weniger wert.
Denn die Frage, die sich stellt, ist die der gesellschaftlichen Verwertung.
Wenn man davon ausgeht, dass Mitte unseres Jahrhunderts rund 80 Prozent der Menschen in urbanen Zusammenhängen, Städten und Regionen, leben werden, kann man sich vorstellen welche logistischen und gesellschaftlichen Anforderungen auf uns zukommen. Und die Aufgaben beginnen nicht in der Zukunft, sondern sie beginnen heute. Denn unser heute ist die Zukunft der Science-Fiction Romane aus den 1950er Jahren. Lesen Sie etwa Philip K. Dicks Roman „Player Piano“ und Sie werden denken, dass es ein Bericht aus dem „Heute“ ist.
In einem anderen Zitat kommt allerdings etwas vor, wo ich meine Haltung zwischen Arroganz und Schmunzelei ansiedeln möchte.
Die einzelnen Geräte (und ich meine wirklich alle Arten – vom viel zitierten Eiskasten bis zum Auto, vom Smartphone bis zum Fahrrad – sind in der Lage Informationen zu versenden und zu empfangen. Das heißt zugleich, dass ungeahnte Intelligenz im Alltag Einzug gehalten hat und viele tolle Lösungen denkbar geworden sind.
Ungeahnte Intelligenz! Vielleicht meint er damit ja auch tatsächlich ungeahnte Blödheit, wie man das bei 1984 interpretieren könnte. Diese ungeahnte Intelligenz hilft zum Beispiel überhaupt nicht, wenn sie nicht genutzt wird. Für Duisburg hätte man aus gegebenen Anlass die Intelligenz schon nützen können. Es hätte genügend Information gegeben.
Wenn die Veranstalter zu geil sind, (und ich meine geldgeil und sensationsgeil, die andere Geilheit finde ich ganz in Ordnung.) so hilft selbst ungeahnte Intelligenz überhaupt nichts.
Wie soll ich denn etwas für vernünftig halten, wenn ich die Intelligenz gar nicht erahnen kann?
Ich behaupte oft, dass ich Langeweile nicht kenne. Ich nehme es umgangssprachlich als Synonym für „nicht wissen, was man tun soll“ hin.
Ich hatte heute eher das Problem, „ob ich etwas tun soll.“
Ich bin allein zuhause, der Hund ist schon versorgt und spazieren gegangen worden. Meine externen Verpflichtungen sind alle erledigt. Frau Columbo hat sich bedankt, dass ich ihre Reise so gut vorbereitet habe. Ihre Geschwister und sie sind glücklich am Urlaubsort angekommen. Am Nachmittag gab es ein kleines Schläfchen, was sich bis 7 Uhr ausgedehnt hat. Die Wäsche ist gewaschen.
Als ich mit dem Hund spazieren war, fühlte ich mich absolut ausgeruht und aufgrund eines bisherigen, bereits zweistelligen Gewichtsverlust (und das ohne eine Diät) bin ich recht beschwingt ausgeschritten. Noch bin ich fett! Aber der Umstand könnte bereits zu Weihnachten gefährdet sein.
Hätte ich ein Auto, würde ich mich hineinsetzen und in die Stadt fahren. Ich würde in ein bekanntes Schachkaffee fahren, in das mich kürzlich ein ehemaliger Schachmeister eingeladen hat, als wir uns in der U-Bahn trafen.
Vielleicht würde ich auch ein Kino besuchen.
Aber ich scheue den Aufwand. Selbst das Anrufen verschiedener Freunde scheint mir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr opportun.
Also sitze ich jetzt bei meinem französischen Käse und einem Grünen Veltliner Rosenberg 2006, der noch von gestern übrig geblieben ist, und werde dann Total Recall ansehen.
Den Film habe ich schon oft gesehen und so gut ist er eigentlich gar nicht. Aber ich mag die ursprüngliche Kurzgeschichte von Philip K. Dick so gern, dass ich auch die verfilmte Fassung immer wieder gern ansehe.
Und eigentlich ist der Film gar nicht so schlecht. Je mehr die Zeit fortschreitet, desto realer werden die politischen Implikationen.
An Blade Runner kommt er natürlich bei weitem nicht heran.
Eines kann ich aber sagen: heute habe ich mich gut erholt.
Aus gegebenem Anlass möchte ich eine Übung vorschlagen:
Erklären Sie mir:
Was ist ein Modell?
Ich stelle immer wieder fest, dass Menschen, die dieses Wort durchaus kennen, (auch in der Form der zweibeinigen, zwei Meter großen Ausführung) große Schwierigkeiten haben, mir den Begriff in eigenen Worten zu erklären.
Bei Wikipedia nachsehen ist natürlich möglich. Doch probieren Sie es einmal ohne Hilfe!
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Und probieren Sie es mit anderen Begriffen…
Ein Eurofighter kostet ja 100 Millionen Euro. Das ist vielleicht ein bisschen teuer. Aber ein Umstandspanzer wäre schon angebracht. Einer von denen, die sonst eingemottet würden.
Denn auf eine Umstandsfeldhose hat die Soldatin ein Recht, wie sich heute aufgrund des ministeriellen Erlasses herausstellt.
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Man könnte ja argumentieren, dass in der Schwangerschaft, wo sich Rauchen und Alkohol verbieten, auch das Kriegsführen nicht so angebracht ist.
Aber wahrscheinlich ist das die erlaubte Form der Abtreibung. Die Kirche hat noch nicht protestiert. „Is Kua hin, is Käubl ah hin.“ wäre die erlaubte Form. Unerwünschte Schwangerschaft – ab ins Bundesheer und in eine Problemzone.
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Jedenfalls verfügt der Feldanzug 75 über ein Detail mehr.
Ja, was den Panzer angeht: drinnen geht es sehr eng zu. Wenn man schon extra Hosen macht, sollte man auch die Panzer ein bisschen aufbohren, sonst kann es zu argen Quetschungen kommen.
Ich lese sehr gerne bestimmte Blogs hier auf twoday. Manchmal zwinge ich mich sogar, sie nicht zu lesen, weil sie mir auf magische Art Zeit wegfressen. Nur ein kleiner Kommentar hier, einer dort und schon ist eine Stunde dahin, weil es dazwischen ja noch einige Links zu verfolgen gilt.
(Die diesbezügliche Hitliste führen die Praxis Dr. Schein, Begleitschreiben und Teppichhaus Trithemius an. In allen Fällen muss ich mich zwingen, Nichts zu schreiben. Ich kann da nicht so leichtfertig ein paar blöde Sprüche ablassen, ich muss da vorher etwas nachdenken. Und das ist schwer.)
Beruflicherseits werde ich auch manchmal auf Blogs geführt und da habe ich eben einen Artikel empfohlen bekommen, der von einem Mann geschrieben ist, dessen Stil vielleicht Kwaku Ananse ähnelt.
Der Artikel selbst, eine Buchrezension, ist aber bereits faszinierend. Und das Buch werde ich wohl lesen wollen.
Es geht um das Muster einer bestimmten Art von Scheitern.
Für die, welche sich den Artikel ersparen wollen, – sich dabei aber ins eigene Fleisch schneiden – sei hier Autor und Buch genannt:
James C. Scott
Seeing Like a State: How Certain Schemes to Improve the Human Condition Have Failed
