Eben habe ich die Zefirelli-Verfilmung einer Aufführung von Turandot in Verona gesehen. Nicht ganz bis zum Ende.
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Ich mag Puccini.
Ich mag die Oper Turandot.
Ich mag Puccini.
Ich mag die Person Turandot überhaupt nicht.
Ich mag Puccini deswegen, weil er selbst auch die Turandot nicht mochte und deswegen die warmherzige Liu eingeführt hat, die sich für Kalaf sogar selbst ermordet, damit ihr nicht der Name entrissen werden kann.
Das Quasi-Happy-end mag ich gar nicht anschauen. Berio hat das Ende mit einer offenen Fragestellung stehen lassen. Da gibt es nicht den üblichen Märchenschluss. Das finde ich fein. Ich sehe nicht ein, warum Turandot am Ende noch „glücklich“ davon kommen sollte.
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Aber rachsüchtig bin ich auch. Wenn das Betragen der Turandot so verständlich sein soll, dann möchte ich z.B. keine Türken mehr in Österreich haben. Dann beziehe ich mich auf etwas was vor 300 Jahren stattgefunden hat. Turandot lebt ihre Rache für etwas, was viel früher noch passiert ist. Und sie bekennt sich zu ihrer Rache. Eigentlich gehört sie entweder geköpft oder sie wird dem niedrigsten Sklaven vermählt, um sie endgültig zu demütigen.
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Aber wie gesagt: ich mag die Oper.
Und ich mag Puccini.
Als ich http://twoday.net zum ersten Mal besuchte, gab es so viele Beiträge, die mich interessierten und deren Verfasser ich gerne kennen lernen wollte, dass ich gar nicht so viel Zeit aufbringen konnte, alles zu lesen.
Viele haben sich verabschiedet und sind umgezogen.
Heute gibt es vielleicht noch zehn Blogger, deren Beiträge mich neugierig machen. Immer wieder bröckelt eine oder einer ab.
Damit wird mein Blog hier nur mehr zu einem Teil gewisser Tagebucheintragungen.
Ich schreibe hier, weil es vielleicht zwei oder drei Leserinnen gibt, die an den musikalischen Geschichten interessiert sein könnten. Aber die Beiträge sind nicht mehr die Quintessenz dessen, was ich für besonders wichtig halten könnte. (Ausnahmen gibt es.)
Andere Mitteilungen schreibe ich wieder in ein schwarzes Buch. Und apropos Buch. Das wird sowieso in einem anderen (privaten) System geschrieben.
So ändern sich die Zeiten.
Das Wetter verschlechtert sich zunehmend auf Pfingsten hin. Das wäre mir eigentlich gleichgültig, aber mittlerweile spüre ich das Wetter in meiner linken Schulter, die bei solchen Wetterumschwüngen rheumatisch zu schmerzen beginnt. Das ist die Folge einiger Titanstückchen, die mir einmal anlässlich eines Schlüsselbeinbruchs eingesetzt wurden.
Heute musste ich eine Übungssession nach 30 Minuten abbrechen, weil mir die Schulter zu weh tat. Das ist natürlich auch durch den Schweregrad des Stückes bedingt, bei dem der linke Arm sowohl schnell als auch heftig bewegt werden muss.
Irgendwann fangt es dann halt an zu schmerzen.
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Einen Trost gibt es: wird das Wetter wieder besser, gehen die Beschwerden fast komplett zurück.
vor zwei Tagen habe ich mich wie ein Zehnjähriger gefühlt, der nach Ausreden sucht, um nicht in die Schule zu müssen.
Ich war nicht so weit mit meinem Üben gekommen, dass ich mich mit gutem Gewissen vor meinen Lehrer trauen wollte. Ich rief dann noch an, ob Pfingstmontag nicht ein Versehen in der Verabredung war. War es nicht und der Termin kam zustande.
Man könnte sagen, dass ich unter meinem Wert geschlagen wurde. Es war kein Problem, dass ich nicht auswendig spielen konnte. Aber streckenweise habe ich mich wie der erste Klavierspieler gefühlt. Fürchterliche Fehler und Versagen an Stellen, die gar nicht so schwer sind.
Wenigsten konnte ich unter Beweis stellen, dass ich schon geübt hatte. Die ganz schweren Stellen gingen vergleichsweise gut. Und ich bereue es nicht, dass die Stunde zustande gekommen ist. Am Ende der Stunde meinte er: „Heute haben wir sehr gut gearbeitet.“ Das stimmt: Ich hätte bereits nach zehn Minuten ihm das Geld für die Stunde in die Hand drücken können. Soviel Nützliches war bereits nach dieser kurzen Zeit gesagt worden. Es ist für den Laien zu technisch, aber es ging um eine schlechte Handdrehung, die es zu vermeiden gilt Und noch ein paar andere Details. Jedenfalls war es eine enorm lehrreiche Stunde.
Als wir zusammen im Aufzug hinunter fuhren, bekam ich mein Zuckerl: „Sie sind sehr musikalisch.“ Naja 🙂
Es ist schon interessant, dass zu meinem Konzert zwar schon ca. 100 Anmeldungen existieren, aber niemand aus der twoday-Gemeinde dabei ist. Natürlich sind alle Ausländer entschuldigt. Es wäre etwas zu viel verlangt. (Obwohl meine Verwandten und auch Freunde aus Deutschland sehr wohl anreisen, ca. 20)
Auf facebook haben sich schon ebenfalls schon einige Freunde angemeldet.
Heute hat mir Prof. Badura-Skoda noch einmal einen Termin für eine Klavierstunde gegeben, was eine ziemliche Auszeichnung bedeutet.
Nachdem ich festgestellt habe, dass ich einige noch nicht eingeladen habe, (was nicht für meine Blog-LeserInnen zutrifft) kündige ich halt noch einmal mein Konzert am 12.6.2016 11:00 im alten Festsaal in der Perchtoldsdorfer Burg an.
Nähere Daten wurden hier schon veröffentlicht, ich beantworte aber auch gerne Fragen.
Beethoven, Chopin, Borodin, Schubert. Wen immer es interessiert.
Fazit des heutigen Tages: es war ein wunderschöner Tag.
Es hat zwar mit einer kleinen Panne begonnen, weil ich noch um drei Uhr morgens einen Programmtext verfasst hatte, den ich dann nicht ausdrucken konnte, weil beide Drucker bei mir zu Hause nicht funktionierten.
Ich hatte aber sowieso angekündigt, dass ich begleitende Worte sprechen würde. Die waren dann für den ersten Teil zehn Minuten und für den zweiten Teil 5 Minuten. (Text im Kommentar) Die Einbegleitung wurde sehr gut aufgenommen und ebenfalls das Gespielte. Es hat mich natürlich besonders gefreut, dass der Schubert so gut angekommen ist. Während des ganzen Konzertes waren die Leute mucksmäuschenstill und konzentriert.
Die Rückmeldungen waren besonders erfreulich, weil sie nicht einfach „schön war’s“ waren.
Obwohl es ein privates „Event“ war, kamen doch 120 Verwandte und Freunde. Es wird auch einen Bericht in den lokalen Zeitschriften geben. Ist doch gar nicht so schlecht.
Das Wetter war nicht besonders, was sich beim Heurigen insofern auswirkte, als wir nicht im Garten sitzen konnte. Trotzdem war die allgemeine Laune großartig.
Es gab Spenden, die tatsächlich die Saalmiete abdecken. Mit ein bisschen PR kann ich solche Konzerte im Jahresrhythmus abhalten, wobei meine Intention ja in die Richtung geht, alle Beethoven-Sonaten aufzuführen.
Es gab einige sehr wohl begründete und verstehbare Absagen, sonst hätte ich wohl ein Zuhörerschaft von 150 Leuten gehabt. Das ist doch für „privat“ gar nicht so schlecht.
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Also, LeserInnen, bleibt mir gewogen. Vielleicht habt ihr ja Gelegenheit, beim nächsten Konzert dabei zu sein. Ich werde es sicher ankündigen.
Naja, zuerst begleite ich noch meine Tochter nach Serbien zum Zahnarzt – und dann geht es an das Buch. Höchste Zeit!
Bevor ich einschlage, geht mir einiges im Kopf herum. Wann beginne ich mit dem Niederschreiben?
Aber heute habe ich einen Entschluss gefasst: mein nächstes Konzertprogramm wird folgendes sein:
Beethoven:
opus 109 – was ich diesmal gespielt habe
opus 110
opus 111 (Beethoven hat alle drei Sonaten gleichzeitig komponiert.
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und die Chopin Ballade #4, die ich unheimlich schätze.
Ich habe heute mit dem Üben des Finale begonnen.
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Man muss ja schließlich Ziele haben.
(p.s. Auch wenn das boma nicht als so notwendig ansieht 🙂 )
Für die Bank hatte ich einen Haushaltsplan erstellt, um meine kurzfristig notwendige Überziehung zu rechtfertigen. Mittlerweile sind die Zahlungen aber eingegangen und alles was ich jetzt im Minus bin, muss ich entsprechen disponieren.
Daher habe ich heute eine kleine Kontrolle über das erste Halbjahr durchgeführt. Die Zahlungen waren schon enorm und meine Abfertigung ist auf „wundersame“ Weise aufgebraucht.
Allerdings sollten sich die Finanzen ausgehen, bis jetzt ist alles im Rahmen geblieben. Es ist halt nur so, dass ich nicht jederzeit zur Bank gehen kann, um nach Geld zu fragen. Als Pensionist hat man einen kleineren Rahmen.
Früher habe ich solche Rechnungen nicht angestellt. Wenn ich zu viel ausgegeben habe, habe ich halt noch irgendetwas mehr gearbeitet. Irgendwie ist es sich ja bis heute immer ausgegangen. Aber es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn man weiß, dass man mit einer bestimmten Summe auskommen muss.
Viele Menschen kennen das mit sehr viel kleineren Beträgen. Beschweren darf ich mich keineswegs. Ich darf halt nun nicht mehr mehr ausgeben, als ich bekomme.
Sollte doch normal sein, oder 🙂
