Knie

Also als Info für diejenigen, die Anteil genommen haben:
Meinem Knie geht es weitaus besser. Ich bin fast schmerzfrei und kann mit ordentlicher Geschwindigkeit gehen. Nach dem Sitzen gibt es keine Beschwerden.
Ich bedanke mich bei allen, die mir gute Tipps gegeben oder sie angeboten haben.
Letztlich bestand die Behandlung aus 2x 10mg Volon A, ein Cortison-Stereoid. Morgen bin ich noch einmal bei dem österreichischen Arzt und werde ihn bitten, keine weiteren Spritzen zu setzen. In Serbien war ich bei einem sehr vertrauenserweckenden Arzt, der ausschließlich auf Knie spezialisiert ist. Der hat das Knie genau abgetastet, auf Schmerzen überprüft und mir mitgeteilt, dass es keinen Anlass für Operation oder einen invasiven Eingriff gäbe.
Er hat mir ein entzündungshemmendes Antirheumatikum verschrieben und ein Gel (Fastumgel), das ich schon vor seinem Besuch zum Einschmieren benutzt hatte.
Interessanterweise waren die Beschwerden nach dem serbischen Arztbesuch fast weg, bevor ich noch etwas Neues genommen hatte. Ich vermute, dass das Fastumgel auch entzündungshemmend gewirkt hat.
Der serbische Arzt hat mich nicht überrascht, als er gemeint hat, das einzige Gegenmittel wäre abnehmen und eine Physiotherapie wäre auch anzuraten.
Also momentan Entwarnung. Da ich jetzt wieder schmerzfrei gehen kann, werde ich wohl mehr Bewegung machen.

Ich glaube, das ist der sachlichste und fadeste Beitrag, den ich je geschrieben habe 🙂

Freunde

Es machen sich ja viele über Facebook lustig und rümpfen die Nase. Und sie rümpfen auch die Nase darüber, dass man überhaupt auf Facebook eingetragen ist.
Und wie viel Zeit dabei doch draufgeht. Also ich kann bestätigen, dass ich heute sicher eine Stunde mit Facebook verbracht habe. Ein kleines Gespräch mit einer Bekanntschaft und einen Beitrag, den ich nicht kopieren und einfügen konnte, sondern ihn selber abtippen musste.
Und dann habe ich pro Tag ungefähr 20 Verständigungen darüber, was jemand Neues gepostet hat. Das sind in der Regel maximal 5 Personen, nicht immer dieselben. Das Ansehen dauert maximal 2 Minuten außer ich möchte etwas Längeres kommentieren.
Ich könnte natürlich auch jetzt schon schlafen gehen, statt diesen Artikel zu schreiben.
Aber ich möchte doch eines feststellen: Facebook kann mir durch die Freunde, die als Freunde vermerkt sind, (mit unterschiedlichen Nahheitsgraden) eine ganz bestimmte Freude vermitteln.
Ich kenne fast alle „Betroffenen“ persönlich. Die rein virtuellen Bekanntschaften sind so entstanden, dass ich mit den Mitteilungen dieser Personen so viel anfangen konnte, dass ich tatsächlich Freundschaftsanfragen verschickt haben.
Aber ich lasse die jetzt einmal außen vor. Wenn ich mir meine „Freunde“ ansehe, empfinde ich Genuss und Freude daran, wie unterschiedlich diese als Menschen sind. Ich kenne sie aus verschiedenen Lebensphasen und Umgebungen meines Lebens. Teilweise sind sie so unterschiedlich, dass es faszinierend ist, wie viel mir die Kommunikation bedeutet, selbst wenn sie nur vier mal im Jahr stattfindet.
Manche leben in anderen Ländern, wodurch ein Treffen erschwert erscheint aber manchmal trotzdem stattfinden kann.
Und ich gehöre zu den Menschen, die immer lernen wollen. Und von fast jeder Person, und von jedem der als Freund(in) eingetragenen Personen konnte ich lernen. Manchmal reicht es, mich zu erinnern. Und ich komme auf neue Ideen.
Und so betrachtet könnte ich auch ein kleines Notizbüchlein führen, doch Facebook nimmt mir diese Aufgabe ab und führt sie auch dann aus, wenn ich selbst gar nicht so „organisiert“ angelegt bin.
Ich bin bei anderen social networks eingetragen. Doch die sind eher beruflich organisiert. Die größte Diversität finde ich unter meinen Facebook-Freunden.
Cheers!

Rückzug

Ich will mich von twoday zurückziehen. Und zwar mache ich das folgendermaßen. Gute Beiträge (das sind die, die ich auch nach längerer Zeit selber noch für sinnvoll erachte, kommen in mein schon lange bestehendes wordpress blog. Beiträge, die nach einigen Tagen keine Kommentare bewirken, kommen in ein „Workbook“ von Evernote, das „twoday unused“. Immerhin ist es Material, dass ich einmal für schreibenswert erachtet habe.
Und den Rest werde ich dann ala WordPress-neu führen, wie es neon wilderness beschrieben hat.
Vermutlich wird sich damit auch meine Schreibfrequenz reduzieren. Aber das ist beabsichtigt, denn ein Befindlichkeitsblog wollte ich nie führen, ich ertappe mich aber dabei, dass meine Einträge mehr und mehr von Stimmungen beeinflusst sind. (Wie natürlich auch dieser:) )
Inzwischen habe alle Kommentatoren, die das Bloggen ähnlich wie ich betrachten, meine E-mail-Adresse und können mich auch direkt anschreiben.
Letztlich wird mein Blog wieder zu meinem persönlichen Tagebuch werden.

Petzi – eine Katzengeschichte

Heute ist etwas ganz Besonderes passiert.
Vorgeschichte: wir haben von Nachbarn eine Katze übernommen. Es gab Schwierigkeiten, mit der Allergie ihrer Enkelkinder, Früher haben sie auch schon Katzen aufgenommen, die vor unserem mittlerweile verstorbenen Hund geflohen sind.
Die betreffende Katze ist überaus scheu und meidet vor allem Männer. Als wir sie bekamen, floh sie in einen Verschlag und kam nur nachts heraus, um Futter zu fassen und notwendige Entsorgung zu verrichten.
Zu meiner Frau fasste sie nach gewisser Zeit Vertrauen und maunzte sogar schon um Futter oder begrüßte sie, wenn sie ins Haus kam. Mittlerweile hat sie das Wohnzimmer entdeckt und hält sich oft dort auf, auch in der Küche und auf dem Katzenbaum im Vorzimmer. Wenn ich nach Hause komme und z.B. ins Wohnzimmer gehe, flitzt sie zu seinem Verschlag und ward nicht mehr gesehen.
In der letzten Zeit flitzt sie etwas langsamer, sie trollt sich noch im Lauftempo aber nicht mehr wie der geölte Blitz. Gestern habe ich sie versehentlich eingesperrt, als ich zum Üben in das Wohnzimmer ging und die Tür zumachte, weil meine Frau gerade in der Küche Radio hörte. Die arme Katze musste sich also eine Stunde lang mein Üben anhören. Ich wusste schon, dass sie im Zimmer war, denn irgendwann sah ich sie aus den Augenwinkeln herumstreichen.
Als ich die Türe aufmachte, trollte sie sich wieder wie gewohnt..
Heute allerdings sitze ich beim Computer. Wer kommt um die Ecke schauen? Es ist die Petzi. Sie reibt sich an den Kanten der Kartons, die herumstehen und kommt näher zu mir. Ich lasse mein Hand hinunter gleiten und wie ein Hund kommt sie dazu und stupst sie etwas an. Als ich versuche, sie zu streicheln, läuft sie nicht sofort davon sondern lässt ein kurzes Kraulen zu. Dann geht sie wieder an ihr Versteck zurück. Langsam und friedlich.
Ein bisschen erinnert mich dies an die Geschichte vom kleinen Prinzen und dem Fuchs.

bleibt nicht lange

Der Link mag nur einige Zeit wirksam sein. er ist nichts für schwache Nerven. Aber man sollte das schon einmal gehört haben, entweder durch Erzählungen oder eben hier.
http://tvthek.orf.at/program/Aus-dem-Burgtheater-Die-letzten-Zeugen/8844780/Aus-dem-Burgtheater-Die-letzten-Zeugen/8843567

Für einige Leser

die manchmal meine Klavierübungen verfolgen 🙂
Zweite Aufnahme zu Übungszwecken
Wenn ich spiele, merke ich zwar die Fehler, aber ich höre nicht alles. Z.B. dass es zu viel Pedal gibt. Aber immerhin kann ich es jetzt schon durchspielen und in der Regel mache ich weniger Fehler. Interessant, wie die Aufnahme meine Spieltechnik negativ beeinflusst. Doch zum Lernen ist es schon gut, wenn man sich selbst beobachten kann.
Nachtrag: im real life ging es dann recht gut. Morgen spiel ich es dann noch einmal und dann behalte ich es im Repertoire als Zugabestück.
Mittlerweile flüchtet nicht einmal die Katze, wenn ich es spiele.

Katze, Katze, Katze



Reingefallen 🙂

Zwischenprogramm

Regelmäßige Leser wissen ja von meinem Beethoven-Projekt. Das wird aber erst in meiner Pension richtig durchgeführt werden können. Zur Zeit kann ich die notwendige Übungszeit nicht erübrigen.
Spielen und Üben sollte ich in der Zwischenzeit aber doch etwas. Die folgenden vier Punkte sind momentan beeinflussend:
1) Der Skrjabin ist fast im Kasten. Ich üben noch regelmäßig und er wird besser und besser.
2) In der letzten Woche habe ich den ersten Satz der Richard Strauss-Klaviersonate gehört, die er mit 16 Jahren komponiert hat. Sie ist ein sehr ansprechendes Werk. Es gibt selbst auf Youtube kaum Aufnahmen.
3) Glenn Gould mag ich nicht besonders. Nicht einmal seine berühmten Goldberg-Variationen sind heute für mich Referenz. Da gefallen mir andere Pianisten viel besser.
4) Ungeachtet des Punktes 3) istGlenn Goulds Einspielung der Richard Strauss-Sonate wunderschön und überzeugend.
Aus 1 bis 4 folgt daher, dass ich momentan an dieser Sonate übe. Der 1. und 2. Satz ist nicht so schwer. 3 und 4 habe ich noch versucht, sie klingen aber schwieriger. Mal sehen, was daraus wird.
P.S. Der Kommentar zu der Youtube-Einspielung ist lesenswert.

16 Prozent

Erinnern sich LeserInnen noch an meine Zeitmessungen an der Skrjabin-Etude. Heute habe ich mit Frau Steppenhund gesprochen und ihr erzählt, dass meine youtube-Aufnahme ungefähr 3 Minuten dauert. Das ist um 50% länger, als Aufnahmen von großartigen Pianisten zeigen. Ich habe ihr gesagt, dass es mir allerdings nichts mehr ausmacht, wenn ich langsamer spiele, solange es gut klingt. Sie hat das bestätigt und gemeint, dass es nicht zu überhastet klingen soll.
Heute warte ich auf ein Taxi und stelle fest, dass ich noch drei Minuten Zeit habe, bis es erwartet wird. Ausnahmsweise – das erste Mal seit damals – nehme ich mein Telefon und verwende die Stoppuhr.
Ich spiele die Etude und drücke auf Stopp. Ich bin sehr überrascht, als ich die Zeit sehe: 2 Minuten 20 Sekunden. Eine Zeit, bei der ich mich nicht sonderlich beeilt habe und alle Sprünge sauber erwischt habe.
Durch die oftmalige Wiederholung – ich spiele die Etude jeden Tag mindestens dreimal – hat sich unbemerkt eine Beschleunigung ergeben.
Irgendwann werde ich eine neue Einspielung machen. Ich bin überrascht, aber auch mit mir zufrieden. Ich bemerke, dass sich mein Klavierspiel auch bei anderen Stücken verbessert hat. Das ist einerseits merkwürdig, weil in der Etude ja nur Oktavensprünge geübt werden, andererseits scheint es mit Beharrlichkeit und der Übungstechnik zu tun zu haben.
Gar nicht schlecht. Eine nette Form von Überraschung.

Rausgeschmissenes Geld

Heute war ich in der Stadt ein paar Bücher kaufen. Ich wusste, was ich wollte und möglicherweise habe ich ein paar Exemplare zu viel gekauft. Ich habe die Eigenschaft, ein Buch, welches mir gefällt, gleich mehrfach zu verschenken. Das passt ja oft, weil meine Freunde und Verwandten ja ähnliche Interessen haben, sonst wären sie ja nicht meine Freunde:)
Dann ist mir aber eingefallen, dass ich mir selbst auch etwas schenken könnte, nachdem ich schon in der Nähe einer sehr berühmten Musikhandlung, nämlich Doblinger war. (Dorotheer Gasse, vom Graben abgehend)
Warum kaufe ich mir Noten, wenn ich sie schon vom Internet herunter geladen habe?
Den Skrjabin spiele ich sowieso auswendig. Aber jetzt habe ich mir alle Etüden gekauft. Da sind noch ein paar andere dabei, die mich interessieren und sogar(!) spielbar erscheinen.
Dann gab es noch den Richard Strauss. Ich fragte nach der ersten Sonate und mir wurde ein Heft vorgelegt „Früher Richard Strauss“. Da gab es auch eine Sonate #1, doch es war nicht die Sonate #1, die ich kannte. Die gab es dann als Einzelheft, allerdings weiß ich nicht, wie da die Nummernzählung funktioniert. Denn es heißt ganz eindeutig: 1. Sonate, opus 5. Die hat er schon mit 16 Jahren geschrieben, also ist es schwer vorstellbar, dass es da noch opussierte Jugendwerke davor gibt, die auch mit Sonate betitelt sind.
Ja, und dann habe ich mir noch den gesammelten Beethoven bestellt, obwohl ich die Sonaten ja in dreifacher, bzw. vierfacher Ausführung habe. 72 € für etwas, was ich schon habe? Und geliefert bekomme ich es auch erst später.
Naja, den Geheimrat gibt es ja bei uns auch mindestens in dreifacher Ausführung. (gesammelt, alle Werke, am liebsten habe ich den Dünndruck, der von meinem Vater stammt.)
Aber von jungfräulichen Noten zu spielen hat auch etwas für sich. Ich habe zwar nie im Leben mit einer Jungfrau geschlafen, aber ich liebe es, vom Blatt zu spielen. Und neue Noten können ein bisschen etwas von dem Eindruck vermitteln.
Wie heißt es doch: Musik ist der Sex des Alters. Da scheint etwas dran zu sein.
P.S: Und von den Noten, die ich im Geschäft gesehen habe, gibt es eindeutig sympathische und unsympathische Notenbilder. D.h. bei manchen kann ich die Musik direkt hören, bei anderen ist sie unvorstellbar, wenn man nur auf die Noten schaut.

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