Ich schaue mir gerade diesen Film an, der von der Kritik als ziemlich schlecht verrissen wurde. Als ich ihn das erste Mal sah, empfand ich das genaus. Und eigentlich stimmt es auch: soviel romantisierenden US-Schmarrn kann man kaum aushalten.
Der Film wurde 1997 gedreht.
Wenn man ihn heute sieht, gibt es eine neue Komponente. Wir könnten vielleicht im Zeitalter der social networks gar nicht mehr erkennen, was einmal die Snail Mail bedeutet hat. Es ist schon interessant sich vorzustellen, dass in einer neuen Zeit, die schnellste Übermittlung von Nachrichten per Pferd passiert.
Natürlich wird es auch einige geben, die Kevin Kostner gut finden, egal in welchem Film er spielt:)
http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/grossmeister-huebner-schach-ist-kein-sport-1709939.html
Interessanterweise verneint das ein wirklich bedeutender Spieler. Aber ich geben ihm nicht recht. Für mich ist Schach ein Sport. Ähnlich wie anerkannte Sportarten, kann ich es sportlich oder nicht sportlich betreiben. Es gibt auch die Disziplin „Gehen“. Trotzdem kann man auch so gehen, dass niemand darunter Sport vermuten würde. (Allenfalls gesunde Bewegung)
Wird Schach so betrieben, dass man einem Verein angehört, verändert sich das gesamte Wesen des Schachspiels für einen. Ich wurde als 15-Jähriger ermahnt, weil ich eine Schachpartie zu früh aufgegeben hatte. Sie konnte zwar als verloren gelten, aber der Präsident des Schachvereins erklärte mir, dass immer noch etwas hätte passieren können, dass eine Niederlage zu einem Remis verwandelt hätte. „Aufgeben tut man einen Brief!“
Das gilt, wenn man in einer Mannschaft spielt, bei der eine Ergebnis 3:3 etwas ganz anderes ist als 2,5 zu 3,5.
Ich habe mit 20 Jahren die Regel formuliert, dass ein Vereinsspieler immer gegen einen Kaffeehausspieler gewinnen könnte. Ich war dann überrascht, einen Kaffeehausspieler gewinnen zu sehen. Bis ich ihn irgendwann bei einer Turnierpartie am 2. Brett der Liga sah.
Der Adrenalinausstoss, den ich selbst vor Beginn einer Partie erlebt habe, und die Gewichtsabnahme von 2 kg bei einer normalen Turnierpartie scheinen zu beweisen, dass der Körper doch mehr leistet.
Gute Spieler kommen auch nicht ohne körperliches Konditionstraining aus. Man kann Schach sehr gut als „Spiel“ begreifen und das hat durchaus seine Berechtigung. Doch wenn es einmal vereinsmäßig ausgetragen wird, überwiegt die sportliche Komponente des Wettkampfs bei Weitem.
Nein, sie produzieren sie sicher nicht selbst, sie werden sie vom billiigsten Lieferanten zukaufen. Wer ist sie?
Diese g’schissenen Wunderlampen, die soviel Energie sparen sollen und ewig halten.
Nein! Sie halten nicht ewig. Sie halten nicht einmal länger als normale Lampen. Sie sterben einfach und dann muss man noch aufpassen, wenn man sie auswechselt, weil sie ein ziemlich zerbrechungsanfälliges Gewinde haben.
Also nach drei Jahren gehen die Lampen kaputt. Oder auch schon früher. Es sind die „Birnen“, die Ikea zu seinen Lampen hinzu „anpasst“.
Die Geschichte mit den Wunderlampen ist sowieso ein Skandal der Sondergüte, für den ein paar bestochene Europolitiker nach Sibirien gehören.
In Serbien bekomme ich noch ein paar normale Glühbirnen. Vielleicht sollte ich die nach Österreich schmuggeln;)
Wenn ich mir ein Freudenhaus vorstelle, (oder das Paradies mit den sattsam bekannten Jungfrauen, die ueber Nacht wieder zuwachsen, Brrrr!) dann geht es nicht nur um den Akt an sich sondern mehr um die freie Wahl. Vielleicht ist es gerade die Auswahlmoeglichkeit, die einen bestimmten Kitzel hervorruft. Ich gehe allerdings davon aus, dass nicht alle Maenner sich dies als Paradies vorstellen, wie ja paradiesische Vorstellung ueberhaupt sehr unterschiedlich sein koennen.
Eine andere paradiesische Vorstellung habe ich heute erlebt, die ich gerne teilen moechte, obwohl ich nicht weiss, ob nicht schon aufgrund der Menge des verarbeitbaren Materials der Lesestoff zu ausschweifend wird.
Es fing eigentlich ganz simple mit einem Artikel im Standard an, bei dem ein Buch ueber den Braun-Designer Rams beschrieben wurde. In dem beigefuegten Foto konnte ich die Kuechenmaschine meiner Mutter entdecken, jedoch nicht den Elektronikbaukasten der Firma Braun, der ein ganz spezielles Design aufwies. Der war, wie ich spaeter las, auch nicht von Rams gestaltet worden sondern von Ing. Georg Greger. Doch das ist jetzt nicht so wichtig. Tatsache ist, dass der Baukasten bereits 1966 entworfen wurde, speziell die Art, Versuchsschaltungen aufzubauen. 1969 durfte ich einen benutzen, um meine Physikpruefung zu absolvieren. (Dazu gibt es eine wirklich lustige Geschichte, die hier aber zu lange waere.)
Und jetzt finde ich im Internet eine Liebeserklaerung an dieses System und einen weiteren Link http://www.lectron.de der mir zeigt, dass das System noch im Jahr 2012 und sicher auch heuer verkauft wird. Teilweise unveraendert, doch ergaenzt um spezielle Systeme, die sowohl preismaessig aber auch leistungsmaessig in hoehere Ebenen aufsteigen.
So gibt es mittlerweile schon eine 2. Auflage des Ausbausystems Neurophysiologie, mit dessen Experimenten sogar ein EKG vermessen werden kann. Ich selbst habe jetzt keine Zeit, um mich damit zu beschaeftigen. Doch ich bin schon ganz gespannt, ob ich mich in meiner Pension zurueckhalten werde koennen.
Ich gestehe, ich bin in meinem Herzen ein Techniker geblieben. Meine ganze Lebenskarriere fusst ja auf den Gegebenheiten, dass ich einmal ein leidlicher Elektronikentwickler war, dessen Patente mir ein paar weitere Tueren geoeffnet haben. Nicht jeder muss sich dafuer interessieren. Doch frage ich mich, ob der Computer-Fanatismus wirklich das reale Leben so stark verdraengen muss, dass man gar nichts mehr wirklich „angreifen“ will. Experimentierbaukaesten gibt es ja auch fuer Chemie, fuer Biologie, fuer alles Moegliche. Doch das Handy verdraengt alles.
Die alten Griechen kannten zwei Wissenschaften: Medizin und Techne (Technik). Die eine diente dazu, um den Koerper am Leben zu erhalten, die andere, um dem Koerper das Leben zu erleichtern. In meiner effizientesten beruflichen Zeit verwendete ich die Technik, um der Medizin zu dienen. Die Grundlagen dazu wurden bereits in meiner SchulZeit gelegt. Obwohl — der Braun Experimentierbaukasten war viel zu teuer fuer unsere Familie, aber der Philips- oder besser die Philipsbaukaesten lieferten den gleichen Anreiz. Halt nicht ganz so schoen gestylt.
Die Bulgaren leiden ja selbst darunter, wie ich mich kuerzlich ueberzeugen konnte. Definitiv muss aber die Exekutive durch und durch versulzt sein, was ich an folgendem Beispiel festmache.
Kommt man in Sofia am Flughafen an, moechte man Leva wechseln. Der offizielle Kurs ist 1 Euro = 1,95 Leva, also fast 1:2.
Die direkt in der Ankunftshalle befindliche Wechselstube mit dem Aussehen einer Bankaussendienststelle hat eine grosse Anzeigetafel mit den verschiedenen Kursen in elektronischen Ziffernanzeigen. Sieht sehr professionell aus und wenn das in Wien waere, koennte man vertrauen, dass diese Kurse dem aktuellen Stand entsprechen.
Nicht so in Sofia. Dort wir der Euro mit 1,65 Leva umgerechnet. Das enspricht etwas einer Einbusse von 15%.
Jetzt lasse ich mir ja einreden, dass z.B. eine Kommission verlangt wird. 15% waeren zwar etwas happig, doch wenn sie extra ausgewiesen waeren, wuesste man, woran man ist. Ich kannte den Kurs schon vorher und habe nur einen minimalen Betrag fuers Taxi eingewechselt. (Dass ich uebrigens in Euro bezahlen konnte.)
Nein, der Auslaender wird in dem Glauben gelassen, dass dies der offizielle Kurs ist. Dagegen wird nicht eingeschritten.
Meines Erachtens ist das unsittlich und genau ein Beispiel, wie Missbrauch geduldet wird. Da geht es nicht um Hinterzimmer und geheime Abmachungen. Die Abzocke wird ganz offiziell betrieben.
Ansonsten hat es mir in Sofia durchaus gut gefallen.
Man schreibt ja so manches in sein Blog. Wenn man aber Teile davon in einer Trauerrede wiederfindet, darf man davon ausgehen, dass man wenigstens einmal etwas Richtiges geschrieben hat.
Das ist ein schöner Gedanke zum ersten Adventsonntag.
Für die Erforschung von Prägung wurde Konrad Lorenz 1973 der Nobelpreis für Medizin verliehen.
Aus Wikipedia entnehme ich, dass Lernen durch Prägung statt findet, ohne dass Belohnung oder Bestrafung eine Rolle spielen.
Im weiteren lese ich:
„Prägung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie nur in einer bestimmten Zeitspanne stattfinden kann, die daher als sensible Lebensphase bezeichnet wird. Prägung ist also nicht nachholbar. In welchem Alter diese Phase nachweisbar ist und wie lange sie dauert, kann je nach Tierart sehr unterschiedlich sein.“
Es gibt die unterschiedlichsten Formen der Prägung, die durch das Objekt unterschieden werden. Eine musikalische Prägung wird nicht erwähnt.
Wahrscheinlich gibt es sie nicht. Und wenn es sie gäbe, wäre es verwunderlich, dass sie bei einem Menschen im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren stattfindet. Vielleicht muesste derjenige etwas zurückgeblieben sein. Vielleicht war ich selbst in einer gewissen Weise zurückgeblieben.
Soweit ich mich erinnern, war meine Entwicklung nicht normgerecht. Ich sprach nicht, bis ich vier war. (Heute leiden die Menschen darunter, dass ich zu viel erzähle.) Allerdings konnte ich dann schon mit viereinhalb lesen und das dann mit sechs Jahren auch ziemlich schnell. Andere Entwicklungen verliefen ähnlich. Spät begonnen und dann sehr rasch aufgeholt. Das konnte durchaus noch im Alter von 56 Jahren in manchen Disziplinen meines Berufsleben so vorkommen.
Ich schreibe diese Zeilen, weil ich mich musikalisch geprägt fühle. Gestern habe ich im Zuge einer Diskussion ein Musikstück im Internet angewählt, um eine Argumentation zu unterstreichen. Jetzt gibt es einige Komponisten und einige Werke, bei denen ich nicht abdrehen kann, wenn ich sie zufällig im Radio angedreht habe.
Das Stück, um welches es sich handelt, ist die siebente Symphonie von Sergej Prokofiev. Ich habe diese Symphonie sehr oft gehört, als sie mein Vater für einen Vortrag darüber studiert hat.
http://www.youtube.com/watch?v=mF8oTzXoyts
Die Symphonie ist grossartig, doch sie ist nicht grossartiger als viele andere Symphonien, sowohl von Prokofiev als auch die von anderen Komponisten. Für mich ist sie aber zu einem unglaublichen Ohrwurm geworden. Ich kann mir aber Unverständnis meiner LeserInnen vorstellen, die sich die Symphonie anhören und denken: ja ganz nett, aber es reißt mich nicht vom Hocker.
Für mich erweckt sie das selbe Gefühl, als würde ich eine besondere Schokolade beißen und wissen, dass ich mich nicht zurück halten müsste.
Ich kann die Ursache nicht ergründen. Daher behaupte ich, dass ich musikalisch geprägt wurde. Möglicherweise hätte jemand diese Musik verwenden können, um mich fern zu steuern.
Eines kann ich allerdings heute schon erkennen. Die Musik wurde ein Jahr vor seinem Tod geschrieben. Sie heißt „Kindersymphonie“, weil sie sich an die Jugend richtet. Und sie strahlt im letzten Satz einen unglaublichen Optimismus aus. Dieser muss verwundern, wenn man Prokofievs Kriegssonaten, Nummer 6-8 kennt. Eine unglaubliche Versöhnung lässt sich da heraus hören.
Ja mehr möchte ich dazu nichts sagen.
Heute war ich mit einem Kunden aus. Ich wurde gefragt, ob ich verfügbar wäre. Im neuen Jahr.
Für das erste Quartal wird er 45 Tage fur mich budgetmäßig bereitstellen. Das ist eine ziemlich erfreuliche Bestätigung und Anerkennung dessen, was ich vier Monate lang in 2013 gemacht habe, speziell im November und Dezember. (der ja noch nicht aus ist.)
So wünsche ich mir das: ich gebe mein Bestes – und es wird anerkannt.
Allerdings muss ich jetzt meine Zeit sehr genau einplanen. Im Prinzip ist da schon fast alles bis zum Anfang August verplant. Klingt komisch, ist aber so.
Dabei sollte ich ja gar nicht arbeiten. Und meine Kur kann ich mir vorläufig in die Haare schmieren. Aber diese Art von Stress lässt einen schon ganz schön gesund fühlen.
Ich wünsche, dass es meinen LeserInnen ebenso gut geht. Habe ich schon geschrieben, dass mein Kardiologe ganz happy ist und meine nächste Untersuchung erst im April fällig ist?
Was will man mehr?
Dazu noch eine andere Musik, die ich gerne einmal spielen würde:
http://www.youtube.com/watch?v=JP7QeX3oPXs
für heute.
Trivialitäten, die mich wo anders nicht interessieren. Aber ich bin zu faul, um sofort aufzustehen. Daher jetzt ein paar Banalitäten.
Meine Trainees sind auf dem Weg zum Flugzeug. Der Wochenreport ist überraschend konsistent ausgefallen. Sie verstehen, was ich Ihnen beibringen will.
Und für mich ist jetzt auch Schluss.
Jetzt fahre ich nach Hause, spiele Klavier und gehe nachher in die Sauna.
Morgen gibt es eine Einladung bei meiner Schwester.
Sonntags fahre ich dann meinen Trainees nach Sofia nach.
Der kleine Hansi vertschüsst sich!
Bei Harfim gibt es heute etwas über das Lob zu lesen.
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Ich habe mich heute durch 16 Seiten Liszt-Sonate durchgekämpft und festgestellt, dass sie entgegen meinen bisherigen Annahmen doch spielbar erscheint. Ich muss allerdings die Möglichkeit haben, jeden Tag zu üben, um nicht zu vergessen, was ich am Vortag geübt habe. (Gute Ausrede, nicht wahr?)
Aber ich will die einfach einmal spielen.
http://www.youtube.com/watch?v=lrZ9cswKfi0
Es steckt so viel drinnen, dass sich auch eine längere Überei rentiert. Loben wird mich dann allerdings niemand können, nicht einmal ich selbst. Denn so wie Nelson Freire werde ich sie wohl nicht hinbekommen.
