http://youtu.be/vPQJVCmQX6o
Wie bereits angekündigt:)
Während ich Deutsch Verzeichnis 664 weiter übe (poliere), habe ich inzwischen die einzige Sonate „in der Reißen“, die ich früher immer ausgelassen habe. Erstens war mir der 4. Satz zu schwer und zweitens war die Durchführung des ersten Satzes für mich unergründbar. Erst jetzt (mit Hilfe von youtube) finde ich Interpretationen, die meiner eigenen Denkweise entsprechen. Den 2. und 3. Satz habe ich immer schon gespielt, die machen mir besondere Freude.
Was ist jetzt das Besondere an der Durchführung des 1. Satzes?
Extreme Chromatik, links und rechts in der Begleitung genauso wie in der Melodie. Der Übergang zur Reprise ist von chromatischen Auf- und Abläufen geprägt. Diese sind nicht technisch schwer zu spielen sondern musikalisch schwer mit der Leichtigkeit zu formulieren, welche die Sonate gerade in der Durchführung verlangt.
Ich habe jetzt eine Einspielung von Kusnetzov gefunden, die mir von allen am besten zusagt. Leider ist nicht der ganze 1. Satz drauf, doch die Durchführung bis zum Anfangsakkord der Reprise passt super.
http://www.youtube.com/watch?v=UgluQyp8a_Y
Die Durchführung beginnt bei Minute 6:15. Mysteriös wird es dann bei 6:46.
Wer sich die ganze Sonate anhören möchte, dem sei Sokolov empfohlen:
http://www.youtube.com/watch?v=vPcVSMcJo6o
Sokolov ist einer meiner Lieblingspianisten, von dem mir jede Einspielung nahezu ohne jeden Kritikpunkt gefällt.
Bei dieser Sonate wird er aber von Kuznetsov übertroffen. Naja, nach meiner subjektiven Beurteilung halt.
Das Anhören beider Pianisten dient mir sehr zum Entwickeln meiner eigenen Spielweise. Wenn man weiß, wie es richtig klingen kann, ist das so, als führe man beim Skikurs direkt als erster hinter dem Skilehrer. Da bekommt man am meisten mit und macht instinktiv die richtigen Bewegungen. Als Fünfter oder Sechster fährt man praktisch schon so, als hätte man keine Unterstützung.
Hansis kleiner Leitspruch zum Tag:
Fahre so Ski, als würde dir jemand zusehen.
Spiele so Klavier, als würde dir jemand zuhören.
Nachtrag: bevor es youtube gab, war mein inneres Gehörbild von den Erinnerungen geprägt, die ich beim Zuhören bei meinem Vater, gespeichert habe. Das Klavier, das wir damals hatten, war miserabelst. Doch die Musik, die mein Vater machte, war trotzdem fantastisch.
Das ist natürlich nur etwas für Leute, die Russisch können oder es sich zumindest gerne anhören wollen und an Literatur interessiert sind. Das ist die erste Episode einer neueren Fernsehverfilmung von Master und Margarita aus dem Jahr 2005. Interessant ist hier das Vorkommen der gesamten Pilatus-Erzählung also des Romans im Roman. Die Schauspieler sind großartig und die Verfilmung absolut buchgetreu. In der ersten Episode sieht man nicht den Kater. Da verweise ich auf Episode 4.
http://www.youtube.com/watch?v=pTnFTlVQe4Q
The Master and Margarita (2005) Ep. 1/10
http://www.youtube.com
http://www.facebook.com/cinematicart Optional Subtitles (ENGLISH, SPANISH, PORTUGUESE, GERMAN, RUSSIAN, ROMANIAN)
Von einem lieben Schulfreund habe ich eine ganze Sammlung bekommen:
„Besteht ein Personalrat aus einer Person, erübrigt sich die Trennung nach Geschlechtern.“
[Info des Österreichsichen Lehrerverbandes]
Kollege nömix hat ja schon ein ähnliches Zitat gebracht. Dieses aus anderer Quelle:
„Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar.“
[Unterrichtsblätter für die Bundesheerverwaltung]
Und weil es so gut dazupasst:
„Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet.“
[Kommentar zum Bundesreisekostengesetz]
Oder „mi“ in der Originalsprache. Das ist ein dystopischer Roman von Jewgenij Samjatin, der in der Regel in der Troika mit „Brave New World“ und „1984“ genannt wird.
–
Wir bewegen uns noch immer in die Richtung, die uns einmal im Zentrum der geschilderten Welten finden wird.
Das „Wir“ ist ja am gewaltigsten in der Bild-Überschrift „Wir sind Papst“ strapaziert worden.
In ORF-online gibt es eine Bildüberschrift (Verlinken sinnlos, weil die Bilder wieder verschwinden) mit dem Insert:
„Wir sind Planei“
In Anlehnung an einen Werbespruch „Ich bin doch nicht blöd“ können wir schlussfolgern, dass „ich“ nicht blöd bin, als Miglied einer angesprochenen Gruppe sehr wohl: „Wir sind blöd!“
Also „wir sind Schnee“, „wir sind Chaos“, „wir sind sexistisch“ … das passt alles.
Scheiße, und ich habe einmal gedacht, dass ich anders bin.
Spenden wir Trost,
So sollten wir weinen.
Denn nur um zu teilen,
Ist diese Welt uns gegeben.
[Was ich mit 16 alles geschrieben habe, tsts…]
In der Anthroposophie ist das Menschenleben in Abschnitten zu je 7 Jahren geteilt. Danach würden sich meine Einstellungen und Lebensgewohnheiten erst in eineinviertel Jahren ändern. Anscheinend hat etwas meinen Ablauf beschleunigt.
Ich kann es kaum mehr über mich bringen Nachrichten zu hören oder lesen. Auch bei den Blogs interessieren mich nur mehr ganz wenige, die meisten davon mit humorvollem Charakter. Die Lust zum Kommentieren ist verflogen und meine Mitleidsbereitschaft ist auf null. Mittlerweile spende ich zwar gerne, allerdings dorthin, wo ich die Menschen gar nicht kenne. Ärzte ohne Grenzen oder CARE. Manchmal gebe ich den Augustin-Leuten etwas, aber das kommt immer seltener vor.
Ich lese, wenn Leute jammern oder philosophieren und denke mir nur: jeder hat sein Schicksal in der Hand. Wenn er so weit ist, dass er jammern und schreiben kann, kann er auch etwas Produktives tun. In seiner Freizeit, nicht als Beruf.
So ist das. Es dreht meine bisherige Lebenseinstellung ziemlich um. Ich bin nicht unbedingt zum Misanthropen geworden, doch mein Verantwortungskreis beschränkt sich mehr und mehr auf Familie. Die anderen gehen mich nichts mehr an. So scheint es zumindest momentan.
Da gibt es auch nichts zu bejammern. Wenn ich jammern würde, wäre ich der erste, den ich nicht aushalten könnte:)
Von Mozart gibt es eine Fantasie UND Sonate in c-moll, die ich immer mal sehr gerne gespielt habe. Ich glaube, seit ich sechzehn war.
Heute drehe ich das Radio zum Mittagskonzert auf und erlebe, dass davon eine Orchesterfassung gespielt wird.
Es gibt ja Orchesterfassungen, die ich notgedrungen akzeptiere. Wenn z.B. Ravel Mussourgski orchestriert.
Aber bei Mozart hebt es mir den Magen aus. Da geht es um den Satz: „Schnitzel ist gut, Schlagobers ist gut, wie gut muss erst Schnitzel mit Schlagobers sein?
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Da finde ich ja noch die diversen Cross-over-Versionen ehrlicher.
Also auch wenn die Obraszova gut singen kann, die Carmen selbst ist ein bisschen deppat. An der Oper habe ich ja immer Verständnisschwierigkeiten gehabt. Aber gut, ich muss ja nicht Alles verstehen.
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Sollen sich die Feministinnen mit ihr identifieren!
