Nur für ältere Österreicher und Österreicherinnen!
Heute hatte ich anläßlich eines Hausmusikabends die Gelegenheit, Frau Prof. Rosemarie Isopp zu begegnen. Ich habe mich wirklich gefreut.
Es gibt hier einen sehr liebevoll geschriebenen Artikel über eine Sendung, die heute obsolet ist, aber zu den Zeiten meiner Jugend zwei Millionen Radiohörer anlockte: Autofahrer unterwegs. „Sie hören die Mittagsglocken von … (irgendeiner österreichischen Kirche)“ und gleich danach die Kennmelodie, auf die wirklich gewartet wurde.
Es war eine Zeit, wo Autofahren spannend und schön war, auch wenn die Straßen mehr Schlaglöcher als heute hatten und die Strengberge ein gefürchtetes Straßenstück der eben noch nicht fertig gestellten Autobahn A1 waren.
Nein, ich beklage jetzt nicht „eine gute alte Zeit“. Ich stelle lediglich fest, dass es damals weitaus interessantere Abenteuer und Live-Sendungen gab als es heute Dschungel-Camp oder die Lugners im Fernsehen sind.
Für die Fernseher gab es damals andere Kultsendungen: z.B. den Kommissar Maigret.
Bösartige Argumentationskette, die damit endet, dass ich vollkommen unkorrekt ein sarkastisches Lächeln nicht unterdrücken kann.
1.) Wenn ein Mensch stirbt, ist das an sich nicht erfreulich.
2.) Man sollte sich auch nicht lustig darüber machen.
3.) Ich mag Frauen.
4.) Ich mag es, wenn Frauen schön sind.
5.) Ich kann verstehen, dass Frauen unter bestimmten Makeln psychisch leiden und sich unters Messer legen.
6.) Ich kann es nicht verstehen, wenn sie sich wegen ein und derselben Sache mehrfach unters Messer legen.
(darfs ein bisserl mehr sein, darfs ein bisserl weniger sein.)
7.) Ein Sex-Starlett ist bei einer rein kosmetisch bedingten Brustvergrößerung ums Leben gekommen.
8.) Dies geschah während ihrer sechsten (!) diesbezüglichen Operation.
9.) Die Todesursache wird untersucht.
10.) Yahoo-News meldet, dass es sich um eine Gehirnlähmung gehandelt hat.
11.) Es wird noch dauern, bis man die wahre Todesursache herausgefunden hat.
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Meine Schlussfolgerung: ich bin überrascht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Frau, die sich sechsmal die Brust kosmetisch behandeln lassen will, überhaupt ein Hirn hat.
Ich muss lächeln.
Es gibt doch etwas wie ein humoristisches Element des Todes.
P.S. Wer sich jetzt über mich aufregen will, ist herzlich eingeladen. Ich werde keine weitere Stellung dazu beziehen;)
Die Zeit, um die ich weniger blogge, geht ins Klavier. Zur Zeit übe ich an Wochenenden zwischen 4 und 6 Stunden. Warum das so ist, habe ich bereits beschrieben.
Dabei spiele ich auch manchmal irgendetwas, was ich früher gespielt habe.
Den unten referenzierten Janacek habe ich mit ungefähr 14 Jahren bei einem Schülerkonzert aufführen müssen. Mein Klavierlehrer war ein sehr guter und hat mir an sich immer sehr gute Programmstücke ausgesucht. Und im Prinzip habe ich die auch ausreichend gut absolviert.
Aber speziell am ersten Stück kann ich heute rückblickend meine Frustration festmachen. Ich kann das Stück heute so oder vielleicht sogar besser als in der Aufnahme spielen. Und ich wollte es auch gerne damals so spielen können. Aber es war unmöglich. Die musikalischen Figuren gingen nicht in die Finger, weil sie nicht richtig in den Kopf gingen.
Janacek hat „Im Nebel“ mit 58 Jahren geschrieben. Sie drücken seine Kindheitserinnerungen (im Nebel verschwommen) in der Gegend Mähren, Schlesien aus.
Wie – so frage ich – soll man, selbst noch ein Kind, Kindheitserinnerungen musikalisch umsetzen können. Man kann das Werk zwar einstudieren, doch es berührt nicht die Seele.
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Mir ist das mit einigen anderen Werken ähnlich gegangen. Musikalisch hatte ich die Musik im Ohr, aber ich konnte sie nicht so spielen, wie ich sie im Ohr hatte.
Und das hat mich letztlich bewogen, nicht Musik zu studieren.
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Letztlich sehe ich es als die richtige Entscheidung an. Ich habe auf diese Weise viel mehr Freude mit Musik erlebt als es anders wahrscheinlich gewesen wäre.
Und die Chance berühmt zu werden, liegt bei 0,0003%.
Janacek: Im Nebel 3 und 4
außer das Ende der Vorarlberger Geschichte. Aber dazu habe ich jetzt keine Lust.
In BHZ ist zu lesen:
Die Liebe hat ein Ablaufdatum
Unter diesem Titel berichtet das BHZ über eine Studie britischer Wissenschaftler.
Wenn man über Ehen liest, die nach wenigen Wochen bereits wieder geschieden werden, stellt sich die Frage, wieso sich jemand so irren konnte.
Britische Wissenschaftler haben jetzt die Antwort gefunden: es ist der Abnützungseffekt von Pheromonen. Es geht nicht um unverschlossene Zahnpastatuben oder das Liegenlassen der Unterwäsche sondern ist es ein Pheromonschock, der ähnlich wie der totale Drogenentzug bei einem Junkie wirkt.
Ob sich ein Paar findet und sich dann auch binden will, hängt in erster Linie von den Pheromonen ab. Das sind im Unterbewusstsein wahrgenommene Duftstoffe, die sexuelle Bereitschaft vermitteln und damit die stärkste Anziehungskraft auf die betroffenen Personen darstellen.
Das gilt zumindest für zwei Drittel der Menschen so. (69,57%) Die Wirkung dieser Pheromene hält in der Regel zwei Jahre an, die Abnahme erfolgt stetig und spätestens nach 6 Jahren ist die Wirkung nicht mehr feststellbar. Aus diesem Grund wird auch vom „verflixten siebenten Jahr“ gesprochen.
Nun gibt es, wie die Wissenschaftler herausgefunden haben, beeinflussende Faktoren, welche diesen Verlauf drastisch ändern können. Die diesbezüglichen Studien erfolgten über einen Zeitraum von 35 Jahren.
Der eine heißt Überlagerung. Der eine Partner geht fremd und stößt auf eine Person, deren Pheromone sich deutlich unterscheiden. Die Wissenschaftler übersetzen die Beschaffenheit mit ein paar Grundbegriffen wie z.B. Farben. Ist der Mann mit einer Frau mit „roten“ Pheromenen verheiratet und betrügt sie mit einer Frau mit „grünen“ Pheromenen, so entsteht ein Nachhall. Wenn er das nächste Mal mit seiner Frau zusammen ist, so empfindet er sie als „braun“ und das mag er z.B. gar nicht. Ganz im Gegenteil, es kann zur Abstoßung kommen.
Jetzt muss es nicht unbedingt das Fremdgehen sein, welches diesen Effekt bewirkt. In Aufzügen, in der U-Bahn, im Gedränge kommen sich die Menschen so nahe, dass sie auch ohne unmittelbaren Kontakt den Einwirkungen fremder Menschen ausgeliefert sind.
In Interviews mit Pärchen jeden Alters haben die Wissenschaftler festgestellt, dass es auch Ausreißer gibt. Manche der Befragten gaben an, dass sie auch noch nach 20 Jahren scharf wie Lumpi auf ihren Partner oder Partnerin wären. (siehe Kasten)
Hier tappt die Wissenschaft noch etwas im Dunklen. Manche Untersuchungen zielten auf die Ernährungsgewohnheiten, andere nahmen das sexuelle Verhalten der Personen zum Gegenstand.
Es besteht die Vermutung, dass Fremdgehen eine durchaus erhaltende Wirkung erzeugt, wenn die zusätzlichen Partner aus der gleichen „Farbfamilie“ stammen. Ein Unterschied zweier Rottöne wird als zusätzlicher Kick wahrgenommen, der sowohl dem externen Partner wie dem eigenen zugute kommt.
Prof. Cornelius Huxley beschreibt eine andere These. Auch der Hautkontakt stimuliert und verändert die Pheromenzusammensetzung vorteilhaft, wenn es sich um hautverträgliche Typen handelt. Die Hautverträglichkeit wird wiederum an Temperatur, Rauhheit, Chemie der Epidermis festgemacht, Eigenschaften, die teilweise auch ernährungsabhängig ist.
Nicht zuletzt konnte festgestellt werden, dass die Frequenz des Geschlechtsverkehrs eher positiv zu Buche schlägt. Die Abnützung ist größer bei 2 mal pro Woche (Luther’sches Geheimrezept) als bei 2 mal im Tag. Die Begründung dafür konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Keine der ursprünglichen Vermutungen konnte bewiesen werden.
[Quelle: aphha]
Das auflagenstarke Blatt „Das Bild des heutigen Zepters“ berichtet:
„Die Bürger der Gemeinde B. haben sich erfolgreich gegen die Errichtung eines weiteren Handy-Mastes gewehrt. Gestern geschah allerdings etwas Merkwürdiges. Der Vize-Bürgermeister G. H. spazierte mit seinem Hund an der Stelle vorbei, wo der beeinspruchte Mast geplant war. Dabei bemerkte er, dass entgegen den Abmachungen bereits ein Fundament für den Mast hergestellt war. Er rief an Ort und Stelle die zuständige Betreiberfirma an. Während ihn die Telefonistin noch weiter vermittelte, begann plötzlich sein Telefon zu glühen und explodierte wenige Sekunden später.
„Ich habe mir noch gedacht, warum das sakrische Zeug so heiß wird, dann ist es mir schon um die Ohren geflogen.“ berichtete G. H. später, als er im Unfallkrankenhaus behandelt wurde. Er kam mit leichten Verletzungen davon. Die Telefongesellschaft bestritt jeden Zusammenhang zwischen der mutmaßlichen Beschwerde und der Reaktion des Handys.
Zur Zeit wird geforscht, ob die neueren Handys einen Auslösemechanismus haben, mit dem ein Akku „gezündet“ werden kann. Univ.Prof. H. F.-M. meint dazu: „Technisch ist es absolut möglich, einen entsprechenden Mechanismus anzubringen. Es reicht im Prinzip ein Stückchen Draht, welcher mechanisch mit der Vibratorzelle verbunden ist.“
Im Kasten sehen Sie, worauf Sie beim Zerlegen ihres Handys achten müssen, wenn sie feststellen wollen, ob ihr Handy manipuliert ist.“ Auf youtube kursiert ein Video, auf dem gezeigt wird, wie zwei Studenten über Anwählen von Handys 10 verschiedene Geräte hintereinander zur Explosion bringen.
[Quelle: aphha]
Wie das auflagenstarke Blatt „Das Bild des heutigen Zepters“ berichtet, plädiert der Pflichtverteidiger eines Tatverdächtigen auf Notwehr.
„Der Bursche (3 Jahre alt, Anm. der Red.) ist mit drohender Gebärde auf mich zugekommen und hat mich angebrüllt. Da ich an Muskelschwäche leide und mich nicht gut verteidigen kann, habe ich einen Besenstiel genommen um mich zu schützen. Es kann schon sein, dass ich ihn im Versuch, ihn abzuwehren, einmal mit dem Besenstiel berührt habe. Er muss dabei unglücklich gefallen sein. Ich war so erschrocken, dass ich aus dem Haus gerannt bin. es geht ihm doch hoffentlich gut, oderrr?“
Eigentlich hatte ich vor, einen Saal im Musikvereinsgebäude zu mieten. Einen von den neuen, die klein genug sind, sodass auch eine Freundes- und Verwandtenschar den Saal füllt.
Heute habe ich mich nach den Preisen erkundigt.
950+MWSt. würde ich ja nicht als so schlimm empfinden. Aber noch einmal 1000 für die Flügelbeistellung und alle weiteren Details kosten noch extra, ist mir etwas zu üppig.
Es hätte schon meine Eitelkeit befriedigt, einmal dort zu spielen. Doch jetzt werde ich entweder etwas Günstigeres suchen oder das Konzert einfach bei mir zu Hause machen. Für das Geld kann ich mir an meinem Flügel so einiges machen lassen.
30-40 Zuhörer haben auch Platz, nur bei den Gästen muss ich dann halt sieben. Oder ich mach zwei Abende. Das ginge vielleicht auch.
Ich weiß schon, dass die Preise in den letzten Jahren angezogen haben. Aber in der Erinnerung hatte ich ganz andere. Und schlimm finde ich, dass die Flügel extra von Bösendorfer angemietet werden (oder von Steinway). Das hätte es früher nicht gegeben.
Irgendwie schon ärgerlich.
Aber es gibt andere Plätzchen, wo der Flügel bereits drin steht. Muss man schauen, wieviel das vis-a-vis von der Secession kostet.
Oder hat jemand noch andere Ideen?
Unter modernen Frauen hat sich eine Gruppe etabliert, die quasi stolz darauf sind, Hexenkünste zu besitzen. Es geht hier nicht um Flüche und Verwünschungen sondern um den Besitz von alten fraulichen Weisheiten, die halt nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die meisten der Weisheiten beziehen sich auf Heilkräfte und die Zutaten für entsprechende Behandlungen.
Männliche Hexer sind darunter nur sehr spärlich vertreten.
Eine Ausnahme stellt hier auf einem vollkommen anderen Gebiet Dr. Dolittle dar. Die Gabe, mit Tieren sprechen zu können, wäre schon etwas ganz besonderes und sicher nicht sinnlos, wenn man bedenkt, dass eine Studie ergeben hat, dass ein Border Collie es auf ein Wortverständnis von über 1200 Wörtern gebracht hat, die er sogar in Kategorien einteilen kann. Etwas, was vielen Menschen schon nicht mehr möglich ist, wie ich immer wieder schmerzhaft feststellen muss.
Ich selbst habe jetzt erkannt, dass ich eine andere Hexenkunst beherrsche. Ich kann Musik verstehen. Sprich, ich kann bestimmte Idiome der Musik zuordnen. Einen Teil davon kann man auf der Musikakademie lernen. Doch bestimmte Inhalte gelten auch dort als zu esoterisch und man geht naserümpfend über sie hinweg.
Und obwohl ich weiß, dass es andere Gründe gibt, warum es so wenig Komponistinnen und eigentlich auch Solistinnen im Vergleich zum männlichen Anteil gibt, behaupte ich nun einmal frech, dass es sich hier um die männlichen Aspekte der Hexenkunst handelt. Und da ist der Mann das emanzipierte Wesen.
Das dritte der drei Stücke opus 946, „Letzte Klavierstücke“ hat sich bei mir mit einer ganz deutlichen Unterlegung festgefressen. Diese existiert schon seit zwanzig Jahren. Ich hab sie einmal einem Profimusiker erzählt, der trocken meinte, die Schubert-Forschung sähe das anders, aber es wäre einmal eine ganz nette Variante.
Ich beschreibe diese Interpretation, an der ich auch heute noch festhalte anhand einer Einspielung von Ran Zemach, der von den von mir gefundenen Einspielungen noch am ehesten den Charakter trifft.
Das Stück fängt mit synkopischen Auftakten an. Bis zur Sekunde 20 klopft der Tod an die Tür – oder an das Bewusstsein des Komponisten. Das Klopfen kommt eigentlich immer etwas eher als erwartet. In den nächsten 6 Sekunden gibt es den Dialog an der Tür. Daraufhin folgt eine Art Ermahnung „du musst es dreimal sagen!“. Eine Figur wird bis zur Sekunde 32 dreimal wiederholt – mit ganz leichten Veränderungen. Danach gibt es wieder ein Lamento des Komponisten, bis in Sekunde 38 wieder die Bestätigung erfolgt: „ich bin hier, ich bin hier, ich bin hier“, unterstrichen von einer einfachen Schlusskadenz bis Sekunde 45. Zu diesem Zeitpunkt ist es klar, der Tod ist gekommen, um Schubert zu holen.
Jetzt fängt eine Art Bettelei bis Sekunde 51 an, die ab Sekunde 52 strahlend zur Aussage: „ich hab ja noch soviel zu sagen. So viel schöne Melodien sind da noch in mir.“ Bei 1:05 stellt sich Ermattung, ein jähes Abbrechen ein. Und dann kommen die Erinnerungen. (Zemach spielt hier für meine Begriffe etwas zu laut.)
Für mich sind das die Jugenderinnerungen.
Kurz vor 1:50 beginnt eine kurze Erinnerung an die Liebe, schon eher melancholisch aber mit großer Zärtlichkeit in der Auslegung. Die Erinnerungen werden durch kleine Zusatzbewegung undeutlich oder auch durch die Einflüsse des Lebens leicht verzerrt. Bei 3:42 kommt der Tod wieder ins Spiel. Es wiederholt sich das Ritual vom Anfang. Allerdings geht das Schwelgen des Komponisten unmittelbar in ein Hinwegraffen über, eine gewaltige Stretta welche eindeutig einem Ende zustrebt, was durch die jeweiligen Kadenzen eindeutig zementiert wird. Nach den abschließenden Läufen ist der Schluss ist eindeutig. Da ist etwas aus.
Ganz aus.
Mausetot.
