Last Call to Essen

Es ist ja schon bereits angekündigt worden:
Blogger, die sich am Dienstag, den 9.4.2013 in Essen treffen wollen, kommen um19:00 (vormals 18:30) in die Rotisserie-Rüttenscheid.
( http://www.rotisserie-ruettenscheid.de ).
Es wäre nett, wenn sich die Betreffenden wegen einer Zusage oder Absage bei mir melden würden.
Entweder hier im Kommentar oder auf meine mail:
xxx.

Träumen, Wagen und Vollbringen

Eigentlich wollte ich ja den 3. Teil der Philosophie für Computer schreiben. Aber diese Geschichte muss jetzt dazwischen, weil ich sie doch für mitteilenswert halte.
Es geht um Bücher.
Meine Schwester ist um siebeneinhalb Jahre älter als ich. Als sie bereits verlobt war und sich eine Freundschaft zwischen ihren Schwiegereltern und meinen Eltern entwickelte, kam ich in den Genuss von Weihnachtsgeschenken eben jener Schwiegereltern.
Dabei kann ich mich an zwei Bücher erinnern, die einen besonderen Eindruck auf mich – und auf mein Leben – machten. Ich stelle hier fest, dass es ähnliche Bücher schon zuvor von meinen Eltern gab und der Boden quasi bereits aufgearbeitet war.
Gestern fiel mir eines dieser Bücher in die Hände, da mein Sohn ausgezogen ist und momentan die Buchbestände neu gesichtet werden müssen. Das andere „der zwei“ habe ich leider nicht mehr. Ich weiß nicht, wo oder wann es verschwunden ist. Es hieß ungefähr „Die Wunder der Physik“ und behandelte in sechs Kapitel die Grundelemente der Physik. Dabei gab es Mechanik, Elektrizität, … und Atomphysik, wie man sie damals kannte. Es gab noch keine Quarks und keine Suche nach dem Higgs-Boson. Doch den Anfang des Kapitels werde ich nie vergessen. „Eine Sonne herzustellen ist ziemlich einfach. Nehmen Sie eine Quintillion Wasserstoff-Atome und bringen Sie sie in einem verfügbaren Raum zusammen. Die Schwerkraft tut ihr Übriges.“ Dann wurde erklärt, wie die leichten und die schwereren Elemente im Rahmen einer Fusion entstehen. Das Buch hatte ungefähr 500 Seiten, einen gelben Umschlag und ich liebte es heiß. Ich las darin, als ob ich in eine andere Welt versetzt wäre. Das Buch hat sicher einen großen Einfluss auf meine spätere Studien- und Berufswahl gehabt.

Das gestern gefundene Buch ist von Paul Herrmann (von seiner Frau aus seinem Nachlass herausgegeben) und führt den Titel: „Träumen, Wagen und Vollbringen“ (Das Abendteuer der neuen Entdeckungen)
Es besteht vier Teilen:
Die Strasse der hellen Nacht
Seelen, Nelken, Seide
Terra Australis incognita
Zauber der weißen Wüsten
und hat auch fast 500 Seiten. Illustriert noch mit den gesonderten Fotografie-Seiten, wie ein Buch von 1959 damals gestaltet war.
Die Geschichte von Amundsen Rennen zum Südpol kannte ich schon von früher. Nansen, Fram, Amundsen, Scott, sogar Peary waren mir damals schon ein Begriff.
Das Buch übte einen subtileren Einfluss auf mich aus. Obwohl ich mich nie mit den Strapazen einer Südpolexpedition anfreunden hätte können, lernte ich die Möglichkeit von Zielstrebigkeit und Ausdauer erfassen. (Ich selbst war in meinem Leben nur selten wirklich zielstrebig, und für Ausdauer reicht meine Geduld nicht.) Doch ich lernte, was Überzeugungen sind. Ich lernte, dass sich große Abenteurer immer mit der Ungläubigkeit ihrer Zeitgenossen konfrontiert sehen. Das half mir in meinem späteren Leben, zu meiner Meinung zu stehen. Ich habe einige Male gehört, „das etwas nicht gehen (funktionieren) könnte“ solange bis ich es vorgehüpft bin. Als ich noch eitel war, hat mich das angetrieben, immer wieder etwas noch Neueres zu probieren.
Heute frage ich mich: „wozu“. Möglicherweise wird mir noch einmal etwas einfallen, was wirklich eine neue Kombination von bekannten Erfahrungsschätzen ist. Doch ich laufe nicht mehr „dem Großen“ hinterher.

In diesem Zusammenhang möchte ich an eine der schönsten Werbeaktionen erinnern, die ich überhaupt kenne. Die Voest-Alpine hatte ein Video mit ungefähr dem folgenden Inhalt: „Ideen klopfen bei jedem an. Man muss ihnen nur aufmachen.“ Das wäre eine Werbung, die mich dazu bringen könnte, mich dort um einen Job zu bewerben.

Das Wesentliche erscheint mir bei „Träumen, Wagen und Vollbringen“, dass die geschilderten Abenteuer wirklich zum Träumen anregen können. Als ich 1997 einen Testjob bekam, stellte ich fest, dass im gesamten Computerbereich das Feld des Software-Tests unbestellt war. Ein riesiger weißer Fleck auf der Landkarte. Heute kennt man mehr. Es gibt noch immer weiße Flecken, die haben sich etwas verlagert. Aber für mich war Testautomation damals wie die Reise zum Südpol. IBM und meine Firma hatten beide ein Attest geschrieben, dass eine bestimmte Software nicht automatisiert werden konnte. Es war die Herausforderung, der ich mich damals stellte. Würde ich heute nicht mehr tun.
In der heutigen Zeit kann man in der IT nicht mehr „blood, sweat and tears“ versprechen. Heute regieren die Hypes. Umbenennung von bestehenden Werkzeugen in ein gängiges Schlagwort.
Bücher der oben genannten Art gibt es in Form eines Bestsellers: „Die Vermessung der Welt“. Das Buch ist großartig, der Film einfach schön ohne Wirkung. Kann das Buch eine Wirkung bei Heranwachsenden verursachen? Ich bin ein bisschen skeptisch. Die Abenteuer der heutigen Zeit stellen sich der Jugend als „Einer wird irgendetwas gewinnen“. Nach erfolgtem Gewinn erfolgt der Wechsel in die Versenkung.

Wenn ich länger darüber nachdenke, meine ich zu erkennen, dass die Grundvoraussetzung etwas Neues zu schaffen, zu entwickeln, zu entdecken, zu erforschen, im Lesen liegt. Denn bei allen Neuerungen muss man sich etwas vorstellen, was es noch nicht gibt. Und genau dieses Vermögen wird beim Lesen und der Ausbildung der Fantasie gefördert und trainiert. Es ist vermutlich zu einfach, eine Klassifizierung von Lesern und Nichtlesern danach vorzunehmen, ob sich jemand zum Neuerer oder zum Konsumenten entwickelt. Aber eine entsprechende Statistik würde mich echt interessieren.

Der neue Papst

Ich hege Sorge um diesen Papst. Ohne über ihn mehr zu wissen, als die momentanen Zeitungsartikel schreiben, sehe ich ihn in einem kurzen Videoausschnitt, in dem er über seine Namenswahl spricht.

Meine folgenden Ausführungen sind unter Berücksichtigung folgender persönlicher Hintergründe zu lesen. Ich bin (noch) Katholik. Das „noch“ beinhaltet weiterführende Themen. Ich verteidige die Kirche manchmal und greife sie gleichzeitig an. Ich habe unheimlich achtbare und gescheite Priester getroffen, und ich verabscheue bestimmte Machtgruppen im Vatikan. Ich könnte nicht sagen, ob die Welt ohne die Katholische Kirche besser oder schlechter wäre. Ich stelle fest, dass konvertierte Katholiken genauso wie Taliban von mir angesehen werden. Beispiele ihrer Äußerungen finden sich auch hier auf twoday.

Den neuen Papst mag ich. Zuerst einmal wegen seiner Namenswahl. Ich verstehe eigentlich nicht, wieso es noch Franziskus I heißen kann. Er ist der erste Papst, vor dem ich nach Johannes XXIII wirklich Achtung habe und einen religiösen Anspruch entdecken kann. Es ist verständlich, dass ein Papst aus Polen mehr politisch eingestellt ist und auch ein ehemaliger Vorsitzender der congregatio fidei bestimmte Ausrichtungen haben muss.
Es ist erschreckend, bereits wenige Tage danach zu hören, welche Intrigen gegen ihn gesponnen werden. Ich mag es, dass er nicht aus Europa ist. Er wird sicher die „armen“ Länder besser berücksichtigen können. Ich werde es akzeptieren, wenn er in punkto Sexualmoral keine Neuerungen einführen wird. Es gibt genügend andere Probleme zu lösen. Rom ist nicht in einem Tag erbaut worden. Ich vertraue ihm, dass er etwas verändern können wird. Zum Guten.
Ich bin gespannt, ob meine Einschätzungen zutreffen werden. Aber jedenfalls wünsche ich ihm alles Gute.

Wer wohnt in Essen?

Und möchte einen Blogger live treffen?

Bin vom 7.4. bis 10.4. in Essen auf einer Konferenz und frage mich, ob es dort irgendwelche Blogger gibt, die ein Treffen organisieren wollen.
Von denen, die ich kenne, fällt mir keiner ein. Aber es gibt ja auch ein paar, die sich nicht so weit outen.
So abgehakt.
Nachtrag:
Essen scheint twoday-frei zu sein:)

Schmunzeln

Ursprünglich war es kein Schmunzeln. Ich sah sehr interessiert die Dokumentation Österreich I von Hugo Portisch an, die ich als ausgezeichnet ansehe. Der Zusammenhang mit der Ursache meines Schmunzelns wird auch nicht auf den ersten Blick ersichtlich sein. Danach gab es Mittagessen und jetzt komme ich gerade vom Wählen zurück.

„Möchtest Du ein Hendlhaxerl mitnehmen? Etwas Erdäpfelpüree? Willst Du noch das Fleischlaibchen mit haben?“ – Nicken, Nicken, Nicken. Ich sah meine Tochter an und musste schmunzeln, was sie verunsicherte. „Wieso lachst Du?“ Dann erklärte ich ihr den Zusammenhang.

Meine Tochter sehen wir nur zu Familienfeiern oder zu den seltenen Gelegenheiten, an denen sie außerdem noch nach Wien kommt. Diesmal war ich der Auslöser, weil ich sie zu einer Veranstaltung eingeladen hatte. Heute musste sie gleich nach dem Mittagessen wieder nach Graz und meine Frau packte den Proviant ein. Dazu gehörte auch noch ein Baguette und ein Mandelcroissant von unserer hervorragenden Boulangerie in Brunn, die ziemlich gut zu gehen scheint. Samstags, sonntags, immer frisches Brot oder eben französisches Baguette.

Also warum schmunzelte ich? Es war so offensichtlich, wie die Familientradition meiner Familie fortgesetzt wird. Genauso hatte meine Mutter meine Frau gefragt. Genauso hatte meine Grossmutter meine Mutter gefragt. Essen spielte in unserer Familie eine große Rolle. Mein Vater, der genaue Buchhaltung führte, stellte manchmal fest, dass Essen einen der größten Ausgabeposten ausmachte. Er beschwerte sich nicht, weil qualitativ hochwertiges Essen als notwendige Therapie angesehen wurde, auf die meine Mutter infolge ihrer angeschlagenen Gesundheit Anlass zu geben schien.

Die Assoziationen gehen aber noch etwas weiter. Ich erzählte meiner Tochter, dass meine Eltern den ersten Urlaub am Bauernhof in Oberösterreich machten, als ich zwei Jahre alt war. Der Grund dafür war ein Frühstück, dass dort Milch, Butter und Eier beinhaltete. Das war 1953 noch fast unerschwinglich. Vier Jahre später war es nicht mehr so schwierig, Nahrungsmittel zu bekommen. Dazwischen lag der Staatsvertrag, der sich anscheinend doch auch in der Versorgungslage niederschlug. In der Zeit davor konnte mein Großvater mütterlicherseits noch seine Hamsterfähigkeiten unter Beweis stellen. Auf seinem Motorrad fuhr er 80 km weit nach Niederösterreich hinaus, um 12 Eier oder ein halbes Kilo Butter zu ergattern.
Diese Eigenschaften ließen sich auch später nicht verleugnen, wenn er auf den Markt in Brigittenau um einen grünen Salat geschickt wurde und mit einem Sauschädel im Rucksack zurück kam.
„Aber Karl, was hast denn da wieder eingekauft? Einen Salat hättest Du bringen sollen.“ klagte meine Großmutter. Nicht wörtlich – aber so in meiner Erinnerung gespeichert – antwortete er: „Aber der hat mich so lieb angesehen.“

Da meine Großeltern Sudetendeutsche aus der Umgebung des heutigen Ostrava waren, schließt sich der Kreis bis zur 1. Republik. Ich weiß nämlich nicht, ob sie vertrieben wurden oder schon vorher nach Österreich kamen. Davor, im ersten Weltkrieg jedenfalls, war mein Großvater in Pula stationiert. Von dieser Zeit pflegte er manchmal zu schwärmen. Und da gibt es dann auch die Querverbindung zur Trapp-Familie und dem „Sound of Music“.
Irgendwie ist es schon interessant, wie ein kleiner Dialog ein Jahrhundert an Geschichte aufspannen kann.

Der letzte Musikwunsch

Anläßlich meines letzten Eintrags fällt mir ein weiterer in Fortsetzung ein: was wünschen wir uns als letzte Musik zu hören, bevor wir in eine andere Welt gehen.
Als ersten Eintrag nenne ich den Musikwunsch meiner verstorbenen Tante. Es ließ sich leider nicht in der Form arrangieren, wie sie es vielleicht gerne gehabt hätte. Doch könnte der Eintrag ein Beweis dafür sein, dass sie nicht vergessen worden ist. Sie war eine wunderbare, hochbegabte Frau und Künstlerin mit ein paar Ecken und Kanten. Als Akademikerin in einer Zeit, wo sie Vorreiterrolle spielte, musste sie sich beruflich in einer Männerdomäne beweisen. Heutzutage hätte sie es wesentlich leichter gehabt, ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Sie war äußerst tierlieb und manchmal denke ich, dass der Hund den wir nach ihrem Tod zu uns nahmen, etwas von ihrer Tierliebe weiter transportieren konnte. Es war die Zeit vor den schnellen Digitalkameras, (also daher kein Bild) als diese Staffordshire Bullterrier-Hündin halb rücklings auf der Fußbodenheizung ans Fenster gelehnt dalag, und an ihrem Bauch drei junge Kätzchen schlummerten. Ein Bild, dass sich auch ohne Kameras eingebrannt hat.
Hier findet sich ihre Musik: https://www.youtube.com/watch?v=ZEQecQjPP2w

Ich bin ja so neugierig!

Die momentanen ORF-Nachrichten 21.12.2012 10:30 sehen so aus:
(die HEAD(!)LINES)
Ausland
Syrien: Mitarbeiter halfen bei Anschlag auf Innenministerium – KEINE RELEVANZ
GB: 14 Mio. Pfund für irakische Folteropfer – FÜR WIE VIELE OPFER?
UNO-Sicherheitsrat für Militäreinsatz in Mali – HEISSE LUFT
Guatemala: Indigene protestieren wegen Maya-Feiern – AMÜSANT
Putin und Lawrow bei 30. EU-Russland-Gipfel in Brüssel – UNHEIMLICH ÜBERRASCHEND
Inland
42.700 Kinder pflegen ihre Eltern – KÖNNTE INTERESSANT SEIN
Streit um Salzburger Familienberatung – AHA
Sport
Fußball: Alabas Jahr „mit Höhen und Tiefen“ – FÜR FUSSBALLER
Bundesliga: Schulte „kein Freund vieler Transfers“ – FÜR RAPID FANS
Wirtschaft
BAWAG baut Vorstand Anfang 2013 um – DAS TUN SIE DOCH SCHON SEIT JAHREN
Alpine will ein Drittel der Stellen streichen – WIE VIELE SIND DAS?
Obi kündigt jeden sechsten Mitarbeiter in Wien – WIE VIELE SIND DAS?
Betriebsversammlung bei Backhausen – GUSIS NEUES SPIELZEUG
Schweizer kurbeln Vorarlbergs Weihnachtsgeschäft an – GROSSARTIG, WIE JEDES JAHR
Römersteinbruch soll erweitert werden – SEHR, SEHR RELEVANT
Zyperns Kreditwürdigkeit erneut herabgestuft – DAFÜR GEHT GRIECHENLAND HINAUF
Chronik
Sechs Verletzte durch CO-Austritt in NÖ – BERÜHRT MICH NICHT
Führerscheinneulinge verursachten tödliche Unfälle – UNHEIMLICHE NEUIGKEIT
Feuerwerksschmuggel blüht wieder auf – WIE JEDES JAHR
Wiener Straßenbahnlinie 25 feiert Comeback – FALSCHE BEZEICHNUNG, SOLLTE EIN BUCHSTABE SEIN
28 Tote bei Angriff auf Dorf in Kenia – JA, UND?
Auto stürzt in Belgien in Hafenbecken: Fünf Tote – JA, UND?
Schneestürme in den USA fordern erste Opfer – JA, UND?
US-Schülerin drohte mit Angriff auf Schule – ENDLICH EINMAL EIN MÄDCHEN
Kultur
Die Toten Hosen in der Wiener Stadhalle – INTERESSANT
„Angels’ Share“: Ken Loach rockt die Schotten – WEN DENN SONST?
IT
Instagram zieht umstrittene Änderungen zurück – UNHEIMLICH UNINTERESSANT
Facebook testet Bezahlung für Nachrichten – OHNE KOMMENTAR
Leute
Handschuh von Michael Jackson für Rekordpreis versteigert – JA, UND?
Lifestyle
Bedarf an Christbäumen gedeckt – ICH BIN BERUHIGT
Winteranfang trifft auf angeblichen Weltuntergang – IST DAS JETZT EIN BLIND DATE?
Informationsgehalt praktisch null. Vor allem gehen mir ausländische Todesfälle mit weniger als 20.000 Menschen total am Arsch vorbei.
Dass Facebook versucht, Geld zu machen, ist angesichts der Börsensituation nachvollziehbar.
Es zeigt sich, dass hier ausschließlich journalistisch-masturbatorischer Exhibitionismus gefeiert wird. Gewertet darf nicht werden, sonst könnte man vielleicht auf 5 Schlagzeilen reduzieren.
Ist das wirklich so, dass sich das die Mehrzahl der Österreicher von einer Institution erwarten, die sie zwangsweise bezahlen müssen?
P.S. Es gibt dann noch die Headlines mit Bild. Die habe ich nicht kommentiert. Selbst wenn ich nicht alle für gleich wichtig halte, kann ich die Auswahl wenigstens verstehen.

20.12.2012

Leider haben sich die Maya um einen Tag verrechnet, wie jetzt eine neue Studie zu beweisen scheint. Danach sollte der Weltuntergang bereits um einen Tag früher kommen.

Leider sehe ich mich ganz alleine. In meinem weiten Bekanntenkreis gibt es niemanden, der an den Weltuntergang glaubt. Ich ja auch nicht.

Die Weltformel

Bekanntlich ist ja Einstein an der Entwicklung einer „Weltformel“ gescheitert. Doch jetzt gibt es eine neue Formel, die alles erklärt:
Hirscher durschaut Formel.
Solche Formulierungen findet man sonst nur in den Gratisblättern.

Dass dieses in ORF-online zu lesen ist, hat mich etwas von den Socken gehauen.
Vermutung, Verdacht, Überlegung, … und noch ein paar andere Möglichkeiten hätte es gegeben, um einen Rückstand von über zwei Sekunden in einem Skirennen zu erklären.

Doch Marcel Hirscher ein überaus sympathischer und bescheidener Bursche hat „die Formel“ gefunden. Bei aufmerksamen Lesen des Beitrags bin ich auf keinen einzigen Bestandteil gestoßen, den man in einer Formel auffinden sollte.
Er hat das auch sicher nicht selbst behauptet.

Natürlich macht es mir seither weniger aus, dass ich Schildpatt als Schildplatt geschrieben habe, ja überhaupt macht mir vieles weniger aus. Denn ich habe jetzt die Formel für Österreichs Journalismus gefunden:
D = ∞
Dabei ist D eine Masszahl für die sprachliche Dummheit von Journalisten und ∞ das Zeichen für unendlich.
Vielleicht ist das aber auch keine Formel sondern nur eine Vermutung.
Dieser Beitrag ist meinem Kollegen nömix gewidmet.

heißt play nicht spielen?

Was mich ärgert: seit geraumer Zeit ist das Herunterladen von Applikationen für die Android-Plattform nur über Google Play Store möglich. Ist jetzt im Leben alles nur mehr „play“? Ich wundere mich nicht mehr über hohe Scheidungsraten, über Arbeitslosigkeit etc. Arbeit? Die Leute wollen doch gar keine Arbeit, sie wollen Spiele. Ja, dann verteilt doch ein paar Smart-Handies anstelle in die AMS zu investieren. Und wer mit dem Handy spielend erwischt wird, darf sich einen gelben Spielerstern an die Stirn kleben und darf nie mehr in einer Arbeitslosenstatistik mitgezählt werden. Irgendwann löst das Problem Hunger das Spieleproblem.

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