Archive for the ‘Zeitgeist’ Category
Aus einem Abschnitt aus teachers blog:
Was soll man zu so einem Kommentar sagen?
Insider (Gast) meinte am 21. Nov, 14:04:
Vielleicht schmilzt bei einem privaten Treffen die Animosität der Testsiegerin. Der Steppenhund ist IRL ja auch viel sympathischer als auf seinem Blog. 😉
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testsiegerin antwortete am 21. Nov, 15:07:
welche animosität? ich hab gar keine animosität gegenüber dem teacher. ich bezweifle überhaupt nicht, dass er ein engagierter lehrer und liebenswerter mensch ist. wir haben nur oft auffassungsunterschiede. und ich bin auch mit dem steppenhund oft anderer meinung und hab ihn trotzdem sehr gern.
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steppenhund antwortete am 21. Nov, 20:50:
Na da muss ich mich ja anstrengen, damit ich IRL genauso unsympathisch werde wie im Blog. Diese Art von Schizophrenie ist keinesfalls gewollt und untergräbt meinen Authentizitätsanspruch auf das Heftigste:)
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Hiemit kündige ich an, in Zukunft so richtig fies zu sein, damit ich das richtige Bild vermitteln kann!
Ein Eurofighter kostet ja 100 Millionen Euro. Das ist vielleicht ein bisschen teuer. Aber ein Umstandspanzer wäre schon angebracht. Einer von denen, die sonst eingemottet würden.
Denn auf eine Umstandsfeldhose hat die Soldatin ein Recht, wie sich heute aufgrund des ministeriellen Erlasses herausstellt.
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Man könnte ja argumentieren, dass in der Schwangerschaft, wo sich Rauchen und Alkohol verbieten, auch das Kriegsführen nicht so angebracht ist.
Aber wahrscheinlich ist das die erlaubte Form der Abtreibung. Die Kirche hat noch nicht protestiert. „Is Kua hin, is Käubl ah hin.“ wäre die erlaubte Form. Unerwünschte Schwangerschaft – ab ins Bundesheer und in eine Problemzone.
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Jedenfalls verfügt der Feldanzug 75 über ein Detail mehr.
Ja, was den Panzer angeht: drinnen geht es sehr eng zu. Wenn man schon extra Hosen macht, sollte man auch die Panzer ein bisschen aufbohren, sonst kann es zu argen Quetschungen kommen.
Ich habe ja schon oft die Gratis-Zeitschrift „Österreich“ gelobt. Immerhin hat dieses Blatt es geschafft, die „Kronenzeitung“ zum Intellektuellenblatt zu befördern.
Selbst im CAT (diesem Höchstgeschwindigkeitszug vom Flughafen in die Stadt, sinnigerweise am Zentralfriedhof vorbeiführend) liegt „Österreich“ und „Kronenzeitung“ auf.
Jetzt wird der große Unterschied leicht und deutlich sichtbar. Im Österreich mordet eine Frau eine andere wegen 720€, in der Kronenzeitung sind es bereits 820€. Die beiden Zeitungen werden offensichtlich von unterschiedlichen Pressemitteilungen informiert. (Die Ironie ist beabsichtigt.)
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Die Chuzpe von „Österreich“ ist aber noch raffinierter. 200€ kann man sich beim Erwerb eines iPad sparen, wenn man ein Abonnement zu 19,90€ erwirbt.
Es kostet dann also ein iPad nicht mehr 600€ sondern nur mehr 419,90€. Was für ein guter Deal! Wo ich doch sonst immer an einem Ständer mit kostenlosen Exemplaren vorbeikomme.
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Aber ich vergönne es allen Menschen, die auf diesen Deal eingehen. Die 19,90€ sind nämlich das Monatsabonnement und der Käufer verpflichtet sich zu einer 24-Monate Vertragsbindung. Das sind also 477,60€ für etwas was, was ich sogar auf legale Weise gratis bekomme. Und das iPad wird damit um 277,60€ noch teurer, als es eh schon ist. Ich habe kein Mitleid mit den Menschen, die auf diesen Werbeschmäh hereinfallen. Den gleichen machen ja auch die Telefonanbieter, in Deutschland sogar noch etwas ausgefeilter als in Österreich.
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Aber nur soviel zu Zahlen und österreichischen Tageszeitungen.
Angeregt durch einen Beitrag von Pezwo.
Ehrlich gesagt, ist die Entrüstung über die Flughafenmanager ja nicht unangebracht, speziell wenn ich an unsere Skylinkmanager denke. Aber je länger ich nachdenke, desto logischer kommt mir alles vor.
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Es fängt an mit „Geiz ist geil“. Es geht zu 1€-Flügen. Die Flughafengebühren werden zwar extra verrechnet, aber die müssen sich ja auch in Grenzen halten. Sparen ist allerorten angesagt.
Bei Material, bei Personal, bei, bei, bei.
Es ist natürlich schon schön, wenn man billiger fliegt als man mit der Bahn fährt. Das war früher undenkbar. Ich frage mich, welche physikalischen Gesetze sich geändert haben, damit das jetzt möglich ist.
Auch für die Sicherheit kann man nicht mehr so viel ausgeben.
Klimawandel wird ja allgemein geleugnet. Ja, vielleicht wird es ein paar Zehntelgrad heißer. Dass das Wetter insgesamt erratischer mit mehr Extremen wird, ist noch nicht in den Köpfen verankert.
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Da waren mir die Russen früher, die den Alkohol für die Tragflächenenteisun lieber selbst gesoffen haben, noch weitaus lieber. Denn die können mit Schnee und Eis umgehen.
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Aber sind wir doch mal ehrlich. Verwöhnt sind wir. Welches Menschenrecht gibt es denn, dass garantiert, dass man pünktlich befördert wird. Früher sind die Leute zu Fuss gegangen. Hat auch funktioniert. In der Zeit haben Mozart und Beethoven wunderbare Werke komponiert. Von Burg Forchtenstein sind die Karossen zwei Monate nach Moskau kutschiert. Dabei wurden nur zehn Mal die Pferde gewechselt.
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Übrigens sind auch Formel-1-Autos mit so einer Schneemenge überfordert. Aber das ist das Gelbe vom Ei, nicht wahr. Spitzenleistung der Automobilindustrie.
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Ja liebe Leute, jetzt gibt es Facebook und Spiele, realistische Nachstellungen einer vegangenen Zeit mit Supergrafik. Mit der echten Natur werden wir nicht mehr so richtig fertig.
Solange nicht, bis die Katastrophen so häufig und heftig werden, dass wir innehalten und feststellen, es hat sich etwas geändert – in unserer Umgebung.
Vielleicht sollten wir uns auch ändern.
Wir sind wieder legal. Aber eigentlich möchte ich am liebsten zurück in die Illegalität.
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Denn auf der Rückseite der GIS-Anmeldung steht folgende Tabellenbeschriftung:
Rundfunkgebühren für Fernsehanlagen (inkl. Radio) und danach die Vorschreibung pro Bundesland.
Also wenn jemand schon jahrelang und fast überhaupt nie Fernsehen geschaut hat, dann war es Frau Columbo. Radio hört sie gern. Irgendwann wird es sich dann ausgleichen und wir werden einfach die unterschlagene Radiogebühr über den Umweg der Fernsehkosten abgezahlt haben.
Sie könnten ja schreiben: Empfangsgebühren for Fernsehen und Radio. (Dass die Gebühren nicht getrennt verrechnet werden, ist halt einfach so.)
Mit dem Radioprogramm, speziell Ö1, sind wir beide sehr einverstanden.
Aber der ganze Sauhaufen, der sich jetzt wieder einmal um die Postenbesetzung abspielt, ist so zum Speiben, dass es schwer einzusehen ist, dass er von nicht Fernsehenden subventioniert werden muss.
Aber mit Subventionen ist das ja so eine eigene Sache. Siehe nächster Beitrag.
1899, 1831, 2003, 2010
Gründung – Original Loos
Umbau Innenausstattung – Original Zotti
Umbau Innenausstattung – Pseudo Loos
Umbau Innenausstattung – Pseudo Zotti – aber gut genug
Das Kaffeehaus Museum am Karlsplatz ist wieder bestens besucht. Der neuerliche Umbau, der für mich am stärksten in der Farbgebung besticht, scheint erfolgreich zu sein.
Die Leute, und das schließe ich mich vollinhaltlich ein, sitzen lieber in Bordellrot als in G’spiebengrün. Ob wirklich die Logen soviel mehr bewirken als die Bugrohrsessel kann ich nicht sagen. Sie wirken gemütlicher.
Und das Kaffeehaus ist bummvoll, zumindest heute zu Mittag. Die Schachspieler fehlen mir noch ein bisschen zum „Original“, dass ich vor 40 Jahren das erste Mal betreten habe. Aber sonst stimmt schon alles. Auch die Vitrine mit den Mehlspeisen, die sich gleich beim Betreten offeriert, ist mit hervorragenden Patisserien bestückt. Die Maronibüte – ein Gedicht.
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Ja, warum der Ausdruck g’spiebengrün? Das Grüngelb bei Biedermeiermöbeln ist ja gar nicht so ungemütlich. An der Wand hingegen erinnert es mich an die Geschichte einer lieben Freundin. Die war in ihren Studentenjahren im piekfeinen Elternhaus eines piekfeinen Kommilitonen eingeladen. Es gab irgendetwas piekfeines Alkoholisches zu trinken, dessen Wirkung nicht absehbar war. Entweder war das Getränk grün oder etwas, was es dazu zum essen gab. Irgendwann musste sie in das piekfeine, piekweiße Badezimmer verschwinden, was anschließend durchgängig grün gemasert war. Irgendwie war ihr so schlecht gewesen, dass sie sich beim Erbrechen um ihre eigene Achse gedreht haben muss.
Diese Assoziation zu einem bestimmten Grünton wird mich wohl nie mehr verlassen.
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Ja, und der Titel?
Obwohl man meinen könnte, dass die Einrichtung mit den Loosmöbeln näher an den wahren Charakter des Kaffeehauses zu seiner Gründerzeit kommen hätte müssen, besteht die Echtheit des Wiener Kaffeehauses in seinen Gästen und damit in der Gemütlichkeit, welche diese erleben.
Echte Gemütlichkeit sticht Stilechtheit. Man muss auch gesehen haben, wie sich der Pächter selbst begrüßend um seine Gäste kümmert. die meinen das jetzt ernst und das ist gut so.
Wien kann stolz sein auf seine Kaffeehäuser, aber dann müssen sie auch gemütlich sein. Das Wohnzimmer sozusagen. Dann fühlen wir uns in die Zeit eines Peter Altenberg, Karl Kraus oder Egon Fridell versetzt. Genau von dieser Anmutung lebt die Atmosphäre.
Es ist leicht zu sehen, dass jetzt im Sommer weniger geschrieben und auch weniger gelesen wird. Ich muss zur Zeit auch relativ viel beruflich schreiben. Daher fällt mir für das Blog nichts Gescheites mehr ein.
Aber den folgenden Artikel habe ich recht interessant gefunden
http://derstandard.at/1277339143961/Stadt—Digital—Smart
Natürlich ist er sehr IBM-bezogen, selbst wenn es sich um das iPad handelt.
Die enthaltenen Gedanken sind deswegen nicht weniger wert.
Denn die Frage, die sich stellt, ist die der gesellschaftlichen Verwertung.
Wenn man davon ausgeht, dass Mitte unseres Jahrhunderts rund 80 Prozent der Menschen in urbanen Zusammenhängen, Städten und Regionen, leben werden, kann man sich vorstellen welche logistischen und gesellschaftlichen Anforderungen auf uns zukommen. Und die Aufgaben beginnen nicht in der Zukunft, sondern sie beginnen heute. Denn unser heute ist die Zukunft der Science-Fiction Romane aus den 1950er Jahren. Lesen Sie etwa Philip K. Dicks Roman „Player Piano“ und Sie werden denken, dass es ein Bericht aus dem „Heute“ ist.
In einem anderen Zitat kommt allerdings etwas vor, wo ich meine Haltung zwischen Arroganz und Schmunzelei ansiedeln möchte.
Die einzelnen Geräte (und ich meine wirklich alle Arten – vom viel zitierten Eiskasten bis zum Auto, vom Smartphone bis zum Fahrrad – sind in der Lage Informationen zu versenden und zu empfangen. Das heißt zugleich, dass ungeahnte Intelligenz im Alltag Einzug gehalten hat und viele tolle Lösungen denkbar geworden sind.
Ungeahnte Intelligenz! Vielleicht meint er damit ja auch tatsächlich ungeahnte Blödheit, wie man das bei 1984 interpretieren könnte. Diese ungeahnte Intelligenz hilft zum Beispiel überhaupt nicht, wenn sie nicht genutzt wird. Für Duisburg hätte man aus gegebenen Anlass die Intelligenz schon nützen können. Es hätte genügend Information gegeben.
Wenn die Veranstalter zu geil sind, (und ich meine geldgeil und sensationsgeil, die andere Geilheit finde ich ganz in Ordnung.) so hilft selbst ungeahnte Intelligenz überhaupt nichts.
Wie soll ich denn etwas für vernünftig halten, wenn ich die Intelligenz gar nicht erahnen kann?
Ein Eurofighter kostet ja 100 Millionen Euro. Das ist vielleicht ein bisschen teuer. Aber ein Umstandspanzer wäre schon angebracht. Einer von denen, die sonst eingemottet würden.
Denn auf eine Umstandsfeldhose hat die Soldatin ein Recht, wie sich heute aufgrund des ministeriellen Erlasses herausstellt.
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Man könnte ja argumentieren, dass in der Schwangerschaft, wo sich Rauchen und Alkohol verbieten, auch das Kriegsführen nicht so angebracht ist.
Aber wahrscheinlich ist das die erlaubte Form der Abtreibung. Die Kirche hat noch nicht protestiert. „Is Kua hin, is Käubl ah hin.“ wäre die erlaubte Form. Unerwünschte Schwangerschaft – ab ins Bundesheer und in eine Problemzone.
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Jedenfalls verfügt der Feldanzug 75 über ein Detail mehr.
Ja, was den Panzer angeht: drinnen geht es sehr eng zu. Wenn man schon extra Hosen macht, sollte man auch die Panzer ein bisschen aufbohren, sonst kann es zu argen Quetschungen kommen.
Ich stelle fest, dass mir noch einige Begriffe fehlen. Weiber ist insbesonders auf dieser Plattform positiv besetzt und kann nicht als Schimpfwort dienen. Schlampen beziehen sich auf einen Nahebereich des Sexuellen, was in diesem Fall nicht zutrifft.
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Aber wie soll man ein vermutlich 17-18 jähriges Mädchen bezeichnen, welches eines der besonders literarisch hochstehenden U-Bahnblätter auf dem Geländer einer Rolltreppe entsorgt?
Wenn die nächsten Papierkörbe unmittelbar am Weg liegen?
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Ich hab so ein „Das ist aber nicht die feine Art“ und „Arschloch“ vor mich hin gemurmelt, aber anscheinend zu leise. Sie dürfte es nicht gehört haben.
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Aber wie soll ich sie jetzt bezeichnen?
Wenn das ein Mann gewesen wäre, hätten Frauen einfach „Männer“ sagen können. Das hat ja meistens einen negativen Anstrich, wenn Frauen mit einem gewissen Tonfall „Männer“ sagen.
Dann wäre es ein archetypisches Verhalten gewesen.
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Aber ist das jetzt archetypisches emanzipatorisches Verhalten?
Vielleicht hätte ich ihr „Stehpinklerin“ nachrufen sollen…
Das J soll die bayrische Variante besonders betonen.
Aus dem folgenden Artikel zitiere ich von http://yahoo.de:
Wie es dazu gekommen ist, dass für O2 ohne Genehmigung in den Unis Werbung gemacht wurde, kann United Ambient Media nicht erklären. „Ich glaube aber nicht, dass sich jemand gestört gefühlt hat,“ sagte eine Mitarbeiterin der SZ über die Kölner Monster-Aktion. „Vorlesungen sind ja meistens nicht so spannend.“
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„Jetzt leckt’s mi am Oarsch!“
Vorlesungen sind ja meistens nicht so spannend.
Ja, dann studierts halt nicht, wenn es euch eh nicht interessiert. Gut, es gibt bessere und schlechtere Vortragende. Es gibt auch Pflichtfächer.
Und ich selbst bin selten in Vorlesungen gegangen. Nicht weil sie mir zu fad waren, sondern weil ich als Werkstudent in Schicht gearbeitet habe und oft keine Zeit hatte oder nach der Nachtschicht zu müde war.
Und dann bin ich vermutlich auch autodidaktisch meinem Lerntempo angepasst.
Aber bevor ich Werbeaktionen in der Uni zustimme, – und mögen sie noch so launig sein, streiche ich doch die Vorlesungen ganz aus dem Programm, spare mir das anteilige Hochschulbudget und erspare mir die Bildungsdiskussion.
Vorlesungen sind meistens fad.
Ich nehme das zur Kenntnis.
