Archive for the ‘Zeitgeist’ Category
Ich schätze Edward Dijkstra sehr. Er ist mittlerweile verstorben. Von ihm stammt die Aussage, dass Programmierer neben der Mathematik am meisten von der möglichst guten Beherrschung der Muttersprache profitieren.
Umso erstaunter war ich jetzt, dass ich einen Artikel fand, in dem er sich für die Klassifizierung der 0 als natürliche Zahl einsetzte. http://www.cs.utexas.edu/users/EWD/transcriptions/EWD08xx/EWD831.html
Dieser Empfehlung ist man irgendwann gefolgt und hat die Zahl 0 per DIN-Norm als natürliche Zahl „definiert“.
Mathematiker verteidigen diese Aussage mit dem Argument, dass es sich ja nur um eine Konvention handelt. Semantisch hat der Ausdruck „natürlich“ nichts zu bedeuten.
Jetzt hätte ich es natürlich gerne, dass ich von Mitgliedern des Normenausschusses verklagt werde, weil ich sie als natürliche Trotteln bezeichne. Und alle Mathematiker, die so gerne das Konventionsargument verwenden, bezeichne ich gleich mit.
Als Verteidigung werde ich anführen, dass nach meiner Konvention der Ausdruck „natürlicher Trottel“ bedeutet, dass es sich um „keinen wirklichen Trottel“ handelt, also auch keine Beleidigung vorliegt.
Dieser Beitrag ist von nömix und seinen Symbolbildern inspiriert worden.
Es ist kaum mehr zu glauben, was wir sprachlich, inhaltlich, bildlich den Leuten durchgehen lassen, die uns glaubhaft machen wollen, dass sie die Information besitzen.
Der Unfall in Fukushima – der war natürlich. Zuerst das Erdbeben, dann der Tsunami – beides von der Natur erzeugt. Und das Atomkraftwerke einmal einen GAU oder SUPER-GAU erleben, ist auch natürlich.
Ganz natürlich natürlich. Wir haben da nichts damit zu tun. Dann wäre es ja künstlich.
Ich würde auch vorschlagen, statt dem Begriff Arschloch „Natürlicher“ zu verwenden. Wenn 0 natürlich ist, muss es das Loch auch sein, den Anus lassen wir aus Gründen der feinen Sprache außen vor.
Besonders beleidigend müsste es sein, wenn wir jemanden als natürlichen „Natürlicher“ bezeichnen.
Als Symbolbild fiele mir ein Logo mit ORF-Null ein. Null = Nix = Loch und ORF muss man nur undeutlich aussprechen. ORFLOCH. Und das müssen dann alle sagen, die jetzt mit „EINS“ auftreten. (Das Letzte ist nur für österreichische Insider verständlich.“
Wir sind von ORFLöchern umzingelt…
Als ich Mitglied bei twoday wurde, hatte ich den Eindruck, dass das Niveau der Mitglieder sich von dem des durchschnittlichen Bloggers abhob.
Dass Libyen bereits komplett von Japan verdrängt wurde, zeigt, dass der Mensch nur ein Ein-bit-Schieberegister im Hirn hat. Sprich, jede Nachricht wird von der neueren Nachricht ersetzt.
Aber die Katastrophe in Japan kümmert uns nicht. Wenn ich durch die Beiträge der letzten Tage gehe, (und momentan habe ich Zeit, weil ich noch marode zuhause sitze) dann stelle ich fest, dass sich nicht einmal 1 Prozent der schreibenden Mitglieder mit der Japan-Problematik auseinandersetzt.
Möglicherweise ist der Schock einfach zu groß.
Aber muss sich nicht jeder die Frage stellen, was es für ihn oder sie eigentlich bedeutet?
Tschernobyl ist bereits vergessen. Was vor 25 Jahren passierte, ist bereits vor einer Generation passiert. Der zweite Weltkrieg ist bereits vor 3 Generationen passiert. Darüber gibt es kein Bewusstsein mehr.
Der Golfkrieg und das Anzünden der Ölfelder in Kuwait ist bereits vergessen, obwohl die Auswirkungen noch heute sichtbar sind. Man kann in dem Zusammenhang von der größten Ölkatastrophe sprechen, größer noch als der im Golf von Mexico.
Das könnte sich z.B. in Libyen auch wieder abspielen. Das würde uns ziemlich böse betreffen.
Aber Japan ist so weit weg. Und die Katastrophe ist so groß, dass wir sie nicht fassen können. Und im Verdrängen sind wir Weltmeister. Das Einzige, was ich vernehmen kann, ist die Anschuldigung, dass die Japaner so riskant auf AKWs setzen.
Was machen wir? Wir verlängern die Laufzeitbewilligungen und setzen die Bewilligungen jetzt aus.
Sobald sich die Zustände in Japan auf ein nicht mehr wachsendes Katastrophenmaß eingependelt haben, wird die Laufzeitzulassung wieder verlängert. Da möchte ich fast wetten drauf.
Meines Erachtens geht es hier um eine überpolitische Fragestellung. Einer der Atomkraftgegner (ich glaube von Greenpeace) hat es sehr interessant formuliert. Atomkraft ist nichts für unsere Art der Gesellschaft. (Dem stimme ich zu, obwohl ich selbst durchaus „sichere“ AKWs, allerdings wesentlich kleiner, für möglich halte.)
Wir sind nicht einmal instande, die Katastrophe für uns selbst zu akzeptieren. Da laufen fast alle Blogs weiter wie gehabt.
Heiliger St. Florian,
Verschon‘ mein Haus,
Zünd’s and’re an!
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Nichts anderes kann ich denken, wenn ich heute durch die Titel von Twodays-Beiträgen scanne.
Eine Überschrift findet sich in http://ORF.AT unter der Rubrik IT:
HP setzt auf Cloud-Computing und Tablets
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Ich übersetze das einmal so:
HP setzt auf (radioaktive) Wolken und schützt mit Jod-Tabletten.
Bösartige Argumentationskette, die damit endet, dass ich vollkommen unkorrekt ein sarkastisches Lächeln nicht unterdrücken kann.
1.) Wenn ein Mensch stirbt, ist das an sich nicht erfreulich.
2.) Man sollte sich auch nicht lustig darüber machen.
3.) Ich mag Frauen.
4.) Ich mag es, wenn Frauen schön sind.
5.) Ich kann verstehen, dass Frauen unter bestimmten Makeln psychisch leiden und sich unters Messer legen.
6.) Ich kann es nicht verstehen, wenn sie sich wegen ein und derselben Sache mehrfach unters Messer legen.
(darfs ein bisserl mehr sein, darfs ein bisserl weniger sein.)
7.) Ein Sex-Starlett ist bei einer rein kosmetisch bedingten Brustvergrößerung ums Leben gekommen.
8.) Dies geschah während ihrer sechsten (!) diesbezüglichen Operation.
9.) Die Todesursache wird untersucht.
10.) Yahoo-News meldet, dass es sich um eine Gehirnlähmung gehandelt hat.
11.) Es wird noch dauern, bis man die wahre Todesursache herausgefunden hat.
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Meine Schlussfolgerung: ich bin überrascht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Frau, die sich sechsmal die Brust kosmetisch behandeln lassen will, überhaupt ein Hirn hat.
Ich muss lächeln.
Es gibt doch etwas wie ein humoristisches Element des Todes.
P.S. Wer sich jetzt über mich aufregen will, ist herzlich eingeladen. Ich werde keine weitere Stellung dazu beziehen;)
Manche werden sich an die Bilder erinnern können. Zwei Beispiele, die ich auch mit „friedlich“ attributieren würde.
Es wäre vielleicht sinnvoll gewesen, die Frischhaltefolie zu entfernen. Aber als sie dann einmal weg war, hat es nie mehr wieder so friedlich ausgesehen.

Den JeanLuc rührt das natürlich überhaupt nicht.
Frau Columbo schreibt zwar von sehr ungern bis gar nicht, kann aber recht störrisch werden, wenn ich eine Mitteilung in unserer beiden Namen verfasse. Ich sehe das recht locker, denn es gehört zu meinem Berufsbild dazu, etwas zu korrigieren – und damit auch selbst korrigiert zu werden.
Bei einem Wort habe ich allerdings gestreikt und auf meiner Version beharrt. Ich wünsche ein „beschauliches“ Weihnachtsfest, sie wollte das auf „froh“ ausbessern.
Zu „Frohe Festtage“ könnt ich mich noch zwingen lassen, denn Chanuka unterstellt Freude. Weihnachten ist in unserer Zeit derart „konsumiert“ worden, dass die Freude, die ein Peter Rosegger noch bei der Weihnachtsbesorgung empfinden konnte, der Hektik und dem Getriebensein weichen musste.
Der Begriff „froh“, an dem es an sich nichts auszusetzen gibt, es heißt ja auch „Frohbotschaft“, wurde verdorben. So ähnlich wie das Wort „geil“, das heute ja kaum mehr mit dem angenehmen Vorgang des Vögelns verbunden wird, sondern nur mehr daran erinnert, wie uns große Pseudo-Diskonter verar…..
Wenn ich etwas wünschen will, dann ist das Beschaulichkeit. Das Wort drückt für mich notwendige Ruhe zum Schauen, zum Schauen zum Nächsten und zum Schauen auf sich selbst aus. Das Schauen muss auch verarbeitet werden, d.h. es verbindet damit auch die Forderung nach Ruhe und Besinnlichkeit.
Und das wünsche ich jedem, egal welcher Konfession er angehört. Ein Stoiker kann vermutlich auf meinen Wunsch verzichten:)
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Irgendwie glaube ich auch, dass es letzten Endes auch dieser Wechsel war – aus der Ungeduld des kindlichen Herzens, was bringt das Christkind für Geschenke – zur Freude an den Minuten, wenn alles fertig war und man den Augenblick der Bescherung gerne verzögert gesehen hat, um die Vorfreude zu vermehren der mich die Beschaulichkeit hat schätzen lassen.
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Dieses Nachlassen einer extern erzeugten Anspannung in die Beherrschung eines festlichen Ablaufs ohne den Streit, der in manchen Familien regelmäßig zu Weihnachten ausbricht, das wünsche ich denen, die sich das selbst auch wünschen.
Ein beschauliches Weihnachtsfest eben.
Rettet den Dativ oder was sollte man retten?
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In den Schlagzeilen, besser gesagt Schlagbildern, von ORF-online liest man:
„Kollektives Versagen von mutloser Werder“
Irgendwann wird in den Schulen die tote, deutsche Sprache gelehrt werden. Die Schüler werden gebeten, den obigen Text zu übersetzen.
„Werder“ muss ein Eigenname sein. Es handelt sich um eine irreguläre Form, denn hier spricht man zwar Werdaa aus, tatsächlich sollte die Endung aber auch a sein, weil es sich aufgrund von „mutloser“ das hinter „von einen Dativ darstellt, um eine weibliche Bezeichnung oder Namen handelt.
Der Lehrer: das kann aber nicht passen, es muss sich ja offensichtlich um eine Mehrzahl handeln, sonst hätte das Wort „kollektives“ keine sinngemäße Bedeutung.
Aha, es handelt sich um eine besonders selten vorkommende Form der Deklination:
die Werder (f)
der Werder
der Werder
die Werder
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die Werder
der Werder
den Werder
die Werder
Das stimmt aber jetzt auch nicht. Den der Werder kommt nur im Genitiv vor, was durch das „von“ ausgeschlossen ist, und im Dativ in der Einzahl, was durch „kollektives“ ausgeschlossen ist.
Der Lehrer: richtig! Also denkt einmal an einen Ablativus absolutus, bei dem etwas fehlt. Wann wird das Partizip weggelassen? Richtig, wenn es sich um das Hilfsverb „sein“ (esse) handelt. Meistens gibt es dann doch zwei Wörter, die substantivisch gebraucht werden. Also z.B. „Augustus imperatore“
Also da haben wir einen Namen und ein Hauptwort als Eigenschaft.
Was ist jetzt Werder?
Schüler zeigt auf: da gab es einmal so ein Spiel für die Dummen. Irgendwie mit dem Fuss auf einen Ball treten. Da haben mehrere zusammengespielt.
Lehrer: richtig. Wir brauchen nur mehr ein Wort, dass weiblich ist.
Team kann es nicht sein. Also?
Schüler: Ich hab’s. Personenschaft!
Lehrer nachsichtig: na ja, fast! Das hab ich euch noch nicht erzählt. Früher galten Frauen als Lebewesen ohne Seelen und eigentlich nicht als wirkliche und vollwertige Menschen. Daher hieß das auch nicht „Personenschaft“ sondern „Mannschaft“. Schließlich haben ja auch nur die Männer einen Schaft.
Was einem der ORF als Kulturauftragsträger alles vermitteln kann!
Jetzt muss ich aber nachsehen, wo dieses ominöse Bremen abgeblieben ist. Sollte es das nicht mehr geben?
Wahrscheinlich würden mich die meisten eher zu den „Gutmenschen“ zählen. Ich kann auch einem humanen Strafvollzug einiges abgewinnen, wenn Chance auf Resozialisierung besteht.
Ich lehne die Todesstrafe ab. Nicht weil sie mir so grausam erscheint, sondern weil sie irreversibel ist und es gnügend Fehlurteile gibt. (Ansonsten wäre sie vielleicht durchaus die „humanere“ Lösung.)
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Doch die Humanität hat eine Grenze. Vor einigen Tagen gab es in einigen Medien die Diskussion über ein „Bild“-Interview mit Herrn F., der wegen schweren Inzest- und Freiheitsberaubungsvergehen, vielleicht war auch ein Kindsmord dabei, in einer Anstalt für geistig abnorme Verbrecher seine Strafe abbüßt.
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In meinen Augen geht es nicht um Buße sondern um Verwahrung. Jemand wie er sollte weder je die Freiheit wieder bekommen noch sollte er die Gelegenheit haben, mit anderen Leuten (ausgenommen Wärtern und behandelnden Ärzten) zu sprechen. Keinesfalls jedoch mit anderen Insassen, die vielleicht einmal herauskommen.
Jetzt habe ich also erfahren, dass Herr F. mit Vorliebe „Two and a half man“ mit Charlie Steen anschaut und bei seinem Mithäftlingen wegen seiner guten psychologischen Ratschläge beliebt ist.
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Ja sind wir denn noch zu retten? Erstens gehört er in Einzelverwahrung. Denn was immer er sagt, kann die Vergiftung eines Gehirns bedeuten, dass eh schon angeschlagen ist, welches aber vielleicht aufgrund unserer großen Humanität vielleicht unter uns „normale“ Menschen entlassen wird.
Und die Internierung ist eine Dreisternpension mit Fernsehen und eigener Programmwahl.
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Ja, das denke ich doch einmal, dass Auge um Auge und Zahn um Zahn vielleicht doch angebrachter wäre.
Einsperren im Keller unter Beraubung sämtlicher afferenter Stimuli. Allenfalls eine Bibel als Lektüre, aber eine kyrillische, damit er sich beim Lesen nicht zu leicht tut.
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Ich habe jetzt lange gezögert, diesen Beitrag einzustellen. Vielleicht liege ich da mit einer falsch verstandenen Rachsucht ganz falsch.
Aber irgendwie erscheint mir eine Bestrafung, bei der er vielleicht sogar noch Geld verdient und sich ein bequemeres Leben innerhalb der Anstalt erwirken kann, als absolut fehl am Platz. Ich denke, er gehört bestraft. Und wenn er wirklich geistig abnorm ist, so ist er von anderen zu trennen. Eine Rehabilitierung ist bei seinem Strafausmaß nicht vorauszusetzen.
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Ich freue mich über Kommentare, die mir einen Trugschluss in meiner Argumentation aufzeigen. Ich bin nicht damit zufrieden, dass ich so schreibe. Doch alles andere wäre gelogen.
In Österreich wurde ein neues Budget verkündet. 66% der Österreicher finden es als unsozial. Die Politiker sind ganz begeistert und übertrumpfen einander im Schönreden.
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Kürzlich wurde eine Statistik in Standard oder Presse veröffentlicht. Wieviele Studenten sich für Studienplätze in den einzelnen Fächern bewerben.
Politikwissenschaften, Betriebswirtschaft, Publizistik rangieren ganz oben mit mehr als 4000 Bewerbern pro Jahr.
Weit abgeschlagen kommt in der hier genannten Reihenfolge Architektur, Informatik, Medizin vor. (mit ungefähr einem Viertel an Antragsstellern)
In der Liste mit ungefähr 25 Einträgen fehlt Physik, Chemie, Mathematik, Elektrotechnik; ich glaube auch Maschinenbau.
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Als ich das las, wollte ich zuerst einmal die fehlenden Einträge monieren.
Ich nehme aber zur Kenntnis, dass Politikwissenschaft der Liebling der Studenten ist. Man könnte daraus schlussfolgern, dass es sehr wichtig ist, dass wir gute Politiker bekommen. Es ist wohl angebracht, dass unsere Politiker irgendwann einmal Politik gelernt haben.
Also erstens sind unsere Politiker schlichtweg beschissen, wenn man ihnen manchmal beim Reden zuhört und dahinter das Denken erahnen kann. Wobei noch nicht einmal feststeht, ob sie selber oder der Spin-Doctor nachgedacht hat.
Zweitens haben die wenigsten Politikwissenschaften studiert. Oder sie haben in der Zwischenzeit schon wieder alles vergessen. Da kann man sich ja schon glücklich schätzen wenn einer einen Doktor in Biologie hat. Dann weiß er wenigstens etwas vom „Leben“.
Aber ich frage mich: was machen denn all die Politikwissenschaftler, wenn sie ins Berufsleben einsteigen? Oder ist Politikwissenschaft nur die Umschreibung für ein Studium, bei dem ein paar Scheine den Anspruch des studentischen Beschäftigtseins gewährleisten?
Wieso haben es Politikwissenschaftstudierende so schwer, einen Nebenjob zu ergattern? Ihr zumindest angehendes Wissen über Politik müsste doch für jeden Durchschnittspolitiker ein gefundenes Fressen sein.
Ich halte es schon für richtig, dass man Politik lernt und gegenenfalls auch studieren kann.
Aber ich verstehe nicht, warum gerade dieses Fach so eine Spitzenreiterfunktion einnimmt.
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Wäre es nicht sinnvoller, einen Studienzweig „Rolltreppen-Reparatur“ zu kreiieren? Rolltreppen sind andauernd kaputt. Da gibt es sicher eine Marktlücke und ein reiches Jobpotential für erfolgreiche Studienabgänger.
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Ja, langsam stimme ich einer von mir lange bezweifelten Aussage zu: Mathematik braucht man wirklich nicht.
Da regen sich die Deutschen doch so über die Türken, den Islam und das Fremde auf. Oder sie regen sich darüber auf, dass sich andere aufregen.
(In Österreich auch, aber da passt das Nachfolgende nicht so ganz.)
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Es wird nachhaltige Beeinflussung durch fremdländisches Aussehen a la Minarette befürchtet. Ein anderer fremdländischer Einfluß scheint weniger Sorge zu bereiten. Die Verzeltung Deutschlands. Obwohl man Zelte sonst eher in der Wüste oder auf hohen Bergen erwarten würde, werden deutsche Städte verzeltet. Immer mehr Restaurants legen sich Zelte mit Heizpilzen als Dependance an, damit die armen Raucher nicht erfrieren.
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Wenn man es genau bedenkt, mutet es ausgesprochen seltsam an, dass sich noch niemand über die städtepolitische Verfremdung verursacht durch Verzeltung aufgeregt hat.
