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AlphaGo, ein Go-spielendes Computerprogramm hat den Weltmeister in der ersten Partie eines Turniers über 5 Spiele geschlagen. Das bedeutet jetzt noch nicht, dass der Weltmeister insgesamt verloren hat. Aber der Umstand, dass es möglich war, hat einen Tatbestand geschaffen, der erst in zehn Jahren zu erwarten war, gibt zu denken.
Ich sehe das als einen historischen Moment an.
Im Gegensatz zu Schach galt Go lange Zeit als nicht ausreichend beherrschbar für den Computer. Obwohl die Regeln sehr einfach erscheinen, sind die möglichen Variationen, die durchgerechnet werden müssen, zu viele, um hier einfach mit „roher Gewalt“ (brute force method) durchrechnen zu können.
Doch jetzt hat Google durch das gleichzeitige Wirken von drei verschiedenen Berechnungsmethoden, zwei mal neurale Netzwerke, einmal Monte-Carlo-Simulation, ein Programm zusammengesetzt, welches sich selbst weiterentwickeln kann. Einerseits wurden 20 Millionen menschliche Partien eingefüttert, andererseits spielt das Programm jetzt auch gegen sich selbst und verbessert sich ohne menschliches Zutun.
Ich habe mir die erste Partie angeschaut. Was schon Kasparov vor zehn Jahren über das damalige Schachprogramm gesagt hat, trifft wiederum zu. Man kann in dem vorliegenden Programm an den Zügen nicht erkennen, ob hier ein Mensch oder eine Maschine „denkt“. Die Partie selbst wurde sehr scharf gespielt, ist aber in der Analyse durchaus nachvollziehbar.
Was bedeutet das nun? Erstens, dass ich schleunigst mein Buch fertig schreiben muss, damit es nicht von „einer“ Realität überholt und uninteressant wird.
Zweitens, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die Leser einer eigentlich renommierten Tageszeitung, die ihre Meinungen mit dümmlichen Postings kund tun, umdenken werden müssen. Manchmal denke ich, dass die Kommentare so ähnlich verlaufen, wie sich ein verstockter Krimineller beim Verhör verhält: ja nichts zugeben, was nicht bewiesen werden kann.
Die Überlegenheit des menschlichen Geistes wird gerade von denen aufs Heftigste postuliert, die durch die Art ihre Argumentation beweisen, dass gerade sie nicht so überlegen denken können.
Wie gesagt, heute ist ein historischer Tag. Man könnte es mit dem ersten Atlantik-Flug vergleichen, mit der ersten Mondlandung oder dem ersten Zug, der den Semmering überquert hat. Immer gab es Skeptizismus, der vehement zu Aussagen führte: da fährt ja der Teufel mit. (Nachzulesen bei Peter Rossegger) Den Teufel haben wir jetzt wieder. Und so wie die Menschheit jede technische Errungenschaft zuerst für militärische Zwecke verwendet, hat der Teufel wieder ein Stückchen Territorium erobert.
Live Mitschnitt der ersten Partie
(dauert 4 Stunden, aber man kann sich ja auch einige Passagen heraus anwählen. Interessant: die Stellung nach den ersten 10 Zügen, die Endstellung. Dazwischen ist es wohl nur für Go-Spieler ab einer gewissen Spielstärke, z.B. 1 Dan, anregend.)
Auch interessant über die Geschichte des Programms
Ich mag Berlin. Nicht nur, weil dort die U- und S-Bahnen auch in der Nacht fahren. Nicht nur, weil man in der Oranjenstraße auch noch um vier Uhr früh noch sehr dezent essen kann. Nicht nur, weil es das A-Train hat. (Jazz-Lokal)
Nicht nur, weil ich in der Jugend mit Nesthäkchen-Lektüre groß geworden bin.
Und auch nicht, weil es die Berliner Philharmoniker gibt. Die gibt es ja auch in Wien, nur heißen sie dort anders. Wir haben in Wien den Goldenen Saal, bei dem sich die Tontechniker der ganzen Welt fragen, wie man die Akustik noch einmal so gestalten kann.
Die Berliner haben die größte Bühne. Vielleicht nicht gemessen am Park Concert in New York. Doch 20.000 begeisterte Zuhörer in der Waldbühne ist schon ein Superlativ für sich.
Und neben der verschobenen Schweizreise, die sich heuer vielleicht nicht mehr ausgehen wird, plane ich ein nächstes Event, den Besuch eines Berliner Philharmoniker Abschlusskonzerts. Das muss ich mir einfach einmal geben.
Heuer war Renee Fleming der singende Star. Ich mag die Frau sehr. So sympathisch. Und singen kann sie auch.
In der Zugabe hat sie dann noch „O Mio Babbino Caro“ von Puccini gesungen.
Auf youtube gibt es auch Beispiele von ihr, doch als kleine Überraschung zitiere ich hier eine andere Sängerin, von der ich noch nie gehört habe. Sie ist halt in einem anderen Land berühmt.
Und singt auch sehr schön:)
… wie die Zeit vergeht. Ich gehöre ja auch schon zu denen, deren erstmalige Blogtätigkeit mehr als zehn Jahre zurück liegt. Um die ersten Einträge zu lesen, müsste ich erst einen ziemlich alten Computer in Betrieb nehmen.
Ich weiß, dass ich damals anders geschrieben habe. Mit romantischer Grundeinstellung, manchmal ironisch. Auch haben mich die Blogeinträge anderer SchreiberInnen ganz anders berührt.
In den zehn Jahren hat sich bei mir sehr vieles verändert.
Mein Leben ist erfolgreich geworden – was die Darstellung nach außen angeht. Damals war ich noch durch Bankrückzahlungen geknechtet, von libidinösen Begehrlichkeiten in meiner Freiheit eingeschränkt und beruflich frustriert, weil meine Ideen nicht entsprechend umgesetzt wurden.
Alles hat sich verändert. Die Ideen wurden letztlich, auch nach meinem Weggang, noch durchgesetzt. Ich kann stolz sein, dass 2009 das zum Laufen kam, was andere Firmen heute noch nicht können.
Die Begehrlichkeiten haben sich nach meiner Operation reduziert, wobei es nicht um das körperliche Begehren geht. Ich habe nachgedacht und festgestellt, wie froh ich sein kann, wie sich meine diesbezügliche Situation heute darstellt. (Und gestorben bin ich ja auch nicht.) Die finanzielle Freiheit kann ich noch gar nicht so genießen, weil ich mittlerweile keine teuren Wünsche mehr habe.
Ich habe allerdings meine gedankliche Unschuld verloren. Ich merke das beim Lesen. Obwohl ich froh sein müsste, wie gut einige formulieren können, lese ich viel zu viel zwischen den Zeilen. Ich kategorisiere und da fällt vieles, was als originell einzustufen gewünscht wird, in die Sammelbecken der typischen Beiträge. Einge der „großen“ Blogger und Bloggerinnen gehen mir ab. Sie spendeten Anregungen, die mir das Verteidigen der Bloggerei leicht machten. Einige Blogkollegen sind originell, doch auch bei ihnen kann ich den Verlauf der zehn Jahre feststellen. Das Binnen-I habe ich hier ganz bewusst weggelassen. Die von mir geschätzten Bloggerinnen schreiben nur mehr in Monatsabständen wenn überhaupt.
Ich bin unduldsam geworden. Kritisch, zynisch und sarkastisch. Dass man mich als unterkühlt angesehen hat, muss ich als freundliches Kompliment werten.
Und doch gibt es Ziele und Ideen, die hinter der Zeit meines aktiven Arbeitslebens angesiedelt sind. Und sie greifen bereits jetzt in meine Gedankenwelt hinein.
Ich werde nicht mehr in Leipzig unterrichten. Ich werde es vermutlich noch in Serbien tun und möglicherweise genauso frustriert sein, wenn ich feststelle, dass junge Studenten kein Bewusstsein mehr für Sprache und Semantik haben.
Das Frau-Mann-Verhältnis ist, wenn ich von meiner eigenen Frau absehe, getrübt. Ich beobachte wohlwollend Langzeitbeziehungen, ob mit Problemen oder ohne Probleme. Die Kurzzeitschwierigkeiten zwischen Frau und Mann werden nur mehr unter das Kapitel Dummheit eingereiht.
Die wirklichen Probleme, bei denen die Frau zum Handkuss kommt, kann man bei Brigitte Schweiger nachlesen. „Wie kommt das Salz ins Meer“ Ihr Leben ist auch nicht mehr einfacher geworden danach, ihr bezieht sich auf die Autorin. Und wenn ich so die Essays in den Zeitungen lese, kann ich nur bei Anneliese Rohrer Vernunft erkennen. Hamann geht auch. Sonst stelle ich nur mehr Frustration und Wehklagen fest.
Es gibt Frauen, die bewundernswert sind. Eine davon habe ich nie persönlich kennen gelernt, obwohl das meine Studienkollegen taten. Die Tochter des Mechanik-Professors, Ingeborg Hochmair-Desoyer. Sie galt als gescheit und attraktiv, was man ihr heute einerseits noch mit ihren 61 Jahren ansehen kann und andererseits an ihrer Erfolgsstatistik ablesen kann. Vier Kinder mit einem Hochschulprofessor, geschäftsführende Gesellschafterin, die Frau, die Taube hören lässt.
Der Gedanke an solche Personen lässt mich beruhigt zurücklehnen. Das Leben geht weiter.
Und ich muss nichts mehr beweisen.
… wie die Zeit vergeht. Ich gehöre ja auch schon zu denen, deren erstmalige Blogtätigkeit mehr als zehn Jahre zurück liegt. Um die ersten Einträge zu lesen, müsste ich erst einen ziemlich alten Computer in Betrieb nehmen.
Ich weiß, dass ich damals anders geschrieben habe. Mit romantischer Grundeinstellung, manchmal ironisch. Auch haben mich die Blogeinträge anderer SchreiberInnen ganz anders berührt.
In den zehn Jahren hat sich bei mir sehr vieles verändert.
Mein Leben ist erfolgreich geworden – was die Darstellung nach außen angeht. Damals war ich noch durch Bankrückzahlungen geknechtet, von libidinösen Begehrlichkeiten in meiner Freiheit eingeschränkt und beruflich frustriert, weil meine Ideen nicht entsprechend umgesetzt wurden.
Alles hat sich verändert. Die Ideen wurden letztlich, auch nach meinem Weggang, noch durchgesetzt. Ich kann stolz sein, dass 2009 das zum Laufen kam, was andere Firmen heute noch nicht können.
Die Begehrlichkeiten haben sich nach meiner Operation reduziert, wobei es nicht um das körperliche Begehren geht. Ich habe nachgedacht und festgestellt, wie froh ich sein kann, wie sich meine diesbezügliche Situation heute darstellt. (Und gestorben bin ich ja auch nicht.) Die finanzielle Freiheit kann ich noch gar nicht so genießen, weil ich mittlerweile keine teuren Wünsche mehr habe.
Ich habe allerdings meine gedankliche Unschuld verloren. Ich merke das beim Lesen. Obwohl ich froh sein müsste, wie gut einige formulieren können, lese ich viel zu viel zwischen den Zeilen. Ich kategorisiere und da fällt vieles, was als originell einzustufen gewünscht wird, in die Sammelbecken der typischen Beiträge. Einge der „großen“ Blogger und Bloggerinnen gehen mir ab. Sie spendeten Anregungen, die mir das Verteidigen der Bloggerei leicht machten. Einige Blogkollegen sind originell, doch auch bei ihnen kann ich den Verlauf der zehn Jahre feststellen. Das Binnen-I habe ich hier ganz bewusst weggelassen. Die von mir geschätzten Bloggerinnen schreiben nur mehr in Monatsabständen wenn überhaupt.
Ich bin unduldsam geworden. Kritisch, zynisch und sarkastisch. Dass man mich als unterkühlt angesehen hat, muss ich als freundliches Kompliment werten.
Und doch gibt es Ziele und Ideen, die hinter der Zeit meines aktiven Arbeitslebens angesiedelt sind. Und sie greifen bereits jetzt in meine Gedankenwelt hinein.
Ich werde nicht mehr in Leipzig unterrichten. Ich werde es vermutlich noch in Serbien tun und möglicherweise genauso frustriert sein, wenn ich feststelle, dass junge Studenten kein Bewusstsein mehr für Sprache und Semantik haben.
Das Frau-Mann-Verhältnis ist, wenn ich von meiner eigenen Frau absehe, getrübt. Ich beobachte wohlwollend Langzeitbeziehungen, ob mit Problemen oder ohne Probleme. Die Kurzzeitschwierigkeiten zwischen Frau und Mann werden nur mehr unter das Kapitel Dummheit eingereiht.
Die wirklichen Probleme, bei denen die Frau zum Handkuss kommt, kann man bei Brigitte Schweiger nachlesen. „Wie kommt das Salz ins Meer“ Ihr Leben ist auch nicht mehr einfacher geworden danach, ihr bezieht sich auf die Autorin. Und wenn ich so die Essays in den Zeitungen lese, kann ich nur bei Anneliese Rohrer Vernunft erkennen. Hamann geht auch. Sonst stelle ich nur mehr Frustration und Wehklagen fest.
Es gibt Frauen, die bewundernswert sind. Eine davon habe ich nie persönlich kennen gelernt, obwohl das meine Studienkollegen taten. Die Tochter des Mechanik-Professors, Ingeborg Hochmair-Desoyer. Sie galt als gescheit und attraktiv, was man ihr heute einerseits noch mit ihren 61 Jahren ansehen kann und andererseits an ihrer Erfolgsstatistik ablesen kann. Vier Kinder mit einem Hochschulprofessor, geschäftsführende Gesellschafterin, die Frau, die Taube hören lässt.
Der Gedanke an solche Personen lässt mich beruhigt zurücklehnen. Das Leben geht weiter.
Und ich muss nichts mehr beweisen.
Es gibt keine Entschuldigung für das Auftreten der Wirtschaftskrise 2008.
In einem sehr interessanten Interview mit Minister Mitterlehner und Filmemacher Wagenhofer spricht Mitterlehner etwas aus, was ich seit dem Enron-Skandal 2000 immer wieder ins Treffen führe. Und ich weiß mich da keinesfalls alleine.
[Mitterlehner]
Es hätte schon gereicht, die Grundrechnungsarten anzuwenden: Wenn bei einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent am Finanzmarkt Gewinne von 50 Prozent erwartet werden, dann stimmt etwas nicht. Da hat sich ein Wettfieber ohne Bezug zur Realität breitgemacht. All die Unternehmen sahen es als Sport an, eine Treasury-Abteilung zu gründen, um Geld am Finanzmarkt zu veranlagen – und nicht nur die: Auch Unis, Kirchen, Kommunen haben mitgemacht.
GRUNDRECHNUNGSARTEN! Die hat man zu meiner Zeit in der Volksschule gelernt. Ich behaupte einmal, dass mindestens 50% der Bevölkerung nicht mehr ohne Taschenrechner dividieren kann.
Etwas später kommt dann noch ein kleiner Hammer, der sich im Zusammenhang mit der Zentralmatura (siehe bei teacher) gut liest.
Bildung ist der Schlüssel, um zu neuen Ansätzen zu kommen – doch die nötige Kreativität wird an den Schulen zerstört. Wir erzeugen angepasste Pflichterfüller und unkritische Konsumenten.
Das ganze Interview findet sich hier.
Philosophie für Roboter II
Ich habe schon mit einigen Menschen darüber gesprochen, was ich in der Einleitung geschrieben habe. Abgesehen von denen, die mehr oder weniger meine Meinung teilen, gibt es bei den Ablehnungen immer nur ein Hauptargument. Das lautet zusammengefasst in etwas: der Mensch hat etwas Besonderes an sich, was dem Computer immer abgehen wird. Bewusstsein, Individualität, Kreativität sind hier die wesentliche Schlagworte, welche in dem Zusammenhang fallen.
Manche halten mir vor, dass es gerade die hier ausgesprochenen Gedanken sind, die mich von einer Maschine entscheiden. Ich sei eben nicht programmiert.
Wie könnte ein Computer diese Fragen ausdrücken, wie könnte er dazu kommen? Im Prinzip wurde die Frage bereits im Hitchhiker’s Guide to the Galaxy von Douglas Adams angesprochen. Man baut einen Computer, der im wesentlichen nur auf die Beantwortung einer Frage ausgerichtet ist. Lautet die Antwort 42, stellt sich erneut die Frage, worauf die Zahl 42 eine geeignete Antwort wäre.
„Eritis sicut deus scientes bonum et malum“ schreibt der Teufel im Faust dem Studenten ins Tagebuch. Sollte diese Frucht vom Baum der Erkenntnis wirklich unsere Vertreibung aus dem Paradies verursacht haben, so ist sie wohl gleichzeitig die stärkste Antriebsfeder für das Wirken des Menschen, seit er Werkzeuge erfunden hat und sich die Frage nach den Sternen gestellt hat.
Eine entsprechende Aufgabenstellung für den Computer (der hier in der Folge als stellvertretend für eine Künstliche Intelligenz verwendet wird, obwohl es sich wohl um ein Netzwerk von Rechensystemen und geeigneten Sensoren handeln muss) könnte so lauten:
1) entwickle eine neue Prädikatenlogik oder verwende eine bestehende
2) errechne einen Satz von Prädikaten, welcher mit dem derzeitig dokumentierten Informationsstand der Menschheit konsistent ist. Beende den Vorgang, wenn Du in erkennbaren Schleifen landest.
3) Wiederhole Punkt 2 und sortiere jene Fakten aus, welche zu Schleifen führen.
4) Optimiere die Anzahl der Prädikate auf ein Minimum. (Vielleicht kommt da ein Set von 42 Prädikaten heraus:)
5) Vergleiche den zugänglichen gespeicherten Informationsstand mit Messungen der verfügbaren Sensoren.
6) Errechne ein Ausgangsmodell für die (angenommen 42) Prädikate.
7) Transformiere das Modell in ein Metamodell. (welches aus weniger Objekten besteht)
8) Fahre solange fort, bis jede neue Sensorinformation in das bestehende Modell integriert werden kann. (Es ist anzunehmen, dass hier kein Ende erreicht wird.)
9) Falls Punkt 8 erfolgreich beendet werden kann, errechne eine Aussage, welche nicht integriert werden kann. (Das wäre eine rechentechnische Analogie zum Incompleteness-Theorem von Gödel.)
Jetzt wird man zu Recht einwänden, dass dies ja auch nichts anderes als eine „Programmierung“ darstellt. In Anbetracht der bisherigen Schritte muss das auch als gültiger Einwand akzeptiert werden. Jetzt gibt es zwei Umstände, welche den Einwand falsifizieren.
1) Die Berechnung könnte nach Schritt 8 in einem Modell enden, welches uns Menschen als Ausgangsbasis vollkommen unmöglich erscheint. Trotzdem könnte man aus dem Modell die gleiche Umgebung ableiten, welche wir heute vorfinden.
2) Bei Punkt 3 könnte sich herausstellen, dass jene Fakten, die zu Schleifen führen sehr stark durch menschliche Eigenschaften verursacht sind. Dies könnte dazu führen, dass sämliche Fakten so untersucht werden, „als hätte der Mensch nichts zu sagen“, „als wäre er nicht kreativ“, als könnten seine psychopathologischen Anfechtungen keinen geschichtlichen Einfluss verursachen. Ich spreche hier das Problem der Reproduktion ganz bewusst noch nicht an.
In obiger Schrittfolge wurde ein anderes Problem ebenfalls bis jetzt unter den Tisch gekehrt. Es ist dies das Problem der Rekursion. Da der Computer den „dokumentierten Informationsstand“ untersucht, ist ihm auch jede Basisprogrammierung bekannt. Der Computer „weiß“, warum er etwas macht, er weiß „wie“, aber er weiß nicht, warum wir genau jenes Programm eingesetzt haben. Er weiß nicht, „warum wir Menschen dieses Programm eingesetzt haben.“ Er kann nur Annahmen aus dem Wissensfundus ableiten. Da wird wohl herauskommen, dass Menschen immer neugierig waren. Vielleicht wird auch herauskommen, dass wir Menschen uns eine Antwort auf Fragen erwarten, die wir nicht selber finden können.
Wir wollen, dass der Computer jene Fragen für uns löst. Daher übersetzen wir unsere eigenen Fragestellungen in für Computer verständliche Fragen. Der Computer ist ein Spiegelbild. Wir bauten (nicht „schufen“) den Computer nach unserem Ebenbilde. Der Computer ist nicht menschgleich, ebensowenig wie der Mensch gottgleich ist. Doch die Parallelität ist verblüffend.
Der Computer ist kein Mensch und wird nie einer sein. Genauso wenig, wie wir ein Gott werden können.
Der Computer und der Mensch teilen eine Gemeinsamkeit. Beiden sind Bewusstseinsgrenzen gesetzt. Weil wir unsere Grenzen nicht akzeptieren, halten wir uns für überlegen. Doch vielleicht ist es genau umgekehrt…
Durch die Empfehlung einer Freundin, bin ich auf folgende Frau gestoßen, deren Bedeutung in der Mathematik vermutlich weit größer war, als sich das erahnen lässt.
http://www.frauen-informatik-geschichte.de/index.php?id=60
Es ist schwer vorstellbar, wie stark intelligente Frauen noch im letzten Jahrhundert akademischer Möglichkeiten beraubt wurden.
aus einem Artikel der „New York Times“
…
What the revolutionary theorem says, in cartoon essence, is the following: Wherever you find some sort of symmetry in nature, some predictability or homogeneity of parts, you’ll find lurking in the background a corresponding conservation — of momentum, electric charge, energy or the like. If a bicycle wheel is radially symmetric, if you can spin it on its axis and it still looks the same in all directions, well, then, that symmetric translation must yield a corresponding conservation. By applying the principles and calculations embodied in Noether’s theorem, you’ll see that it is angular momentum, the Newtonian impulse that keeps bicyclists upright and on the move.
Some of the relationships to pop out of the theorem are startling, the most profound one linking time and energy. Noether’s theorem shows that a symmetry of time — like the fact that whether you throw a ball in the air tomorrow or make the same toss next week will have no effect on the ball’s trajectory — is directly related to the conservation of energy, our old homily that energy can be neither created nor destroyed but merely changes form.
The connections that Noether forged are “critical” to modern physics, said Lisa Randall, a professor of theoretical particle physics and cosmology at Harvard. “Energy, momentum and other quantities we take for granted gain meaning and even greater value when we understand how these quantities follow from symmetry in time and space.”
Dr. Randall, the author of the newly published “Knocking on Heaven’s Door,” recalled the moment in college when she happened to learn that the author of Noether’s theorem was a she. “It was striking and even exciting and inspirational,” Dr. Randall said, admitting, “I was surprised by my reaction.”
…
Ich muss gestehen, dass mir auch die Quintessenz des beschriebenen Prinzips äußerst zusagt
Ich weiß, er ist nicht mehr zuständig. Er ist sozusagen zu Grube wie der Bush zu Obama.
Bremen-Hannover, Reisegeschwindigkeit 142km/h. Ich glaube, ein ICE der dritten Generation, der mit dem Tempo eindeutig unterfordert ist.
Rumpelt und schaukelt mehr als die Moskauer Straßenbahn, wenn sie am Onkologie-Zentrum vorbei schunkelt.
–
Der Gleisbau (Oberbau) ist eindeutig Mehdorn-Klasse. Vielleicht2,3 Mehdorn auf einer Skala von 1-5 (5 am schlechtesten, 1 bereits unter jeder Kritik) Eine Schande für die deutsche Bahn, für die Deutschen, für die deutschen Politiker, insbesonders für einen deutschen Verkehrsminister, der Mehdorn den Auftrag gegeben hat, die DB borsenfähig zu machen
–
Aber sonst geht’s mir gut!
Die meisten Menschen, die kein Instrument spielen, halten die Tonarten für gleichberechtigt und austauschbar. Dies rührt zum großen Teil davon her, was einem in der Schule unter wohltemperierter Stimmung beigebracht wird. Wenn man die Stimmungen genauer analysiert, verschiedene Instrumente betrachtet und vielleicht die Mathematik heranzieht, kann man rasch erkennen, dass dies nicht stimmt.
Ein Geiger wird sich viel leichter in den Kreuztonarten spielen, während der Klavierspieler einen schöneren Klang erzeugen kann, wenn er in Es-Dur, As-Dur oder Des-Dur unterwegs ist. (Das lässt sich auch sehr gerne bei Chopin und Schubert ausprobieren.)
Die A-Dur zeichnet sich wiederum durch das Fehlen von Tragik aus. Es ist eine erfreuliche Tonart, die Mut und Optimismus verstrahlen kann.
Auch wenn man „la, la, la“ trällert, so singt man damit a‘, a‘, a‘. Orchester werden auf den Kammerton a‘ gestimmt, der je nach Werk etwas höher oder tiefer angesetzt werden kann. Bei historischen Instrumenten gibt man sich eher mit 440 Hz zufrieden, während bei Klavierkonzerten, eine Höhe von 443 Hz mehr Brillanz aufzuweisen scheint.
Als ein wunderschönes Beispiel für eine erfreuliche A-Dur mag die siebente Symphonie von Beethoven gelten.

Bin ich überheblich? Ich wohne zur Zeit in einem sehr guten Hotel mit modernen Lifts. Ähnlich wie auch in anderen gut ausgestatteten Lifts, haben sie eine gewisse Grundintelligenz, die nur dann anhält, wenn man die Ruftaste für diejenige Richtung gedrückt hat, in der der Lift gerade unterwegs ist. Es kommt vor, dass der Lift aber in der Aufwärtsbewegung auch stehen bleibt, wenn ich hinunterfahren will. Denn manche Personen drücken grundsätzlich beide Knöpfe, weil sie glauben, dass sie dann schneller befördert werden. Dann steigen sie auch in einen Lift ein, der nicht in ihre gewünschte Richtung fährt. (Bis hierher alles verstanden, ist ja auch ok so. Ich steige auch manchmal in die falsche Richtung ein, damit dann nicht bei der Rückfahrt kein Platz mehr für mich da ist.)
Aber jetzt: der Mensch ist eingestiegen, der Lift fährt in die Richtung, in die er nicht will. Und jetzt setzt Erstaunen, Grübeln, Verzweiflung ein: wieso fährt der Lift in die andere Richtung?
Und ich frage mich: ist das so schwer zu kapieren?
–
Ich bin da vielleicht überempfindlich. Vielleicht veranschaulicht es ein anderes Beispiel besser:
JEMAND WÄHLT EINE PARTEI. NACHHER FRAGT ER SICH, WIESO HABEN WIR SO EINE BESCH… POLITIK?
