Archive for the ‘Schule’ Category

Das elektronische Freudenhaus

Wenn ich mir ein Freudenhaus vorstelle, (oder das Paradies mit den sattsam bekannten Jungfrauen, die ueber Nacht wieder zuwachsen, Brrrr!) dann geht es nicht nur um den Akt an sich sondern mehr um die freie Wahl. Vielleicht ist es gerade die Auswahlmoeglichkeit, die einen bestimmten Kitzel hervorruft. Ich gehe allerdings davon aus, dass nicht alle Maenner sich dies als Paradies vorstellen, wie ja paradiesische Vorstellung ueberhaupt sehr unterschiedlich sein koennen.
Eine andere paradiesische Vorstellung habe ich heute erlebt, die ich gerne teilen moechte, obwohl ich nicht weiss, ob nicht schon aufgrund der Menge des verarbeitbaren Materials der Lesestoff zu ausschweifend wird.
Es fing eigentlich ganz simple mit einem Artikel im Standard an, bei dem ein Buch ueber den Braun-Designer Rams beschrieben wurde. In dem beigefuegten Foto konnte ich die Kuechenmaschine meiner Mutter entdecken, jedoch nicht den Elektronikbaukasten der Firma Braun, der ein ganz spezielles Design aufwies. Der war, wie ich spaeter las, auch nicht von Rams gestaltet worden sondern von Ing. Georg Greger. Doch das ist jetzt nicht so wichtig. Tatsache ist, dass der Baukasten bereits 1966 entworfen wurde, speziell die Art, Versuchsschaltungen aufzubauen. 1969 durfte ich einen benutzen, um meine Physikpruefung zu absolvieren. (Dazu gibt es eine wirklich lustige Geschichte, die hier aber zu lange waere.)
Und jetzt finde ich im Internet eine Liebeserklaerung an dieses System und einen weiteren Link http://www.lectron.de der mir zeigt, dass das System noch im Jahr 2012 und sicher auch heuer verkauft wird. Teilweise unveraendert, doch ergaenzt um spezielle Systeme, die sowohl preismaessig aber auch leistungsmaessig in hoehere Ebenen aufsteigen.
So gibt es mittlerweile schon eine 2. Auflage des Ausbausystems Neurophysiologie, mit dessen Experimenten sogar ein EKG vermessen werden kann. Ich selbst habe jetzt keine Zeit, um mich damit zu beschaeftigen. Doch ich bin schon ganz gespannt, ob ich mich in meiner Pension zurueckhalten werde koennen.
Ich gestehe, ich bin in meinem Herzen ein Techniker geblieben. Meine ganze Lebenskarriere fusst ja auf den Gegebenheiten, dass ich einmal ein leidlicher Elektronikentwickler war, dessen Patente mir ein paar weitere Tueren geoeffnet haben. Nicht jeder muss sich dafuer interessieren. Doch frage ich mich, ob der Computer-Fanatismus wirklich das reale Leben so stark verdraengen muss, dass man gar nichts mehr wirklich „angreifen“ will. Experimentierbaukaesten gibt es ja auch fuer Chemie, fuer Biologie, fuer alles Moegliche. Doch das Handy verdraengt alles.
Die alten Griechen kannten zwei Wissenschaften: Medizin und Techne (Technik). Die eine diente dazu, um den Koerper am Leben zu erhalten, die andere, um dem Koerper das Leben zu erleichtern. In meiner effizientesten beruflichen Zeit verwendete ich die Technik, um der Medizin zu dienen. Die Grundlagen dazu wurden bereits in meiner SchulZeit gelegt. Obwohl — der Braun Experimentierbaukasten war viel zu teuer fuer unsere Familie, aber der Philips- oder besser die Philipsbaukaesten lieferten den gleichen Anreiz. Halt nicht ganz so schoen gestylt.

endlich

Ich behaupte das ja immer wieder, auch wenn es mir in den meisten Fällen nur um das Fach Mathematik geht.
Aber was in diesem Artikel steht, bestätigt meine Einstellung, dass eine allfällige Mathematikschwäche bei Kindern ausschließlich den Eltern geschuldet ist. Das trifft aber offensichtlich für jedes Fach zu.
http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzbildung/schule_aktuell/451847_Jedes-Kind-ist-hochbegabt.html

Was mich dann doch gefreut hat

Planung ist gut, Improvisation ist besser. Mein ursprünglicher Lehrplan musste gestrafft werden. Die neuen Vorlesungen habe ich noch nicht gebracht. Dafür wurden die einzelnen Teile auf 5 Tage aufgeteilt.
Ich war gesundheitlich eh ein bisschen angeschlagen und daher kam mir die Reduktion des Aufwandes durchaus gelegen.
Ich pflege in der Regel zu Beginn Fragen zu stellen:
„Warum studieren Sie ‚dieses‘ Fach?“, „Was möchten Sie einmal arbeiten?“ Die Kontrollfragen, was die Studenten bereits wissen, kommen dann später.
Am ersten Tag saßen alle ganz verhuscht herum und trauten sich offensichtlich nicht aufzuzeigen. Die Mitarbeit wurde aber von Tag zu Tag besser. Besonders erfreulich war es, dass ich auf einige Fragen ganz saubere und deutliche Antworten bekam. Bei den Übungen wurde mir dann schon manchmal widersprochen.
Dabei waren nicht nur Masterstudien-Studenten sondern auch Baks dabei.
Bei der Verabschiedung habe ich sie wegen ihrer Mitarbeit gelobt und gemeint, dass ich nichts davon halte, 50 Minuten draußen zu stehen, vorzutragen, Aufgaben zu verteilen und dann „das war’s“ zu sagen. „Ich weiß auch, dass das einige durchaus so machen.“

„Fast alle!“ kam eine Antwort.

Ich habe mir überlegt, dass zu meiner Zeit, die Professoren in der Regel auch frontal vortrugen. Aber an wen erinnere ich mich am liebsten. An den Paschke (der war später Dekan) und kam gerade aus der Industrie zurück. Der hatte einen Vortrag, der einfach spannend war.

Ich hätte diesmal noch mehr aus der ganzen Sache machen wollen. Doch der ständige Husten und kurze Zeit auch Schnupfen hat für ausreichend Erschwernis gesorgt.
Jetzt bin ich wieder ganz froh, zuhause zu sein.

Lehrplan

Das wäre mein Lehrplan, nachdem ich heute in der Presse lese, dass die Bildungsreform im Kreis läuft. Er schließt ein Modulsystem nicht aus, was etwas durch die Nullen in manchen Jahren belegt ist.
Freigegenstände sind nicht berücksichtigt, da Turnen und Theater hauptsächlich am Nachmittag anzusiedeln wären. Also quasi eine Dreivierteltagsschule.
Betont sind Deutsch und Mathematik, sowie Englisch. Außerdem werden manche Fächer, die sonst erst in der Oberstufe vorkommen, bereits in der Unterstufe erstmalig behandelt.
Einige Fächer, die vor allem enzyklopädisches Wissen vermitteln, sind im Stoff reduziert.
Grundzüge der Demokratie, Geschäftswesen und Informatik sind neu hinzugekommene Gegenstände. (In Amerika heißt es „Problems of Democracy“ und ist ein absoluter Pflichtmodul für die erfolgreiche Matura)
Die Betonung auf Deutsch und Mathematik soll den Bedarf an Nachhilfe reduzieren.
Latein kommt nicht vor, wäre aber in meinen Augen der wichtigste Freigegenstand mit 0,0,2,2,2,2,2,2 Wochenstunden in den Klassen.
Danach kommen die anderen Fremdsprachen.
Natürlich würde ich Latein als Vorbedingung fürs Studium ansehen, jedes Studium.
Naja, sagen wir einmal so. Ich wäre froh, wenn meine Enkel das lernen müssten. Wenn sie dazu noch die Praktika machen, wie das in der Waldorfschule üblich ist, halte ich die Erziehung für ausreichend. Der Rest muss von den Eltern kommen.

endlich

Ich behaupte das ja immer wieder, auch wenn es mir in den meisten Fällen nur um das Fach Mathematik geht.
Aber was in diesem Artikel steht, bestätigt meine Einstellung, dass eine allfällige Mathematikschwäche bei Kindern ausschließlich den Eltern geschuldet ist. Das trifft aber offensichtlich für jedes Fach zu.
http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzbildung/schule_aktuell/451847_Jedes-Kind-ist-hochbegabt.html

kleine Verbesserung

Da ich hier in Serbien auf meinem Laptop arbeite, gibt es eine Behinderung. Jener hat eine sehr hohe Auflösung, womit wesentlich kleinere Schriftzeichen am Display resultieren.
Beim Lernen behindert mich das sehr, weil es anstrengender zu lesen ist. Allerdings kann man den Browser ja mit strg und + zum Vergrößern anregen. Es ist unglaublich, wie stark sich das größere Bild auf die Merkfähigkeit positiv auswirkt.
(Habe gerade die vorletzte Tranche meiner serbischen Testvokabeln abgearbeitet. Bin recht zufrieden.)

Übung

Aus gegebenem Anlass möchte ich eine Übung vorschlagen:
Erklären Sie mir:
Was ist ein Modell?
Ich stelle immer wieder fest, dass Menschen, die dieses Wort durchaus kennen, (auch in der Form der zweibeinigen, zwei Meter großen Ausführung) große Schwierigkeiten haben, mir den Begriff in eigenen Worten zu erklären.
Bei Wikipedia nachsehen ist natürlich möglich. Doch probieren Sie es einmal ohne Hilfe!

Und probieren Sie es mit anderen Begriffen…

Es geht auch anders

Es muss nicht unbedingt die Waldorfschule sein. Es gibt Schulversuche in öffentlichen Schulen, die ganz erstaunliche Auswirkungen zu haben scheinen.
Heute sitze ich in der S-Bahn. Rund um mich 5 junge Schülerinnen, 3. Klasse Mittelschule, die sich gegenseitig die griechischen und römischen Götter und Göttinnen abfragen.
Die können sie ziemlich gut, sehr gut sogar. Ich frage, in welchem Gegenstand sie das lernen. „Nicht wirklich in einem Gegenstand. Ist so Allgemeinbildung.“ Neben mir sitzt, nicht viel größer als die Mädchen, eine Lehrerin. „Es gibt schon eine Lehrerin, bei der sie das lernen, aber es gehört nicht wirklich zu einem Lehrstoff.“ Ich entdecke, dass sie Mathematikarbeiten überprüft. Ich zeige mich beeindruckt und frage nach der Schule.
http://www.bgmoedling-keim.ac.at/profil/begabtenfoerderung/hochbegabtenklassen.pdf
Sichtlich voller Stolz erzählt mir die Lehrerin, dass ein Durchlauf in sieben Jahren bis zur Matura geplant ist. Manche Schüler hätten auch schon in der Volksschule ein Jahr übersprungen.
Die Kinder sind sichtlich mit Freude beim Thema. Was lernen sie in Mathematik in der 3. Klasse.
„Eigentlich den Stoff der vierten. Anfänge der Statistik und Pyramiden.“ Ich frage nach der technischen Unterstützung. Taschenrechner dürfen sie in der Unterstufe benützen. In der Oberstufe gibt es das Notebook und das Programm „Mathcad“. Ich frage, wie es denn mit den Schätzkenntnissen aussieht. Wird 10 x 100 eingetippt. „Nein, die meisten verwenden den Taschenrechner gar nicht. Dauert ihnen zu lange, das Tippen ist ihnen zu umständlich.“
Wir unterhalten uns noch ein bisschen über Sprachen und dann müssen wir aussteigen.
Jetzt werden einige gleich schreiben. Ja, das sind hochbegabte Kinder, da ist alles leichter. Ich behaupte, dass die meisten Kinder hochbegabt sind, wenn ihre Eltern sie nur ganz normal behandeln. Wie aus dem Link hervorgeht, sind die Eltern ja in diesen Schulversuch voll eingebunden.
Es ist schön zu sehen, dass es auch so geht. Ohne Überspringen von Klassen sollte das auch für Normalbegabte möglich sein.
Aber wie gesagt: die Eltern müssen wollen. Sonst läuft da gar nichts.

kleine Verbesserung

Da ich hier in Serbien auf meinem Laptop arbeite, gibt es eine Behinderung. Jener hat eine sehr hohe Auflösung, womit wesentlich kleinere Schriftzeichen am Display resultieren.
Beim Lernen behindert mich das sehr, weil es anstrengender zu lesen ist. Allerdings kann man den Browser ja mit strg und + zum Vergrößern anregen. Es ist unglaublich, wie stark sich das größere Bild auf die Merkfähigkeit positiv auswirkt.
(Habe gerade die vorletzte Tranche meiner serbischen Testvokabeln abgearbeitet. Bin recht zufrieden.)




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