Archive for the ‘Politik’ Category
Es war groß angekündigt.
Der Artikel beschreibt, warum die Initiative im Sand verlaufen ist.
http://www.orf.at/stories/2060675/2060635
Für mich wäre es momentan gar nicht so interessant. Aber vermutlich würde ich es sogar kaufen, wenn es sich in einem Jahr nicht rentiert. 1500€ als Richtpreis wären der Gegenwert von 200 Tage pendeln (ca. 750€) + ca. 15 * Wien-Graz (hin und zurück). Keine Sorgen mehr, wo man die Karten einkauft (ist in den verschiedenen Städten ja unterschiedlich) und auch kein Problem, wenn man einmal die Karte vergessen hat. (Wenn es so gehandhabt wird wie die Jahresnetzkarte)
Für mich ist es ein Versagen der Politik, nachdem die meisten Betreiber ja öffentlich sind.
Aber wir leisten uns ja auch sonst Redundanz zum Saufüttern. Es gibt halt zu viele Menschen, die außer blöd die Goschen aufreißen nichts können und für jeden ordentlichen Beruf zu dumm sind. Für die muss man halt die politischen Positionen am Leben halten.
Da ist doch etwas flau. Ich lese, dass das globale Vermögen um 8% gestiegen ist.
Nachdem Amerika pleite ist und Griechenland und Portugal und Irland und Italien und, und, und … kann ja eigentlich nur China der große Gewinner sein. Vielleicht auch Russland.
Mit 8% könnte man ja solche Länder mit links sanieren.
Statt dessen freuen sich ein paar Leute, dass sie viel Geld haben. Viel und noch mehr.
Die müssen ja sooo glücklich sein!
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Allerdings gab es da ja einen Bericht, dass diese Leute deswegen so glücklich sind, weil sie sich auf Kosten der armen Länder mit Spekulationen bereichern.
Vielleicht rächt sich das noch einmal…
Langsam muss ich die Seiten wechseln, oder zumindest die Seite, für die ich im Blog von teacher immer eintrete. Bildung, Wissen, Können … blauäugig habe ich geglaubt, dass man auf diese Weise zu einem guten Job kommt.
Nun lese ich in der ORF-Online-Zusammenfassung folgenden Text:
Raiffeisen schafft neuen Job für Josef Pröll
Nur sechs Wochen nach seinem überraschenden Rückzug aus der Politik hat Ex-ÖVP-Chef und Ex-Vizekanzler Josef Pröll einen neuen Job. Schneller als erwartet startet Pröll damit nach seiner schweren Lungenembolie seine zweite berufliche Karriere und wechselt – wie erwartet – zum Raiffeisen-Konzern. In der Tochterfirma Leipnik-Lundenburger (LLI) wurde für Pröll nun extra ein neuer Chefposten geschaffen – die beiden bisherigen Vorstände bleiben freilich, um den im Management völlig unerfahrenen Pröll zu „unterstützen“.
Also ich habe nichts gegen Pröll und ich kann verstehen, dass man ihn versorgen will.
Aber auf einem Posten, in dem er „völlig unerfahren“ ist?
Ich meine, in Österreich haben wir schon alles gehabt. Minister die vom der Landwirtschaft in die Verteidigung wechseln, von der Ausbildung in die Justiz, usw.
Es heißt immer, dass Politiker sich überall bewähren können, weil die Arbeit ja von ihren Beamten gemacht wird.
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Was muss ein Politiker also können?
Selbstverleugnung, markige Sprüche, die richtigen Beziehungen pflegen können?
Ja, wenn das so ist, kann ich nicht einmal mehr etwas gegen HCS haben. Jetzt verstehe ich, warum man bei der ÖVZ „kurz“ tritt.
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Ich meine, es ist bekannt, dass es für Politiker Versorgungsposten geben muss. Und am besten, sie können dort nichts mehr anstellen.
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Mir sind Firmen bekannt, wo durch das politische bedingte Danebensetzen von Geschäftsführern und Vorständen ein ursprüngliches wie ein Uhrwerk laufendes Unternehmen plötzlich ins Stottern geriet. Ich glaube, jeder österreichische Leser oder Leserin kann sich die betreffenden Namen einsetzen.
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Lernen?
Ist nicht mehr in. Die richtigen Freunde haben, das ist notwendig. Vielleicht sollte ich bei den Blauen eintreten, denn die scheinen zwar sachlich nichts drauf zu haben, aber die werden bald an der Spitze stehen, solange die Schwarzen und Roten nichts – aber auch schon gar nichts Wichtigeres zu tun haben, als ihre Ex zu versorgen.
An Plätze, wo sie „völlig unerfahren“ sind…
Für Leserinnen und Leser:
Wem der Text zu lange ist, der fangt am besten hier an.
In der heutigen ORF-online-Ausgabe findet sich ein Artikel darüber, wie Reagan anlässlich des Bekanntwerdens der ersten Aids-Fälle reagiert hat: die gerechte Strafe für Homosexuelle.
Dieser Artikel erinnert mich daran, dass allein die Vorstellung, einen Filmschauspieler als obersten Boss der Amerikaner akzeptieren zu müssen als ziemliche Zumutung erschien.
Von AIDS hatte ich in Österreich damals nichts erfahren. In den Jahren 1980 bis 1988 war ich aber beruflich zuerst teilweise, später als Exportleiter für die Sowjetunion eingesetzt. Damals herrschte noch der kalte Krieg und in Amerika hatte ich oft gehört, dass die Russen zu blöd wären, um selbst die Atombombe zu erfinden. Nur wegen Verrats seien die Kenntnisse bis nach Russland gedrungen.
Fazit: die Russen sind dümmer als die Amerikaner.
Im Jahr 1982 oder 1983 war ich bei einem Kunden, am Hämatologie-Institut in Moskau, in der direkten Nähe zum Stadion Dynamo gelegen. Es war damals von den vielen Kunden mein erster „Key-Account“. Das bedeutete, dass ich auch mit den Kollegen dort ein wesentlich näheres, ja auch freundschaftliches Verhältnis hatte. Der Leiter des Instituts, Prof. Petrov, war bestens mit Prof. Deutsch, der in Wien im AKH die Interne leitete bekannt. Das AKH war mir bekannt, weil meine Frau dort arbeitete:) (Dieser Satz gehört nicht ins Schachrätsel, er kam einfach von selbst dazu.)
Die beiden Professoren K. und K. kümmerten sich immer sehr nett um mich. Der eine K. versorgte mich mit Tee und selbst hergestellten Wodka, der andere K. wünschte sich von mir Scott Joplin-Klaviernoten und brachte mich in den Jazzclub in Moskau und lud mich zu sich nach Hause ein. Er dürfte leider schon verstorben sein. Er ist später nach Chicago emigriert und war in der dortigen Szene als Prof. K. unter den Jazzern bekannt. Er erzählte mir einmal, dass er 1980 anläßlich der olympischen Spiele in Moskau sogar mit den Amerikanern zusammen „jammen“ durfte. Das bedeutet, er war ziemlich anerkannt.
Dieser Prof. K. zeigte mir damals einmal einen Scherenschnitt, auf dem ein kopulierendes Paar zu sehen war. Nur schwarz-weiß. Wenn man den Scherenschnitt allerdings unter etwas anderen Lichtbedingungen ansah, formte er die Buchstaben S.I.D.A. Das war die französische Bezeichnung für „Syndrom der Immundefizienz, acquiriert“.
Er erzählte mir, dass er dieses Krankheit für extrem gefährlich hielte, schlimmer noch als Krebs. Ich hatte davon noch nichts gehört und war nicht unbedingt so alarmiert, wie ich es hätte sein können. Von Homosexualität war dabei nicht die Rede.
Dass ich diesen ziemlich bedeutenden Wissenschafter überhaupt kennenlernte, verdankte ich einem Spezialgebiet, dass mich in den Jahren 1980 bis 1988 ziemlich weit gebracht hatte. Zu einem Zeitpunkt, als die Rechner noch 1.000.000 mal langsamer als die heutigen waren und Chromosomen noch nicht ge“sequenced“ wurden, waren auch viele andere medizinische Untersuchungen auf biochemische Verfahren angewiesen. Und dort erwies sich die Mikrospektralphotometrie als äußerst leistungsstark. In der Angelegenkeit der Krebsfrüherkennung war sie den späteren TV-Analysatoren haushoch überlegen.
Die damals entstehenden Patente haben mir die Berechtigung verschafft, an Universitäten unterrichten zu dürfen und im Jahr 1982 machte ich auch den Karrieresprung vom einfachen Hackler in die Gehaltsregionen der leitenden Angestellten. Das war damals ungefähr 10.000 ATS Unterschied und ein quasi totes Band in der Gehaltsverteilung. Man war entweder unter diesem Band oder darüber. Wenn man einmal darüber ist, muss man schon sehr ungeschickt sein, wieder hinunter zu fallen.
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Meine Arbeiten mit Mikrospektralphotometern haben mir die Möglichkeit geboten, Menschen in der UdSSR kennen zu lernen, die selbst aus der Ferne, nur aufgrund der damals veröffentlichen Berichte bereits die Gefahr abschätzen konnten. Der amerikanische Präsident hingegen mit einem riesigen Beraterstab konnte das nicht und stellte seine persönlichen Befindlichkeiten über die Realität.
Damit werden die USA, sollten noch einmal die Republikaner das Amt des Präsidenten stellen, ganz fürchterlich auf die Schnauze fallen und noch schneller in die Bedeutungslosigkeit fallen, ein Vorgang, den G.W.Bush bereits mit dem 2. Irak-Krieg mit ziemlicher Effizienz eingeleitet hat.
Auf http://orf.at lese ich gerade folgende Mitteilung:
Das Speichern ortsbezogener Daten bei Nutzern von Smartphones hat in Deutschland zu einer neuen Diskussion über den Datenschutz geführt. Bayerns Datenschutzbeauftragter Thomas Kranig forderte vom Computerkonzern Apple genaue Angaben, welche Daten gespeichert und wie sie verwendet würden, wie er der „Süddeutschen Zeitung“ vom Samstag sagte.
Ende vergangener Woche war bekanntgeworden, dass iPhones und iPads mit dem aktuellen Betriebssystem iOS4 regelmäßig den Standort ihrer Nutzer auf dem Gerät speichern und bei der Synchronisierung mit einem Computer auch dort ablegen. Unklar ist, was genau Apple mit diesen Daten bezweckt und inwieweit der US-Konzern sie weiterverarbeitet. Auch bei Android-Handys werden ähnliche Daten gespeichert – allerdings nur wenn der Nutzer das ausdrücklich so eingestellt hat.
Apple erhält Frist bis 10. Mai
Kranig sagte, seine Behörde habe Apple eine Frist bis zum 10. Mai gesetzt, um zu erklären, was das Unternehmen mit den Daten seiner Kunden mache. Sollte Apple diese Transparenz nicht gewähren, „dann können wir etwa Bußgelder von bis zu 300.000 Euro verhängen“. Der Datenschützer verwies darauf, dass auch deutsche Landesbehörden bei amerikanischen Unternehmen durchaus etwas erreichen könnten. „Auch ein großer Konzern, der sich in Deutschland bewegt, muss sich an deutsche Gesetze halten“, betonte Kranig.
FDP-Generalsekretär Christian Lindner erklärte am Osterwochenende, der Fall Apple zeige, dass die Privatheit der Bürger genauso durch Zugriffe des Staates wie von Unternehmen „bedroht“ sei. „Hier liegt eine Herausforderung der Bürgerrechtspolitik, sinnvolle Anwendungen in elektronischen Medien zu ermöglichen, aber zugleich den Schutz der Persönlichkeit zu gewährleisten.“
Ende vergangener Woche?
Nein, nein. Apple hat das schon viel früher dargelegt. Und hier kann man nachlesen, dass es schon viel früher offenkundig war.
In dem englischen Posting steht unter anderem, dass es keinen Traffic (Datenverkehr) zu Apple gegeben hat. Forensische Wissenschafter haben sich schon viel früher darum bemüht, herauszufinden, welche Informationen auszulesen sind.
Ja und kruzitürken! Wie gerne schauen sich doch die Leute Serien wie CSI und andere Kriminalfilme an, wo sie genüßlich verfolgen, wie ein Verbrecher mittels eines einzelnen Bits überführt werden kann. Liegt da der Gedanke nicht nahe, dass eine entsprechende Datenspeicherung vorhanden sein muss.
Es ist schon so: unsere und im speziellen Fall deutsche Politiker sind dumm. Keine naturwissenschaftliche Basisausbildung, wenn man vom Merkelferkel absieht, kein Vorstellungsvermögen, keine Analysefähigkeit. Da ist ja der Berlusconi noch sympathischer. Der stellt sich wenigstens Titten und Mösen vor statt nur immer nach den Wahlstimmen zu schielen.
Wenn ich Apple wäre täte ich auf eine vor einem halben Jahr erfolgte Veröffentlichung hinweisen (leider kann ich den Link nicht auf die Schneele finden) und unschuldig fragen, ob die Realität der PISA-Erkenntnisse bei deutschen Politikern, z.B. einem bayerischen Datenschutzbeauftragten noch schlimmer als bei 16-Jährigen ausfallen würde.
Einpeilen konnte man Handys schon zu einem Zeitpunkt, als sie noch nicht „smart“ waren. Jetzt, wo sie mit dieser Eigenschaft sogar werben, sollte es nicht verwunden, dass in einem Handy mehr an Daten anfällt, als ich öffentlich nach außen tragen möchte. Schließlich sind da meine Emails auch drauf und die könnten noch brisantere Informationen enthalten.
Ende vergangener Woche?
Guten Morgen, Deutschland!
Ursprünglich bedeutete das Wort „vogelfrei“ lediglich „frei wie ein Vogel, ungebunden“. So wird das Wort in den älteren Quellen verwendet.[1] Auch Luther und Zwingli verwendeten das Wort noch in seiner ursprünglichen Bedeutung.
Viel später kam es zu der Verknüpfung mit der Ächtung. Sie ergab sich aus den Formeln:
„als du mit urteil u. recht zu der mordacht erteilt worden bist, also nim ich dein leib u. gut aus dem fride und thu sie in den unfrid und künde dich erlös u. rechtlos und künde dich den vögeln frei in den lüften und den tieren in dem wald und den vischen in dem waßer und solt auf keiner straßen noch in keiner mundtat, die keiser oder künig gefreiet haben, nindert fride noch geleit haben; …“
– Artikel 241 der Bamberger Halsgerichtsordnung, zitiert nach Jacob Grimm, Bd. I, S. 58.
und
„sein leib soll frei und erlaubt sein allen leuten und thieren, den vögeln in den lüften,[2] den vischen im waßer, so daß niemand gegen ihn einen frevel begehen kann, dessen er büßen dürfe“
– Wigand, Das femgericht Westphalens. Hamm 1825. S. 436 zitiert bei Grimm S. 59.
Mit dieser Ächtung war auch verbunden, dass dazu verurteilten Personen keine Behausung gewährt wurde.[3] Im Todesfall wurde seine Leiche nicht bestattet, sondern den Vögeln zum Fraß[4] überlassen.
Nach heutiger Auffassung ist dort nicht die Ursache für die Verbreitung der pejorativen Bedeutung zu suchen, sondern in der Sprache der Landsknechte und Soldaten dieser Zeit. Dafür spricht auch das in diesem Zusammenhang auftretende Lehnwort „Preis“ (italienisch presa, französisch prise), hier gleichbedeutend mit dem Wort „Beute“. Landschädliche Leute werden „preis gegeben und vogelfrey“ erklärt.[5]
[aus Wikipedia]
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„vogelfrei“ hat nicht unbedingt eine schlechte Ausdünstung, so wie Scheiße etwas. Trotzdem hat mich als Kind schon der Ausdruck mit Mitleid und gleichzeitig Hass gegen jene, die jemanden für „vogelfrei“ erklären, erfüllt.
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Ähnlich verhält es sich mit den Worten „fair“, wie man sie aus „fair trade“ kennt, oder „game“, was heute doch state-of-the-art ist. Alles ist nur ein „game“.
Wenn man die Bedeutung von „game“ als Wild kennt, könnte man aus dem Ausdruck „fair game“ noch so etwas wie Abschuss in der erlaubten Jagdzeit interpretieren.
Im Kontext wird dann schon eher klar, dass „fair game“ nichts anderes als vogelfrei bedeutet.
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Das haben ja jetzt Palin, wie auch andere ultrapatriotische Amerikaner in den Nachrichten- und Unterhaltungsmedien in Bezug auf Assange gefordert.
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Gestern habe „Fair Game“ im Kino in der Originalfassung gesehen. Dass ich G. W. Bush für ein Unglück fur die USA halte, habe ich schon früher kundgetan. Der Eintritt in den zweiten Irak-Krieg bedeutet für mich den Abstieg der USA zur Bedeutungslosigkeit. Während ich allerdings früher noch eine zeitliche Spanne von „in 40 Jahren“ bis „in 400 Jahren“ angegeben habe, beschränke ich diese Aussage jetzt auf „in 40 Jahren“ bis „in 200 Jahren“, wobei ich denke, dass 200 die optimistischste Zeitangabe darstellt.
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Es mutet nur seltsam an, dass sich ein Land über Wiki-Leaks aufregt, dessen Machthaber die eigenen Geheimagenten und deren Zuträger verraten.
Wahrscheinlich haben die Amerikaner aber auch dafür ein eigenes Wort. Vielleicht „high truth“ or „white truth“, abgeleitet, wenn „die Wahrheit“ aus dem weißen Haus kommt.
Facebook ist jetzt schon mindestens 10 Minuten down. Jetzt weiß ich nicht: sind die pro Wikileaks oder contra. Nachdem da ja doch ziemlich viel amerikanisches Gedankengut vermarktet wird, tippe ich auf contra.
Vielleicht ärgert die, dass soviele pro-Wikileaks-Stimmen auf facebook zu finden sind.
Ich bin gespannt, was es da wieder für Erklärungen geben wird.
Ich kann mich über unseren Herrn Normalminister ja gar nicht so treffend auslassen, wie das zur Zeit im Standard-Forum zum betreffenden Artikel passiert.
http://derstandard.at/1291454639912/Reisepanne-Berlakovich-bekam-Tobsuchtsanfall-auf-Pariser-Flughafen
Da sind wahre Gemmen an Gemeinheiten vorhanden, und zwar welche, die den Kern der Sache ganz genau treffen.
Ich glaube, dem wird erst klar werden, was er sich da eingebrockt hat. Ernst nehmen kann man den nicht mehr. Aber unsere Umwelt nehmen wir ja auch nicht ernst. Da passt das gut zusammen.
Das unsere Regierungsmitglieder bei den Amerikanern als harmlos bis uninformiert angesehen sind, schmerzt fürchterlich.
Der letzte Schwank betrifft aber unseren eigenen Umweltminister und der ist hausgemacht.
Ich habe nichts gegen ihn, wenn aber der ORF berichtet, dass er sich bei der Zeitschrift ÖSTERREICH ausgeweint habe, verfliegt mein Mitleid über die nicht standesgemäße VIP-Behandlung am Pariser Flughafen komplett, ja sie weicht sogar einer gewissen Schadenfreude.
Vom ORF ist zu vermelden, dass Herr B.s Mitarbeiter weder die entsprechenden Hilfemöglichkeiten in Paris aktivieren konnten noch dass er vielleicht bei seinen Parteifreunden entsprechenden Telefonzuspruch erhalten hat.
Wie gesagt, normalerweise würde er mir leid tun. Ich kenne die Situation mit fehlenden Fluganschlüssen.
Aber sein Ausweinen beim miesesten Blatt des Landes lässt das folgende Zitat nur als richtig erscheinen:
„Auch SPÖ, Grüne, FPÖ und BZÖ machten in hämischen bis empörten Aussendungen klar, dass sich aus ihrer Sicht nur Berlakovich selbst etwas vorzuwerfen habe.“
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Irgendwie schon geil, wenn einmal so ein selbstüberzeugtes großgoschertes Regierungsmitglied darunter leiden muss, „nur“ wie ein „Normalbürger“ behandelt zu werden.
PISA liefert in Österreich sehr traurige Ergebnisse. Noch trauriger sind aber unsere Politiker, die jetzt trotz vorheriger Dementi das Schuld-zuweisen am besten können.
Dass der Lesetest schlecht ausfällt, kann nicht verwundern, wenn Landeshauptleute meinen, dass Lesen überflüssig ist. Wenn wir es uns dann noch einen Vizekanzler leisten, weil er der Neffe des Leseverweigerers ist, brauchen wir uns über das Fehlen einer Schulpolitik nicht zu wundern.
Ich würde mich nicht so sehr daran stoßen, dass wir zum ersten Mal einen nichtakademischen Bundeskanzler haben. Aber irgendwie fällt es doch auf. Rein statistisch.
Und der Bundeskanzler ist mir noch weit lieber als „ein Neffe“.
Bei der Verwendung des Namens Pröll frage ich nicht mehr, welcher gemeint ist. Sie widern mich beide an.
