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aus [ORF online]
Wie ein Sprecher des Weißen Hauses betonte, habe Obama am Montagabend (Ortszeit) mehr als zwei Stunden mit seinen wichtigsten Ministern und Sicherheitsexperten beraten, um Wege zu finden, Russland zu isolieren. Das Einfrieren der Zusammenarbeit mit Russland betreffe bilaterale Treffen und Manöver, die Zwischenstopps von Schiffen sowie militärische Planungskonferenzen, teilte das Pentagon weiter mit. Russland müsse die russischen Streitkräfte auf der Krim in ihre Stützpunkte zurückrufen und für eine Entschärfung der Krise sorgen. Die US-Streitkräfte verfolgten die Entwicklung in dem Land genau und stünden in engem Kontakt mit ihren Verbündeten, hieß es weiter. (Hervorhebung von mir)
Wer sind denn nun die Verbündeten? Janukowitsch sicher nicht. Die Rebellen? Heißt das, dass Obama sich mit den Rebellen verbündet hat?
Oder meint er seine deutschen und generell EU-Freunde, die er bespitzeln lässt und die seine Vertrauten am liebsten ficken wollen?
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Na gut. An sich wäre die Androhung ja irgendwie vernünftig. Tut weh, aber es werden keine Waffen gezogen.
Wie reagiert der Kreml? (im gleichen Artikel)
Ein Kreml-Berater droht den USA wiederum mit Konsequenzen, sollten diese Sanktionen gegen Russland verhängen. Sollte etwa die Regierung in Washington die Konten russischer Geschäftsleute und anderer Personen einfrieren, werde Moskau allen Haltern von US-Staatsanleihen empfehlen, diese zu verkaufen. Damit droht der Kreml, den US-Dollar als Währungsreserve aufzugeben.
Das würde heißen, dass sich der Kreml in den Euro flüchtet. Oder auch nicht, denn die wollen Putin ja auch nicht. Wirklich nicht? Beim Geld hört vielleicht die Freundschaft mit der USA auf. Außerdem „kann ja Europa nichts dafür“, wenn der Euro gestärkt wird. Tja…
Dann gäbe es ja auch noch den Yüan. Den Chinesen gehört eh schon halb Amerika gemäß deren Auslandsschulden.
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Fuck the Ukraine. Vielleicht ist es der Anlass zu einer viel tieferen Schädigung der USA, als sie es beabsichtigt haben.
Verlieren tun beide: die USA genauso wie Russland. Aber wie heißt es: die Russen sind Entbehrungen gewöhnt, die Amis nicht.
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Also ich bin gespannt. Ich glaube aber, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es angeblich gekocht wird.
Man kann über die Amis viel Schlechtes sagen, was ich mitunter ja auch selbst tue, doch Manches bekommen sie dann umso besser hin. So finde ich die auf youtube gezeigte Aktion wirklich toll:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ZPjjZCO67WI
Die Vorgeschichte sieht ja nicht so toll aus:
aus ORF-online: (der ganze Artikel hier)
Lebenslust trotz Krise
Eine Zeitung, eine Meldung, eine beleidigte Stadt und dann der große Befreiungsschlag via Internet: Die Geschichte hinter einem YouTube-Video der Stadt Grand Rapids im US-Staat Michigan liest sich wie ein modernes Märchen – eines mit Moral. Sie wirft ein Schlaglicht auf die Wirtschaftskrise, moderne Nachrichtenproduktion und die Möglichkeiten von Bürgerprotest im Web.
Schon vor der Wirtschaftskrise gab es die Krise der Printmedien. Sparen war auch beim US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ angesagt, und ausführliche, von Journalisten recherchierte Artikel kosten Geld. Deshalb entschied sich das Wochenmagazin wie viele andere Medien auch dafür, mit anderen Anbietern Inhalte zu tauschen, sich also bei diesen wie bei Nachrichtenagenturen zu bedienen.
Die böse Liste
Eines dieser Medien war Mainstreet. Das Redaktionsteam von „Newsweek“ wählte im vergangenen Jänner aus deren Pool an Nachrichten ein Ranking „sterbender Städte“ der USA aus und erstellte online eine Bildergalerie zum Durchklicken. Auf Platz zehn dieser Liste rangierte Grand Rapids, eine Stadt mit etwas weniger als 190.000 Einwohnern in Michigan, die von den Problemen der Autoindustrie betroffen war und ist. Für die letzten zehn Jahre verzeichnet die Statistik einen Bevölkerungsrückgang von rund zwei Prozent.
Von wegen „sterbende Stadt“
Aber „sterbende Stadt“? Der Ausdruck stieß den Einwohnern von Grand Rapids mehr als sauer auf. Damit assoziiert man verfallene Häuser, depressive, arbeitslose Alkoholiker und verkommene Straßenzüge. So sehen sich die Rapidonians nicht – und so wollen sie ihre Stadt nicht dargestellt wissen. Abgesehen vom Eindruck einer tristen Stadt könnte die schlechte Presse Investoren abhalten. Die Empörung blieb nicht folgenlos.
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Videodreh als Volksfest
Am Ende des Videos wird die Kamera an ein Helikopterteam übergeben, das die Szenerie von oben filmte. Ins Gras steht in Riesenlettern geschrieben: „Experience Grand Rapids“. Die Aufnahmen selbst waren ein Volksfest. Nach zahlreiche Proben wurden schließlich fünf Durchgänge gefilmt, Bliss entschied sich für die letzten Aufnahmen. Am Donnerstag wurde das Video hochgeladen, es rangierte zeitweise auf Platz eins der Klickliste von YouTube.
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„Newsweek“ schiebt die Schuld ab
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Mainstreet gibt sich kleinlaut
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Eine wirklich nette Art zu revoltieren.
Und das Lied mag ich sehr!
„Sie bedauert auch, dass es bei solchen Abschiebungen immer wieder zu menschlichen Härtefällen komme, doch müsse sie eben die Gesetze exekutieren.“
Bei Sokrates wurde diese Haltung unserer Innenministerin bereits angesprochen und ich habe dort auch kommentiert.
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Die unmittelbare Übersetzung lautet: „Ich tue nur meine Pflicht“. Worin besteht jetzt der Unterschied zu „Ich habe nur meine Pflicht getan.“ ?
Die Frage stellte sich schon einmal bei der Betrachtung der Handlungen, die hinsichtlich der Grenzverletzungsreaktionen in der DDR begangen wurden. Auch hier heißt es: die DDR war ein Rechtsstaat und das Erschießen von Republikflüchtlingen wurde im Auftrag der Rechtsstaatlichkeit ausgeübt.
Auch die Ausweisung nach sechs Jahren ist rechtsstaatlich gesichert. Menschlich wohl nicht.
All die Beamten, die Soldaten, ja auch die SA und die SS haben nur die Befehle befolgt, die im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit des nationalsozialistischen Regimes „richtig“ waren.
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Ja, jetzt gibt es zwei mögliche Fortführungen. Entweder kommt es einmal zu einer Revolution, was ich nicht glaube. Denn dazu geht es uns insgesamt zu gut. Dann wird den Betroffenen der Prozess gemacht. Kaum werden die Revolutionäre ein besseres oder humaneres Regime pflegen. Allenfalls werden die Opfer andere sein.
Oder erst die Geschichte wird die Geschehnisse dort einordnen, wo sie hingehören. „Hitler war schlimm, doch viel später noch wurden seine Gedanken in gleicher Form weitergetragen. Der Antisemitismus hat sich in eine vermeintlich mildere Form der Xenophobie verwandelt. Menschlichkeit war von 1933 bis 2010 keine Kategorie, die in einem Land wie Österreich etwas zu bedeuten hatte. Um diese Umstände nicht so sichtbar werden zu lassen, wurden mit Aktionen wie Licht-ins-Dunkel und Nachbar-in-Not das Geltungsbedürfnis der Noblesse als Opium fürs Volk verwendet.“
Dass die Verzügerung der Budget-Debatte das Rechtsstaatlichkeitsprinzip an einer viel empfindlicheren Stelle, nämlich bei der Verfassung, beleidigt, das sitzen die Betroffenen aus. Wir sind das Volk, dass es sich gefallen lässt.
Momentan laufen die Befürworter der einarmigen Banditen gerade Sturm gegen die Einschränkungen, die von den Ländern oder vom Bund 2019 erlassen werden.
Verbote bringen ja bekanntlicherweise nichts.
Ich hätte eine andere Lösung:
Ähnlich wie bei Bankomaten werden an den Glücksspielautomaten Kameras angebracht, welche ein Portraitfoto der SpielerInnen aufnehmen.
Werden die Kameras verklebt, so haftet der Lokalbesitzer. Der Apparat wird eingezogen und es gibt eine Geldstrafe.
Im weiteren werden die aufgenommenen Bilder in einer Kartei festgehalten. Diese Kartei steht den Auszahlungsstellen von Familienbeihilfe, Ausgleichszulage und Arbeitslosengeld zur Verfügung.
Hier wird nur mehr ausgezahlt, wenn die Person nicht in der Kartei enthalten ist. Als Ausweichlösung werden die Beträge an Familienangehörige ausgezahlt und zwar solange bis kein neuer Karteieintrag für ein Jahr erscheint.
Gleichzeitig werden die betroffenen Familien auf Gewalttätigkeit in der Familie besonders aufmerksam beobachtet. (Frauen, Kinder)
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MIch regt es ja ziemlich auf, wenn das Rauchverbot mittlerweile so penetrant zur Schau gestellt wird wie beispielsweise in einem Hotel am Flughafen Mailands. Auf jedem Schloss zu den Zimmern prangt ein Rauchverbotszeichen – eingraviert in Messing.
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Wenn das Rauchen schon so schlimm ist, so ist es das Glückspiel noch viel mehr.
Eine ähnliche Möglichkeit bieten ja die Spielkasinos, bei denen sich Spieler freiwillig sperren lassen können. Aber der einarmige Bandit ums Eck verschlingt das Abendessen der Kinder ab dem 20. eines jeden Monats.
Aber Lauda hat ja nichts zu verschenken. Der trägt sein Novomatic-Kapperl mit Stolz.
Ich lese die Nachrichten über die Situation in der Ukraine und bin leicht entsetzt über die Leichtigkeit, mit der westliche Blätter von Krieg sprechen. Und natürlich auch berichten, dass die Ukraine mobilisiert.
Es wird unterstellt, (behaupte ich einmal) dass Putin seinen Herrschaftsanspruch mit Gewalt durchsetzen möchte. Meiner Meinung nach hat er das nicht notwendig. Auch jede neue ukrainische Führung wird sich einem Ölembargo oder dem Aussetzen der russischen Kredite unterwerfen müssen. Es sei denn, die EU ist imstande das dadurch entstehende wirtschaftliche Vakuum zu füllen. Da die EU da nicht besonders freigebig erscheint, scheint mir das nicht so wahrscheinlich zu sein.
Ich glaube ja, dass es zu einer Teilung der Ukraine kommen wird.
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Worum es Putin aber in erster Linie zu gehen scheint, ist seine Ansprüche auf Sinferopol und den dort befindlichen Flottenstützpunkt zu sichern. Im Prinzip wäre das auch nicht so wichtig, weil mit geringeren Kosten als in Sotschi ein neuer Stützpunkt auf der russischen Küste weiter östlich errichtet werden kann. Allerdings nicht von heute auf morgen.
Dann ist die Ethnizität auf der Krim hauptsächlich russisch. Es dürfte ja kein Zufall sein, dass das Gebiet jetzt autonom ist.
Also momentan sehe ich die Aktionen von Putin durchaus als „vernünftig“ an und eher prophylaktisch als kriegsfördernd. Durch das Schaffen von Tatsachen werden möglicherweise bewaffnete Konflikte verhindert.
Dass die Ukrainer in sich selbst noch uneinig sind, d.h. unter der Opposition sehr wohl zwei sehr unterschiedliche Gruppen existieren, ist ein viel größeres Problem.
Naja, ich werde da wohl nicht viel Zustimmung erhalten. Aber wenn Zeitungen so leicht von Krieg sprechen, erinnert mich das an „die letzten Tage der Menschheit“. Da findet man das auch schon angesprochen. Und Zeitungen lieben wohl solche Schlagzeilen.
Momentan wird da alles Mögliche geschrieben und die Zeitungen sind voll davon. Während mich die Inhalte absolut nicht überraschen, frage ich mich: von welchem wirklichen Thema soll da abgelenkt werden?
Steuern wir auf einen neuen Weltkrieg zu?
Werden jetzt gerade die Weichen gestellt, wer mit wem?
Die Überwachung hat uns ja bis jetzt nicht wehgetan. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. So, jetzt wird das als der Untergang der Welt dargestellt.
Wo kündigt sich aber der wahre Untergang an?
Sind das die diversen Mini-Revolutionen? Ist das die Ablehnung von Mursi? Sind das beginnende wirtschaftliche Schwierigkeiten in China?
Wenn mir etwas Angst machen könnte, dann wäre es jetzt die Behandlung eines überaus heiklen Themas wie das der Überwachung. Dies wird aber so gebracht, als hätte wieder einmal ein Mann seine Tochter im Keller eingesperrt und 30 Jahre missbraucht. Irgend etwas stimmt da nicht.
Was geht da vor?
Mir sind so mächtige Leute ja in der Regel verdächtig. Aber die Geschichte um DSK kommt mir reichlich komisch vor. Dass manche Männer Vergewaltigung für ein Kavaliersdelikt halten bestreite ich nicht und in der Regel sympathisiere ich mit den betroffenen Frauen.
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In dieser Geschichte kommt mir aber einiges sehr komisch vor, was mich eher auf die Seite von 60% der Franzosen schlägt, die meinen, dass DSK „geframed“ wurde. Und das sagen auch manche seiner politischen Gegner.
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Abgesehen von den Umstimmigkeiten der ersten Berichte finde ich bemerkenswert:
a) der Bruder der Frau meint, dass die Vergewaltigung nicht erfunden sein kann, weil seine Schwester bekennende Muslimin ist, die Kopftuch trägt.
b) die erste Berichtserstattung von einem Sarkozy-Anhänger über Twitter kam, lange bevor es eine offizielle Berichtserstattung gab.
c) Ich stelle mir die Situation vor: Mann (64) kommt nackt aus dem Badezimmer, sieht die Frau und ist in 5 Sekunden auf 100. Kann einer hochgewachsenen Frau nachlaufen, sie wieder ins Zimmer zerren und dann zu weiß ich was zwingen. Nach den kolportierten Tatbeständen, muss er da einen Vorsprung von mindestens 8 Meter auf sie einholen, wobei ihre Größe eher an kenyanische Marathonläufer erinnert.
c) dass er derart spontan reagiert, dass er sich einmal mehr rechtzeitig ein Callgirl bestellen kann, kann ich nur neidisch zur Kenntnis nehmen.
Er befürchtete Anschläge auf sich selbst. Wenn ich nach dem Prinzip „cui bono“ darüber nachdenke, wie ich ihm schaden könnte, würde ich ihn durch eine Droge beim Abendessen beeinträchtigen, in der Nacht die Frau zu ihm schicken und dann im Nachhinein Vergewaltigung reklamieren.
Er ist in der Bredouille. Ob da aber ausschließlich Selbstverschuldung dabei ist, bezweifle ich seit den ersten Berichterstattungen immer mehr.
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Ob wir da je die Wahrheit erfahren, bezweifle ich allerdings noch mehr.
