Archive for the ‘MUSIK’ Category

Für die, die’s interessiert

Details im Popup.
(Anmerkung: ich heiße nicht Erich)

Je länger …

man übt, desto schwieriger wird es.
Und jetzt, wo sich noch weitere Zuhörer angesagt haben, wird es echt „haarig“.
Heute ist die erste Probe. Dabei habe ich ein Stück ganz bewusst noch nicht geübt.
Aber das letzte, das letzte geht schon einigermaßen, obwohl das auch sein Tücken hat.

Das ist allerdings eine sehr langsame Interpretation, kommt mir vor.
Wenn ich das Programm erhalte, mache ich dann noch eine kurze Ankündigung.

Komische Frage

Kommentare willkommen

Whoopy oder Mihaela

In der vergangenen Woche habe ich einige sehr bewegende Filme mit Whoopy Goldberg gesehen, darunter Kaffee, Milch Zucker.
Eigentlich wollte ich mir heute ihren Auftritt anläßlich des Life-Balls ansehen.
Auf 3SAT gibt es aber ein ziemlich gutes Konkurrenzprogramm: das Eröffnungskonzert des MDR-Musiksommers, übertragen aus Zwickau mit Werken von Robert Schumann.
Die ausführende Pianistin des Schumann-Klavierkonzertes ist Mihaela Ursulaesa.
Blendende und sehr interessante Interpretation.
Beim Stöbern bin ich auf folgendes Interview gestossen, von dem ich ein paar Ausschnitte zitiere.
Er [ihr Vater] erkannte, dass er mir die Kunst dieses Instruments ordentlich beibringen musste, sagte aber immer wieder, es sei nicht nur Spaß sondern auch sehr viel Arbeit. Talent und Leidenschaft sind dabei die Grundelemente, versteht sich.

Ich hatte dann das Glück, paradoxerweise durch diese Lehrerin, dem Dirigenten und Mentor vieler junger Talente, Claudio Abbado, 1990 in Wien vorzuspielen. Der „Zweck“ waren mögliche Auftritte mit ihm. Daraus wurde nichts, da Abbado kein Fan von schnellen, oberflächlich aufgebauten Karrieren war, die genauso schnell wieder verblassen. Stattdessen gab er mir den Rat, in Wien zu studieren und mit Konzerten zu pausieren. Mein Mentor auf der damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst war Professor Heinz Medjimorec, …
[Hervorhebung von mir. Ich schätze Medjimorec wirklich sehr]
Auf die Frage nach dem Lieblingskomponisten:
Eine schwierige Frage. Ich könnte fast sagen, mein geheimer Geliebter wäre Schumann. Oder Brahms? Da wäre aber noch Mozart, das Genie, Beethoven, der Revolutionär oder Chopin, der unheilbare Romantiker. Und wohin mit Sarkasten wie Prokofiev und Stravinski? Oder Impressionisten wie Ravel und Debussy?

[Eine wunderbare Antwort. Es geht nicht um einen.]
Ich verstehe nicht, warum klassische Musik Kindern als etwas sehr Langweiliges und Ernstes dargestellt wird. Natürlich verlangt klassische Musik eine spezielle Erziehung. Es ist keine leichte Musik mit pausenlos wiederholenden Tönen. Es ist mehr wie eine Sprache, die man lernen muss. Ich habe viele Kinder erlebt, die begeistert darauf ansprachen, sogar mit dem Wunsch, auch selbst ein Instrument spielen zu können, nachdem man ihnen gezeigt hat, dass klassische Musik sehr viel Spaß machen kann.
[Sie spricht im weiteren an, dass in Wien in dieser Beziehung einiges gemacht wird. Aber so wie bei ihr selbst auch ist das größte Antriebsmoment das Vorleben durch die Eltern. Es funktioniert nicht immer, aber die Wahrscheinlichkeit ist weitaus größer, dass es funktioniert, wenn klassische Musik im Elternhaus eine Selbstverständlichkeit ist.

Verständnis

Ein Liebhaber hat die 7. von Bruckner unter Mariss Jansons auf 10 Stücke verteilt und in youtube gestellt.
Der Abschnitt 6 ist die Coda des 2. Satzes, des Adagios. Diese Coda zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich vom restlichen Satz in Thematik und Stimmung unterscheidet.
Eben gibt es noch in Abschnitt 5 einen lautstarken Höhepunkt und danach folgt eine unheimliche Trauermusik, die einem Marsch in der 5. Mahler in nichts nachsteht.
http://www.youtube.com/watch?v=bXe-XtJE8cM
Wenn jemand wirklich wissen will, was traurige Musik ist, sollte er da hineinhören.
Bruckner hatte während des Komponierens am Adagio erfahren, dass Richard Wagner gestorben war.
Der Rest liegt in der Musik.

Heimat

„Ein echter Wiener ist nur der, dessen Eltern aus den Kronkolonien eingewandert sind.“ Später musste dieser Satz auf Großeltern erweitert werden.
Da bin ich voll inkludiert, obwohl ich ja eh kein Wiener sondern ein Linzer bin. Zwei Großeltern kamen aus Wagstadt (Mähren), zwei aus Troppau (Böhmen).
Mein Ururgroßvater war ein Bierbrauer in Prag. Das finde ich auch ziemlich gut.
Der Anlass für diese Betrachtungen, die nicht neu sind, liegt im heutigen Radioprogramm begründet.
Nikolaus Harnoncourt dirigiert Smetanas „Ma Vlast“ (Mein Vaterland), von dem die meisten ja nur den zweiten Teil, „die Moldau“, kennen.
Nicht nur dass Smetanas „Die verkaufte Braut“ zu unseren fünf Haus- und Hofopern zuhause zählten, lange war sie meine absolute Lieblingsoper.
Genauso begeistert war ich nach anfänglichem Zögern von Janaceks „Im Nebel“. Das sind vier Klavierstücke über seine Jugend in Verbindung mit seiner Heimat. Es war mühsam, dieselben zu erarbeiten. Doch selbst heute setze ich mich manchmal spontan damit ans Klavier.

Wenn ich Heimat empfinde, dann geschieht es über den Transport der Musik.
Und natürlich ist dann Schubert und Mahler ebenfalls „heimatlich“ belegt.

Messie

Dass ich einer bin, ist unbestritten. Aber in einigen Dingen halte ich Ordnung. Meine Ordnung halt.
Daher kommt es, dass ich bestimmte Noten trotz Suchens nicht gefunden habe. (Weil ich nicht dort suche, wo sie nach meiner Ordnung nicht sein dürften.)
Ich habe die Beethoven Sonaten mindestens dreimal. Trotzdem konnte ich keine Noten der mittleren finden. Ich habe alles durchsucht. Nichts zu finden.
Gestern fällt mein Blick auf einen Stoss Noten, wo ich nie gesucht habe. Dort befindet sich nämlich nur Kammermusik. Aber der Umschlag eines Bandes fiel mir auf.
Da ist ja der eine Sammelband: die ersten 15 Sonaten. Und dann war der zweite auch leicht zu finden. Ebenso dort etwas weiter unterhalb.

Also ich habe die dort bestimmt nicht hingetan. Oder halt einmal als schnell für ein Kinderfest aufgeräumt werden musste.
Nun gut. Jetzt habe ich sie ja wieder.
Daraufhin habe ich heute losgelegt: neben dem Üben der drei Sonaten op 10, bekannterweise momentan meine Favoriten für den nächsten Vortrag, habe ich mir heute die Mondscheinsonate gegeben, dann #15 in D-Dur und noch die Es-Dur und B-Dur, die zwischen Pathetique und Mondscheinsonate liegen. Stimmt nicht: die B-Dur ist die der Mondscheinsonate nachfolgende.

Bemerkenswert: wenn man nicht mehr so oft vögeln kann, ist man froh, dass man beim Spielen keine Beschränkung kennt. Aber es gibt dann doch einen markanten Erschöpfungszeitpunkt. Irgendwann lässt die Konzentration auf eine Weise nach, dass man z.B. die letzte Seite von 30 Seiten nicht mehr spielen kann. Plötzlich reißt der Faden ab. Der Faden ist die Verbindung zwischen Hirn und Fingern. Es ist unglaublich, wie ich dann plötzlich das Gefühl kenne, überhaupt nicht Klavier spielen zu können. Bums aus.

Nach einer halben Stunde geht es dann wieder.
Momentan tritt dieser Erschöpfungszeitpunkt nach ungefähr eineinhalb Stunden ein, bei Stücken von etwas gehobeneren Schwierigkeitsgrad.

Da gibt es nichts zu rütteln: Klavierspielen ist anstrengend.

Fröhliche Ostern

wünsche ich allen, die hier lesen und auch ein paar, die hier nicht lesen:)
Nach dem Osterbrunch spielte ich meiner Schwiegertochter die Waldsteinsonate vor. (nicht aufnahmereif:)))
Sie ist eine meiner Lieblingssonaten und ich habe viel Zeit darauf verwendet, sie einmal so halbwegs vortragbar zu üben.

Einmal habe ich Gulda auch live mit der Sonate gehört. Damals war ich vielleicht 20 Jahre alt. Sein Tempo, das manche vielleicht als zu schnell erachten, ist genau das Tempo, welches ich im Ohr habe.
Ich glaube, Joachim Kaiser hat einmal geschrieben, dass die Pathetikque und die Waldsteinsonaten eine Gemeinsamkeit haben: der Pianist muss über die Grenzen der Spielbarkeit hinausgehen. Hat er einen guten Tag, wird es eine großartige Darbietung, sonst halt Pech gehabt.
Aber die Sonate und speziell diesen Satz zu spielen vermittelt das Gefühl, fliegen zu können. Man gibt sich der Musik hin und lässt die Finger machen, was sie können.

Next Step

After the concert on November 17th, I got new contracts:) Well, using the word contracts is a little bit exaggerating. I don’t get any money for it. But 2011 could be governed by playing three different pieces. Brahms Cello-Sonata in e-minor, Brahms quintett and a piano piece for four hands written by a contemporary composer.
The Brahms quintett is still in negotiation, the other strings don’t know yet about it.
But today I have started to practice the cello sonata again. I love this piece.

The recording by J. Du Pré and Daniel Barenboim unfortunately is cut off before the reprise.
Here is the other part.

But anyway, today I practised two hours on minute 4:30 – 6:50.
I have already played this once but just for private pleasure not for public performance. So practicing has to be done in a different mode.
The second movement troubles me in the middle part.
http://www.youtube.com/watch?v=65rJq5awk9g
But it really is not so difficult, technically.
The third movement is tricky:
http://www.youtube.com/watch?v=uMiCBGUQVJg
But I like it so much that practicing is not a problem. This movement comes to me very easily. The coda will be difficult, but that’s just one page.
I am looking forward to a very challenging year, considering that I am an amateur:)

Luzern ist überall

oder „The Interconnectedness of All Things“
Vom Autor des „Per Anhalter durch die Galaxis“, Douglas Adams, gibt es auch die Geschichte von Dirk Gentry, der eine Detektei betreibt. Alles ist miteinander verbunden. Wird dieses System ausgereizt, kann man sein Fahrziel auch finden, wenn man überhaupt nicht weiß, wo es sich befindet, wenn man nur einem Fahrer hinten nachfährt, der weiß, wo er hin will. (Selbstverständlich hat der ein ganz anderes Ziel!)

Ich habe gestern einen Tristan gesehen, welcher beeindruckt hat. Nach ein paar sehr leicht missglückten Bläsereinsätzen zu Beginn spielte sich der Orchester in einen rasenden Taumel hinein. „Mit den Wiener Philharmonikern kann’s ein jeder.“ habe ich gescherzt. Doch was Gustav Kuhn mit seinem relativ jugendlichen Orchester musizieren kann, ist wahrlich außergewöhnlich.
Die kommen ja aus aller Welt und „trainieren“ zusammen mit ihm in Montegral in der Nähe von Lucca. (Toskana)
Dieser „Tristan und Isolde“ konnte rühren, was nicht zuletzt an den Sängern und Sängerinnen lag. Beachtenswert eine schlanke Figur einer dunkelhaarigen Isolde, die sich bis zum Liebestod derart verausgabte, dass man ihr die Anstrengung – oder besser die Entrücktheit – beim finalen Applaus deutlich anmerken konnte. Meine „Referenz-Isolde“ war ja Birgit Nilsson, (auch schwarzhaarig) die man auf der besten Tristan-Einspielung zusammen mit Wolfgang Windgassen und Karl Böhm bewundern kann. (Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1966 und wurde auch auf CD remastered. Falls sich jemand dafür interessiert.)
Diese Isolde war grandios und vor allem überzeugend. Wer sich den Link ansieht, wird nun feststellen, dass die Dame zuerst in Luzern ausgebildet wurde, bevor sie in New York weiterstudierte.
Und sie ist keine Unbekannte. Die Isolde ist zur Zeit die letzte große Wagner-Rolle, die sie noch nicht gespielt hatte. Und es muss nicht Wagner sein. Elektra ist ja bekanntlich von Richard Strauss.

Wie heißt es: alles ist miteinander verbunden. Es kann daher kein Zufall sein, dass uns Mona Somm quasi von Luzern gefolgt ist, auch wenn sich ihr Wohnsitz heutzutage in Sankt Gallen befindet.




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