Archive for the ‘Leben’ Category

Weihnachtsgrüße

Allen, die hier noch ab und zu reinschauen, wünsche ich erfreuliche Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Ich lausche gerade der Richard Strauss-Sonate, doch ist die in Deutschland nicht abrufbar.
(für alle anderen:
https://www.youtube.com/watch?v=xemgqKGl9VE )
Sie stimmt mich friedlich. Jetzt werde ich noch Geschenke einpacken, ein paar Mails schreiben und die Marinade für den Schweinsbraten am 25.12. anmachen.
An sich bin ich ziemlich müde. Aber was soll’s? Das Jahr war recht ereignisreich und eigentlich auch erfolgreich.
Den Erfolg würde ich auch gerne meinen LeserInnen wünschen. Doch ich meine nicht, dass der Erfolg das Wichtigste ist.
Ich halte den Frieden für das Wichtigste: den Frieden mit sich selbst.

Selbstüberschätzung

Selbstüberschätzung wird mir im Normalfall nicht vorgeworfen, weil ich schon einige Male gezeigt habe, dass ich das kann, was ich mir zutraue.
Allerdings ist es bei mir eine Eigenschaft, die ich mir selbst attestiere. Es geht nicht so sehr darum, dass ich etwas nicht kann, sondern dass ich mir selbst beweisen will, dass ich es kann. Das führt dann zu längeren Nachtschichten, weil ich vom Hundersten ins Tausendste komme.
Ist mir gestern passiert. Ich habe mich für einen Fernkurs angemeldet und die erste Sektion durchgemacht. Man braucht dafür keine besonderen Mathematikkenntnisse, schreiben die in die Beschreibung hinein.
Allerdings gab es bei einer der ersten Vorlesungen ein kleines Beispiel, bei dem eine Funktion svd vorkam. Weil ich das nicht auf sich beruhen lassen wollte, dass ich svd nicht kannte, schaute ich nach und war dann zwei Stunden mit Eigenwerten und Eigenvektoren beschäftigt. (Auch das erkläre ich nicht näher)

Eigentlich sollte ich denken: brauche ich nicht, geht mich nichts an, ist mir zu kompliziert.
Aber das kann ich nun wirklich nicht: so denken.

Zufrieden

Heute habe ich einen Vortrag gehalten, der sich eigentlich um ein sachliches Thema in der IT drehen sollte. Moderne Trends in der IT.
Ich habe mich ein bisschen angestrengt und das Thema für meine Zwecke vergewaltigt.
Letztlich konnte ich betonen, dass es mir um den Unterschied zwischen Ausbildung und Bildung ging. Und ich konnte auch den Satz anbringen: wir wissen zwar nicht, wo wir hin wollen, aber wir sind schneller dort.
(Lustigerweise kam nach mir der Mann von pwc auf die Bühne und bestätigte genau das. Die Studien ergeben, dass wir nicht wissen, wo sich die IT hinbewegt. Aber dafür werden wir sehr schnell hinkommen.

Am meisten hat mich die Anerkennung meines Kollegen gefreut, dem meine Folien beim Review nicht gefallen hatten. Und ein Mann, der 23 Fachbücher geschrieben hat, meinte: sehr gut, endlich wieder einmal ein Original-Vortrag.

Ich bin hundsmüde, aber recht angenehm erschöpft.

Kürzere Zeit

gestern gab es eine Diskussion, ob die Zeit kürzer geworden ist. laut einer Hypothese, der ich nicht folge, sind schon 25% der Zeit „gestohlen“ worden.
Ich glaube das ja nicht. Ein Ei dauert noch immer 5 Minuten kochen, bis es die gewünschte Konsistenz hat.
Aber heute stelle ich fest, dass eineinhalb Stunden vergangen sind, in denen ich praktisch nur Dinge überlegt habe, die in 5 Minuten zu entscheiden wären. ein kurzes Mail mit „ok“ und ein kurzes Telegonat war dabei.
Und die Liste der Dinge, die ich noch in Serbien zu erledigen habe, wird länger und länger.
Aber die Frage bleibt:
Wer stiehlt die Zeit?
P.s. Die 6 Minuten für dieses Postings zählen nicht. es gäbe auch kein Feb und keine privaten Mails. http://ORF.at 5 Minuten, kein http://Standard.at, keine anderen Ablenkungen.

Alte Frauen

Den Zwanzig- bis Dreißigjährigen gewidment, die sich nicht vorstellen können, wie das Leben ab 31 aussehen kann.
[Durch Zufall hab ich folgendes Gedicht gefunden.]
[Auch] der Ursprung folgenden Gedichtes liegt im Dunkeln. Als mögliche Urheber werden neben Wilhelm Busch auch Theodor Fontane und Eugen Roth angegeben.
Altersballade
Das grosse Glück, noch klein zu sein,
sieht wohl der Mensch als Kind nicht ein,
und möchte, dass er ungefähr
schon 16 oder 17 wär.
Doch dann mit 18 denkt er: Halt,
wer über 20 ist, ist alt.
Kaum ist die 20 grad geschafft,
erscheint die dreissig greisenhaft.
Und an die 40, welche Wende
Die 50 gilt beinah als Ende.
Doch nach der 50, peu à peu,
schraubt man das Ende in die Höh.
Die 60 scheint jetzt ganz passabel
Und erst die 70 miserabel.
Mit 70 aber hofft man still,
ich werde 80, so Gott will.
Wer dann die 80 überlebt,
zielsicher nach der 90 strebt.
Dort angelangt, zählt man geschwind,
die Leute, die noch älter sind.

utopia

Der Fortschritt ist unaufhaltsam. Und manchmal fast unmerklich. Durch Marketing gewöhnt man sich an Dinge und hält sie für selbstverständlich. Diesen Beitrag werden wohl nur Leute über 40 verstehen.
Ich bin ein Mensch, der beruflich mit EDV zu tun hat, und technischen Neuerungen aufgeschlossen gegenübersteht. Ich erinnere mich, dass das Telefax auf mich einen enormen Eindruck gemacht hat. Bis dahin lief der Geschäftsverkehr über Telex. Das war mühsam.

Das Telefonwesen hat sich verändert. Es gibt kaum mehr öffentliche Zellen. Das Mobiltelefon ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Aber nicht nur das. Wenn ich im Flugzeug sitze, wechsle ich die SIM-Karte in meinem Telefon, damit ich den günstigeren Tarif habe. Internetmäßig bin ich in Serbien noch besser verbunden als in Österreich.

Ich habe seit einiger Zeit ein iPad. Ich hatte einmal ein Lenovo-Pad der ersten Generation bei einer Veranstaltung gewonnen und weiterverschenkt. Es war unbrauchbar.

Das iPad ist brauchbar.

Wenn ich reise, habe ich folgende elektronische Geräte mit:
Laptop (= Arbeitscomputer)
iPad Air
Samsung Note 3 (Mobiltelefon)
manchmal den Kindle e-book-Reader
Meine Sony-Camera, die theoretisch auch mit dem Internet verbunden werden könnte.

Das ist alles Einleitung bisher.
Jetzt kommt das Ereignis:
ich wollte anrufen, um einenTermin auszumachen.
Da ich gerade das iPad unter meinen Fingern hatte, wählte ich Skype an und schaute, ob meine Gesprächspartner auch aktiv verbunden war.
Ich wählte die Verbindung und das Gespräch kam zustande und die Terminvereinbarung. Es war ein Videogespräch. Man kennt das von neueren Filmen. Es ist nicht mehr „etwas Besonderes“.
ABER DASWAR ES!
Als ich 25 Jahre alt war, kamen solche Gespräche nur in Science Fiction-Romanen vor. Ich erinnere mich, dass ich mich gefragt hatte, ob das noch zu meinen Lebzeiten technisch möglich wäre. Ich war damals Studienassistent auf der TU und hatte meinen eigenen Computer, eine DEC-PDP-11/10 mit CAPS zur Verfügung. Ich hatte Vorstellungsvermögen, was möglich wäre und was nicht. Datenverbindungen liefen damals mit 110 und 330 Baud. Das ist eine Million mal langsamer als heute eine durchschnittliche Internetverbindung. Ich hatte in Elektrotechnik von physikalischen Restriktionen gelernt, die inzwischen gefallen sind.
Das Gespräch, das ich heute geführt habe, wäre mir als unmöglich erschienen. Heute ist es „nothing to write home about“.

Das ist nur ein klitzekleines Beispiel eines Vorgangs, wie er heute natürlich erscheint. Doch in meiner Altersklasse sind Menschen, die sich der Technik verschließen. Ich schreibe das nicht vorwurfsvoll. Ich kann es gut verstehen. Ich könnte auch dazu gehören, wenn ich nicht in den letzten 40 Jahren alle Neuerungen graduell mitgemacht hätte und sie auch technisch verstehen kann.
Wenn ich mich wie heute besinne, kommt mir erst die Unglaublichkeit des Vorgangs und der gewaltige Unterschied zu vor vierzig Jahren zu Bewusstsein.
Wem geht es noch so?
P.S. Soviel hat sich technisch „verbessert“. Doch die Psyche der Menschen scheint lernresistent zu sein. Wie man an den politischen Entwicklungen leicht beweisen kann.

Ein interessantes Jahr

Wieso schreibe ich das heute. Das Jahr ist doch noch nicht zu Ende.

Nun bis zum heutigen Tag, den ich in Serbien verbringe, hat sich einiges abgespielt. Und damit meine ich Reisetätigkeiten, die mich im August ganze 3 Tage in Wien gesehen haben. Vielleicht waren es mehr Tage, aber ich habe nicht mehr empfunden.
Das erste Mal, dass mir die Reisetätigkeit zu viel wurde. Dabei waren 2 Urlaubsreisen dabei. Jetzt ertappe ich mich: es waren 6 Tage in Wien.
Die Reisen waren sehr interessant. Einige Bilder habe ich auf FB gestellt.
Aber jetzt bin ich müde. Vielleicht ist es auch nur durch das linke Bein, besser Knie, bedingt. Heute war ich beim Röntgen und beim MRT. Ergebnis des Röntgen: nichts gebrochen, nur normale Alterserscheinung sagt die Ärztin. Den Befund vom MRT bekomme ich erst morgen. Heute musste ich eine halbe Stunde den Reden bei einer Ausstellung zuhören. Das Stehen war eine Qual.
Das MRT könnte vielleicht auf ein gedehntes Kreuzbahnd hinweisen. Davor habe ich keine Angst. Gerissen? Sollte es eigentlich nicht sein.
Naja, morgen weiß ich mehr. Radfahren ist überhaupt kein Problem. Nur Stehen und die ersten paar Schritte nach dem Sitzen.
Naja, Egal. Die Erinnerungen an die Reisen sind trotzdem wunderbar.

Und ich habe eine neue Ruhe gewonnen. Das ist doch einmal etwas Neues 🙂
P.S. Dass das Jahr auch wegen der politischen Lage interessant ist, könnte man hinzufügen. Aber auf diese interessante Lage würde ich gerne verzichten.

Dienstreise lohnt sich

Bereits nach einer Stunde genügend Ideen aufgesammelt. Und einige Blicke auf Karlskrona und das Meer sind inspirierend.
Wenn ich jung wäre, wäre das ein schöner Ort für Auslandssemester.
The program of the workshop

Spannung

Ich bin gespannt, wie Schweden wird.
http://www.schwedentipps.se/marinemuseum-karlskrona-marinmuseum.html#.U_p4Wfm1b8
Diesmal gibt es bei der Reiseplanung ein Loch. Das Zugticket muss ich mir selbst erst in Kopenhagen organisieren. Ich hoffe, das funktioniert dort besser als in Italien:)

Veränderung

Ich habe mich verändert. Ich stelle fest, dass ich auf dem Video des Konzerts, das ja quasi öffentlich war, ganz anders erscheine als auf den Videos, die ich für den Übungsgebrauch zuhause aufnehme.

Ich bin nicht beunruhigt. Schließlich fängt ein neues Jahrsiebent an, ich kann also erwarten, dass sich etwas verändert. Doch es ist interessant zu beobachten, wie sich meine Wertungen und mein Verhalten verändert.

Einerseits werde ich toleranter, andererseits kann ich auch viel entschlossener „zu machen“, wenn ich Verhaltensweisen entdecke, deren Beweggründe ich nicht nachvollziehen kann.

Man könnte auch sagen, ich ziehe mich in mich selbst zurück. Nach außen hin scheint das noch niemandem aufzufallen, doch ich glaube, ich kann es bereits in meinem Gesicht lesen.




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