Archive for the ‘Leben’ Category
Today I had my control at the cardiologist whom I have been visiting since three years ago. I have lost some kilograms since my last visit, not as many as I would have liked to. But I will keep trying. Another 20 kg to go. Apart from that my health is excellent, meaning that my general state has improved heavily since my first visit. Today, there was no need for ultra-sound, my ECG was super. Now, I can die in peace 🙂
Conclusion: it is quite healthy to stop working 🙂
Als ich Student war, war Hermann hesse „in“. Er war Lesestoff in der Schule. Ich fand ihn in den Buchgeschäften in Amerika. Das Glasperlenspiel war nicht so bekannt. Und nicht alle Leute kannten den Steppenwolf. Dass mein Blogname nicht Steppenwolf sondern Steppenhund ist, hängt mit einem Fehler in der Blogsoftware von twoday zusammen. Ist nicht so wichtig. Aber der Harry Haller aus dem Steppenwolf war eine Identifikationsfigur. Eigentlich eine negative, wie Hesse selbst einigen Leserbriefen erwiderte. Zu Beginn ist er ja angewidert und gewillt, sich das Leben zu nehmen. Seine Heilung erfolgt in einer Hippie- oder Gipsy-ähnlichen Umgebung, orgienhaft nd mit einigen Anspielungen, denen man nicht zu wortwörtlich folgen sollte.
Aber das H.H. von Harry Haller hat mir schon gefallen. Da haben ja sogar die ersten zwei Buchstaben gepasst. Ha ha. Manchmal haben meine Schulkollegen damit Scherze aufgeführt.
Im Russischen wurde mein Name dann nicht mit einem X geschrieben, was auf russisch wie ein CH ausgesprochen wird. Das deutsche H wird zu einem G umgewandelt.
So heißt es z.B. 50 Gerz, wenn die Frequenz der Netzspannung angegeben wird.
Und ich war Gans. Ich hab das gemocht. Denn im Märchen hat der Hans im Glück ja auch irgendwann einmal eine Gans. Ich habe auch eine aus Porzellan, ein Geschenk meiner Schwester vor langen Jahren.
H hat aber noch eine andere Bedeutung, noch viele andere Bedeutungen. Die für mich bedeutenden Bedeutungen hängen mit der Verwendung der Tonart h-moll zusammen:
Allen hier angeführten Kompositionen haftet etwas Metaphysisches bzw. Religiöses an.
Bach Messe in h-Moll
Schubert Unvollendete
Liszt Sonate
– sprich der Lokführer – ist schuld.
Bei allen Berichten über das spanische Zugsunglück lese ich das an der Stelle des Zugunglücks das ältere ASFA-System eingesetzt ist, aber die Hochgeschwindigkeitsstrecke mit ERTMS ausgestattet ist.
ERTMS ist eine Zugbeeinflussung, die den Zug abbremsen kann, auch wenn der Lokführer einen Herzinfarkt oder sonstigen Ausfall erlitten hat.
Nur muss dieser Abbremsvorgang schon lange (4km) vor der Schnittstelle der beiden Systeme einsetzen. Wenn der Lokführer selbst nicht schon abbremst, muss das Sicherungssystem der Hochgeschwindigkeitsstrecke entsprechend eingreifen.
Jetzt kann man sich fragen, warum bisher nichts passiert ist. Die Lokführer haben eben aus Gewohnheit selber gebremst, weil das vermutlich schon von den Streckensignalen her vorgegeben ist. Möglicherweise hat sich der Lokführer des Unglückszug sogar darauf verlassen, dass der Zug wohl so schnell fahren darf, wenn das Sicherungssystem nicht eingreift. Dass er dann beim Tunnelausgang über die hohe Geschwindigkeit erschreckt war, glaube ich ihm. Da wird ihm die Tragweite seines Irrtums bewusst geworden sein.
Persönlich glaube ich aber, dass es ein Software- oder Spezifikationsfehler im Sicherungssystem ist. Oder auch die Konfiguration hat nicht gestimmt. Wenn das Überwachungssystem einen Endpunkt hat, muss das System so eingestellt sein, dass an dieser Stelle der Zug nicht schneller als einen vorgegeben Wert fährt. Im vorliegenden Fall wäre der 80km/h. Es muss daher eine Bremsrampe schon viel früher den Zug abbremsen.
Ist das je getestet worden?
Abgesehen von technischem Versagen müsste der Lokführer das System übersteuert haben. Das glaube ich nun doch nicht, dass das ein erfahrener Lokführer tun würde, selbst wenn er einem Alonso nacheiferte.
Vermutlich trifft ihn eine Teilschuld. Aber wenn das Sicherungssystem zugelassen hat, dass der Zug ohne Warnung im Tunnel noch 200km/h fahren durfte, dann sind wohl noch andere schuld.
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Wenn sich das herausstellen sollte, (obwohl ich nicht glaube, dass eine derartige Bestätigung an die Öffentlichkeit gelangen würde) wäre es eine wunderbare Bereicherung meiner Katastrophensammlung, die zuletzt Heathrow Terminal 5 und Fukushima beinhaltet. Menschliche Hybris und Entscheidungsträger, die von Technik nichts verstehen, lassen es zu, dass kritische Systeme ungetestet bleiben.
Die Moral von der Geschichte: getestet wird nur, wenn es ums Geld geht. Bei Menschenleben ist der Test nicht so wichtig.
Eine der Quellen, aus der ich meine „Weisheit“ beziehe. Andere schreiben genauso.
http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/lokfuehrer-verhaftet-1.18123731
Hoffentlich gibt es das in meiner Nähe, bis es mich trifft.
Wer diesen Text als anstößig empfinden könnte, klickt sich jetzt am besten weg.
Manche bezeichnen ihn ja als Orgasmus. Aber das würde in diesem Fall nicht stimmen. Denn so masochistisch bin ich nun wirklich nicht veranlagt.
Aber wenn es um die Dauer geht, dann beinhaltete einen echten Höhepunkt. Fünfeinhalb Stunden.
Normalerweise hätte ich mit einer Stunde gerechnet. Und tatsächlich glaubte ich, dass nach dreißig Minuten eigentlich das Ende erreicht sei.
Mitnichten. Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Beitrag vor wenigen Tagen, als ich über meine jugendliche Begeisterung für Modelle schrieb. Nein, keine zweibeinigen waren gemeint, sondern Häuschen, die zur Modelleisenbahn passten. Ich schrieb über das Abschmiergeln von Gussfalzen und die Schwierigkeit der genauen Verklebearbeit.
Gestern wurde ich daran erinnert. Es gab aber noch eine zweite Erinnerung. Das ist die an im Samisdat verlegte Bücher, die das Lagerleben in Sibirien beschrieben, inklusive der zuvor vorgenommenen Folter. Ich kann nicht behaupten, dass es gestern besonders schmerzhaft war. Allerdings hätte es schmerzhaft sein können und deswegen wurde ich ja auch vollgespritzt. Dreimal. Eigentlich hätten es viermal sein müssen, aber irgendwie schien einmal nicht notwendig zu sein.
Bevor ich schmunzelnd der Modellbautechnik zuschauen konnte, wurde nämlich an der Substanz Steppenhund Material abgetragen. Das ist so notwendig, wenn man aus einem Hund einen Cyborg machen will. Ich hatte zwar schon vorher etwas Titan in meiner Scrapula, (20 Jahre ist das mittlerweile her, als ich mir das Schlüsselbein gebrochen hatte) doch jetzt konnte ich mich langsam als Jaws im James-Bond-Film fühlen – Titan verstärkte Zahnsubstanz. Die diente aber anscheinend nur dazu, um den Zahn rundherum abschleifen zu können.
Das klingt grausiger als es wehtut, doch hier kommt der Gedanke an die Folter auf. Der Schleifprozess dauerte nämlich auf drei Raten aufgeteilt jeweils mehr als eine Stunde. Und dabei fiel mir auf, dass ich das Zeitgefühl verloren hatte. Ja vielmehr, dass mich die Zeit nicht mehr interessierte. Ich hätte sie an der Wand ablesen können, doch ich bemühte mich nicht mehr, die Augen aufzumachen und zu fokussieren. Ich dachte nur daran, dass es mir gut gehe. Schließlich versuchte man nicht, ein Geständnis aus mir heraus zu pressen. Also durfte ich damit rechnen, dass es irgendwann einmal aufhören würde.
Zuerst war mir ja nicht klar, was die Ruhe nach dem Sturm bedeutete. In Plastillin beißen stellte sich aus formgebende Methode für meinen Faller-Modellbau heraus. Ungefähr eine Woche werde ich nämlich mit Kunststoffzähnen herumlaufen, bis der König seine Kronen bekommt.
Das war nett anzusehen, wie der Zahnarzt neben mir liebevoll an den Plastikabdeckungen herumdrechselte, polierte und eine kleine Trennscheibe ans Acrylat ansetzte. Da ich nicht zu kontrollierend erscheinen wollte, obwohl das Zusehen richtig Spass machte, zog ich mein Handy heraus und spielte eine Partie Schach damit. Als die Zähne auf Hochglanz „geputzt“ waren und eingesetzt wurden, fragte ich mich, warum ich überhaupt teure Kronen brauchte.
Fürs Klavierspielen braucht man schließlich auch kein echtes (Elfen-)bein, es reicht ein Kunststoff.
Leider war das erst die untere Hälfte. Es ging dann noch in drei Etappen weiter.
Ursprünglich hieß es 2-3 Stunden. Ich machte noch den Scherz, dass zwei Stunden wohl in Wirklichkeit vier bedeuten würden. Schließlich läutete das Telefon und Bekannte erkundigten sich bereits, ob ich unterwegs im Taxi verschollen sei.
Tatsächlich verbrachte ich aber den Samstag, den neunten Tag im heißen Monat Juli, zweitausendundelf fast ganztägig in einer stomatologischen Ordination in einem sonnenbestrahlten Belgrad, welches eine Außentemperatur von 38 Grad hatte.
Als das Betäubungsmittel abgeklungen war, forderte ich einen Besuch eines meiner Lieblingslokale in Zemun ein, das übersetzt „Karpfen“ heißt.
Nach einer Flasche Vranac Procorde fühlte sich die Welt, d.h. in dem Fall ich mich selbst, ganz gut an. Ich bin frisch aufgewacht und werden den gestrigen Tag wohl als einen Höhepunkt in meinem Leben sehen.
Es wird noch vier Besuche geben. Die dürften aber tatsächlich weder die Länge noch die Beschwernis aufweisen. Ich warte einmal ab.
… der Hiobsbotschaften
So lese ich heute im Standard und im ORF wird das ähnlich formuliert.
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Die Botschaften werden noch eine Zeit lang so weiter gehen.
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Und in zirka zwei bis drei Monaten werden wir Botschaften hören, bei denen wir sagen werden: he, so haben wir nicht gewettet. Das betrifft ja auch uns.
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Wenn wir Glück haben, betrifft es uns nur wirtschaftlich. Wenn wir Glück haben …
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Was werden es dann sein? ECHTE Hiobsbotschaften?
Ab heute sind „Ferien“. Zu Mittag verabschieden wir unsere „Kleinen“, dann werde ich ab dem Nachmittag nur mehr Vorlesungen vorbereiten, nacharbeiten, ergänzen und die Reise nach Leipzig angehen.
Ich halte die Vorlesungen während meines Urlaubes. Habe ich immer so gemacht. Ich unterstreiche mir damit selbst, dass ich es
a) aus eigenem Antrieb mache,
b) es für mich eine Befriedigung darstellt, und
c) dass ich es nicht des Geldes wegen mache. (Die Bezahlung ist rein symbolisch.)
Aber ich freue mich schon darauf und bin gespannt, wie die neuen Vorlesungen ankommen werden:
Requirements Management
ATAM Architecture Trade-off-Analysis Method
Social skills of a Software Architect
Ich durfte jetzt einige Zeit nicht in die Sauna gehen. Und auch keinen Alkohol trinken, medikamentenbedingt.
Sauna lasse ich noch freiwillig aus.
Ein Glas Wein sollte mir nicht schaden.
Daher habe ich den alten Brauch wieder aufgenommen. Meine Frau konnte ich zwar nicht in die Sauna begleiten, dafür haben wir uns anschließend beim Heurigen verabredet.
So kommt das Leben wieder in die gewöhnten Gänge, auch wenn ich im Oktober nur maximal acht Tage in Wien sein werde.
„War net Wien, wenn net durt, wo ka Gfrett is, ans wurdt“ ist ein nettes und zutreffendes Zitat aus einem Gedicht Weinhebers.
Momentan ist die neue Fut, (wienerisch für das weibliche Geschlechtsorgan) fälschlicherweise als Fuzo buchstabiert, das neue Gfrett Wiens.
Die Zeitungen sind voll von Bürgermeinungen, die sich gegen die Fuzo aussprechen. Dabei ist es nicht die Fuzo allein sondern auch die Bezo, (Begegnungszone) die den Unwillen der Bevölkerung nach sich zieht. Noch schlimmer treiben es da die Fafas, (Fahrradfahrer) die eine neue Rennstrecke entdeckt haben.
Die repräsentativen Bürger Wiens regen sich über die Lebensgefahr auf, in die sie die Fafas bringen. Dabei handelt es sich ja nur eine der Problemlösungen, was unser Pensionssicherungssystem angeht. Sollte ein Fafa einen Pensionisten zu Tode fahren, gebührt ihm eine Erfolgsprämie, weil er das Pensionsversicherungssystem entlastet hat. Es gibt eh viel zu viele Wiener. Vor allem alte, wenn man sich die Statistiken ansieht.
Selbst besonnene Mariahilfler jammern über dilletantische Durchführung, wobei eines der Argumente war, dass nicht gesagt wurde, wie viel die Umstellung kosten würde. Ich habe an einigen Stellen gelesen, dass die Umstellungskosten 1,1 Millionen Euro betragen. Aber vielleicht – in Übereinstimmung der PISA-Ergebnisse, die uns Schwächen beim sinnerfassenden Lesen bescheinigen – muss man es den Leuten persönlich sagen. Es reicht nicht, wenn es geschrieben wird.
Ich gehe einmal davon aus, dass in zwei Jahren kein Hahn mehr danach kräht, was da bei der Umstellung vor sich gegangen ist.
Meine Überzeugung rührt aus zwei -mittlerweile historischen – Vorfällen, die sich während meiner eigenen Lebenszeit in Wien abgespielt haben. Das erste Ereignis war die Umwandlung der Kärntnerstrasse in eine Fut, pardon Fuzo. Sie hat tatsächlich die Futna (wienerisch Mehrzahl für Fut oder auch Huren) vertrieben, denn nicht einmal in den Nebenstrassen der Kärntnerstrasse wurden sie noch geduldet. Das zweite Ereignis war die Zweiteilung der Donau durch die Errichtung der Donauinsel.
Wer hat sich am meisten aufgeregt?
Richtig! Die Wiener. Die Wiener brauchen Aufregung, sie müssen sich ärgern. Andernfalls verschlafen sie sogar die Fuhr‘ zum Zentralfriedhof. Wenn sich jemand nicht mehr aufregt, wäre er ja tot. Zumindest in Wien.
Zu Italien habe ich eine gemischte Beziehung. Einerseits kann ich mich dem Genuss hingeben, andererseits habe ich auch viele Vorbehalte, die hier nicht erwähnt werden sollen.
Viennacat hat hier über eine Salongesellschaft geschrieben, die unter dem literarischen Titel stand: „warum es sich zu leben lohnt“.
Ich habe nachgedacht, ob ich zu dem Thema etwas Passendes zu sagen hätte. Nach meiner ureigenen Lebensauffassung ist die Fragestellung einfach nicht richtig. Leben ist eine Kategorie und ein Zustand, den man erlebt. Ich sehe keine erstrebenswerten Ziele, die mir zu sagen erlauben würden, deswegen lebe ich. Es gibt wunderschöne Dinge in meinem Leben, meine Frau, meine Kinder, meine Enkelkinder, die vielleicht als Begründung heran zu ziehen werden. Doch ich könnte mir keine Lebensplanung vorstellen, die unter dem Aspekt steht, dass ich deswegen gelebt habe. (Obwohl das vielleicht stimmen mag.)
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Doch heute habe ich beim Nachhausekommen den Fernseher aufgedreht und einen Film aus dem Jahr 1953 mit Ingrid Bergman entdeckt. Der Film ist von Rosselini gedreht und trägt den Titel „Reise in Italien“ oder auch „Liebe ist stärker“.
Bei der Szene, die ich beim Einschalten gesehen habe, schwärmen Italiener bei einer Abendgesellschaft über das „Dolce far niente“. Sie verneinen, dass es sich ausschließlich um Faulheit handle. Und das stimmt wohl. Selbst Goethe hat im Schatzgräber die Zeile „Saure Wochen, Frohe Feste“ als Maxime erhoben.
Ich musste beim Ansehen dieser Szene an den Eintrag bei viennacat denken.
Sich treiben lassen und gleichzeitig die Kontrolle behalten, könnte ich als „Freiheit“ definieren. Und darum lohnt es sich zu leben, wenn man sich diese Freiheit erobern und bewahren kann.
