Archive for the ‘Leben’ Category
[23.3.2016]
19.3. Frankophonie: ein Schüler-Konzert von Master.Art-Akademie, Erik Satie gewidmet, von dem Gnossienne-3 gebracht wurde. In einer sehr netten Instrumentalisierung mit zwei Gitarren und Klavier.
(Danach Abendessen in Villa Maska)
20.3. Aida: sehr nette Aufführung, (leider ohne Elefanten! 🙂 )
21.3. Ausstellung der Lehrerin von Marina, die jetzt mit einer Freundin zusammen Malstunden nimmt. Die Ausstellung war im Haus des Königs, Peter des 1. Wir waren zusammen Ivo und Mira dort. Danach haben wir im Graficar gegessen, was sehr nett war und durch einen besonders aufmerksamen Kellner zum Vergnügen wurde.
22.3. Kein Abendprogramm, lediglich Einkaufen im Maxi, es gab dann am 22. und am 23. Krautfleisch zum Lunch.
23.3. Besuch beim Onkel Doktor. Später dann Einkaufen, VaPiano und Versuch, etwas aus dem Clavinova zu übertragen. Der Versuch scheiterte am fehlenden Audio-Eingang meines derzeitigen Computers.
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Morgen ist nichts geplant. Ich werde mich auf die Konferenz vorbereiten und die Einladungen für das Konzert verfassen.
Übermorgen ist dann die Konferenz und abends sind wir bei Ivo und Mira eingeladen.
Samstag geht es dann wieder nach Wien.
Die Zeit vergeht rasend schnell. Aber mit dem Üben mache ich große Fortschritte. Mittlerweile feile ich bereits.
Nachtrag: Konferenz war interessant und auch mein Vortrag wurde sehr freundlich – um nicht begeistert zu sagen – aufgenommen:) Ich hatte mich aber auch bemüht.
Ich habe diese Geschichte schon einige Male geschrieben. Frühere Niederschriften fielen Computer-Abstürzen zum Opfer, nie gab es einen Abdruck, doch die Geschichte blieb.
Eine Erinnerung
Wir schreiben das Jahr 1986. Ich hatte gerade die Firma gewechselt und dabei einen interessanten Imagewechsel erfahren. Während ich früher als sehr ausgeflippter, aber leistungsstarker Entwickler angesehen wurde, hatte ich jetzt einen Verkaufsjob inne, bei dem meine neuen Kollegen dachten, daß ich technisch sehr gut wäre, aber vom Verkauf – speziell was die Produkte unserer Firma anging – wenig Erfahrung hätte. Ich hatte eigentlich weder technische Erfahrung, denn die Investitionsgüter, die ich jetzt verkaufen sollte, waren Mikroskope. Meine technischen Schwerpunkte waren aber Elektronik und Software. Verkaufen konnte ich eigentlich auch nicht, allerdings hatte ich Verkäufern zugesehen und mich manchmal gewundert, mit welch untauglichen Mitteln sie versucht hatten, etwas Umsatz zu machen. Ich war mir sicher, dass ich das genauso gut oder sogar besser machen könnte.
Ich war damals 35 Jahre alt und noch sehr ungeduldig, wenn es darum ging, schnell Resultate zu erreichen. Insofern war mein damaliger Arbeitsplatz ungeeignet, denn der Verkauf einer Anlage zog sich in der UdSSR – meinem Verkaufsgebiet – in der Regel über ein Jahr hin. Formalismen, Außenhandelsorganisationen, Geldbeschaffungsschwierigkeiten und anonymisierte Anfragen, die technisch schwer zu spezifizieren waren, sorgten für die entsprechende Verzögerung.
Mein Chef lachte mich also aus, als ich ihm von einem Telefonat erzählte, in dem ein Anfrage zur schnellsten Lieferung, möglichst innerhalb eines Monats, gestellt wurde und ich diensteifrigst erfragte, wie wir denn das überhaupt bewerkstelligen sollten. Ich galt als blauäugiger Anfänger, der jeden Unfug glauben würde.
Umso begieriger war ich zu beweisen, dass ich den Auftrag tatsächlich zustande bringen würde. Es ging um die runde Summe von 100 000 US$.
An dem Tag, an dem das fragliche Telefonat sich zutrug, war das Wetter schön. Von meinem Fenster konnte ich auf den Rooseveltplatz hinuntersehen und auf die Studenten, die auf der Wiese lagen. Zwischen der Wiese und dem Telefonat bestand ein Zusammenhang. Einen Monat früher, am 26. April, war ein Reaktorblock in der Ukraine defekt geworden und durch die Windverhältnisse hatten auch wir in Österreich unser Quäntchen Radioaktivität abbekommen. Beim Betrachten der Studenten erinnerte ich mich an meine Wut über die Inkompetenz der österreichischen Behörden, die es nicht zustande gebracht hatten, den Leuten nahe zubringen, in den Tagen nach dem 26., insbesondere am ersten Mai, der ja Feiertag war, die Kinder nicht im Freien spielen zu lassen. Auch wenn die Radioaktivität nicht unmittelbar lebensgefährlich war, waren zu den damaligen Tagen alle Grenzwerte überschritten und es wäre besser gewesen, die Kinder im Haus zu lassen. Die politische Behandlung von Tschernobyl, insbesondere die Stellungnahmen der WHO, können mich auch heute noch aufregen, aber das ist eine andere Geschichte.
Der Zusammenhang zwischen den Studenten auf der Wiese und dem Telefonat war also folgender. Während man bei uns bereits wieder zur Tagesordnung zurückgehen konnte, waren die Kliniken in Moskau mit Patienten überfüllt, die zum Teil Todeskandidaten waren, aber zumindest schwerst radioaktiv geschädigt waren. Eine gemeinnützige holländische Hilfsorganisation hatte also 100 000 US$ aufgetrieben, um ein entsprechendes Diagnosegerät der Onkologie Moskau zu schenken.
Bis dat qui celer dat. (lateinisch: Doppelt gibt, wer schnell gibt.) Das sollte auch hier zutreffen, aber es gab zwei Hürden zu nehmen. Erstens gab es die russischen Abwicklungsmechanismen, die noch immer eine wesentliche Verzögerung bedeuten würden, und zweitens war das Geld eigentlich zu wenig für die Anlage, die eigentlich erwünscht und sinnvoll gewesen wäre.
Die Anlage sollte der analytischen Untersuchung und der Diagnose dienen und bestand aus einem Mikroskop und einer vollautomatischen Bildanalyse-Einrichtung. Mit vielen Verhandlungen und einem technisch trickreichen Zusammenstreichen, von allem, was nicht unbedingt jeden Tag notwendig wäre, gelang es mir, eine Spezifikation zu erreichen, mit der ich den gewünschten Preis anbieten konnte. Eine der Reduktionen war auch die Verwendung eines wesentlich kleineren Mikroskopes als es normalerweise für Bildanalysen zur Anwendung kommt.Der Auftrag wurde in sechs Monaten abgewickelt, was ich als großen Erfolg ansah. Mein Chef verkniff sich jede weitere Stellungnahme. Als ich erfuhr, daß die Anlage in Moskau auslieferungsbereit war, fuhr ich hin, um die Installation vorzunehmen.
Während der Reise waren auch noch andere Arbeiten zu erledigen, die ich als eher unangenehm empfand. Ich freute mich schon darauf, die Bildanalyse zu installieren und den Leuten zu zeigen, daß sie damit wirklich etwas ausrichten könnten. Es war Winter in Moskau und ich ließ mich von einem Taxi nach Sokolniki-Park kutschieren. In der Nähe befand sich die Onkologie Moskau. Mir fällt der Chef der Institution nicht ein, es war der aber recht bekannte Professor, der im Westen immer als Ansprechperson für gesundheitliche Fragen im Zusammenhang mit Tschernobyl kontaktiert wurde.
Mit ihm hatte ich nicht zu tun. Ich wurde vielmehr von einer Ärztin in Empfang genommen, die ich auf ungefähr vierzig Jahre schätzte. Sie gefiel mir. Ich stellte etwas betroffen fest, wie überarbeitet sie wirkte. Sie war recht wissbegierig, was sie mit der neuen Anlage erreichen würden können, und ich vertröstete sie auf den Augenblick, wenn alles aufgestellt wäre und funktionieren würde. Ich packte also das Mikroskop aus, justierte es grob, dann kam die Bildanalyse an die Reihe. Es war für mich sehr beruhigend, als ich sehen konnte, daß es keine Transportschäden gab und alles ordnungsgemäß funktionieren würde.
Ich setzte mich also vor das Mikroskop und stellte die letzten Feinabstimmungen ein. Dabei verwendete ich ein Präparat von meinen eigenen Verkaufspräparaten, die hervorragend präpariert waren und deutlich die Leistungsfähigkeit des Mikroskopes unter Beweis stellen konnten. Allerdings hatte ich auch schon früher immer versucht, die Kunden dazu zu bringen, ihr eigenes Präparat bei der ersten Durchsicht sehen zu können, weil der Aha-Effekt ein viel stärkerer ist.
Ich ersuchte die Ärztin daher, mir ein Präparat zu geben, damit sie die Möglichkeit habe, sich selbst ein Bild zu machen. Ich sah kurz auf das Präparat, fokussierte nach und überließ ihr den Platz am Binokular.
Aufgrund meiner früheren Tätigkeiten, ich entwickelte unter anderem auch Programme, mit denen Blutzellen analysiert werden konnten, hatte ich gesehen, dass das betreffende Präparat „nicht sehr gesund“ aussah.
Ich war aber sehr überrascht, als sie ganz lange mit ihren Augen am Binokular verblieb. Als sie aufblickte, hatte sie Tränen in den Augen.
Mein spontaner Gedanke war: das ist jemand, den sie kennt.
„Kennen Sie die Person, von der das Präparat stammt?“
Die Ärztin lächelte müde. „Es ist ein Patient von uns. Er ist schon von uns ‚weggegangen‘. (Usche uschol) Aber ich kenne ihn nicht.“ Ich schaute sie fragend an.
„Ich weine, weil ich zum ersten Mal im Mikroskop etwas sehe, was wir sonst nur in den Büchern sehen. Es ist unglaublich, dass man diese Strukturen wirklich sehen kann. Mit unseren anderen Mikroskopen können wir das nicht sehen.“ Sie zeigte auf die zahlreichen Lomo-Untersuchungsmikroskope. Lomo war damals eine Mikroskopfabrik aus Leningrad, die Mikroskope zwar sehr engagiert zusammenbaute, aber nicht über die notwendigen Materialien verfügte, die für höchstauflösende Mikroskope notwendig sind. Sie verfügten auch nicht über die notwendigen Computerkapazitäten, um die technischen Daten für Spitzenobjektive zu berechnen.
„Was könnten wir leisten, wenn wir mit solchen Geräten arbeiten könnten.“
Ich wusste, dass ich das falsche geliefert hatte. Auch wenn das der Wunsch der Hilfsorganisation gewesen war und ich es nicht vorher wissen konnte.
Aber jetzt verstand ich es. Zehn Mikroskope und Null Bildanalyse hätten mehr Gutes getan als ein Mikroskop, welches vermutlich nur für Forschungszwecke eingesetzt werden würde.
Ich versuchte ihr zu zeigen, wie sie mit der Bildanalyse umgehen müsste. Sie begriff recht schnell und ich wusste, dass ich dort nicht mehr hinkommen würde. Sie würden sich alles selber machen können. Ich wusste aber auch, dass sie selbst wahrscheinlich mehr mit dem Mikroskop allein arbeiten würde als es aus „nur“ Bildgeber für die Bildanalyse zu verwenden.
Meine Freude über den Auftrag, über die rasche Abwicklung, über die klaglose Installation war dahin. Bis dahin hatte ich den Computer immer gegen ältere Kollegen verteidigt, die die Sinnhaftigkeit eines Computers in dem Arbeitsbereich in Frage stellen wollten. Meine technische Unschuld war dahin: nicht das Machbare ist wichtig sondern das Brauchbare!
Ich verließt das Institut zu Mittag. Der Himmel kam mir trüber vor, der Schnee auf der Strasse grauer. Ich war froh, dass ich keinen Kollegen würde sehen müssen.
Epilog: jedes Mal, wenn ich im Supermarkt Flaschen zurückgebe, sehe ich die Rückgabemaschinen mit eingebauter Bildanalyse und schneller und sicherer Flaschenerkennung. Diese Maschine sind vielleicht hundertmal leistungsstärker als die Krebserkennungsanalyse anno 1986. Und sie sind sicher billiger.
Das kleine Mikroskop zählt auch heute noch nach 18 Jahren zu den Spitzengeräten des Unternehmens und der ganzen Mikroskopbranche.
Ich verkaufe keine Mikroskope mehr. Und auch keine Bildanalysatoren.
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Nach zwei sehr harmonischen Weihnachtsfeiern innerhalb der Familie, fahre ich jetzt nach Belgrad, um dort Neujahr und orthodoxe Weihnachten zu feiern. Gestern in der Sauna bekam ich von einem Serben noch einen Tipp, mir unbedingt die Feierlichkeiten in Sveti Slava anzusehen.
Das ist die größte orthodoxe Kathedrale am Balkan. Ich habe sie natürlich bereits meinem ersten Serbienaufenthalt inspiziert.
Es wird nett sein, alte Freunde zu sehen. Und natürlich muss man das auch so sehen: zweimal Weihnachten ist doch sicher mehr als einmal Weihnachten …
In 10 Minuten geht es zum Flughafen 🙂
Es ist ja bekannt, dass Pensionisten keine Zeit haben. Quasi-Pensionisten haben noch weniger.
Trotzdem ist es für mich erstaunlich, dass diese Weihnachten folgende Fakten gegeben sind:
1) Alle Weihnachtsgeschenke, für die ich verantwortlich bin, sind gekauft und bereits verpackt – obwohl sie erst am 25. fällig sind, wenn alle Verwandten bei uns zu Besuch kommen.
2) Die Menüs für morgen und übermorgen sind zutatenmäßig geplant und bereits gekauft. Das Fleisch für die Suppe am 25. kommt allerdings erst morgen früh an und wird von Frau Steppenhund geholt.
3) Die Zeitplanung fürs Kochen steht fest – sogar ohne Microsoft Project.
Post Skriptum:
TODO:
morgen: Vorspeise für die Feier bei meinem Sohn. (Tomatenquadrate)
Forelle nach Art des Steppenhundes für mittags zu Hause
Vorbereitung Rindssuppe für den 25.
übermorgen: Schweinsbraten nach Art des Steppenhundes
Weißkraut mit Speck in Weißwein
Erdäpfelknödel (das Rotkraut hat meine Frau heute schon gemacht)
Irgendeine Einlage, vermutlich Grießknödel für die Suppe
Personen: morgen mittags 3 Erwachsene
morgen abends (die Vorspeise) zwei Backbleche
übermorgen: keine Ahnung zwischen 13 und 18 Personen
Naja, nicht so ganz.
Man kann den gestrigen Tag inklusive der Firmenweihnachtsfeier als letzten Arbeitstag ansehen. Da habe ich auch tatsächlich etwas gearbeitet.
Und ich wurde angesprochen: die Schulungen machst Du aber schon noch. Ja, die werde ich schon machen-
Ansonsten gab es eine Verabschiedung und eine Abschiedsrede meinerseits.
Um 4:30 p.m. kam ich nach Hause und war nicht einmal besonders besoffen.
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Frei werde ich erst sein, wenn ich zuhause meinen Schreibtisch aufgeräumt habe – inklusive aller Papiere, die sich in einem Umkreis von 5 Metern befinden. Das wird noch eine Weile dauern.
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Also jetzt fängt das Pensionistenleben an: mit ein paar Korrekturen während der ersten sechs Monate. Das bedeutet z.B. in 6 Tagen für 18 Personen kochen, bzw. Schweinsbraten machen.
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Schon ziemlich geil!!!

Es ist schon bekannt, dass ich nur über Musik und Arbeit schreibe. Alles andere würde zu sehr in die Belange von anderen Menschen eingreifen, daher versage ich mir manches, worüber ich gerne kommentieren würde.
Also heute ist die Arbeit dran:
Ich habe vergangenen Freitag die Firma in Serbien zur Liquidation angemeldet. Nein, kein Konkurs. Sie wird einfach geschlossen. Gerade als die Entscheidung gefallen war, kamen noch ein paar Anfragen.
Daher werde ich im Juni noch ein paar Schulungen machen. Ein größerer Auftrag, der sich ergeben könnte, wird von Wien aus erledigt, falls er wirklich eingeht.
Heute gab es die Bekanntgabe bei uns in der Wiener Firma. Obwohl das Serbien-Projekt letzten Endes Verlust bedeutet hat, wurden mir noch ein paar Rosen gestreut.
Ich habe es halt versucht. Such is life.
Mich schmerzt es nur ein bisschen, dass ich den besten Mitarbeiter nicht nach Wien locken konnte. Er hätte so gut zu unserem Team gepasst.
Aber irgendwie habe ich mich damit abgefunden. Es ist ja eigentlich schön zu sehen, dass es noch fachlich gute Leute gibt, die in ihrer Heimat bleiben, wenn die meisten ins Ausland flüchten.
Ich sollte eine Flasche Wein aufmachen. Ha, es gibt ja noch einen Rest vom 2003 aus der Provence, den wir gestern zur Feier des Tages geöffnet haben. Den trink ich jetzt aus.
Ich bin etwas traurig. Es ist letztlich eine Niederlage. Das wäre nicht so schlimm. Bis jetzt bin ich immer wieder aufgestanden. Nur jetzt wird es keinen neuen Anlauf mehr geben. Jetzt freue ich mich auf die Pension.
Der nette Kollege, der mich auf seinem Heimweg bei mir zuhause absetzt, meint zwar: geh so richtig in Pension gehst Du ja gar nicht. Das meint er ehrlich. Und vor zwei Jahren hätte er recht gehabt. Doch jetzt ist es aus.
Ich übe lieber an der Opus 109. Das ist zwar ein teuflisches Unterfangen, doch ich habe ja den Rest meines Lebens dafür Zeit.
Beethoven 30. Sonate
Eine Aufnahme aus dem Jahr, in dem ich 4 Jahre alt war.
So kann man auch 60 Jahre überbrücken.
Das war eigentlich ein Kommentar, den ich bei Bellablog hinterlassen habe. Doch eigentlich gehört er auch auf mein Blog. Es geht um IQ.
Ich empfehle, einmal den Wikipedia-Eintrag über Intelligenztests zu lesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenztest
Dort wird auch auf mögliche Fehlerquellen und Abhängigkeiten vom sozialen Status des Probanden hingewiesen.
Man kann den Test von der Süddeutschen machen. Der ist relativ ausführlich. Ich kann hier leider den Link nicht angeben, weil zu viele Cookies ausschließlich die Seiten mit meinem Ergebnis liefern.
Ich habe den Test jetzt gemacht und eigentlich ist das Ergebnis eher erschütternd. Ich bin „dümmer“ geworden. Erheblich. Und zwar nach meiner letzten Operation. Insofern hat der IQ-Test schon einen Sinn, weil man eben eine quasi-objektive Darstellung der eigenen Leistungsfähigkeit bekommt.
Da ich mein Geld mit Denken verdiene, ist es schon interessant, wie gut das Hirn noch funktioniert. (Muss eh nicht mehr lange, Ende des Jahres gehe ich in Pension.)
Ich füge hier noch ein Detailergebnis an, welches zeigt, was man aus den Tests entnehmen kann. Interessanterweise habe ich am schlechtesten in der Disziplin Zahlenreihen abgeschnitten. Das war eher immer eine der leichtesten Übungen für mich. Doch ich bin mit der Zeit nicht ausgekommen. Das gibt mir schon zu denken. Es lässt nämlich eine Schlussfolgerung zu: bestimmte Begabungen bleiben nur, wenn sie geübt werden.
Beim Klavierspielen habe ich nicht den Eindruck, dass ich zu langsam „denke“. Doch bei bestimmten Aufgaben merke ich, wie langsam ich geworden bin. Statt 10 Sekunden brauche ich 60. Und irgendwann fehlen mir die Sekunden dann am Ende des Tests. Ich glaube nicht, dass ich das durch Üben wieder verbessern kann.
Ich muss mich damit abfinden.
Und irgendwann werde ich mir eine Checkliste gravieren lassen: Schlüssel, Geld, Handy. Bei jedem Verlassen des Hauses werde ich darauf sehen müssen.
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Tja, das Alter beginnt jetzt!
Ich glaube das auch
So traurig der Flugzeugabsturz mit 150 Toten ist, so gut mag er für die allgemeine Flugsicherheit sein.
Ich gehöre ja zu den Menschen, die sehr oft das Gegenteil sehen. Ich bin auch einer derjenigen, die glaubt, dass die Aufklärung in dem betreffenden Fall zu rasch, zu durchsichtig und zu indizienreich passiert ist, um die ganze Wahrheit darzustellen.
Aber darum geht es mir jetzt gar nicht. Ich bin beruflich damit beschäftigt, Softwarefehler zu finden. Aber das betrifft nicht nur Fehler, die bereits in der Software vorhanden sind, sondern auch Fehler, die durch schlechtes Design und fehleranfällige Software-Architektur entstanden sind.
Wie es schon auf einem ganz anderen Gebiet zu lesen war, kann man relativ leicht Autos knacken, die elektronisch abgesichert sind. (Sogar recht bekannte und berühmte Marken, denen man deutsche Gründlichkeit und Zuverlässigkeit zuschreibt.)
Ich glaube daher, dass sich die Geschichte mit den selbstfahrenden Autos für die Allgemeinheit noch eine Weile hinziehen wird. Ich stelle mir z.B. ein Szenario vor, in dem ein Attentäter unter einer Brücke sitzt und eines der vorbeifahrenden Fahrzeuge auf der Autobahn beeinflussen kann. Vermutlich kann eine Massenkarambolage ausgelöst werden. Das gleiche trifft auch zu, wenn ein selbstlenkendes Auto ohne Fahrer von außen risikolos beeinflussbar wird und ganz gezielt an kritischer Stelle einen Massenunfall verursacht.
Der springende Punkt im verlinkten Artikel ist die Angabe von 20 Jahren!
Flugzeuge, die älter sind, sind weniger leicht von außen zu beeinflussen. Doch mit einer neuen, besseren und leistungsstärkeren Elektronik hat man viel Komfort und auch Flugsicherheit eingebaut. Allerdings zielt die letztere auf operatives Verhalten und nicht auf Sicherheit.
Jeder vernünftige Mensch müsste sich fragen, warum so viel Missbrauch im Internet getrieben werden kann. Der Hauptgrund ist der, dass Entwickler in erster Linie kreative, produktive und auch „gute“ Menschen sind. Sie denken an die technischen Problem und kommen mit phantastischen Lösungen daher, aber sie denken nicht an die Abgründe im Menschen, der darauf aus ist, ein System zu torpedieren.
Es ist schon erstaunlich, was in einer Software alles schief laufen kann, ohne dass kriminelle Energie im Spiel ist. Wie anfällig muss dann Software gegenüber bösartigen Attacken sein?
Manchmal lesen wir in den Zeitungen vom beginnenden oder bereits stattgefunden habenden Cyberkrieg. Wir verdrängen das recht schnell. Erstens, weil sich die meisten Leute nicht vorstellen können, was da wirklich passiert, und zweitens weil wir als positiv ausgerichtete Menschen gerne verdrängen. (So denkt heute kaum noch ein Mensch an den Systemwechsel im Iran vor mehr als 30 Jahren. Daher wird auch nicht erkannt, dass sich die Ukraine ebenso beeinflussen lässt.)
Also ich gehe einmal davon aus, dass sich auf dem Gebiet der mobilen Sicherheit noch einiges abspielen wird. Doch vielleicht wird das neuliche Flugzeugunglück ein Anlass sein, bestimmte Sicherheitsvorkehrungen zu überdenken.
http://www.austrianwings.info/2011/05/der-todesflug-der-mozart
Das damalige Unglück hat sich eine Woche vor einem Beijing-Flug zugetragen, bei dem ich eingeladen war. Immerhin galt ich wegen meiner häufigen Asienflüge als repräsentativer Gast.
Es hätte sein können, dass der Ausfall auch erst eine Woche später stattgefunden hätte.
Such is life.
Dann hätte es auch dieses Blog nie gegeben…
Georg Philipp Schmidt von Lübeck
Ich komme vom Gebirge her
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Ich komme vom Gebirge her,
Es dampft das Tal, es braust das Meer,
Ich wandle still, bin wenig froh,
Und immer fragt der Seufzer, wo?
Die Sonne dünkt mich hier so kalt,
Die Blüte welk, das Leben alt,
Und was sie reden, leerer Schall,
Ich bin ein Fremdling überall.
Wo bist du, mein geliebtes Land,
Gesucht, geahnt, und nie gekannt?
Das Land, das Land so hoffnungsgrün,
Das Land, wo meine Rosen blühn;
Wo meine Freunde wandelnd gehen,
Wo meine Toten auferstehen,
Das Land, das meine Sprache spricht,
Das teure Land — hier ist es nicht. —
Ich wandle still, bin wenig froh,
Und immer fragt der Seufzer, wo?
Im Geisterhauch tönt’s mir zurück,
„Dort, wo du nicht bist, ist das Glück.“
Dieses Gedicht wurde von Franz Schubert vertont. Es ist eines meiner Lieblingslieder.
Ich spiele es manchmal für mich.
https://www.youtube.com/watch?v=srjcyzFwOVE
Früher habe ich die Wanderphantasie gespielt. Aber die ist halt etwas schwerer – und dauert auch länger.
Aber es ist nicht so, dass ich mich mit dem Text identifiziere. Es ist eher das Gegenteil der Fall. Der Text war für mich eine Warnung. „Denke nicht, dass das Glück anderswo ist! Viele Menschen würden sich deine Situation wünschen. Überlege dir, was deine Situation als Glück bedeutet.“
Es ist mir ja nicht immer gleich gut gegangen. Doch habe ich versucht, das Gute in jeder Situation zu finden.
