Archiv für April 7th, 2016
Mit Beethoven habe ich ja jetzt ganz bestimmte Stellen zu verfeinern. Man könnte auch sagen, ich muss üben. Aber es ist befriedigend zu wissen, dass mein Spielen generell nicht zu viel Stirnrunzeln hervorgerufen hat.
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Jetzt habe ich aber angefangen, den Schubert auswendig zu lernen. Mein Ziel ist es, bis Ende April die ganze Sonate auswendig zu können. Das sind ca. 30 Seiten Noten. (Bei Beethoven waren es nur 22, und dafür habe ich 2 Monate gebraucht, aber ich hoffe ja, dass ich da jetzt bereits ein bisschen schneller sein werde.) 6-8 Seiten kann ich schon auswendig. Heute hat es mit einer Seite geklappt. Es müsste sich also ausgehen. Andere trainieren für den Marathon, ich trainiere für das Konzert. Ist genauso eine Konditionsangelegenheit. Die Sonate, die ich nach der Pause spiele, dauert je nach Pianist zwischen 40 und 60 Minuten. Ich wähle ein Tempo, dass sie in etwas 45 Minuten dauern wird.
Jedenfalls ein harter Brocken.
Gespielt habe ich sie seit meinem 16. Lebensjahr, mehr oder weniger gut. Also um ehrlich zu sein eher weniger gut, einfach schlampig. Aber momentan bin ich guter Dinge.
Schubert DV960
für diejenigen, welche sich nichts unter dem Text vorstellen können.
[Das wäre eigentlich ein Kommentar geworden, doch aufgrund seiner Länge und des Umstands, dass ich über das Thema gerade selber nachgedacht hatte, landet er jetzt hier bei mir 🙂 ]
Zum heutigen Beitrag von LaMamma Älter werden fällt mir folgendes ein, dass ich aus den genannten Gründen gleich hier niederschreibe. (Bitte zuerst den verlinkten Artikel lesen!)
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Was Rudi Reinthaller geschrieben hat, kann ich recht gut nachvollziehen.
Allerdings waren die 2 Jahre mehr sicher auch noch auszuhalten.
Persönlich genieße ich das Ende meiner regulären Arbeitszeit. Zwar werden mir ca. 100 Euro netto abgezogen, wenn ich jetzt mit 65 schon in Pension gehe. Na, werde ich halt weniger saufen.
Ich hatte immer gedacht, dass ich bis 75 arbeiten möchte. Vor einem Jahr hat sich das geändert. Ziemlich amüsant finde ich in diesem Zusammenhang die gestrige Neuigkeit, die sich hinsichtlich der Offshore-Aktivitäten ergeben hat.
Nicht, dass ich glauben könnte, dass die Russen dies nicht ordentlich verwenden. Nein, Island kam noch zum Handkuss. Die sind nicht so wichtig und daher kann man sie gut anpatzen, um Unparteilichkeit vorzutäuschen.
Die Financiers der Journalistengruppe beinhaltet fünf der größten amerikanischen Unternehmen. Also meine eigene Verschwörungstheorien möchte ich hier gar nicht los werden. Es geht mir viel mehr um das, wofür die EDV verwendet wird. In beiden Richtungen.
Über mein Unverständnis, wie gleichzeitig NSA gefürchtet wird, aber Big Data große Werbeetats bekommen kann, habe ich schon geschrieben.
Ich verstehe es nicht oder besser: ich verstehe es zu gut.
Es ist schon so: wenn man älter wird, werden manche Zusammenhänge klarer. Es ist nicht mehr notwendig, alles auf sich zu beziehen. Obwohl ich vermutlich noch immer einige Workshops oder Seminare halten werde, bin ich nur mehr marginal daran interessiert, wie sich Internet of Things (IOT) entwickeln wird. Oder das Wetter – da soll es ja ganz neue Wolken geben. (Cloud)
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Nach ungefähr zwei Monaten ohne Firma habe ich zufällig erkannt, worin der Pensionsschock besteht. Es ist das Fehlen von Erfolgserlebnissen. Nun, nicht alle alle Menschen erleben den Pensionsschock in gleicher Form oder überhaupt. Wenn jemand Gartenarbeit liebt, wird er sich über jede blühende Pflanze freuen, die er speziell gepflegt hat. Es gibt Menschen, die dann ehrenamtlich agieren und andere, die neu zu studieren anfangen. Es gibt eine Reihe von Erfolgserlebnissen, die sich der alte Mensch bei einigermaßen intakter Gesundheit verschaffen kann.
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Meine Erfolgsergebnisse lassen sich in meinem Blog und auch auf facebook nachlesen. Daher habe ich einige Zeit gebraucht, bis ich die „Gefahr“ der Pensionierung erkennen konnte. Als ich aber ungefähr 30 war, habe ich erfahren, wie ein Mitarbeiter, der mit 60 in Pension gegangen war, nach zwei Monaten gestorben war. Der hatte seine durchaus sehenswerten Erfolgserlebnisse anscheinend nur seiner Arbeit zu verdanken.
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Zum Thema „altersgerechtes Arbeiten“ kann ich nur auf die Altersteilzeit hinweisen. Ohne großen finanziellen Verlust kann die Arbeitszeit stark reduziert werden. Mit dem Gefühl der vermehrten Freizeit kann man sich schon auf die Pension vorbereiten. Nicht jedem hingegen ist es gegeben, sich mehr auf Lehrtätigkeit zu konzentrieren. Das eigene Wissen weitergeben ist eine lohnende Aufgabe, wenn man es schafft, auch seine Erfahrungswerte zu vermitteln. Es müssen ja nicht Vorträge sein, auch die Betreuung von Lehrlingen sollte ein befriedigendes Arbeitsgefühl hervorrufen.
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Und zuletzt: für ein technisches Publikum bietet sich die Fragestellung an: was könnten Sie den heute erfinden? Oder man fängt mit der berühmten Büroklammer-Übung an. Sehr, sehr lehrreich, macht Spass und öffnet so manche Augen.
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