Zauberflöte in Salzburg

Regietheaterk vom schlimmsten. Was Harnoncourt mit dem Orchester aufführt ist zumindest interessant. Die Königin der Nacht singt sogar für meine Schweinsohren verstimmt.
Die Initiationsszene wird von zwei lebendigen Kerzenständern in Raumanzügen vorgeführt.
Sarastro und seine Mannen wirken wie die Mannschaft einer Psychiatrie und dort gehören auch die Verantwortlichen für diese Aufführung hin.
Dabei wäre die Felsenreitschule gut geeignet, eine „klassische“ Regie zu leben, was auch zu der „Originalmusik“ des Harnoncourts gut passen würde.
So einen lächerlichen Scheiß habe ich ja noch selten erlebt. Da haben sich die Kritiker über die Boheme aufgeregt, obwohl dort die neumodische Regie sehr gut zu passen schien.
Im übrigen sind die Sänger so oft mit dem Orchester auseinander, dass es schon weh tut. Die Besetzung der Pamina passt zumindest fürs Fernsehen nicht. Die sehr gute Sängerin ist zu alt für das, was sie verkörpern soll. Tamino und Pamino in Unterwäsche hätte man wenigstens mit Palmer ausstatten können.
Ist wirklich ein Wahnsinn.

Es passt dazu, dass im Teletext die Oper nicht einmal den Komponisten erwähnt, allerdings immerhin das Geburts- und Sterbedatum von Schikaneder.


  1. Nachtrag: jetzt habe ich den Schluss gesehen. Sarastro erwürgt die Königin der Nacht, der Herzschrittmacher, (ich konnte nicht erkennen, ob er von Apple oder Samsung geliefert wurde) landet bei Tamino. Tamino, Pamina, Papageno und Papagena vertschüssen sich mit Kinderwagen, in denen offensichtlich im Schnellbrutverfahren schon irgendwelche Babies liegen.
    Das passt zu den drei Knaben, die man künstlich auf gealtert stilisiert hat.
    Ich frage mich, wie Harnoncourt wirklich zu der Regie gestanden ist. Er muss schon senil sein, dass er zu so einer Regie überhaupt dirigiert.

  2. Avatar von Unbekannt Sunnilein

    Für solchen Wahnsinn und das Verbrechen am Werk müsste es eine Bestrafung geben! Wie dafür jemand ernsthaft Eintritt zahlt, erschließt sich mir nicht mehr.Tut mir leid.

  3. mir sträuben sich die nackenhaare schon beim bloßen lesen.
    man kann sich doch nur wünschen die überirdischen kräfte einer mittelalterlichen hexe zu besitzen, die einen befähigen, derartige scharlatane mit ewigem dünnschiss zu schlagen … aber mit REALEM solchen … den geistigen haben sie ja schon …

  4. Also hab ich nix versäumt, so wie du da berichtest von der Zauberflöte in Salzburg. Soll ich mir zum Trost Salzburger Nockerln gönnen, Steppenhund?

  5. eine öffentliche Kritik Hier eine Kritik der Neuen Züricher Zeitung. Die zeigt wohl, dass ich nicht ganz etwas Falsches in der Regie gesehen habe.




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