Ich hasse die Frauen
Heute ist nicht nur Frauentag. Heute ist auch der Tag der Heuchelei. Genau am 8. März wird von den Frauen Notiz genommen. Vor 25 Jahren hatte ich selbst noch nicht einmal eine Ahnung vom Frauentag. Den lernte ich erst in der Sovjetunion kennen. In Wien hatte ich in der Zeit davor keine Ahnung von diesem besonderen Tag gehabt.
Auch am 8.3.1968, den ich in den USA verbrachte, war von Frauentag nichts zu bemerken. Jetzt könnte man einwenden, dass ich mich nicht so aufpudeln soll. Feste soll man feiern und die Frauen haben sich ein Fest verdient. Das erstere findet sich schon bei Goethe und beim letzteren gibt es nichts zu bekritteln. Es gibt ja auch Frauen, die gleich zweimal gefeiert werden. Wenn sie nämlich außerdem noch Mütter sind.
Ansonsten zeigt dieser Bericht, dass es mit Gleichberechtigung vor allem in unseren Ländern, wo wir es uns doch leisten könnten, nicht so viel auf sich hat.
Ich gehe einmal davon aus, dass sich alles verbessern wird. Ich selbst hasse ja Frauen, aber das hängt vermutlich damit zusammen, dass ich von ihnen umzingelt bin. Ich hasse auch Kinder, Bäume, Sportler. Ich hasse alles, was genau an einem Tag im Jahr gefeiert wird. Und zwar hasse ich es am jeweiligen Feiertag.
Ich hasse eine Einstellung, die im Menschen ein so schlechtes Gewissen aufbauen muss, dass er sich einmal im Jahr davon reinwaschen muss. Ja, die Frauen werden schlechter behandelt, sie werden schlechter bezahlt, an ihnen bleibt mehr Arbeit hängen. Doch dann feiern wir sie einen Tag lang, dann ist alles wieder in Ordnung.
Aber ich mag die Frauen, die LMAA sagen und das damit begründen, dass der Tag ein Tag wie jeder andere ist. Ein paar von diesen Frauen finden sich in meiner Familie: meine Frau, meine Töchter, meine Schwiegertochter. Und ein paar andere gibt es auch noch…

Donnerstag, März 8, 2012 at 10:37 am
Bingo. Gilt alles, bis auf den Vatertag. Der ist reine Geschäftssache. 😉
Donnerstag, März 8, 2012 at 11:37 am
Ich hasse eine Einstellung, die im Menschen ein so schlechtes Gewissen aufbauen muss, dass er sich einmal im Jahr davon reinwaschen muss.
Das trifft es auf den Punkt.
Donnerstag, März 8, 2012 at 11:55 am
„Ich hasse auch Kinder, Bäume, Sportler. Ich hasse alles, was genau an einem Tag im Jahr gefeiert wird. Und zwar hasse ich es am jeweiligen Feiertag.“
da hat man über das jahr immer gut zu tun … 😉
Donnerstag, März 8, 2012 at 4:24 pm
gibt`s auch einen tag für knastis?
frauentag sagt mir nichts. sollte einem das was sagen? man muss doch nicht jeden scheiß wahrnehmen.
Donnerstag, März 8, 2012 at 4:30 pm
Hassen kann ich diese „aufgesetzt“ feierlichen
Tage zwar nicht, aber sie gehen mir gewaltig auf
die nicht vorhandenen Ostereier…
könnt ich sie hassen, tät ich sie lieben:-)))
Freitag, März 9, 2012 at 5:56 pm
…d e r…
ging doch glatt schweigend an mir vorüber,
hat sich vorbei gedrückt
oder vorbei geschlichen!?
Wahrscheinlich,
weil ich Heuchelei
„uff da Dood ned aussteha ka“
😉
Samstag, März 10, 2012 at 1:36 pm
***
diese probleme und das geld von rothschild
hätte ich gerne
wie war das mit: leben und leben lassen?
so lasst sie doch
die welt heuchelt nicht nur in dieser hinsicht
und was heisst hassen?
„Der Hass ist die Liebe, an der man gescheitert ist.“
sagte Kierkegaard
also welche tage haben sie davon geliebt?
Sonntag, März 11, 2012 at 12:44 pm
Der „Frauentag“ ist eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, was man denn unter „Gleichberechtigung“ überhaupt verstehen möchte. Kennengelernt habe ich diesen Tag in der DDR, wo die Frauen in einigen Aspekten gleichberechtigter (jaja, eine Steigerung dieses Wortes ist eigentlich nicht möglich, ich weiß) waren als heute: Mehr berufstätige Frauen, gleicher Lohn für gleich Arbeit.
Trotzdem hatte dieser Tag etwas Heuchlerisches an sich, denn die Männer und Jungs haben ihren Frauen und Müttern an diesem Tag dadurch gedankt, dass sie außer schönen Reden und Geschenken auch die Hausarbeit übernahmen. An den restlichen 364 Tagen des Jahres blieb die dann wieder überwiegend an den Frauen hängen.
Man muss sich in einer gleichberechtigten Gesellschaft darauf verständigen, wie die Aufgabenverteilung aussehen soll. Bei unterschiedlichen Fähigkeiten ist eine Gleichverteilung ungerecht, und Männer und Frauen sind auf verschiedenen Gebieten ungleich begabt. Aber man tut schlecht daran, die Aufgabenverteilung anhand einer Klassifikation (Mann vs. Frau) festzuschreiben, es muss immer von den Fähigkeiten der Individuen ausgehen. Und davon sind wir auch heute noch meilenweit entfernt.
Die Hoffnungen, dass man das in der gesamten Gesellschaft in der nächsten Zeit vernünftig hinbekommt, habe ich schon lange nicht mehr. Man kann das für sich nur im kleinen Kreis, also in der Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis zu lösen versuchen.
Sonntag, Februar 17, 2013 at 6:45 pm
Frauenhass ICH hasse Frauen! Wenn es nach mir ginge würde ich sie ausrotten! Is mir recht dass in manchen Ländern Mädchen abgetrieben oder nach der Geburt getötet werden. Hoffe es gibt eine bessere Zukunft für die Erde.